Veite 8
MiesdaSener Lagvtatt.
Ko. i
Br
K«»st und Wiffeuschast.
setzun
W
30 Pfennig die einspaltige Petitzeile
Durch IS. I
nehmenden baulichen Veränderungen oder Neubauten zu machen ' ' sachverständige Gutachten über W-rth und Beschaffenheit der betreff« Güter einzuziehen. Die Eröffaung der Colonte soll so viel als thut beschleunigt werden.
Druck und Verlag der L. Schellenberg'ichen Hof-Buchdrucker ei tu Wiesbaden. — Kür die Lerausaabe verantwortlich: Louis Kch-ii-nk»» i»
(Die heutige Stummer enthält rro «eite«.) An
Jtt üblii " WieSb
---------------- Die $i
Vermischtes. go
— (Selbstmord mittelst Kanone.) Aus München. 30 liatn iüdl wird berichtet: Gestern hat sich in der MaximilianSkas-rn- der linÄL h°n Jacob vom 1. Ftid-Arttllerie-Regiment mit einer Kanone erschossen.Li..» "
" '■"> zurückaekebrten acht JBattaW ■
Aus dem Reiche. der deS
* (Die neuen Uniformblousen), von denen ursprünglicht^rsoner lautete, daß dieselben als Ausrüstungsbestände für den Landsturm HM Bet legt werden sollten, werden, ob versuchsweise, bleibt nicht zu Beftimwr Bür bet den dtesrahrrgen Landwehrübungen ein- mehrfache Probeverwendl mi^l, finden. Speziell wurde dies aus Danzig von der dortigen Laudwebrübi XtilC8D berichtet. Jenes frühere Gerücht erhält stch übrigens noch immer b hat sich in dem dteSlährigen Militäretat noch kein auf eine umfass« Anfertigung derartiger Blousen bezüglicher Ausgabeposten befunden. J
.. * (X. Mtttelrh-inisch-s Musikfest.) Aus Mainz, 3. « «r6e] schreibt man uns: .Selten hat wohl ein Fest in solchem Maste! er9e Interesse sämmtlicher Kreise der Bevölkerung wachgerufen, wie darMgerrc « 7 ..„s. o «..« i- s™ -.....<•—i - " • -■ - ■ - fi
* (Zur kaiserlichen Tafel in Ems) waren am Donnerstag geladen der Grotzherzog und die Grobherzogin von Mecklenburg-Schwerin, sowie der Fürst und die Fürstin zu Wied.
* (Sch ter st ein.) Zu der am 6. und 7. Juli stattfindenden Fahnenweihe der hiesigen Turngemeinde haben bereits 35 Turnvereine ihre Be- theiligung anaemeldet. Für das damit verbundene Preisturnen, an welchem stch der festgebende Verein nicht betheiligt, sind bis jetzt 150 Preisturner, darunter die bewährtesten des Mittelrheinkreiscs, eingeschrieben. Die Arbeiten zur Herstellung des schön gelegenen Festplatzes sind schon feit Anfang dieser Woche in vollem Gange. Nach allen bereits getroffenen Vorkehrungen ist em herrliches Fest zu erwarten.
- * ($acant.) Die Lehrerstelle zu Fischbach, Amts Königstein, mit einem decretlicheu Gehalte von 900 Mk. soll bis zum 1. October l. I. anderweitig besetzt werden. Anmeldungen für dieselbe sind bis zum 1. August l. I. zu machen.
* (General v. Totleb en +.) Wie aus Bad Soden gemeldet wird, ist der seit längerer Zett mit seiner Familie daselbst zur Cur sich aufhaltende russische General Graf E. von Totleben am Dienstag gestorben. Derselbe war seit längerer Zeit sehr leidend.
* (Für die Arbeiter-Colo nie) für das Großherzogthum Heffen und den Regierungsbezirk Wiesbaden find bis jetzt folgende Summen eingegangen: in Frankfurt 50,414 Mk. 45 Pf. (darunter von Einwohnern Nt-derrads 233 Mk. 20 Pf.), in Darmstadt 2860 Mk , in den Landgemeinden des Kreises Darmstadt 10,847 Mk., in Wiesbaden ca. 3800 Mk in Offenbach ca. 6000 Mk.; von den übrigen Städten und Kreisen fehlen noch die Berichte. Zum Ankauf eines geeigneten Gutes sind fünf Grundstücke zur Auswahl im Werthe von 70,000 bis 300,000 Mk. vorhanden. Man ist damit beschäftigt, detaillirte Kostenanschläge über alle vorzu-
Rheinstrom ab-, sondern stets demselben zuzuwenden, so nehmen wir Lorch, das herrliche Lorch mit seinem trauten gastlichen „Schwan" nicht zum Ausgangs-, sondern zum Endpunkte unserer Tour. Wir benutzen am B-stm - sofern nicht die gesammte Parthie auf „Schusters Rappen" aus- aeführt werden soll — die Bahn bis Hattenheim, von wo gar bald ( /< Stunden) die ehemalige Abtei Eb-rbach erreicht ist. Nach eingenommener kurzer Stärkung in der trefflichen Wtrthschaft daselbst beginnt nun durch das saftige Kisselbornthal über den Geisgarten und die beiden Kiffelmühlen der Aufstieg rechts nach der Kammhöhe des Gebirges, welche wir dicht neben dem Erbacher Kopf in 566 Meter Meereshöhe erreichen (vorher auf halber Hohe am sogen. Rotbkreuz vertrauen wir uns dem von Erbach kommenden Wege links an). Sanft fällt nun der Weg nach Norden ab — am -Bosenhahn" (fälschlich wohl auch „Bossenhain" oder gar „Böser Hahn" genannt) beim Waldanstritt befinden wir uns immer noch 480 Meter über dem Meere. Nun öffnet sich vor uns der Blick in der Ferne auf luftiger Höhe das Dorf Dickfchied, rechts schimmern die Schieferdächer von Hausen, lmks rückwärts der Mapper Hof aus dem Walde heraus, und auf der Wasserscheide zwischen dem Glad- und Ernstbach weiter marschirend (rechts inder Tiefe Niedergladbach) erreichen wir nach zwei starken Stunden das Erbacher Forsthaus, woselbst wir uns auf den Weg nach Gerolstein bringen lasten. Dieser vertieft sich zunächst in die Waldungen und fällt dann sehr steil au mehreren höchst interessanten Schieferbrüchen vorbei, die malerischen Ruinen der „Schwarzburg" streifend nach dem von der Wisper benetzten einsam gelegenen Dörfchen Gerolstein (eine Stunde) hinab, - dem Kulminationspunkt landschaftlicher Schönheit des gesammten Wtsperthales, besten ganzer Länge bis Lorch (noch 16 Kilometer) wir folgen. In der bekannten „Laukenmühle" an der Lanxburg gönnen wir uns bei gut besetzter Tafel eine wohlverdiente Ruhe und wandern dann auf der Straße an der .Cammerberger Mühle", über welcher in wilder Einsamkeit die Cammerburg und der Burgfrieden von Schloß Rheinberg thronen, nach dem vielgepriesenen Lorch, uns hier den Fitttgen des „Schwans" sorgenlos anvertauend. Die ganze von uns durchwanderte Strecke von Hattenheim ab bis hierher nahm 7'/.-7-/- Stunden in Anspruch - immerhin ein recht ansehnlicher, aber wie gesagt, höchst lohnender Marsch, wobei der Umstand, daß auf der ganzen Strecke von Eberbach bis Lorch blos in der Laukenmühle (3’/< Stunden von Eberbach und 23/« Stunden von Lorch) Unterkommen zu finden ist, behufs eventueller Proviantmitnahme (am Besten am Erbacher Forsthaus zu verzehren), eine besondere Berücksichtigung verdient. Fußgänger von Wiesbaden aus schlagen die Richtung über Schlangenbad und Hausen ein und gewinnen von hier über Ober- und Niedergladbach durch das Gladbachthal V< Stunde oberhalb von Gerol- steiu die Sohle des Wisperthales. Marschzeit von Wiesbaden bis Hausen 4, bis Gerolstein starke 6 Stunden, zusammen bis Lorch ca. 9 Stunden o * G°^tzwechsel.)Herr Rentner Aug. Merte hat sein Haus Oram-Mtzoße 14 für 57,500 Mk. an Herrn Jacob Liebmann verkauft. — Die Villa des Herrn Baron de Dop ff, Martinstraße 4, ist durch Kauf in das Eigenthum des Herrn Freiherr» Löw zu Steinfurth übergegangen.
* (Ein angenehm kühler Aufenthalt) bei der augenblicklich herrschenden tropischen Hitze ist der an der Sonnenbergerstraße belegen- Gratweilstche Bierkeller, in dem Herr Heinrich Berges, der rührige Restaurateur der „Dietenmühle", alljährlich während der Sommermonate einen trefflichen Labetrunk verabreicht. Wer denselben noch besuchte, rühmte das prächtige Gebräu, die schmackhaften kalten Speisen und — last not least - die sehr aufmerksame Bedienung durch die schmucke Kellnerin, welche in diesen mit drastischen Wandgemälden ä la Berliner Rathskeller geschmückten Gambrinusräumeu die Honneurs macht.
eben erst von den Schießübungen im Lechfeld uu#1 „
waren Vormittags damit beschäftigt, die Geschütze zu putzen, als vlöi^> inmitten der Mannschaft ein Kanonenschuß erdröhnte und zehn C bei l ^-"-losgelösten Geschütze -in brennender Rumpf niederflog,Ä7mal A 46 Schritte entfernt ein furchtbar verstümmelter Kopf rollte. Es die Reste des Unteroffiziers Jacob, der ein Geschütz mit zwei Mavö?^?^" Patronen und mit Kugeln aus einer Kartätschgranate, Eisenstücke rc. aelat Witsb hatte, ohne daß dies von dem jvurhabendcn Offizier bemerkt worden lehnte sich mit der Brust vor die Oeffuung des Rohres, so daß der ibn mitten in der Brust entzwei riß und der Rumpf nur noch eine t Mr t förmig-, brennende und blutige Masse bildete."
— ( Bon der Cholera.) Von Paris aus wird gemeldet, LT Ä Cholera sei in Toulon im Abnehmen, auf dem Lande dagegen, wohin l!" Rel Touloner Bevölkerung geflüchtet im Zuuehmen begriffen. In Mars-lMe 1 U-gen die Verhältnisse besser. Auch in Parts sei eine Person an «erben Cholera nostrae erkrankt; dieselbe befinde sich jedoch bereits auf bem Äüfa»* der Genesung.
• «chiffS-Srachrichten. Di- Dampfer „Noordland" von AntweM hT/ „Donau" von Bremen am 8 Juli in New-Bork und „Hohenzollch. von Bremen am 3. Juli in Baltimore angekommen v ’ "fl. 10,
6„ 7. und 8. Juli in der neu erbauten Stadthalle dahier stattfin!
X. Mittelrheinische Musikfest. Die fast täglich stattfindenden SoLnwui Proben, an denen sich in den letzten Tagen bereits Frau Kammer,änKj, Will aus Wien unter dem rauschenden Beifall der Zuhörer bdbtSr,,-- liebe« eine derartige Abrundung und Präcifion der Massenchöre erleJW ■■ daß ein bedeutender künstlerischer Erfolg dem Feste schon heute vorElschied gesagt werden kann, lieber die einzelnen Nummern des Programms der bereits eingehend referirt worden; auf die Hauptbestandtheile beM.
(-Messias" von Händel, „Triumphlied" von Brahms .Coriolan' is Bür, Lux, XXIII. Psalm von Schubert), sowie das am Dienstag ftattfhtbM6 m Solisten-Concert (Solisten: Frau Maria Will aus Wien, »Mi Hermine Spies aus Wiesbaden, Herr Emil Götze aus Köln M.ftrebet Joseph Staudigl aus Karlsruhe, Frau Johanna Ren^-rlö und Herr August Ruff, Beide aus Mainz) soll W SWe nochmals hingewiesen werden. Am Samstag treffen die G-iMesen i vereine von Bingen, Gießen, Offenbach, Wiesbaden ill dem Worms Wer ein und wird am Nachmittage die erste Genmd die probe unter Mitwirkung von ca. 1100 Sängern und Sängerinnen und eSufuJ™ Orchester von 150 Mann stattfinden. Was die Vergnügungen anbdti8rberUt bezüglich deren Mainz seinen alten Ruf wahren wird, so werden die M e,ne' am Samstag Abmd mit einem großartigen Abendfest in der Anlage eröfiils sei t Ganz Mainz rüstet sich zum freudigen Empfang der Gäste, denen «emeind Sicherhtit -in in ieder Hinsicht gelungeucs Fest in Aussicht gestellt toetU„ , kann. Es sei noch darauf hingewtesen, daß der Kartenverkauf ein atf°, " ordentlich reger ist, und es sich empfiehlt, sich bald mit solchen zu versehM e8 ------------------- i allen!
(An die Iteser.) In der letzten Zeit wurden an dieser G Zeugnisse verschiedener Personen über die vortrefflichen Eigenschaften i «nm Apotheker R. Brandt S Schwetzerptllen veröffentlicht, zu deren Erg' es vothwendig erscheint, den verehelichen Lesern mftzuthetlen, daß die. veroff-ntlichtell Anerkennungen und Dankesfchreiben nur-in geringer ®r*1A theil Derienigen sind, welche der Verfertiger der Pillen (Apotheker R BrE D in Zurich) besitzt, daher auch bei jeder Veröffentlichung ein neuer - vor uns tritt. Erhältlich a Schachtel 1 Mk. in den Apotheken Man Acht, die ächten Apotheker R. Brandt's Schweizerpillen zu erhalten.
Mein!
