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hatte er seinem alten väterlichen Freunde geschrieben, und auch / . da nur wenige Zeilen. Er habe sich entschlossen, nach AmeM j

Für Brautleute

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Mein väterlicher Freund I

Die Lösung des wirren Räthsels ist gesunden. Ich I« -Sep

sühnen, was ich gethan Wenn Du diese Zeilen erhältst, Bin

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bereits Soldat, vielleicht schon aus dem Wege nach Fraulich V# Meine Brust athmet freiet, zum ersten Male seit langer D g

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mehr, habe nichts mehr mit der Kunst zu schaffen. Wie troftloi, wie traurig und öde mußte es in Richard- Innerem ausfehm, nach diesen wenigen Zeile» zu schließen I Hätte der Kammermusiliü noch darüber in Zweifel sein können, ein nachsolgender Brief Paula'- klärte ihn vollständig über de- jungen Mannes in btt That Besorgniß erregenden Seelenzustand auf. Sie bat den alten Herrn um Rath und Trost, und am Schluffe ihre- Briefes befannte sie mit tiefet aufrichtiger Reue und Beschämung, zu welch' freuet hafiem Gaukelspiele sie fich durch Held habe verleiten laffen. S« schrieb fich, und leider nicht mit Unrecht, einen großen Theil bet Schuld an der blutigen Katastrophe zu, die Richards Seele» sriedcn, seine Zukunst zerstört hatte.

Da war die Kriegserklärung Frankreichs an Deutschland erfolgt, und nicht nur daß fie den alten Herrn au- seinem Jnfichversunlk» sein ausgescheucht . . . war er doch ein viel zu guter Patriot, zi sehr mit Leib und Seele deutsch, als daß ihn die große aOgemti«! Begeisterung für das einige deutsche Vaterland hätte gleichgisih laffen können ... sie hatte auch noch einen anderen ®ebanlt«, gleich einem Hoffnungsschimmer in seiner Seele lebendig wettet laffen. Wenn Richard sich entschließen könnte, Soldat zu werbt«, dem Baterlande das Leben zu weihen, da- für ihn werthloip worden! War hier nicht der rettende Ariadnefaden gefunden, te den Unglücklichen aus dem trostlosen Labyrinthe, in welches isi sein Schicksal geführt, befreien konnte?

Der stille Wunsch des alten Herrn sollte früher in Erfüll««; gehen, als dieser zu hoffen gewagt. Eines Tages, als er ebn wieder recht trübe und mißgestimmt in feinem Lehnstuhle « Fenster saß, erhielt er einen Bries von Richard solgenden Inhalt!:

auszuwandern, schrieb er, die Lust in Deutschland liege schw« wie Blei auf seiner Seele Auch der Bühne wolle er entsage«, seine Kunst sei ihm verleidet worden; die Poesie in seiner Braß sei erstorben und mit ihr der Künstler; er habe keine Illusionen

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Der Sohn -er Gräfin.

Ein Roman a«S dem Schaufpielerlebeu von Klara Pause.

(147. Forts.) -------

Seit Richard von ihm gegangen, hatte der alte Herr seinen glücklichen Humor, der ihm noch niemals im Leben untreu gewor» den, vollständig verloren. Mit dem jungen Manne, den er geliebt wie einen eigenen Sohn, war der beffere Theil seines Lebens entschwunden, der letzte Sonnenblick seines Alter-, und was noch übrig war, erschien ihm nicht mehr des Lebens Werth. Stunden lang konnte er in dem alten Lehnstuhle am Fenster sitzen und vor fich hinstarren, und wie ost ging ihm dabei die Pfeife aus, ohne daß er es merkte.

Zwar brauchte der Kammermusikus fich in keiner Weise einen Vorwurf zu machen. Er hatte ja nur streng nach dem letzten Willen des verstorbenen Freundes gehandelt. Doch, wäre es nicht am Ende bester gewesen, wenn er in mancher Beziehung mehr der eigenen Einsicht Folge geleistet?

Sie find Schuld an dem ganzen blutigen Unglück mit Ihrem Heimlichthun," hatte die alte Elsbeth gesagt, und mußte er ihr nicht Recht geben, wie sehr er fich auch dagegen sträuben mochte? . . . Mit seinemHeimlichthun" hatte er dem Sohne den Weg zu dem Herzen der Mutter versperrt, hatte er ihn in die Nacht der Verzweiflung gestoßen.

Das war der Gedanke, bet den alten Herrn gar nicht mehr recht zur Ruhe kommen ließ, der aus seiner Seele lag wie eine schwer drückende Last, die er nicht mehr los werden konnte.

Was hals es, daß man den Mörder de- jungen Grasen nicht versolgte, daß die traurige Affaire in ein undurchdringliches Geheimniß gehüllt blieb, daß Adele ihren unglücklichen Sohn keineswegs ausgegeben und der neue Erbgras von Hohenfels, Erich von Rothenburg, das wärmste Jntereffe für feinen unglücklichen Verwandten, denn al» solchen hatte er ihn anerkannt, an den Tag legte . . . was konnte Das Alles jetzt noch helfen, jetzt, wo e- zu fpät war?

Ein furchtbares Wort, da- Wort:Zu spät!" ... ES mordet den Frieden der Seele und zehrt an dem Marke des Lebens. Mit dem Worte:Zu spät!" erstirbt die Hoffnung in unserer Brust. In Nacht versenkt, bodenlos, grenzenlos, ohne Farben, ohne Licht und Leben starrt die Welt un- entgegen, de- Unendlichen und der Verzweiflung Bild. Der arme Schiffbrüchige auf öder Insel, umtost von den Wogen deS OceanS, ist glücklich, beneidenSwerth im Vergleiche mit Jenem; noch lebt die Hoffnung in seiner Brust, die Jener nicht mehr kennt, und ohne Hoffnung, ohne Sehnsucht, wer möchte da noch leben!

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Mit meinem Hetzblute, dar ich der Sache des Vaterlandes N, werde ich meine Schuld zahlen! Lebe wohl, mein väterlicher Fremd! Ob wir un- Wiedersehen werden? Eine innere Stimme sagt mit: Nein! Du weißt, ich war von jeher ein wenig Fatalist. H mich ost deshalb gescholten, und doch war mein Schicksal unib> änderlich. Mehr denn je glaube ich jetzt an ein Fatum, das ftt dem Menschen waltet, ihm in bet Wiege schon bie Bahn vorschreU bie er burchlaufen muß bis zum @nbe . . . Ich werbe bald«« Ziele sein. Diese frohe Zuverficht hat mir bie Brust frei, W Auge klar unb hell gemacht.Mit Gott für König und W

land!" Ein schöneres Endziel konnte mir nicht winken.

Bringe meiner Mutter mein Lebewohl. Sie solle mir m Schmerz verzeihen, den ich ihr bereitet; ich hege keinen Groll w

Auch ihr bringe meine letzten Grüße! Mit ihrem W Namen aus den Lippen will ich kämpsen, siegen und sterben! 3? dars ich ja wieder in alter Liebe an sie denken; ich weiß, sie wutbt mir nicht treulos. Wir waren Beide die beklagenSwerthen M einer surchtbaren Täuschung. Paula hat mir reuevoll ihre gestanden. Die Arme! Auch fie ist ein Opfer meines Verhängt geworden. Alle-, waS mir in Liebe nahte, mußte leiden. herzlich wohl, mein treuer, väterlicher Freund und habe M Dank für Deine treue Liebe. Dein Richard.

Der Kammermufikus ließ langsam bie Hanb, die zitternd te Bries umschloß, finken. Seine Augen waren feucht; seine M athmete tief und fchwer. ,.

Sein Berhängniß! . . . Ich glaube jetzt fast selbst, daß » ein solches gibt. So zahle den dunklen Mächten Deine S<W mein armer, junger Freund! Suche den Heldentod im KE für das Vaterland! Dein Ende wird ein schönes, ein beweint werthes Jein!" (Fortf.fw

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