M«. aoi
WieSSHSeKes UsMstt.
Gette S
inchdruckeret w Wiesbaden. — Für die Her-
lug der L. ScheUenverg'schen Hol
Druck mw
ausgabe verantwortlich: Louis Schiüenberg tnWl-eva «Dt« hrrrtta« »iuiam« tniWi 16 ®<U«tu>
Antrag auf Genehmigung begutachtet. — Nachdem inuerhalb der atsetz tichen Frist Einwendungen gegen den vom Geweinderath und Bürger- ausscküß genehmigten Fluchtlinienplan für eine Straße in den Districten Schöne Aussicht" und „Königstnhl" nicht erhoben worden find, wird derselbe vom Gemeinderaih definitiv sestaestellt. - Ern Baugesuch des fiprrn Mariners Job Rau, betr. die Errichtung emes Gartnerhauses nnd^ Ei^rlldigung seines Ackers im District „Hinter Ueberhoben", wird auf Ablehnung begutachtet, da das projectiE Bauwesen an keine aus- aebaute Straße zu liegen kommen wurde. — Herr Gartner G ottsr. Pei cy vlant die Erbauung eines Gärtnerhauses, zweier Gewächshäuser und eines Schuppens auf seinem Grundstück im District „Ueberhoben . Sem betr. Baugesuch begutachtet das Collegium auf Genehmigung unter der Bedingung. daß der Bürgerausschub die Dispensation von der Sicherstellung füt bic jocrftcHunfl bet gentfett beilttnflertcti SBellti^fitflpe Kßeiitmib daß G-suchst-ller auf di- Frontlänge seines Grundstücks die Straßen- Canal- und Trottoirkosten sicherstellt, sowie die zur Erbreiterung der Straße nothwendige Terrainfläche unentgeltlich an die »stadtgemeinde abtritt — »Zwischen dem städtischen Badhause „Zum Schützenhof und dem anstoßenden Crlminalgefängnisse befindet sich-m l-M Raum. welcher durch Ausbalten von Wasser, Schnee rc. auf das städtische Gebäude insofern nachtheilig wirkt, als die Grenzseite desselben stets einen gewissen Grad FeuchtiMt enthält. Diesem Uebelstande abzuhelfen, empfiehlt der Herr Stadtbaumeister im Einverständniß mit Bau-Commission, das Loch zu überwölben, Entwässerung vorzunehmen und letztere in den Hof des abüiiletten. Die Saufoften Wetben ca. 150 3JIL belragen. Det Gemeinderath beschließt demgemäß. — Nachdem das Rathhausproi e ct seite u s des Gemeinderaihs zur Ausführung genehmtgt, bringt Herr Stadtbaumeister Lemcke die Frage betreffs des im Rathhause ctngufu6rcnben §di= M-ms zur Vorlage. Er th-ilt mit, daß er Offerten eingezogen, welcye er dem Gemeinderath unterbreite. Um über die ganze Anlage einen klaren Blick zu haben, empfehle er einen Besuch des „Eisenwerks Kaiserslautern, welches besonders in letzterer Zeit, unterstützt durch Neuerungen bezw. Verbesserungen, diverse Anlagen in Ausführung habe. Dies wird acceptirt und r.JL „intne ßerren des Collegiums bereit, der genannten Firma behufs Einsichtnahme ^d"s Triebwerks demnächst -inenBesuch abzutatten Di- Sitzung wird hierauf um s/«7 Uhr für die Oeffentlichkeit geschlossen, wahrend die weiteren Verhandlungen in geheimer Sitzung Erledtaungfmdm.
* (Berichtigung,) Im gestrigen Gemeinderaihs-Berichte, Spalte z, Zeile 13 und 14 von unt°n lese man: .... „Di- Absicht derCommission erhelle die Theater»Neubaufrage nicht aus ewige Zetten eine offene sein zu lassen". Durch Weglassung des Wörtchens „nicht war der Smn ent» fteUt*®(°SeTanfeier.) Das von der Commission des Gemeinderaths zur Sedanfeier festgesetzte Programm ist dasselbe wie in den Vorsahren.
° Ischia) sind die Postanstalten angewiesen wordem Beitrage bis über den 31 August, und zwar bis einschließlich den 15. September,
Vermischtes.
- (Der Verband der deutschen Erwerbs- und Wirth- schaftSgenossenschaften), welcher zu seinemtV-reinStag gestern » Halberstadt zusammen getreten ist, erhält als die wichtigsten Antrag! diejenigen vom engeren Ausschuß gestellten auf Aenderung des »Organisch!« Statuts" und Wahl des Anwalts. Die Stelle des letzteren bat bekannt' lich seit dem Tode des Dr. Schulze-Delitzsch d-r s-'t 20 Jahren de« Verbände als Secretär dienende vr. F. S ch n e i d e r in Stellvertretung inno gehabt. Am 12. August hat nun in Weimar der engere Ausschüßen, Sitzung abgehalten und nach langer B-rathuna Herrn Rechtsanwalt Schenck in Wiesbaden als Anwalt in Aussicht genommen, der B zur Annahme bereit erklärt hat, wenn er mit größerer Maiontat gewaW und ihm -in Gehalt von 10,000 Mk. gewährt wird. Herr Dr. ©djneibrt soll als Verbandssecretär auf gegenseitige halbjährige Kündigung neu«« gestellt werden. Seine Geschäftsthätigkeit soll -in- Instruction. reM welche vom Anwälte zu entwerfen und vom engeren Ausschuß festzu»-M ist So beantragt der letztere; die Vorschußvereine zu CottbuS, DelW Luckenwalde und der Consumverein zu Lüdenscheid dagegen wollen. »W daß der Secretär der Gnade des Anwalts und des engeren AusschM überliefert werde und beantragen, daß sich Anwalt und Verbandssecret über die Vertbeilung der Arbeiten unter sich nach den Bedürfnrff-n dt Dienstes verständigen, d. h. also in einem mehr collegmlischen Verhawm zu einander stehen. Man darf der Abstimmung mit Spannung entgegens-NA
— (lieber Erderschütterungen in Staßfurt) wird wn® unter« 25. August von dort berichtet: „Eine der stärksten Erschütterung' fand gestern Früh 8 Uhr 12 Minuten statt. Eine Folge berfelbett jedenfalls der bald darauf bemerkte Bruch eines Rohres der Wasierleitu auf dem Holzmarkt, eine der gefährdetsten Stellen der Stadt. Ein gro» Wafferquantum ist durch den Röhrenbruch in die Erde und auch w . der Nähe liegende Keller gedrungen. Die Situation wird immer drohend •,
— (Das Gespenst der Cholera-Gefahr) scheint.dtesto gnädig an Europa vorüber zu ziehen. Seit 10 Tagen finkt ftetifl " Sterblichkeitsziffer, welche die Cholera-Todten Egypten« zählt, und bew hat sich die Gesundheitsdehörde entschloffen, vom 1. September an»'" den vollen Bahnverkehr in den von der Seuche heimgesuchten Durru freizugebcn. In der Z-it vom Sonntag Früh, zum Montag Früh' » ‘ t fand unter den englischen Truppen in Suez ein Cholera-Todesfall n Von den Eingeborenen starben in demselben Zeitraum in Unteregw' 3 Personen an der Cholera, in Ob-regypt-n 78 Personen.
* LchiffS.Nachrtcht. Dampfer „Hammonia" von Hamburg ist ••
27. August in New-Bork angekommen. ,
anzunehmen Ausstellung.) Das König!. Ministerium für Landwirth- ickast hat soeben auf Ansuchen des DirectoitumS des Vereins nass. Land-
Korstwirtbe für die große Obst-Ausstellung, die tm September hier stattfindet 5 silberne und 10 bronzene Medaillen als Staatspreise gewährt. Diese Anerkennung seitens des Ministeriums wird dem Unternehmen zum großen Votthelle Magnet hatte das auf den vorgestrigen
Abend angekündigte Auftreten deS Löwenbändigers Julius Batty auf das hiesige Publikum gewirkt. D-r Circus schien bis auf den letzten Platz besetzt, und als der große elegante Käfig, wie er am Dienstag Vormittag durck die Straßen unserer Stadt paradilte und welcher die sechs dresstlten Primen entbfllt seine Jalousien öffnete, da hafteten Aller Augen unver- nimht aus dem neuen hier noch nicht gebotenen Schauspiele. Batty selbst bewegt "sich"unter "sewen gefürchteten Zöglingen mit einer Sicherheit und aig ob c§ irgend welche unserer HauSthiere seien, mit denen er ver- lebrt’ Die Bestien sind bewundernswerth in ihrer Abrichtung, denn das solche Mere einen Revolver abschießen, durch einen brennenden Reif inrinaen sind selbst ein Löwe dem andern einen Reif, zum Durch- aleiien bereit hält, das scheint denn doch das Melffchenmogliche in der Tbierdressur zu bedeuten. Die Kühnheit und das Gesch.ck des Herrn Batty wmdeu durch reichen Beifall und mehrfachen Hervorruf belohnt Seine «.»"ÄS' S Ä KliSÄ
Senfter der Wohnung aushebt und entfernt, wegen Nolhigung aus 8-2^0 be§ Str -G.-B. zu bestrafen, selbst wenn der Miether verpflichtet,war, die Wohnung zu räumen und trotz mehrfacher Erinnerung Seitens des
Römerberg 37 für 23.5OU Mk. an Frl. Katharine Jung und Herr Pros. Dr Karl Wilhelm Bücher in München da» Hau« Adler- straße 51 für 41,000 Mk. au Herrn Sp-zereiwaarenhändler I ac. Nauheim.
* (Die Grummeternte), die zweite Heuernte, ist in der ganzen Nmaeaend im Gange und wird, wie von allen Sellen gemeldet wird^ein
reiches Rciultatlrgeben. Von den Landwirthen ist wegen des groß I Futt-rreichthums sehr schwer Vieh anzukaufen.
* (Eingestanden) hat der unter io rathselhaften Umstanden auti dem Salzbach- gezogene, am Halse eine Verletzung tragende Mann, ba(/i das von ihm erzählte Vorkommniß ein zu dem Zwecke erfundenes Märchen gewesen sei, um seinen Selbstmordversuch zu vertuschen. ES war demnach -er bei Mittheilung des mysteriösen Falles unsererseits gehegte Zweifel sehr Cnt *l?Dbftbiebe.) Die Localnotiz über das Einfangen zweier Obst, hiebe in der Nacht vom Samstag zum Sonntag ist dahin zu ergänze«, daß dieselben nicht allein durch den Nachtwächter Trapp, sondern mit Hülfe des CursaalnachtwächterS eingefangeu und dem Polizeirevier übn> liefert werden stnd^s^uß) $[e söni#I Regierung dahier hat die seh einem Jahre in Grävenwiesbach bei Usingen bestehende Dechtschule, Dirig-nt,-Herr Ludwig, mit einem StaatSzuschuffe von 1500 Mail bedacht, wodurch der Fortbestand dieses segensreichen Instituts gesichert iß.
Aus dem Reiche.
»(Von einer Zusammenkunft) deS Kaisers mit dem Kaiser von Rußland, welche demnächst in Swinemünde stattfinden würde, will ein bis j-tzt allerdings unverbürgtes Gerücht wissen.
* (Eine beschleunigte Mobilmachungs-Ordre) hat, toll die „Kieler Ztg." erfährt, das 9. Armee-Corps, dessen Truppenthdle in da Provinz Schleswig-Holstein u. s. w. garnisoniren, erhalten. Der Zeh, unterschied in der Vollendung der Mobilmachung in diesem oder in bei anderen gewöhnlichen Fall- bemißt sich nach mehreren Tagen, kann ab«, da eine solche Beschleunigung nicht für die ganze Armee ausführbar ist obschon sie für die G-sammiheit in gleicher Weise Wünschenswerth sei« würde, doch nur auf Kosten vorläufiger Rückstellung mancher sonst zu b' obachtenden Maßnahmen erfolgen, welchesspater nachgeholt werden müssens
* (Für die Hebammen) ist eine neue Form der eidlichen & pflichiung in Preußen bestimmt worden. Dieselbe soll von jetzt an als» lauten: Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, daß ich nach bestem Wissen und Vermögen die Hebammenknnst auSuben, Arm« und Reichen mit gleicher Bereitwilligkeit helfen und mich überhaupt >« jeder Hinsicht so verhalten will, wie es einer treuen tmdgewiffenhast« Hebamme geziemt und wohl ansteht. So wahr mir Gott Hilfe. De« Schwörenden bleibt es überlassen, den Eidesworten die ihrem religiös« Bekenntniß entsprechende Bekräftigungsformel hinzuzufügen.
