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Hefter für das Choleragift geworden zu fei«. Für Dieiemgeo. wM. infizirten Ort nicht verlassen können, oder mögen, verdient die M obachtung von Müßigkeit und Vorsicht jeder Art, isnsbesondere Z - Vermeidung von Erkältungen, Diätfehlern und allen Exeesseo, W Vertrauen. In keiner Weise ändere man seine gewohnte Bebens»w*» sie sonst normal und vernünftig ist. Abgesehen davon, daß |

unnütze Berührung mit Kranken meiden und sich nicht muthwtM, |

Benutzung fremder Aborte der Gefahr einer Ansteckung aussetze«

Vermischte-.

Druck und Brelag der B. Schellenberg'schen Hof-Buchdruckerei in Wiesbaden.

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(Holz mit künstlichem Stein zu überziehen.) Nach einem im deutschen Reich vatentirten Verfahren werden 40 Theile Kreide, 50 Theile Harzund 4 Theile Leinöl zusammengemischt und geschmolzen und dann 1 Theil Kupferoxid und 1 Thell Schwefelsäure zugegeben. Die Schwefelsäure mutz jedoch behutsam und mit größer Vorsicht zugefügt werden. Die Mischung wird dann noch heiß nut dem Pinsel auf das

Handel, Industrie, Statistik.

* (Die Hanauer Goldwaaren-Jndustrie.) Da es für weitere Kreise von Interesse sein dürfte, zu erfahren, in welcher Ausdehnung die Goldwaaren-Jndustrie in Hanau gegenwärtig betrieben wird, so geben wir auf Grund des eben neu erschienenen Adreßbuches von Hanau folgende Zusammenstellung. Die Zahl der Goldwaaren-Fabriken und der damit verwandten Geschäftszweige beträgt 236. Davon liefern über 80 Firmen Bijouteriewaaren und 55 Ketten; 34 sind Juwelier-, 25 Gravir- und 8 Emaillir-Geschäfte. Daneben bestehen noch 9 Fabriken in Silberwaaren, 4 Steinschleifereien, 4 Geschäfte in Kameen- und Korallenwaaren, 6 Juwelen­handlungen, 5 welche Werkzeuge für Goldarbeiter und sonstige HülfSartikel aufertigen, 4 Krätz- und Präparationsanstalten und eine Diamanten- schleifnei, die einzige in Deutschland; sie beschäftigt ca. 100 Arbeiter.

* (Die Statistik der Religionen.) Die katholischen Missionen in Lyon veröffentlichten soeben ihre Statistik der verschiedenen Glaubens­bekenntnisse und der über di- ganze Welt zerstreuten Missionen. Die Total- S" n dieser Statistik ergeben, daß es gegenwärtig 627 Millionen Mono- en und 816 Millionen Götzendiener gibt. Die einzelnen Religionen betreffend, zählt man: 212 Millionen Katholiken, 124 Millionen Prote­stanten, 84 Millionen Schismatiker, 7 Millionm Israeliten, 200 Millionen Mohamedaner, 163 Millionen Brammen, 423 Millionen Buddhisten und Svntoisten und 230 Millionen Heiden. ES refultirt demnach, daß die christlichen Völker 420 Millionen zählen und die AnbeterEines Gottes" nicht einmal die Hälfte der Erdenbewohner repräsentiren, so daß noch ca. 828 Millionen theils dem Götzendienst huldigen, theils reine Heiden sind. Die Statistik ergibt ferner das überraschende Resultat, daß die einst allmächtige katholische Religion heute nur um 4 Millionen Anhänger mehr zählt, als die anderen christlichen Confessionen.

* (Die Einwanderung in den Vereinigten Staaten) ist in entschiedenem Rückgänge begriffen. Während des am 30. Juni beendeten Fiskaljahres kamen in den Vereinigten Staaten 599,114 Einwanderer an, gegen 788,992 im vorhergehenden Jahre. Hierzu lieferte Deutschland 191643, England und Wale« 79,852, Kanada 64,971, Irland 63,720, Schweden 34,596, Italien 31,715, Norwegen 21,849 und Schottland 19,612. Ausgenommen bei Schottland, hat die Auswanderung ans allen diesen Ländern sich vermindert; dies ist namentlich bei Deutschland und Schweden der Fall. _________

Holz aufgetragen. Denselben Zweck erreicht man durch nachstehende ttto patentirte Methode: Man streicht das Holz mtt erwärmtem BersteinilE' (dick aufgetragen) an, läßt diesen soweit trocken werden, daß er noi 1 leicht klebrig ist und bestreut die Lackfläche (mütelst eines Siebes, y gepulvertem Sandstein, Marmor rc., tupft mit einem Pinsel das steh. Pulver fest und läßt es gut antrocknen. Dann gibt man einen tii zwei Anstriche mit 30°/» Kali-Wasserglas-Lösung und läßt letzteren fl rocken werden, bevor man den Gegenstand dem Wetter expouirt.

- (Zur Geschichte desRestaurant".) Der Ansdmi Restaurant" ist zwar jetzt allgemein bekannt und üblich, allein der lb prung dieses Wortes in der Bedeutung als Speisewirth und SpeisehM dürfte weniger bekannt fein. Der erste Gebrauch dieses Wortes in Bedeutung als Speisewirth fällt in das Jahr 1765. Vor dem Ich- 1765 hießen in ganz Frankreich die SpeisewtrthschastmTav-Mi' oderEabarets"; letztere Bezeichnung namentlich reicht zurück bis h das Mittelalter. Vom Jahre 1765 ab aber verschwanden diese Ar» drücke und an ihre Stelle trat das WortRestaurant". Im M« Mai des genannten Jahres richtete ein Koch an der Ecke der h Baillenl und der Rne des Poulies eine Speisewirthschaft ein und empsch sich dem Publikum durch folgende Aufschrift, die mit großen * Buchstaben auf eine Weiße Leinwand gemalt war:Venite ad nn, omnes qui stomacho laboratis, et ego restaurabo vos (Kommt in zu mir Alle, die Ihr hungrig seid, ich werde Euch erquicken). No fand bald, daß der Restaurant Boulanger leistete, was er vechms, und so währte es nicht lange, daß die Pariser literarische. Welt zn dm Koch Boulanger, diesem Duval vor hundert Jahren, strömte, nm M von ihmrestauriren" zu lassen. Boulanger war zudem auch so giM gewesen, ein neues Gericht zu erfinden:pieds de mouton ä la poulette. Dasselbe war bald so beliebt geworden, daß der höchste Adel in Paris g Meister Boulanger schickte, um sichpieds de mouton u. f. w. hol»» lassen. Der Baron de Breteuil, Mr. de Mamepas, Mr. de Sönan, le, de la Vanguyou und viele Andere, sowie die renommirteften Künstler « Schriftsteller fanden sich daselbst zum Diner ein. Einer der einflnßieW Kunden war jedoch der Akademiker Moneriff, der Vorleser der So* welcher ihr wie dem Könige von diesem neuen Speisewirth und s«m neuen Gericht erzählte. Dasselbe fand bei Ludwig XV. und dem 6* Hofe in Versailles solchen Beifall, daß diepieds de mouton k la* lette keinen Tag in dem Menn der königlichen Tafel fehlen burftaj.» Zeichen allerhöchster Anerkennung verlieh Louis XV. dem Koch Boul« ein Brevet auf seineHammelfüße". Boulanger wurde so bei » Restaurant" in ganz Europa. Ein späterer Restaurant von hoher poliW Bedeutung am Schluffe des vorigen und zu Anfang dieses Jahrhuam war Vsly, bei welchem sich die mächtigsten Mitglieder des Konoenti® sammelten. V«y hatte ein Zelt in derOrangeu-Allee" des Tuil-i« gartens und führte darnach den NamenLe restaurant de la Mi­tunter dem Zelte). Im Jahre 1808 bezog Very ein Boeal in dem W Royal, welcher oder auch welchesRestaurant" Jahrzehnte lang äSeltruf(Hatte.^n Cholera.) WaS die individuellen Vorsicht«^ gegen die Choleragefahr anlangt, so kann sich nach dm Mittheilunga-M hervorragenden deutschm Sachverständigen, des Herrn Max von kofer, der Einzelne sehr wohl vor der Krankheit schützen, wenn ««? ersten im Orte eintretenben unb wirklich conftatirtcn Cholerafall M eine entfernte, gesunbe Gegmb reift unb nicht eher wieder hetnmM» bis die Krankheit völlig erlofchen; reift er jedoch zu spät ab, f» schon den Cholerakeim in sich aufgenommen haben; kehrt er zu frW W" so scheint er, vielleicht durch die umgeänderte Lebensweise, sogar eM«

1 i ern^iechtsanwalt unb Reserveoffizier, burch den Ton INK Ausdrucksweise des Vorsitzenden des Schwurgerichts, den dieser Folge zum Theil sich widersprechender Anträge Seitens des Vertheidigers gebraucht hatte, beleidigt unb schickte demselben in der Person eines Kaufmanns und Landwehrhauptmanns einen Cartellträger, welcher den Vorsitzenden zum Duell herausforderte. Die Herausforderung wurde SettenS des Geforderten nicht angenommen, dem Kartellträger von diesem Bieimer erklärt, daß er diese dienstliche Angelegenheit nur in dienstlicher Weise erledigen werde. Diese Erledigung ist denn auch auf diesem Wege erfolgt, denn in dem ehrengerichtlichen Verfahren wider den betreffenden Rechtsanwalt hat der Ehrengerichtshof in Leipzig für Recht erkannt, das Urcheil des Ehrengerichts der Anwaltskammer des Bezirks des Ober- LandeSgerichts zu Posen dahin abzuändern, daß der Angeschuldigte wegen Verletzung seiner BurufSpflichten mit einem Verweise zu bestrafen und ihm die haaren Auslagen des Verfahrens zur Last zu legen sind. Die Anwaltskammer in Posm hatte auf Freisprechung erkannt. Aus den Gründen des Erkenntnisses ist der Passus, welcher sich auf die Heraus­forderung bezieht, von allgemeiner Bedeutung. Derselbe lautet:Der Angeschuldigte mutzte sich sagen, daß N. N. diese Herausforderung (ganz abgesehen von der Strafbarkeit des Zweikampfes) nicht anuehmen konnte, ohne feine speziellen Richterpflichten in grober Weise zu verletzen. Wo es sich nm Beleidigung handelt, welche irn soeialm Verkehr zngefügt find, mag die Herausforderung unter Umständen eine gewisse Entschuldigung finden; dagegen gebietet die Amtspflicht jeden Versuch, durch dieses Mittel gegen eine Amtshandlung (unb wäre habet auch von Beamten unrichtig gdjanbelt) zu reagiren, entschieden zurückzuweisen, unb zwar auch bann, wenn eine unzweifelhafte Beleibigung vorliegt. Es bars nicht die Meinung aufkommen, als habe der Richter seine amtlichen Handlungen durch An­nahme einer Herausforderung zu vertreten."

(Aus dem Eifel-Gebiet.) Der Minister des Innern hat sich, wie man hört, hinsichtlich seiner Wahrnehmungen im Eifel-Gebiet besonders güusttg über die von den landwirtftschaftlichen Genossenschaften in die Wege geleiteten Landes-Meliorattoueu geäntzert und zur Fortführung dieser Arbeiten gerathen, welche übrigens von der Regierung subventisnirt worden sind. Dieselben hoben vielen Hilfsbedürftigen Arbeit gewährt und gleichzeitig dauernd dem Landstrich Nutzen gebracht. Die bisher aus- geführteu Meliorationen umfassen einen sehr ansehnlichen FlSchen-Jnhalt.

Melonen). Als Getränk wähle man ein GlaS guten Rochv^LM £ oder kräftiges, nicht junges Bier; schlechtes Bier dagegen ist sehr M W|tt Weiterhin ist Warmhalten der Fütze und des LeibeS durch e jtzjzg wollene Leibbinden dringend anzurathen. Auch beim leichteste« £ / scheinend unverdächtigsten Durchfall schicke man sofort zum | sich eine leichte Diarrhöe leicht in eine Choleradiarrhöe mit no«WS£ Anfall umwandelt, lege sich zu Bett, trinke einige Tassen heiße«..

Kaffee oder Pfeffermünzthee und nehme von denCholeratropf-^^MM« sich im Voraus von seinem Arzte verschreiben lassen nttt6. ®te der wirklich ausgebrochenen Krankheit selbst darf indeß unbeomr e Sache des Arztes sein. r, t , j.rf E

(Cholera.) Nach Meldungen aus Kiew sind auch ® mehrere CftolerafSlle conftatirt worben. In Port Said m t erloschen. In anderen Städten Egyptens sterben noch täglich 0KK jC' an der heimtückischen Krankheit.

- (Gelbes Fieber.) Einer offiziellen Meldung auS »^ (Mexico) zufolge starben dafelbst im Mai 90, ftn Juni 261 ««» bis jetzt 144 Personen am gelben Fieber. 1

F«r die Herausgabe verantwortlich: LouiS Schellenberg mW' .

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meide'rnan sorgfältig alles, was erfahrungsgemäß leicht dünnen sr^vj bewirft, zumal schwer verdauliche Speisen, sowie saftreiche bui^S Wasserreichthum leicht Durchfall erregenden Früchte (Pflaumen, Melonen). Als Getränk wähle man ein GlaS guten Rochw*M