Seite 16
Wiesbadener Tagblatt.
No. 19
Ankunft in Wiesbaden:
t Verbindung nach und von Soden.
Die Spinne.
630
6 57 10 24 2 15 6 36
6 47 9 34 11 50 4 4 820
'o.
Dichterisches und Thatsächliches aus der Thierwelt.*)
Ankunft in Wiesbaden:
811 (nur von RUdcshkim). 1110 224
742 99
1 4
53
8 27
730 8 35 H10 240 4 52 815 (nur bis Rüdeßheim).
Fahrten-Pläne.
Nassauische Eisenbahn.
Hessische Lndwigsbahn.
Richtung Wiesbaden-Niedernhausen.
Abfahrt van Wiesbaden: Ankunft in Wiesbaden:
Zierde eines jeden Vücherttschcs und wir toifieit, daß es von strebsamen Knaben als sehr willkommenes Weihnachtsgeschenk in Empfang genommen worden ist.
Aus Wiesbaden sind zwei Beiträge ausgenommen, einer von G ust a v W. (Schriftstellername G. D uil l) und der nachfolgende von einer Mitarbeiterin unseres Blattes, welcher als Probe dienen möge.
I 8 57 11 4 3 27 717
Höchst-Limburg.
Ankunft in Höchst:
7 26 (nur von Niedernhausen). 9 44 H45 413 83
Unter diesem nicht gerade sehr glücklich gewählten Titel hat der Vorstand des Thierschutz-Vereins in Frankfurt a. M. zu Weihnachten eine Jugendschrift erscheinen lassen, welche den Zwecken des Vereins entsprechend durch Belehrung und gemüthliche Anregung das Heranwachsende Geschlecht zu der Gesinnung der Liebe erziehen soll, die nicht blos dem Menschen, sondern jedem Geschöpfe bis zu dem kleinsten nnd geringsten sein Dasein gönnt und nach Möglichkeit zu erleichtern strebt. Statt trockener Abhandlungen werden Begebenheiten und Characterzüge aus dem Thier- lebeu in anziehender Darstellung, theils in Prosa, theils in Poesie, geboten. Das Jnhaltsverzeichniß umfaßt 77 Nummern von Autoren aus allen Gegenden Deutschlands und Oesterreichs, worunter viele in Pädagogik und Literatur Vortheilhaft bekannte Namen. Die Illustrationen von Klimsch und Rumpf, sowie die äußere Ausstattuug des Buches machen es zur
*) Nachdruck verboten.
2 47 j- 3 17 (nur von Mainz).
6 30 (nur von Mainz). 7 23 + 10 19 f
Richtung Niedernhausen-Limburg.
Abfahrt von Niedernhausen: Ankunft in Niedernhausen:
7 52 11 57 31 720
Richtung
Abfahrt von Höchst:
6 57 H 2 26 6 25
Richtung
Abfahrt von Limburg:
7 «5 9 55 2 is 6 5
Rheinbahn.
Abfahrt von Wiesbaden:
beschicken? Verblutet unnütz sich mein Herz Und schafft für Schottland keinen Friedens Wär's besser nicht, statt ohne Ehr' Hier Feindes Streichen zu erliegen, Hinwegzuschiffen über's Meer Und mit den Saracenen kriegen?" So sinnend in Verzweiflungswahl Hat er sein Aua' emporgerichtct, Wo jetzt der erste Morgenstrahl Das Dunkel seiner Hütte lichtet. Da bleibt sein Äug' von ungefähr An einer Spinne Faden hangen, Die schwebend, strebend hin und her Sunt nächsten Balken sucht zu langen, ie wirft sich, schwingt sich auf und ab, Rastlos, als gält's um Tod und Leben, Und jedesmal fällt sie herab, Und will ihr Ziel doch auf nicht geben.
Des Thieres Kampf und standhaft Müh'n
Gefesselt hält des Helden Blicke; Er lauscht, und seine Wangen glüh'n, Als gält's des schott'schen Reichs . Geschicke.
Zwei- — dreimal — siebenmal schon sah
Den kühnen Schwung er jäh mißlungen;
Doch sieh! noch einmal wagt fte's — Ha!
Die Spinne hat ihr Ziel errungen! Sie knüpft den Faden an, sie fliegt Auf ihm zurück, zum andern Ende. Rasch ist der zweite Gang ersiegt, Daß ihr Gewebe sich vollende.
Und Robert — fast entringt ein Schrei Des Jubels sich aus seinem Munde, Als ob zum Trost geworden sei Ihm seines eig'uen Schicksals Kunde. „Und mußt' ich siebenmal der Macht Des stolzen Englands unterliegen. Noch sei an Friede nicht gedacht, Noch leb' ich — und noch kann ich siegen!
Auf denn, zu neuem Kampf! frisch auf! Sterb' ich, so sei's für Schottlands Sache!
Um Blut ist Freiheit nur zu Kauf, Heiß wird der Kampf, heiß sei die Rache!"
Bei Bannockburn war heiß die Schlacht,
Und grimme Rache nahm der Schotte, Da ward gebrochen Edward's Macht Und seines Vaters Schwur zum
Spotte. „Heil König Robert! Schottland frei!" Erscholl es jubelnd durch's Gefilde. „Gott und Euch wacker'n Kriegern sei Der Dank!" versetzt' der Held voll Milde.
„Was, als ich schwach ward, mich
Will ich zu künden nicht erröthen. Wer je den Namen Bruce noch führt, Soll niemals eine Spinne tobten!"
M. Schmidt,
6 30 8f 9 10 59f 1155f 210 742-j- 8 52 4- 1019 H 19 +
4-10 4 40 (nur bis Mainz). 530 4- «au. " — -
7 80 g 55 10 1 (nur bis Mainz).
Ich habe dich, unholdes Thier, Gewiß zu Gaste nicht geladen, Um meiner Reben rankend Grün Mit grauem Netz zu Überschleiern; Denn frisch muß Leben um mich
Tauunsbahn.
Abfahrt von Wiesbaden: A
Berloosuugeu.
(Preußische Klassen-Lotterie.) (Ohne Gewähr.) Bei der am 21 Januar angefangenen Ziehung der 4. Klasse 163. Kgl. preußischer Klassen- Lotterie fielen: 4 Gewinne von je 15,000 Mk. auf No. 31,467 55,823 56,411 und 69,374, 3 Gewinne von je 6000 Mk. auf No. 5508 12,525 und 45071, 40 Gewinne von je 3000 Mk. auf No. 2331 3743 4082 7387 8635 9399 11,427 15,476 19,447 22,494 31,104 33,720 34,296 37,120 37,503 40,276 44,136 45,562 45,586 51,271 52,208 52,609 53,947 55,650 56,356 06,603 59,138 66,966 67,062 68,203 68,567 70,992 72 081 78 615 80,870 83,826 86,331 90,703 und 90,728, 47 Gewinne von je 1500 Mk auf No. 505 5565 6060 8277 9762 14,727 15,784 18,116 19943 21521 22,150 22,333 28,237 31,227 35,148 38,500 38,582 41,126 44 479 47'409 49,644 51,814 51,897 56,202 56,306 56,353 58,065 58,420 59,725 64217 66,405 66569 70,675 75,926 76,312 78,586 79,682 79,810 81,206 81,585 82,114 86,777 87,825 88,136 89,372 91,071 und 92,063, 70 Gewinne von je 600 Mk. auf No. 657 2934 3625 4439 5618 6721 7341 8234 9302 10,569 15,692 16,820 19,079 19,542 19,707 20:086 20,612 22 277 23 671 25,963 26,858 30,420 31,845 32,943 34,258 35,526 41,495 42811 43655 44,394 44,446 44,675 45,683 45,786 46,626 49,795 50097 50 474 52162
53,237 55,021 55,145 55,440 56,527 56,725 57,205 57,420 60,591 61 097
62,582 64,695 64,844 66,952 67,158 67,808 70,233 70,286 72 916 73 868
74,693 75,095)76,911 80,702 85,446 85,466 85,658 88,419 91,576 92055
und 94,737.
Was spinnst du unermüdlich hier ■ Ich lieg' hier wehr- und hilflos jetzt, Vor meinem Fenster deinen Faden? ' Wann für mich bluten meine Lieben. 1 Ist keine Rache meinem Schmerz, Kein Sieg mehr meinem Schwert
blüh'n, Soll ich der Musen Cultus feiern. Doch leb' auch du! Nicht schreckt ja mich Dem Anblick hier vor meinem Fenster Wie And're, die entsetzen sich Und flieh'n, als sähen sie Gespenster. Der Sorgen Fülle hab' ich doch, Wenn du auch früh mich nicht ge- grüßet. Und ohne dich ward manchmal noch Der Abend traulich mir versüßet. Von Omen, weder bös noch gut, Will ich nun einmal gar nichts wissen. Mein Omen gibt der eig'ne Muth, Die Kraft, das ruhige Gewissen. Sein Schicksal zwingt, wer unverzagt Dem, was da kommt, in's Antlitz schauet Und frisch entschlossen, frisch gewagt, Der That und nicht dem Glück vertrauet.
Hab' Dank d'rum, daß du mich gemahnt, Rastlos zu wirken und zu streben. Du hast wohl, Spinne, nicht geahnt, Was deine Fäden für mich weben: Ein lebend Bild, das wunderbar Mir den gesunk'nen Muth erneuet Und unter Nöthen nnd Gefahr Mit Siegeshoffnung mich erfreuet.
* * *
In einer Hütte arm und kahl An Irlands neb'ligen Gestaden Lag Robert, den schon Scone's Saal Als König sah von Gottes Gnaden, Der kühne Bruce, der als ein Held Der Freiheit für sein Land gestritten, Doch ach! wie oft auf blut'gem Feld Besiegt, mehr als den Tod erlitten, Der Englands König zu dem Schwur Getrieben: „Bei dem höchsten Gotte! Begraben soll mein Sohn mich nur, Wann erst im Staube liegt der Schotte!"
Jetzt liegt er hier auf Heu und Stroh, Den Kriegermantel nmgeschlageu, Die Nacht war kalt, und minder froh War er nicht in den härt'sten Tagen; Denn was die Boten ihm gebracht Als letzte Kunde von den Seinen, Hat ihm das Blut zu Eis gemacht; Wär's nicht erstarrt, er müßte weinen. „O weh, mein stattlich Hochland- Das letzte, das mir Heil verbürget! Dich brach des Briten Sturmgeschoß, Und meine Krieger sind erwürget! Weh, Nigel Bruce, mein Bruder treu, So stolz, so ad'lig von Gemüthe! Trug König Edward keine Scheu Zu brechen Deiner Jugend Blüthe? Oweh mein herrliches Gemahl, Die Zierde meiner Königskrone! Dich stießen sie in Kerkers Qual, Und Schmach ward Deiner Treu' zum Lohne.
Und ich, durch Berg und Wald gehetzt, Wie flüchtig Wild umhergetruben.
Holl. Silbergeld — Rm. — Dukaten . . . 9 „ 53—58 20 Frcs.-Stücke. 16 „ 10—14 Sovereigns . . 20 „ 31—36 Imperiales . . 16 , 65—69 Dollars in Gold 4 , 17—19
Limburg-Höchst.
Ankunft in Limbnrg:
8 56 1 1 46 8 24
Frankfurter Conrse vom 21. Januar 1881
Geld. ! Wechsel.
Pf. ! Amsterdam 168.60 b. G.
„ London 20 42 bz.
„ Paris 80.60 bz.
„ Wien 171.90 bz.
„ Frankfurter Bank-Disconto 4°/<
„ ReichSbauk-Disesuto 4%.
