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(Fortsetzung in der 3. Beilage.)

Ans dem Reiche.

* (Ueber die Kronprinzen-Reise) liegen aus Valencia, 22. Nov., Mitternacht, noch folgende Meldungen vor:Bei dem Diner im Palais des Geueralcapitäns nahm der Kronprinz seinen Platz an der Mitte der Tafel ein; zur Rechten saßen die Generale Sala-Manca und Miichke, sowie der Bürgermeister von Valencia, zur Linken Graf Solms, der Präfect, der Eisenbahndirector, die Präsidenten des Generalraths; dem Kronprinzen gegenüber saß General Blanco, zu dessen Rechten Graf Blumenthal und der Präsident des Tribunals von Valencia, zur Linken General-Lieutenant v. Los, v. Sommerfeld, der Militärgouverneur von Valencia und v. Nyven- heim. Hieran schlossen sich auf beiden Seiten die übrigen Vertreter derBe- hörden. Bei der Tafel erhob sich der Kronprinz und brachte einen Toast auf den König von Spanien und die Stadt Valencia aus, welche ihm einen so freundlichen Empfang bereitet habe. Der Bürgermeister erwiderte dankend mit einem Toast auf Deutschland, den Kaiser und Kronprinzen, wobei er dem Wunsche nach Erhaltung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern Ausdruck gab. Nach dem Diner besuchte der Kronprinz das Theater, wo derselbe wiederum Gegenstand begeisterter Kundgebungen war. Nach Beendigung des zweiten Actes nahm der Kronprinz die von der Municipalität und dem Generalrath dargebotenen Erfrischungen an, verließ alsdann, geleitet vom Präfecten und dem Bürgermeister, das Theater und begab sich nach dem Bahnhofe, um die Reise nach Madrid fortzusetzen. Bei der Verabschiedung von den Behörden äußerte der Kronprinz wieder­holt seine lebhafte Befriedigung über die warme Aufnahme in Valencia. Das .Journal Provincias" sagt, noch kein Fürst sei in Valencia so herzlich empfangen worden, als der deutsche Kronprinz." Von Valencia sandte der Kronprinz ein Telegramm an den König Alfons, in welchem er seine Freude über deu ausgezeichneten Empfang daselbst aussprach. Der König antwortete alsbald telegraphisch und hieß seinen erlauchten Gast herzlich willkommen. Die Ankunft des Kronprinzen in Madrid erfolgte Freitag Vormittag IIV-Uhr. Auf allen Bahn­höfen, an den Wärterhäusern und dem Bahngeleise auf der ganzen Wegstrecke von Valencia bis Madrid entlang standen Doppelposten der Nationalgarde in Parade und erwiesen dem Kronprinzen während seiner Vorbeifahrt die Honneurs. Der Madrider Bahnhof war mit Guirlanden und Wappen sehr reich geschmückt. Als der Zug einlief, brach die nach vielen Tausenden zahlende Menschenmenge am Bahnhofe in brausende Hoch­rufe aus, wahrend die Musik der am Bahnhöfe aufgestellten Ehrenwache, die aus einer Compagnie Infanterie mit der Fahne bestand, die preußische Nationalhymne intmiirte. König Alfons, welcher die Uniform seines preußischen Ulanen-Regiments mit dem Band de« Schwarzen Adlerordeus trug, eilte, von einer glänzenden Suite gefolgt, auf den Wagen des Kron- vcinzen zu. Der Kronprinz trug die große preußische Generalsuniform mit dem Band des Schwarzen Adlerordeus und dem Orden des Goldenen Vließes. Nach dem Verlassen des Wagens umarmten und küßten sich der König und der Kronprinz wiederholt. Hierauf fand die Vorstellung des beiderseitigen Gefolges, des diplomatischen Corps und der Spitzen der Be­hörden statt. Im Gefolge des Königs befanden sich der preußische General- Lieutenant Los, die General-Adjutanten des Königs und die obersten Hof­chargen, im Gefolge des Kronprinzen der Gesandte Solms und der spanische Ehrendienst. Nachdem der Kronprinz mit dem König die Front der Ehren­wache abgeschritten, begaben sich die hohen Herrschaften unter Vortritt des Obersthofmeisters durch die prachtvoll decorirten Wartesäle nach dem König­lichen Galawagen. Die Menschenmassen am Bahnhöfe begrüßten den Kron­prinzen erneut mrt Willkommenrufen. Die Madrider Deutschen brachten i unausgesetzt stürmische Hochs und HurrahS aus, die Trompeter des Kürassier«