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ru o, Hickmann als oer yeivvruuge, imuen Gefängniß. Der Herr Staatsanwalt hatte über sie zu verhängen beantragt.

V (Schöffengericht. Sitzung die Herren Schlosfermeister Beer uni

ziehe ein in die sich verjüngende Stadt. Ein Volk nenne sie wieder sein, das es theuer bezahlt habe, während einer Zeit das anserwählte genannt worden zu sein. Rom, die visagens bei der Gründung des altrömischen, deS römisch-deutschen, des christlichen Reiches habe bei der Gründung deS einigen italienischen Reiches nicht die erste Rolle gespielt. Dem Papst sei mit Rom nicht nur die Stadt verloren gegangen (Über dm Verlust habe er sich Hinwegsetzen können), sondern der Zauber, der au ihr hänge, weniger der Besitz, als das Symbol des Besitzes, der an ihm hafte, weniger ein Thron, als die Anwartschaft auf alle Throne der Erde. Wenn Italien für sich Rom als Erbe in Anspruch genommen, wenn ein Fürst sich in Rom als seiner Residenz festgesetzt habe und sich trotz Exeommnnieation dort wohl sein lasse, so zerstiebe damit die wichtigste Slütze des EpiscopateS in Schein. Rom, einst die Perle der Städte, die Königin der Welk, sei heute politisch tobt. Die alte Adelige habe sich gleichsam einem Bürgerlichen vermählt. Sie habe ihren Namen aufgegeben, es der Zukunft überlassend, sie wieder zu nobilitireu. Gute Beleuchtung, gute Gesundheitspflege, eine gute, fiele Presse seien neue Requisitionen des italienischen Rom. Es sei in eine neue Epoche getreten, welche das Beste für die Zukunft verspreche. Der Römer gehöre nicht zu den genialen Leuten, ein Wetter Blick» großer

unbekanntem Wohnort , welche Berufung eingelegt hat wider I der neuen Religionspartei oder dergleichen Luther zu dem gemacht, was^ er H1’ Hrtbei! des KÜnigl. Amtsgerichts zu Ufingen, ist nicht vorschriftS- I dem deutschen Volke geworden, sondern daß sein Verdienst hauptsächlich «zkia aelaben worden. Es wurde deßhalb beschlossen, daS Verfahren I darin bestehe, daß er Diejenigen, welche ihm anhingen, frei gewacht von sie anSzusetzen. — Der Landmann Ludwig Ruckes zu Haintchen, I fesselnden Banden päpstlicher Gewalt. Er ist ttn Laufe der sturmbewegten V -»obre alt, vorbestraft einmal wegen Beleidigung, und der Landmann I Zeit, die einer freien Geistesanschauung in den Weg trat, unbeirrt vorwärts fflSlb Sickmann, 2Ü Jahre alt, vorbestraft einmal wegen Diebstahls, I geschritten; er ist der kühne Bahnbrecher geworden alles religiösen näh dem Bürgermeister Kaltenborn von Haintchen nicht grün, seit dieser I Forschens, und diese weltgeschichtlichen Faeta sind es, die dem Rufe Zen sie wegen Unregelmäßigkeiten in der Führung seiner Kasse (Ruckes I Luther's hohen Glanz und unsterblichen Ruhm verleihen. Zum Schluffe E Gemeinderechner) resp. wegen Entwendung von Bäumen das Ver- I seines Vortrages sprach Herr Voigt, von hoher Begeisterung durchdrungen, fXten anhängig gemacht hat. Bald nachdem der Grund zu dieser Feind- I ungefähr folgendermaßen: „So möge denn ein Appell ergeben an alle 2» «legt worden war, begann sich ein Gerücht in der Umgegend in | deutsche Gauen, daß das Volk abstreife die beengenden Fessel». Möge nmlauf zu setzen, welches dem Bürgermeister K. vorwarf, er habe vor I auch für dich, du deutscher Aar, die Zeit nicht mehr ferne fein, wo du ÄZeit einen bet ihm conbttionirenben Lehrling aus Anlaß von I deinen Flug entfaltest zu klarem, wiffenschastlichem Forschen, zu unbe- mikeit mit einer Speiche derartig gegen den Kopf geschlagen, daß grenzter Geistesfreiheit. Möge bet Mann, ber der Mittelpunkt alles ernsten der Bursche an den erhaltenen Verletzungen in derselben Nacht noch ver- I Strebens in deutschen Gauen war, unseren Herzen stets unvergeßlich storben fei. Die Leiche fei von ihm auf die Spitzenmühle geschafft worden I bleiben, eingedenk der Worte: „Es sei den», daß einleuchtende Gründe mich und er habe das Stillschweigen von Personen, welche um sein Verbrechen I veranlassen, von dem Rechterkannten abzustehen, andernfalls ich treu bleibe aettufet durch Geld zu verkaufen gewußt. Als einer der eifrigsten Träger I meiner Ueberzeugung, da ich nicht mit mir selbst m Widerspruch gerochen d e!es Gerüchtes stellte sich Hickmann heraus. Beide Angeklagte wurden l mag. Hier stehe ich, ich kann' nicht anders, Gott helfe mir, Amen." heute des Vergehens ans §. 186 des Strafgesetzbuches iBehauptung einer I * (Militär-Gottesdienst.) Am nächsten Sonrttag findet der nicht erweislich wahre» Thatsache) für überführt erachtet und verurtheilt I Milttär-Gottesdienst in der Bergkirche und zwar Vormittags 11 Uhr statt, tote folgt: Ruckes als der intelligentere Mann mit gereifter Ueberlegung I Nach der Predigt ist Beichte und Feier des h. Abendmahls. Die Militar- ,u 6 Hickmann als der heißblütige, unbesonnene Mann zu 4 Monaten l Gemeinde feiert an diesem Tage das Todtenfest.

Gefängniß. Der Herr Staatsanwalt hatte 8 resp. 7 Monate Gefängniß I * (Unfall.) Am Samstag stürzte eine bejahrte Frau in einem Hanse über sie zu verhängen beantragt. 1 in der Frankenstraße in den Keller. Sie verletzte sich dadurch am Kopse

V (Schöffengericht. Sitzungvom 20. November.) Schöffen: 1 fo erheblich, daß ein Arzt herbeigeholt werden mutzte, der die Wunde ver- die Herren Schlossermeister Beer und Tapezirer Bender, Beide von I nähte, und am Auskommen der armen Frau gezweifelt wird.

hier. — Der Verlagsbuchhändler A. G. von hier hat sich zu verant- 1 * (Ein Reichspatent) aus einen „Apparat zum Zerstäuben

Worten wegen versuchten Betrugs in 14 Fällen. Der Thatbestand, auf I pulverförmiger Stoffe für Jnhalationszwecke ist dem Herrn I. Haßler welchen sich die gegen ihn gerichtete Anklage gründet, ist der folgende. Seit I in Bad-Soden ertheilt worden.

einiger Zeit schon glaubte das hiesige Postamt Grund zu haben zu der I —

Annahme, dah die umfangreichen Kreuzband-Sendungen des G.'schen I tmh

Geschäfts nicht stets den Anforderungen entsprächen, welche das Betriebs- I ,

Hement an sie stelle. Man hatte deshalb ein wachsames Auge auf ihn, V (V rert - Curhans-Vorlesnng.) Herr Professor Friedrich wenn es auch unmöglich war, alle seine Drncksachen-Sendungeu einer I von Hellwald aus Stuttgart sprach über oaS Thema „Rom in Ver- Revision zu unterziehen, so that man das doch dann und wann bet einzelnen I gangenhett und Gegenwart und verstand es, durch seine glanzende Beredt- StÜcken. So wurde denn in nicht weniger als 14 Fällen conftatirt, daß I (amteil daS etwas zahlreicher wie seither erschienene Publikum bis zuletzt theils geschlossene oder offene Briefe, theils nicht zu der Sendung gehörige I in Spannung zu halten. Drei Städte — so fuhrt Redner ans — feien eS, Rechnungen, theils mehrere Pack Briefbogen und Couverts mit Firma in dem I welche besonders in der Geschichte glanzen durch die Bedeutung, die ste für betreffenden Stück sich befanden, theils die Druckbogen unzulässige schrift- I die Menschheit gewonnen: Jerusalem, Athen und Rom. Jerusalem, die liche Bemerkungen enthielten. In nicht weniger wie 74 Exemplaren von I Hauptstadt des Judenvolkes, die Metropole der Weltreligion; Athen, der Zeitschriften hatten fich Rechnungen über den Adressaten früher gelieferte I Mittelpunkt des abendländischen Geistes; Rom, die Gesetzgeberin der ganzen Gegenstände befunden. Der Gerichtshof erachtete den Angeklagten für I politischen Welt. Es gäbe kein gleich aufregendes Schauspiel wie das, Überführt, den Postfisrus in 14 Fällen geschädigt und sich einen rechts- I welches Rom biete in seinem Erstehen und Vergehen, von seiner mythischen widrigen Vermögensvortheil zu verschaffen versucht zu haben, indem er I Gründung durch Romulus bis zum Verfall deS römischen Reiches, von Gegenstände unter Kreuzband versandte, welche ihrer Beschaffenheit nach I seiner mythischen Neugründung durch den Apostelfursteu Petrus bis zu nicht gegen die ermäßigte Portotare hätten Beförderung finden dürfen, I feinem Fall als Hauptstadt der katholischen Welt und bis zu billigte ihm indeß mildernde Umstände zu, weil er, wenn ihm auch I feiner neuerlichen Wiederauflebung als Capitale des geeinten Italiens. Das unzweifelhaft die einfchläglichen gesetzlichen Bestimmungen nicht unbe- I Aussehen Roms fei grundverschieden von dem irgend einer anderen Stadt, kannt gewesen seien, wenn er demgemäß auch die volle Einsicht I Jedem erscheine Rom bei seinem Besuche nicht, wie er eS sich vorgestellt, von der Rechtswidrigkett seiner Handlungsweise beseffen, so doch die I Ein Rundgang genüge, den Grundcharacter der ganzen Stadt in sich auf­strafrechtliche Tragweite derselben nicht ganz zu erfassen vermocht habe und I zunehmen. In jedem Theile spiegele sich das dreifache Rom wieder: das vermtheilte ihn demgemäß wegen jedes Falles in 15 Mk. oder zusammen I antike Rom, das päpstliche Rom und Rom als Hauptstadt Italiens. Diese in 210 Mk. Geldstrafe. Der Herr Staatsanwalt hatte beantragt, ihn in I drei Phasen zeigten sich bunt durcheinaudergewurfelt und dadurch entstehe einePrinzipal-Gefängnißstrafe von 3 Monaten zu nehmen. Diebetreffenden I eine Unordnung, die einzig in ihrer Art sei; Nichts als Contraste, em Verhandlungen, in deren Verlauf mehrere Postbeamte vernommen wurden, I beständiges Nebeneinander der verschiedensten Jahrhunderte. Charaeterrsttsch nahmen mehrere Stunden in Anspruch. (Schluß folgt.) I für Rom seien auch die eontrastirenden Grobenverhältnisse der Bauten,

* (Die Wählerlisten) für die bevorstehende Gemeinderaths- bezw. I bedingt durch ihr verschiedenes Alter. Redner gibt nun ein fesselndes, farben- Bürgerausschuß-Wahl sind fertig gestellt. Als Tag der Wahl ist Freitag reiches Bild der ewigen Stadt, welche feit 1871 begonnen habe, ihr alt- der 14. Deeember festgesetzt. I ehrwürdiges priesterliches Gewand ab- und den modernen Weltmenschen-

V (Freireligiöse Vorträge.) Der Verlauf des letzten Vortrages I stack anzulegen, sowie ihrer nächsten Umgebung, der Campagna re. Das des Herrn Voigt verdient als ein glanzvoller bezeichnet zu werden. Nicht I Jahr 1871 mit feinen politischen Umgestaltungen, so etwa fahrt Redner nur bekundete sich von Seiten des Redners das deutliche Bestreben, seinen fort, habe Rom vor dem Verfall gerettet. Nur einmal im Jahre, wenn gediegenen, mit außerordentlicher Beredtsamkeit und hohem Verständniß Prinz Cameval sein Seepter schwinge, habe vordem Leben in seinen vorgeführten Vorträgen durch den vorgestrigen einen würdigen Schluß zu I Mauern geherrscht; der alte Zustand, die alte Apathie seiner Be-

verleihen, auch daS Publikum gab Herrn Voigt durch sein zahlreiches wohner sei ;edoch mit bem Aschermittwoch Meder erngezogen, um

Erscheinen das günstigste Zengniß und zollte ihm seine Anerkennung durch I für das ganze Jahr die HerMaft zu behaupten. Jetzt seien die

ungetheilte Aufmerksamkeit. Zunächst erwähnte Redner des Benehmens Ochsen, welche innerhalb des Stadtberings ihr Futter gesucht, ge-

Luther's gegenüber demjenigen der kirchlichen Gewalt, wie dieser Eine Trotz I schwunden. Allerwaits mache sich der Geist der Nenzett geltend. Toleranz bot der Gesammtheit, wie der schlichte Mönch sich Kaiser und Reich und r:x *™1Ä----- m,‘----- c"‘"

Papstthum gegenüberstellt, ohne Furcht und Scheu. Insbesondere als seine Gegner ihn da angriffen, wo er glaubte, sich am wenigsten verletzen lassen zu dürfen, als sie, sein Bestreben mißdeutend, ihn einen Ketzer hießen, trat et ihnen mit der ganzen Energie seines Charaeters entgegen, wie die Er­eignisse veranschaulichen, die Redner während der letzten Wochen an unserem Migen Auge hat vorüberziehen lassen. Was Luther für seine Zeit war, das zeigt uns am besten die Ansprache, welche Melanchthon an die ver­sammelte Menge bei der Bestattung der Leiche Luther's hielt. Er redete I ungefähr folgendermaßen: „Ein Jeder, der ihn recht erkannt, muß dies bezeugen, daß er ein braver Mann war. In feiner Rede frei, wahr und mtber. Sein Herz war treu und gut. Die Härte seines Charaeters stammte NM aus boshaftem Gemüth, sondern aus Eifer für die Wahrheit. Et ''i «in Mann von hohem Verstand gewesen, der selbst in dunkeln Händeln *!”? einen Lichtpunkt zu finden vermochte. Drum sollen wir Alle ihn £„8 «ns unserem Gedächtniß nicht lassen und tief im Herzen behalten." "Wertet dessen lauten die Urtheile über Luther auch noch in der Jetzt- L'i iehr verschieden, und leider oftmals durchaus nicht zu feinen Gunsten.

. ineoner zeigte uns, tote nicht etwa die Uebersetzung der Bibel, die Gründung