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ä Rettung de- Kinde- ward einmal über da» andere beickrieben. jeder Neuherzukommende wußte etwa- Neue- zu berichten oder wollte das soeben erzählte wieder hören, dazwischen erhoben sich auch Stimmen, die eS besser wußten, man stritt,

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lärmte vereinigte sich und da- Sude der Rede war immer: ' »Fritz Behnecke, Fritz Behnecke, der kühne, unerschrockene Held bet ©tobte11

Ich habe bereits einen Bericht aufgesetzt und abgehen lassen," saate "der Bürgermeister, der während des lebhaften Gespräche» in Begleitung seines Freunde-, de» Realschuldirectors, in den Saal getreten und neben einer Gruppe angesehener Bürger stehen geblieben war; „ich hoffe, die Rettungsmedaille soll dem jungen Mann nicht entgehen." m

Er grüßte freundlich und setzte fernen Wsg »ach dem an­stoßenden Herrenzimmer fort.

Die Rettungsmedaille! Wenn daS dre Behnecken erlebt hätte!" seufzte Fritzsche, die Hände über seinen Bauch faltend, mit einem andächtigen Blicke gegen die Decke, als vermuthe er die verstorbene Mutter deS Gefeierten in diefer Region. „Sie hatte immer

! Sorge, ihr Fritz komme nie auf einen grünen Zweig."

Und nun ist er gar auf einen ganzen Baum voll dürr» Beste"gekommen," höhnte Otto, kam aber recht übel damit an.

Es sähe 's vielleicht Mancher gern, sein Sohn könnte st ktettern," ließ fich eine Stimme vernehmen, und das Gelächter, das diese Worte hervorriesen, ließ vermuthen, daß damit eine wunde Stelle in der Seele des Schlächters getroffen sei. Er

I schien fich denn auch so unbehaglich zu fühlen, daß er da» Be- dürfniß empfand, andere Gesellschaft aufzusuchen.

Es scheint heute hier doch kein Spiel mehr zu Staad kommen zu wollen, da will ich mich mal umsehen, ob fich M wo anders eine Parthie findet," sagte er, indem er ausstand i® fich einen Weg durch die Menge bahnte.

I Der Otto ist doch eine Spielratte," bemerkte Sennecke ih» lächelnd nachschauend, „ich glaube, der meint allen Ernstes, un(« Herrgott habe den Sonntag-Rachmittag eigen- dazu geschaffen, er Skat spielen könne, und es sei eine Sünde, wenn eine Sw versäumt würde. Er ist ganz unwirsch, daß Wir heute keim'

I rechten Sinn dasür haben." ... L - ...« I »Das ist'» nicht allein, die Sache hat einen anderen Hal«', I schmunzelte Fritzsche pfiffig.

»Er kann'- nicht leiden, daß Fritz Behnecke so herau-gestrW wird," nickte der Tischler, „daS ist'«." «

.Sollte er die alten Geschichten noch nicht vergeffen ljaW fragte Sennecke zweifelnd. „Es ist ja längst Gras darüber gew°M

„Die alten Geschichten hätte er vielleicht vergeffen, wenn'» I die neuen den alten nicht gar zu ähnlich sähen," sagte VaW .

: „die liegen ihm im Sinne. Was gilt die Wette er macht p, i an den alten Harnisch, die tuten, wa» den Fritz betrifft,

Trotzdem, daß der trübe, naßkalte November-Nachmittag wenig I zum Spazierengehen lockte, war doch da» eilig bereitete Mittags- 1 eilen kaum verzehrt, als man fich schon männiglich rüstete, um I nach dem etwa eine Viertelstunde entfernten Wäldchen zu wandern, das im Sommer einen angenehmen Aufenthalt im Freien bot, fich aber auch in der weniger guten Jahreszeit des Zuspruch» erfreute, da das im Mittelpunkte des LeopoldSholzcs gelegene WirthShauS eine ganz erträgliche Restauration und recht hübsche Gesellschafts- räume besaß, die nur den einen Fehler hatten, daß sie außer bei | außergewöhnlichen Anlässen selten erwärmt waren.

Heute war jedoch ein solcher außergewöhnlicher Anlaß, darauf kannte Herr Fahnschmidt, der Wirth im Leopoldsholze, seine Rose- burger Da er vom Brande nicht bedroht gewesen war und auch kein übel angebrachter Eifer feine HauSgenoffen in der Nacht nach der Brandstätte geführt hatte, so konnte Alles früh aus dem Platze sein und die Vorbereitungen für die Campagne des Nachmittag- treffen. _ .

grau Fahnschmidt stand mit glühenden Wangen am Herde und backte Waffeln, Eierkuchen und Schmalznudeln, die fich m riesigen Bergen aus SLüffeln aufhäuften und von denen, daS wußte sie aus Erfahrung, kaum ein schwacher Rest noch den Abend erblicken werde. Unter den flinken Händen der einen Tochter war die Kaffeemühle in Bewegung, um Borrath zu haben und dem stürmischen Begehr Nachmittags möglichst schnell genügen zu können; die andere setzte Kannen, Taffen und Präsentirbretter in Bereitschaft und füllte Sahne tn kleinere und größere Töpschen. Herr Fahnschmidt sah nach dem Bur, ließ Gläser und Krüge spülen, und der Hausknecht heizte tm fetten» und im Damenzimmer, im Billardzimmer und im großen Saale die Oesen und legte riesige Kloben nach, damit Nachmittag- du Gaste die Auswahl der Zimmer hätten.

Die Voraussicht de- Wirthes erwies fich als vollständig richtig, der Zuspruch an diesem Novembersonntage ward em sehr großer, nur schien es, als sei das Heizen mehrerer Simmet em überflüssiger Luxus gewesen. Sämmtliche Besucher drängten sich zuerst nach dem großen Saale, dort mußten ja du Ereignisse der Nacht gründlich und allgemein besprochen werden, dort mußten gewiß noch eine Fülle interessanter Einzelheiten zum Vorschein kommen, die Dieser und Jener beobachtet hatte und nun zum Besten der Gesammtheit an den Tag brachte. ,

Durch die Unterhaltung am Tische der Skatspieler war da» Signal gegeben, daS Gespräch, das bisher unter den einzelnen Gruppen halblaut gesührt worden war. mit Hintansetzung aller sonst peinlich beobachteten Rangunterschiede zu einem allgemeinen

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Im Heuer.

(2. Forts.) Erzählung von F. Arnefeldt.

Im Ersten Beten und Singen erklingt, Die Zweite betet, das Ganze fingt.

Auflösung be» Räthsel» in No. 216: Klippe, ßWfc Die erste richtige Auflösung sandte E. Reich, «aalgattc

gern in dasselbe Horn." ... , „ . ^a 66

.Wird ihnen allen Beiden doch nichts helfen, denn M» Z Harnisch will, da» hat sie, so alt fie ist, bet dem Alten immer durchgesetzt," lachte Fritzsche, „und sie will

.Fritz Behnecke," fiel Valentin ein.

Sennecke zuckte die Schultern. „Ich lasse Fritz Behnecke g, alle Gerechtigkeit widerfahren, aber wenn ich eine Tochter hau * .Gäben Sie fie lieber Hermann Otto, fiel

„daS kann man einem Vater nicht verdenken, aber em J denkt darüber anders. Hermann ist ein guter Junge, Bein, daS Bein. Sapperment, wenn ich die Wahl y» J nähme auch Fritz Behnecke." , aat !l

Ein laute- Gelächter folgte diesen Worten, e- wa U komisch, daß der alte dicke Brauer mit der kahlen Glatze fi« d Ernste- an die Stelle eine» jungen Mädchen» versetzte, Wahl zwischen zwei Freiern hat. „ |M

I Verdrießlich stand letzt auch Fritzsche aus; die Grupp sich, um fich anderwärts wieder zusammenznschUeßen.

(Fortsetzung folgt.)