Nr. 305._Donnerstag, 29. Oktober 1914.
ersetzt. Bei meinem Barbier fand ich an der Wand ein kleines Plakat hängen, auf dem zu lesen war: Kopfwäschen mit Polnischem Waffer 1 Franken. Ich stellte ihm im Vertrauen die Frage: „Nicht wahr, mein Lieber, das Wasser ist noch
immer dasselbe?" Und ich erhielt leise ins Ohr gesprochen folgende Antwort: „Auf dem Plakat brauchte ich nur einen einzrgen Buchstaben zu ändern: Eau de Cologne
— Eau de Pologne. An dem Waffer selbst brauche ich nichts zu ändern."
Die Hilfstruppen aus Neufundland.
bä. London, 27. Okt. Auch die Neufundländer sind jetzt in England eingetroffen, und zwar 600 Mann. Neufundland trägt die Kosten der Rekrutierung und Ausrüstung. Weitere 500 Mann sind zur Verteidigung der neufundländischen Küste aufgebracht worden.
Ein Phantasiegebilde.
bä. Amsterdam, 27. Okt. Frcderik v. Eeden, Professor Heyrncms und andere hervorragende Persönlichkeiten erlassen einem Aufruf, in welchem der Gründung eines europäischen Staatenbundes das Wort geredet wird.
Die „Times" und die Vorwürfe gegen die englische Zensur.
bä. London, 28. Okt. In einem bemerkenswerten Artikel sagt die „T i m c s", die englische Negierung sei verpflichtet, die verschiedentlich auch im Ausland gegen die englische Zensur erhobenen Vorwürfe zu prüfen. Man solle den Einfluß großer Depeschenbureaus, wie beispielsweise desjenigen der „Associated Pretz", nicht unterschätzen. Die deutsche Regierung trete den amerikanischen Korrespondenten mit der größten Höflichkeit gegenüber, dagegen behandle der englische Generalstab die Journalisten wie Parias.
Zum Tod des Generals Douglas.
bä. London, 25. Okt. Zum Tod des Generals Sir Charles Douglas schreibt die „Times": Der Tod des Generals bedeutet einen schweren Schlag für die Armee, der Verstorbene war als Chef des Generalstabs das höchste Mitglied des Armeerats und eine unschätzbare Hilfe für den Staatssekretär des Kriegs.
Prophezeiung eines brasilianischen Blattes.
Die in Sao Paulo erscheinende „Gazeta do Povo" sagt zum Schluß einer Würdigung des großen Aufschwunges, den das Deutsche Reich in den letzten 44 Jahren genommen hat: „Vielleicht ist der Tag nicht mehr fern, an dem England, nachdem es Frank eich zerschmettert am Boden liegen sieht, erkennen muß daß der imperialistische Traum eines Cecil Rbodes zerronnen und daß es selbst auf dem Punkte angelangt ist, auf dem sich Karthago vor seinem Falle befand."
„Gegen alle Erwartungen."
Der militärische Mitarbeiter der „Times" sucht die Engländer zu beschwichtigen, weil sie ungeduldig darüber sind, daß Frankreich die Deutschen noch immer nicht aus dem Lande gu drängen vermocht bat. Er sagt, dieser Krieg habe sich gegen alle Erwartungen entwickelt. Frankreich habe wohl vier Millionen Soldaten, es habe aber nicht vorausgesetzt, daß es notwendig sein werde, so viele Leute ins Feld zu schicken.
®ine englische Richtigstellung über die angeblichen deutschen Greueltaten.
London, 26. Okt. Halbamtlich wird der englischen Presse witgeteilt, daß die Berichte, wonach sich unter den belgischen Flüchtlingen Kinder befinden sollen, die von den Deutschem verstümmelt worden seien, völlig aus der Luft gegriffen sind.
Englische Menschenfreundlichkeit.
Berlin, 27. Okt. Ein an den englischen Arzt Richard Reading, freiwillig eingetreten bei der 4. Kompagnie deS belgischen Maschinengewehrkorps, gerichteter Brief ist nach der Einnahme Antwerpens dem Kommandeur des ersten Matrosen-Regiments in die Hände gefallen. Der aus Birmingham, 28. Sept., datierte Brief, verfaßt von Jane Reading, der Schwester des erwähnten Richard Reading, enthält, wie wir im „B. L.-A." lesen, die Stelle: „I should like to he a nurse, I am sure I eould kill one or two f^mmns." Auf deutsch: „Ich würde gern Verwundeten-
vflegerin sein, dann könnte ich sicherlich einen oder zwei Deutsche nmbringen."
Wie die Deutschen in Indien behandelt werden.
Nach Berichten, die aus Kalkutta m die Schweiz gelangten, haben die Engländer nicht nur alle Deutschen in Indien seit Kriegsausbruch unter Polizeiaufsicht gestellt, sie zwangen unsere Volksgenossen auch zur Eintragung ins Polizeiregister unter Beifügung dos Fingerabdrucks, als ob eS sich um llemeingefährliche Verbrecher handelte. Alle Deutschen im militärpflichtigen Alter sind in das ehemalige Buren lagen von A h m e d - n a g a r im Bombahdistriki verschickt worden. England ist, wie man sieht, mit Erfolg bemüht, sich von seinem knntenbewehrten Bundesgenossen Rußland hinsichtlich der Behandlung der feindlichen Staatsangehörigen nicht in den Schatten stellen zu lassen.
ttus einem vrief vom 27. September 1914 aus Tientsin über Sibirien-Dänemak
entnehmen wir: „Jetzt bekommen wir die ersten Zeitungsnachrichten von Anfang August über Amerika. Ihr Glücklichen erfahrt doch wenigstens gleich, was passiert, wenn auch Trauriges dabei ist, Ihr spürt doch unmittelbar die große Kriegsvulsader und lebt mit in der Empfindung der Zeit. Gebe es doch bald eine für uns günstige Entscheidung, und dann Frieden. Ich glaube, wenn Europa aufhört zu kämpfen, sieht es hier in Indien und China los. Amerika ist sehr in- icrefftcrt gegen Japan. Die japanischen „Bundesbrüder" Englands haben ja nun auch in Tsingtau mit ihrer Arbeit be- sionnen: von der Seeseite lassen sie sich allerdings nicht so leicht blicken, da haben sie Angst vor unserem Fortfeuer, das sie schon mal gefühlt haben. Auf der Landseite waren verschiedene kleine Vorpostengesechte, für uns mit einigen Verwundeten and einem Toten bis jetzt. Die Japse schämen sich nicht, als verkleidete Chinesen Krieg zu führen. Vorläufig wird sich aber hier noch nicht viel entscheiden, denn der Feind kann kein schweres Geschütz heranbringen, da die sianze Provinz Kiautschau seit Wochen überschwemmt kst und tief unter Wasser steht. Das ist eine direkte Vorsehnung, b>e Deutschen konnten sich in den 4 Wochen besser be- f e (t i g e n und in allem vorsehen, und in der Zwischenzeit kann zu Hause eine Entscheidung fallen, die auch hier vielleicht eine Umstimmung bringt. Das japanische Kabinett fürch- tet a^ch schon eine Krise, denn es sind auch deutschfreundliche Stimmen da. Ihr werdet ja auch wohl Telegramme von hier bekommen, wer weiß, wie viel Unwahres daran ist. Es lvird ja nirgends mehr gelogen als bei einem Kriegsbericht, das sieht man hier auch an den englischen Telegrammen,
MesNaoerror Dagmair»
die immer anders lauten als die unseren, die wir über Amerika bekommen. Hier sind über 300 Flüchtlinge, Frauen und Kinder aus Tsingtau, untergebrwcht, und mein Mann ist als beharrdelnder Arzt vom Gouvernement für die hiesigen Tsingtauer Familien angestellt worden.
Die Treue der Deulsch-klmerikaner.
Eine Karte aus Los Angeles in Kalifornien nach Wiesbaden (mit der gleichzeitig eingetraffene Zeitungen beweisen, daß die Deutschen in Nordamerika jetzt die Wahrheit über die Vorgänge aus den Kriegsschauplätzen kennen), lautet wie folgt: „Ihre drei Sendungen Zeitungen und Postkarten richtig erhalten: tausend Dank. Wir sind hier gerade so begeistert über unsere tapferen Soldaten mit so ausgezeichneten Führern. Hier wird tüchtig gesammelt fürs Rote Kreuz: jeder hilft gern. Wir sind hier in Gedanken immer im lieben alten Vaterland und fühlen, daß es sicher gewinnen muß. Sowie ich Ihre lieben Zeitungen gelesen habe, bekommt sie der Herausgeber unserer deutschen Zeitung hier, welche seit Beginn dieses fürchterlichen Krieges jeden Tag erscheint. Welch eine Erholung für uns, darin die Wahrheit über den Erfolg unserer lieben Armee zu lesen. An den englischen Zeitungen hier kann man sich nicht erbauen, weil zu viel Lügen darin aufgemacht werden, l^je wollten uns Deutschen eine Grube graben, aber sicher fallen sie selber hinein."
Eine deutschfreundliche Stimme aus Spanien.
Ein Berliner Großkanfmann erhielt, wie die „Voss. Ztg." mirteilt, von einem Geschäftsfreunde in Valencia einen Geschäftsbrief, in dem folgenve bemerkenswerte Sätze enthalten sind: Mit größtem Interesse verfolgen wir hier den
Gang des Krieges und sehen mit größter Genugtuung, daß die Armee des Kaisers nicht zu besiegen ist. Die Einnahme von Antwerpen hat wie eine Bombe hier eingeschlagen und alle Franzosenfreunde hier zu Tode erschreckt, die den Platz für uneinnehmbar hielten. Die Deutschen haben dadurch gezeigt, daß sie die tapfersten Soldaten der Welt sind. Wir bitten zu Gott, daß olle die, die Ihnen teuer sind, bald zurückkehren mögen. Ich wünschte nur, ich könnte am Tage, an dem Ihr Kaiser triumphierend in Berlin einziehen wird, in Berlin sein und mit die Lorbeeren streuen, die Ihr Kaiser und Ihr Heer verdient. Die Presse ist zum größten Teile jetzt auf deutscher Seite.
Ein deutschfreundlicher rumänischer Kufruf.
W. T.-B. Wien, 28. Okt. Das „8-Uhr-Blatt" meldet aus Bukarest: Ein Komitee richtet an die zahllosen Rumänen, die im Deutschen Reich ihre Studien vollendet haben, folgenden Aufruf: Kollegen! Alle, die Ihr in Deutschland Eure Bildung fortgesetzt, aus deutschem Boden deutsches Wesen, deutsche Kultur und Tüchtigkeit kennen gelernt, versäumt nicht, gemeinsam Deutschland in dieser entscheidenden «stunde im Kamps um Kultur zu zeigen, daß wir die unversiegbare moralische Kraft des deutschen Volkes hochschätzen. Das Gebot der Dankbarkeit den gastfreundlichen deutschen Ländern gegenüber, Anerkennung und Dank für die Erziehung zur wissenschaftlichen Disziplin und Kultur, vor allem aber Ehrfurcht vor der deutschen ethischen Weltanschauung, vor der deutschen Mannhaftigkeit, Vaterlandsliebe und Entschlossenheit, für die höchsten Kulturgüter der Welt selbstlos zu kämpfen, diese Gefühle, die uns alle bewegen, sind der Anlaß zu diesem gemeinsamen Schritt.
Nus der deutschfeindlichen holländische» Presse.
Von der holländischen Grenze, 26. Okt., meldet die „Köln. Ztg.": Nach bekanntem Rezept wird von der Grenze Flanderns aus S l u i s nach Berichten, die bei Flüchtlingen anf- gefnnden wurden, dem Amsterdamer „T e l e g r a a f" ein Greuelbericht gesandt, wonach den Deutschen die Schuld an der Verwüstung des Städtchens Roulers und vieles andere zugeschrieben wird.
Die Gewaltherrschaft der Engländer in Ägppten.
W. T.-B. London, 28. Okt. (Nichtamtlich.) Die Zeitungen melden: Die ägyptischen Behörden haben beschlossen,
alleDeutschen undÖsterreicher im dienstpflichtigen
Alter zu internieren. Die Bewegungsfreiheit der übrigen soll noch mehr beschränkt werden.
Ein Einare'fen der Türkei in Keayvten.
Nr. Kopenhagen, 28. Okt. (Eig. Drahtbericht. ^ Ktr. Bln.) Der Petersburger „Rjetsch" erfährt aus Konstantinopel, Enver-Pascha Hube dortigen Journalisten erklärt, daß der Terrorismus der Engländer in Ägypten die Türkei veranlasse, den ägyptischen Vorgängen wachsam zu folgen. Als Beschützerin der Mohammedaner werde die Türkei gezwungen sein, den ägyptischen Wirren ein Ende zu machen und Ägypten wieder unter die Herrschaft des Kalifen zu bringen. Wenn der Dreiverband von der Befreiung einiger Nationalitäten spreche, müsse er auch die Befreiung Ägyptens von dem englischen Joche zulassen.
Tie Versorgung Chinas mit wahrheitsgemäßen Kriegsnachrichten.
die befände»'? mit Rücksicht ans die etwaigen japanisch chinesischen Konflikte von großer Bedeutung ist, hat das Deutsche Archiv der Weltliteratur E V.. Berlin, in VervtnduNg mit ln Bevlin lebenden Chinesen und Mitgliedern des Orientalischen Seminars in Angriff genommen. Zunächst ist eene 32seitige B oschüre in chinesischer Sprache fertiggestellt worden, die den Hauptinhalt des deutschen Weißbuches und der Broschüre „Die Wahrheit über den Krieg" sowie weitere neuere Tatsachen einschließlich des Ergebnisses der deutschen Kriegsanleihe enthält. Die Schrift wird mit Hilfe eine: einflußreichen hoch- stabenden Persönlichkeit Chinas, die kürzlich mit dem Deutschen Archiv in Berlin in Beziehung getreten nnv jetzt nach Peking zurückgekehrt ist, Vertrieben, hierbei unterstützt von den chinesischen Filialen einige,, großer deutscher China-Exporthäuser. Die Schrift ist einsettig gevruckt und wird der chinesischen Presse in großer Anzahl zum kostenlosen Abdruck übermittelt. Deutsche Stellen, die zu China Beziehungen unterhalten, können Exemplare der Schrift vom Deutschen Archiv (Berlin W. 15, Schaperstraße 25) kostenlos beziehen, ebenso die Nachträge, die in Abständen von 14 Tagen erscheinen werden. Die nicht unerheblichen Kosten des ganzen Werkes werden aus gemeinnützigen Mitteln bestritten. Das AMv bittet insbesondere alle Chinasreunde, ihm Geldspenden, für diesen Zweck an die Deutsche B a n I, Depositenkasse BL, Berlin W. 60. Schaperstraße 1, für fein Konto „Auslandspreise" zu überweisen.
Ebenso wie das Deutsche Archiv in Berlin, so hat auch, wie b : e „Magdeb. Ztg." schreibt, das O st a s i a t i s ch e Seminar der Universität Leipzig, und zwar bereits seit Ende August, Übersetzungen der amtlichen Kriegsnachrichten, Berichte und anderer auf den Krieg bezüglicher
Morgen-Ausgabe. Erstes Blatt. Seite 3.
Dokumente in Angriff genommen und zur Versendung gebracht, um China mit wahrheitsgetreuen Kriegsnachrichten zu versorgen. Die Versendungen werden regelmäßig fortgesetzt werden.
Keine verletzenden Briefe nach Italien!
Angesichts des großen Krieges, den Deutschland mit einer Reihe von Staaten zu führen hat, ist es von besonderem Wert, daß ein gutes Einvernehmen mit den neutralen Staaten, insbesondere auch mit Italien, erhalten bleibt. In diesem Sinne suchen auch der Deutsche Handelstag und andere Stellen zu wirken. Ihre Bestrebungen werden aber durchkreuzt, wenn deutsche Kaufleute in Briefen an italienische Kaufleute eine Sprache führen, die verletzend und aufreizend wirken muß. Der Mailänder „Corriere della Sera" hat einen Brief mit Ausführungen der bezeich- neten Art veröffentlicht. Der Fall ist leider nicht vereinzelt geblieben.' Dies verstößt gegen das Wohl und das Interesse des Vaterlandes. Der DeutscheHandelstag richtet daher an seine Mitglieder die Bitte, bei denjenigen Kaufleuten, die in Geschäftsverbinduiig mit Italien stehen, nachdrücklich dahin zu wirken, daß sie sich in ihren Briefen dorthin verletzender und aufreizender Ausführungen enthalte».
Deutsche Gefangenenpfiege.
Von einem Leser unserer Zeitung geht uns folgende interessante Mitteilung zu: In der letzten Woche hatte ich Gelegenheit, das Gefangenenlager, in Königsbrück bei Dresden besichtigen zu können. Es war hochinteressant, alle die Einrichtungen kennen zu lernen und zu beobachten, wie gut und reichlich die Gefangenen verpflegt werden. Die Winterbaracken, deren Herstellung etwa eine halbe Million Mark erforderte, werden soeben fertiggestellt. Die Zentralheizung dieser Anlage hat über 70000 M. gekostet. Das Essen, van dem ich selbst gekostet, ist großartig; die Fleischbrühe, von welcher ich eine große Taffe getrunken, kann nicht besser sein. Mit diesen Bestätigungen dürfte wiederum ein Beweis geliefert sein, wie erbärmlich die feindlichen Auslassungen über diese Wahrheiten erdacht und erlogen sind. Rechnet man zu den obigen kurzen Angaben noch hinzu, daß die sanitären Anlagen in dem Gefangenenlager von Königsbrück praktisch eingerichtete und dem Massenbetrieb dienende Wascheinrichtungen enthielten, auch die Abortkonstruktionen nach hygienischen Grundsätzen ausgeführt sind, so wird man begreifen können, daß die Gefangenen von Königsbrück, meist russische Soldaten, denen der Begriff der Reinlichkeit und Körperpflege noch weit abseits liegt, die Lasten und Strapazen des Krieges nnt einem Eldorado vertauscht haben. Es wäre nur zu wünschen, daß auch dem Auslande solche Bestätigungen :,der deutschen. Barbarei" bekannt gegeben würden, damit die nichtswürdigen Verleumdungen unserer Gegner in das rechte Licht gestellt werden.
Das Eiserne Kreuz erster Klasse erhielten: Der schwerverwundete Major im Generalstabo
der 18. Division Kurt von Gellhorn, nachdem er kurz zuvor mit der zweiten Klasse ausgezeichnet worden war, Major und Bataillonskommandeur im Infanterie-Regiment Hessen-Homburg Nr. 166 von Niesenthal, Oberst Louis von Dewitz, Kommandeur der 71. Jnfanteriebrigade, Major Karl Friederichs. Oberst von Studnitz, Chef des Generalstabes eines Neservearineekorps, Hauptmann im Grenadier-Regiment Nr. 11 Julius von Zitzewitz.
Da? Eiserne Kreuz bei der Feldpost.
RPA. Nachstehenden Feldpostbeamten ist das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen worden- den Armee-Postdirektoren, Posträten Dan aus Dresden, Leister aus Stettin und Senger aus Posen; den Arrnee-Postinspektoren, Oberpostinspektoren Bertram aus Leipzig, Jaeobi aus Stettin, Rax aus Karlsruhe (Baden) und Wiche aus Dresden; den Feldpostmeistern, Oberpostinspektoren Bennezet aus Breslau, Danneberg aus Liegnitz, Ehle aus Berlin, Graf aus Dresden, Dr. H e l l n e r aus Stettin, KalberS- berg aus Frankfurt a. M>, Kasper eit aus Hannover, Knicvmeyer aus Erfurt, Rhode aus Frankfurt a.d.O., Schäfer aus Düsseldorf und Wünsche aus Braunschweig, Postassessor Dr. Hellmuth aus Speier und Ober- postverwalter Jbler aus München; den Feldoberpostsekre- tärcn, Oberpastpraktikanten D renk mann aus Magdeburg, Grotefend aus Hannover und Melchereck aus Frankfurt a. d. O., Oberpostsekretären Dahlgrün aus Hamburg, Hohenstein aus Settin, H u t h m a n n aus Berlin und Oldenburg aus Lübeck sowie Postsekretär Riedel aus Augsburg; «den Feldpostsekretären, Postsekretären B i ch e l m a t e r aus München, Marschall aus Driesen und Rischmüller aus Hannover; den Feldpostschaffnern, Oberpostschaffnern Beuchet und Richter aus Dresden sowie H e l l w i g aus Hannover.
Ferner haben folgende Etappen-Telegraphenbeamte das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhalten: die Etappen-Telegraphen- direktoren, Posträtc Bock aus Düsseldorf, Schewe aus Braunschweig, Wagner aus Dresden, Wallrabe aus Berlin und Weberstedt aus Frankfurt a. d. O.; die Etappentelegrapheninspektoren, Oberpostinspektoren Braun, L u p p r i a n und Joost aus Berlin, Lucke aus Dresden und Walther aus Stettin; der Etappen-Telegraphen- sekretär, Telegraphensekretär Fleitinann aus Dortmund.
Sammlungen fürs Rote Kreuz im Felde.
Als ein Ansporn für die Liebestätigkeit der Daheimgebliebenen sei auf den Opsersinn unserer braven Truppen im Felde hingewiesen, die nicht nur für uns kämpfen, sondern auch die Aufgaben des Roten Kreuzes nach Kräften zu unterstützen suchen. In geradezu glänzender Weise legt folgende Mitteilung hierfür Zeugnis ab, die dem Roten Kreuz unter Zusendung einer Spende in Höhe von 178 M. zuging: „Ich erlaube mir, dem Roten Kreuz eine Kleinigkeit zu übersenden. Wir haben uns hier im Felde eirten Scherz erlaubt, indem wir mrt einem Leierkasten bei unseren Kameraden musiziert' haben. Die Gabe ist ja nicht groß, aber sie kommt von Herzen." — Born Garde-Divisions-Brückentrain Nr. 2 ging dem Roten Kreuz dieser Tage folgendes Dankschreiben ein: „Aus Ansatz der gütigen Überweisung von Liebesgaben haben wir uns veranlaßt gesehen, zugunsten des Roten Kreuzes eine Sammlung zu veranstalten und erlauben uns Ihnen als Er-, gebnis den Betrag von 150 M. zu übermitteln."
1 Eine Sammlung für baö Rote Kreuz in Turin.
Zeichnungen aus der deutschen Kolonie in Turin für das deutsche Rote Kreuz erfolgten auf einer Sammelliste, die im dortigen deutschen Konsulat aufgelegt war, und ergaben bis Mitte September den Betrag von 6162,25 Lire, die durch Vermittlung des Auswärtigen Amts in Berlin dem Roten
