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Sulin an ihn
feiert. In meiner Hetmalh im Münsterlande, in dem Städtchen B„ welches ca. 10000 Einwohner hat, wird zu Johannistag oder auch wohl am ersten Sonntag darnach »Sünt Jans etährt«, Johanni gefeint. Zudiesem Zwecke collectirt ein Mann, d. h. in reder Nachbarschaft für ich, Geld för et NobertLhrcn". Von diesem Gelbe wird die Musik — freilich keine Militär-Capelle — bezahlt. Am ersten Tage, vom Hause des Kranzherrn Vormittags 11 Uhr angefangen, wird die Runde gemacht. Die Kranzfrau macht den Anfang und holt ihre Nachbarin ab; alsdann geht eS weiter, bis alle Frauen zusammen sind. Hierauf Einkehr in daS Wirthshaus, wo es Kaffee und »Bischüte' (Zwieback) gibt. Die Kranzfrau kommt oben am Ende deS Tisches zu sitzen, die anderen folgen, wie eS ihnen am besten paßt. Nachmittags um 3 Uhr kehrt das Abholen wieder, und wenn Alle beisammen, ist das nächste Ziel das Wirthshaus, wo die jungen Mädchen, Kinder und Männer schon versammelt sind. Hier wird Bier getrunken, die Musik spielt, man tanzt, gibt sich Räthsel auf, singt und lacht bis gen Mitternacht, wo man sich trennt. Den zweiten Tag ändert sich das Programm. Um 10 Uhr Vormittags setzt sich der Zng. nach und nach gebildet, vom Hause des Kranzherrn aus in Bewegung. Der Deckel d-S Topfes auf dem Ofen, unter welchem es gar lustig brodelt, wird entfernt und aus dem Topf oder der Bratpfanne das Fleisch herausgenommen und mit der bloßen Hand — nicht etwa mit Meffer und Gabel — mit fort ge-
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im Jahre 1883 geerntet wurden an Körnern 1147 Kilogramm Winter- weizen, 890 Kilogr. Winterroggen. 1063 Kilogr. Sommergerste, 865 K ogr. Hafer, 7167 Kilogr. Kartoffeln, 13,436 Kilogr. Runkelrüben und 9-,b Kilogr. Raps, an Stroh 1873 Kilogr. vom Winterweizen, 1649 Mlogr. vom
Vernmerungsamr- idu iwvh w
■« freien • oie Vorbereitungen dazu sind lebhaft im Gange. Geh. j, »ödiker M an die Spitze treten. Außerdem find die um- ,® ‘ . ,sten Vorkehrungen getroffen, um das Inkrafttreten des Uns« äe 1 9it unb Professor v. Pettenkofer ist nach München abgeretst,
rte,L.nb Geh. Rath Dr. Koch am Dienstag, und zwar a en behuss I Winterroggm, 1W9 Kilogr. von der Sommergerste und 1187 Kilogr. vom 1161 U%nfl des MWS Hafer endlich 2124 Kilogr. Kleehen und 1853 Kilogr. Wiesenheu pro . -llung des Eharacters der Epidemie se ne Dienste zur ^mugung zu , Nimmt man den Durchschnitt des Heetaren-Ertrages der letzten heu K und weitere Studie» über die Natur der Smche unv ore »e al8 eine Mittelernte und gleich 100 an, so betrug die vorjährige
ngen ihrer Fortpflanzung zu machen. Von der' demnächst aus Tomon i Tunrg ^örnern 2C. beim Winterweizen 96, beim Winterroggen 103, bet wartenden Berichten deS Geh. Rath Dr. wird eS wobt avhange , I Sommergerste 92, beim Safer 88, bet den Kartoffeln 105, den Runkel- . von der fettens der Cholera-Commission ins Auge gefaßten A st I rüben 89 dem Wtnterraps 94, an Stroh beim Winterweizen 87, beim
traßeL von der deutschen Reichsregierung in Kraft acsitzt we d . I Minterroagen 92, der Sommergerste 90 und dem Hafer 84; endlich an
se eir (Reichsgerichts-Entschetbungen.) Der l,auf o I @[ee6eu und Wiesenheu 85. Man ersieht also hieraus, daß die Kartoffeln
ungsfrist eines Antragsvergehens beginnt, uach ein m ißmäßig daS best- Ernteresultat ergaben; dasselbe übertraf den
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Nefl/erechtigte erst nach Ablauf der Verjährungsfrist von der Strafthat ernte gehabt. --------------
^"'"dem Thäter Kenntniß erhalten hat. — Die Entwendung von I zk»a»st»irtksckiattlicke Wittke.
runaS- oder Genußmitteln von unbedeutendem Werth oder I sc>auswrrryf«iasr«ryk
mi-tb(rtafler Menge zur Befriedigung des augenblicklichen Bedürfnisses oder - (Eiskeller für Saushaltungen.) Eine billige Vorrichtung, ' tie8 und zur Verwahrung des Restes für spätere Bedürfnisse oder I um @t8 fär häusliche Zwecke aufzubewahreu, ist nach dem „Nordd. Wirth- «ste ist nach einem Urtheil des Reichsgerichts. II. Strafsenats, vom I ,chafts-Frd." folgende: Man verschaffe sich zwei Fässer, ein größeres, das
im, Lsvril d. I, nicht als blose Uebertretung (sog. Mundraub), sondern I 15_ig Centimeter höher und weiter ist, als daS andere. Den Boden des
raße Mebstahl zu bestrafen. ,, „ - I größeren bedeckt man mit einer Lage Hol,kohlenpulver oder Sagespäne,
den * (Erhebungen über Petroleum - Explosionen.) Der I $a8 Heine setzt man in das größere und füllt! es mit EiS.dasman so
q >ter für Handel und Gewerbe und der Minister des Innern haben I bt(Ijt at8 möglich zusammenpackt. Dann füllt man di- Zwischenräume
. ner gemeinsamen Verfügung vom 12. Juni d. I. die Polizeibehörden Ätschen beiden Fässern mit Säge,pänen aus, indem man sie gut-inrammt, der Erhebungen über die vorkommenden Explosionen von Petroleumlampen ’unb bedeckt die Fässer mfl einem Deckel, der mit Pack uch und Sägespänen,
Kochern veranlaßt. Bereits seit längerer Zeit sind bei der Normal- Spreu, Häcksel re. gepolstert ist, und das Ganze schließlich mit ein» wollenen lngS-Cowmission unter Betheiligung des Gesundheitsamtes Versuche 1 Decke, einer Lage Stroh oder einem ähnlichen Material. Die Fässer «.-Sanae, um die Beziehungen zwischen der Gefahrentewp-ratur be bren- I toerben etwas erhöht auf eine Unterlage gestellt und nahe am Boden eine Kvffn Petroleumlampen und dem auf dem Abel'schen Prober ermittelten Oeffnung durch beide Fässer gebohrt und mit einem Zapfen verschlossen, lammungSpunkte des Petroleums festzustellen. Es handelt sich dabei I bant)t man uo.i Zeit zu Zeit das Wasser von dem geschmolzenen EiS aße 3 -ine Untersuchung der Umstände, unter welchen eine Entflammung ein- I ablassen kann. In dieser Vorrichtung hält sich das Eis sehr gut und a« kann, der Explosivwirkungen u. s. w. Da für die desimtwe Erledigung toein, bie Fässer von etwas größerem Gehalt sind, so hat man einen ^hierher gehörigen Fragen sich Erhebungen über die näheren Umstände kleinen Eiskeller, in dem man das Eis Monate lang aufbewahren kann. netheLM vorgekommener Explosionen als besonders werthvoll erweisen, so ist I Noch sicherer gelingt dies, wenn man das Faß noch mit einem Mantel 8, M'die erwähnte bezügliche Anordnung ergangen. Die Berichte sollen bis ! Bon Stroh umgibt. .. ...
1 Januar nächsten Jahres eingesandt werden. m t I — (Schuhwerk wasserdicht zu machen.) Ein Stuck Paraffin
■■■■■ Bur Untersuchung von Nahrungsmitteln.) Ber der I 6on bcr Grüße einer welschen Nuß, in Liter heißgemachtem Klauenfett »6 6 Ischen Untersuchung der Nahrung?- und Genußmittel ist vielfach als aufgelöst, soll das Schuhwerk vollkommen wasserdicht machen. Nach Vor- * Uebelstand empfunden worden, daß die einzelnen Chemiker sich ver- I ist letzteres nur 1-2 Mal des Monats mit der aus genannten -^^>ener zu abweichenden Ergebnissen führender Untersuchungsmelhoden I Bestandtheilen hergestellten Flüssigkeit zu bestreichen.
^Pfetnen und denselben Gegenstand bedienen und bei ihren gutachtlichen I ( Das Reinigen von Thür- und Fensteranstrich.) Das gerungen die Eigenschaften der UntersnchungSobj cte nicht immer nach I Reinigen durch warmes Seifenwasser oder gar durch Lauge wird alS dem l» einstimmenden untereinander vergleichbaren Kriterien bezeichnen. Dieser I Oelanstrich schädlich bezeichnet. Wenn reines, warmes Wasser den Schmutz lbelmNstand hat sich namentlich bei der technischen Beurtheilung der Wein- I nicht fortnimmt, so bediene man sich, nach dem „WflthschaftSfreund , einer „Hungen auf Grund des Nahrungsmittel-Gesetzes in hohem Grade geltend Mischung von 1 Theil Salmiakgeist in 12 Theilen Wasser.
Es erschien daher angezeigt, auf eine Verstäudigung der Wein- ' ’ --------------
llM &tter hinzuwirken. Zu diesem Zwecke ist eine Anzahl hervorragender I srernliscktes.
^^^""GehÄr^H°ofristh^ Prosisso^" Dr. ^Fr'es°/nius (Wiesbaden" I * (St. Johannistag.) Die unter dieser Ueberschrift jüngst von ^^Lrungs-Rath Professor Dr. Sell (Berlin), Professor Dr. Htlger uns veröffentlichte kleine Plauderei hat °siler Leserin unsere» Blattes in ' erhffangen), Chemiker desKönigl. bayerischen Gewerbemuseums, Dr. K a y s e r Unna Anregung gegeben zu folgender Schilderung, aus welcher hervorgeht, seinenrnberg), Hofrath Professor Dr. Fleck (Dresden), Hofrath Professor wie lebendig in manchen Gegenden, speziell im Munsterlande, sichdie vo ks- Neßler (Karlsruhe), Professor Dr. Reich ardt (Jena), Director ! thümlichen Gebräuche bis auf den heutigen Tag erhalten haben. Unsere elsaß-lothringischen landwirthschaftlichen Versuchsanstalt Dr. Weigelt geehrte Correspondentin läßt sich also wie folgt vernehmen: »Sehr geehrter »»Mfach), in derÄeit vom 16. bis 21. April d.I. im kaiserlichen Gesund- I Herr Redacteur I Im Anschluß an Ihre Beschreibung des Johannisfestes Sä Beamte unter dem Vorsitze des Directors dieser Bchörde zusammen- I dürfte es für Sie vielleicht von einigem Interesse sein, zu erfahren, in etcn. Dieselben haben sich zunächst für bett Erlaß einer Instruction welcher Weise man in anderen Gegenben den Tag d^ heiUgen Johaunes : bas Erheben, Aufbewahren unb Ein,enben von Wein behufs Unter- 1 " tn b«n m welcke«
S0rdei1,nng durch den Sachverständigen ausgesprochen unb Beschlüsse über lirte Stuntersuchung selbst gefaßt. Der Reichskanzler hat Anlaß genommen, Beschlüsse sämmtlichen Bunbesregierungen mit bettt Ersuchen um ent- djenbe weitere Veranlassung mttzutheilen. Der »Reichs-Anzeiger' enthält --serbing» diese sehr etngehenben Vorschriften, welche für alle Wein-
rcssenten von größter Bebeutung sinb.
* (Der Ernte-Ertrag von 1883 in Preußen), wie sich solcher , den nach Gemeinden vorgenommenen Erhebungen vom Februar ergibt, 1 jetzt in der »Statistischen Correspondenz" publizirt. Das Gesammt- „ Jltat ist im Vergleich zu 1882 kein günstiges. Alle Früchte mit Aus- a?.?Kme des Sommerweizens, der Kartoffeln, der Kohlrüben, der unter der "...Aectivbezeichnung »andere Futterarten' aufgeführten Fruchtalten und werig-, zgeines zeigen einen mehr oder minder erheblichen Ernteausfall im ^7°-xner-, Stroh- und Heu-Ertrage. Der Ausfall beträgt in Prozent der qMhrigen Ernte bei den Lupinen 34, dem Wtnterraps 34, den Erbsen 28, ? Butterklee 20, dem Hafer 20, dem Wiesenheu 13, dem Winterroggen 11, . 5t Winterweizen 10, bei Sommergerste 6 Prozent, ber Ueberschutz bet “1 Kartoffeln unb Kohlrüben je 24 Prozent. Im Ganzen werben als intet angegeben an Körnern bezw. Frucht vom Winterweizen 1,162,310 @[jiinnen 8U 1000 Kilogramm, Winterroggen 3,839,903 Tonnen, Sommer-
