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^!w?KM?r«euÄu^Ä"3UwmchmE BerlinerSchriftieituikg desWiesSüdrnerTagvlatts: Verlin-WillircrsdorfGüntzelftr.66.Fcrnspr.: AmtUhland 4i>0>!.451. Tagen und Piähen wird keine Gewöbe nb.eno,»nen.
bienst
ag» 20- GKtober 1914.
Morgen - Ausgabe.
Nr. 489° o 62. Jahrgang.
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Der Krieg.
dem Verlust b er deutschen Marine.
Die Bekanntmachung der englischen Admiralität. j,W. T.-B. Haag, 19. Olt. (Nichtamtlich.) Die englische m^ndtschcrft teilt zu dem Berichte der Admiralität mit: mittag hatte der geschützte Kreuzer „Undaunted", be- von den Torpedobootzerstörern „Lance", „Lennox'
Äeitet
und „Lohal", 'ein Gefecht mit vier deutschen Zcr- eri V die zum Sin? en gebracht wurden.
Die englischen Verluste.
, W. T.-B. London, 19. Ott. Die Admiralität meldet: Die .Aschen Verluste bei denk gestrigen Seegefecht betragen >di, >1 ^zier und vier Matrosen verwundet. 31 Deutsche dw " - m Kriegsgefangenen gemacht. Die Beschädigungen englischen Schiffe sind unbedeutend.
Augenzeugen der Vernichtung der 4 Torpedoboote, m. Sr - Amsterdam, 19. Ott. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) ' «euwe van den Dag" aibt einen Bericht der Bemannung ' Fischdainpfer" wieder, die der Vernichtung der Torpedoboote beiwohnten. In der Nordsee
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Legend sahen sie sich gestern VA Uhr plötzlich mitten im ^egefecht. Sie zählten 15 englische und deutsche Schiffe. . ^ Granaten flogen a I l'
. . , e-t t i fl und gefährdeten die Hol-
„«der. Sie sahen ein Schiff sinken und verschiedene cc fecBoctc hervortauchen und Wassersäulen hervorschießen. Berliner Prcssestimmen.
.W. T.-B. Berlin. 19. Oft. Zu dem Verlust der vier Aschen Torpedoboote schreibt die „Voss. Ztg.": Da nach der iis^üschen Meldung nur 31 Mann gerettet zu sein scheinen, ^,77 anscheinend 193 Mann den Heldentod fürs Vaterland Wövhsn. Die englische Meldung lässt nicht erkennen, ob und * welchem Umfange die deutschen Torpedoboote vor ihrem
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den Engländern Schaden zugefügt haben.
^ "Lokalo.nzciger" heißt e§: So schmerzlich wir durch diesen yWt an Schiffen und Mannschaften betroffen tverden, so 'J ™ wir doch überzeugt, daß unsere Torpedoboote in dem /Weichen Kampf ihre volle Pflicht und Schuldigleit getan zffP werden. Ebenso fest vertrauen wir darauf, daß unsere ^5stne recht bald wieder durch neue Taten ihren Gegnern ,-^Ien wird, welcher Leistungen sie fähig ist. — Die „Krcuz- - meint: Die deutsche Marine ist stolz und kampfcs- r l 8 genug, um auch solcheVerlüste verwinden zu können. Wir
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weh,
Großen im Park von Sanssoucci,
uns'stark machen und auch solche Nachrichten mit in ^lwehmen. Wi: Ivollen sein wie die Sohnnenuhr Friedrichs
nur die Hellen Wir werden die
Dou lill: spuu. uu:l o-u:iy|u -ua.l, die Sih n Ȋhlt. aber nicht die dunkeln.
"tte schon wieder auszuwetzen wissen.
^Vern-chtung desenglischenUreuzers „Hawkefl
^ Christiania, 19. Olt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) J r Kapitän des norwegischen Fischdampfers „Modesta", der, gemeldet, mit 48 Mann von der Besatzung des Kreuzers tUvh.-- Stavanger eingetroffen ist, berichtet in den ^^nposten": Die englischen Offiziere, die sich unter den fccm^ C ‘ en befanden, erzählten, der Kreuzer „Hawke" sei in ■oo t Augenblick von dem Torpedo eines deutschen Untersee- (0,5/* getroffen worden, als er still,egend die Post von Schiffen übernahm. Er sank so schnell, daß keine .tzs. daz,, war, Rettungsboote los zu machen. Ein einziges ^ °Pdas der Geretteten, hatte nur deshalb ausgesetzt wer- können, weil es zufällig am Außenbord hing. Als der itef äec lletroffrn wurde, lagen zwei andere englische Kriegs- lchlli ^ ^ der Nähe, die sofort Volldampf gaben und verbanden, als sie sahen, daß die „Hawke" unterging.
Rücktritt Churchills?
Men, 19. Oft. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) kr „Zeit" ans London berichtet, hat der erste Lord siji/Mschcn Admiralität, Churchill, nach einer a ci,r'^cn Ministcrratssilmng seine Entlassung Die amtlich allerdings noch nicht bestätigte hat in der Bevölkerung den besten Eindruck
nacht.
^*2 Vernichtung öer belgisch en Armee.
Rotterdam, 19. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. (L/ Der Kriegsberichterstatter des „Nolterd. ^ >>ra„t" tj£j r fp jjt Brüssel von belgischen Majoren, das, ))j c , c *iier belgischen Armee eigentlich nicht mehr die ill«? E . lein könne. Was jetzt noch nicht in Holland Hl * nt ctt worden sei, könne höchstens noch 50000 betragen, aber die Mehrzahl von ihnen habe bic Uniform auSgczogen und der Nest fei nicht "kkslos desorganisiert, so das, die Soldaten Nstsiv ""hr wehrhaft seien und für die Verbündeten r kine Last als eine Hilfe bedeuten würden.
Die „deutsche Bedrohung der Rüste".
*• Genf, 19. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der 'g^^Itand der Verbündeten gegen den deutschen Angriff bei ^i 1 ’ war derart abgeschwächt, daß die heutige Frühnote d^^tzerolstabs es vorzteht, über den Fall zu schweigen. Die iösi^üden „ach Westen gegen Lille unternommenen fran- i. wen K.r. -ü* äußerster Vorsicht vor
nur noch etwa
an allen wichtigen Punkten der Front zu befehligvN!, oh Bis dahin Ipern sich hält öder nicht, ob die Deut«
scheu aus Belgien über Courtrai Verbindung mit ihrem rechten Flügel erreichen, Joffre kann nicht länger warten, wegen der deutschen Bedrohung der Küste.
Internierung weiterer versprengter Belgier in Holland.
hd. Amsterdam, 19. Okt. Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet: Am Samstag sind an der sogenannten
Achelscheu Klause 180 belgische Soldaten über d,e holländische Grenze gegangen und interniert worden. Es handelt sich um eine Truppe, die forbwährend die Eisenbahn- verbindiingen zwischen Antwerpen und Lüttich zu zerstören versuchte.
Ein italienisches Urteil über den Fall Antwerpens.
Der Leiter der Zeitung „Vita" äußert sich über den r^all Antwerpens folgendermaßen: Frankreich und vor allem
England hatten vor der Welt die E h r e n p f l i ch h Belgien zu uuterstützen. Sie haben Lüttich, Namur und Brüssel fallen lassen, aber Antwerpen, eine der stärksten Festungen^ die es gibt, mutzte Hilfe erhalten, wenn die militärische Leistungsfähigkeit der Verbündeten wirklich so groß war, wie sie ausposaunten. Und England war insbesondere für diese Befreiung verpflichtet. Das Königreich Belgien ist sein Werk. Der Stolz und die Ehre Englands verlangten, daß Antwerpen nicht in deutsche Hände fiel. Der Fall von Antwerpen ist eine englische Niederlage und darum eine schwere Schlappe für das gegenwärtige Ministerium, welches den Krieg gewollt und daziv alle militärischen Hilfsquellen des britischen Reichs herbeigerufen hat, indem es sogar die vornehme englische Überlieferung durchbrochen hat, sich in Kriegen für den Namen Englands keiner farbigen Truppen zu bedienen. Auf der Geschichte Englands wird immer die Schuld lasten, Antwerpen ttotz des Rates seines Herrschers zum äußersten Widerstand genötigt zu haben, ohne daß man verstanden hat, es zeitig zu unterstützen, ja mit der Gewißheit, daß die Unterstützung unmöglich war. Die herkömmliche Phrase ist manchmal zutreffend, und nicht umsonst wird England seit einigen Menschenaltern als das perfide A l b i o n bezeichnet.
Ein Glückivunsch des Königs von Sachsen für General p. Bcselcr.
W. T.-B. Dresden, 17. Okt. (Nichtamtlich) Der König ließ dem General der Infanterie v. Beseler fvlgendes Telegramm zugehen: „Ew. Exzellenz drücke ich zu den großen Erfolgen meine herzlichsten Glückwünsche aus. Ich gedenke noch mit Freude der Zeit, in der Sie als Genevalinspekteur der Ingenieur- und Pionierkorps in Beziehungen zu Meiner Armee standen. Friedrich August."
Das schuldberoutzts England.
Blättexmeldungen aus neutralen Staaten lassen erkennen, wie schwer sich die englische Regierrmg durch die letzten Veröffentlichungen der „Nordd. Allg. Ztg." über die belgisch-englische Militärverbruderung bloß gestellt sieht. Sie hat deshalb nach altbewährter Methode zu dem Mittel gegriffen, alles zu leugnen, und läßt von London aus Depeschen verbreiten, die behaupten, die von der „Nordd. Allg. Z." veröffentlichten Dokumente hätten nie existiert, sondern wären eine reine Erfindung. Etwas vorsich- iiger drückt sich der englische Gesandte im Haag aus, der in einer Mitteilung an die Presse zwar das Bestehen eines englisch-belgischen Abkommens bestteitet, aber die Möglichkeit zugibt, llaß „akademische Besprechungen" über die englische Hilfe zugunsten Belgiens stattgefnnden haben könnten. Viel Erfolg werden die Engländer damit nicht haben. Die Aktenstücke sprechen so für sich selbst, daß alles Leugnen nichts hilft. Für jeden, der sehen will, steht cs jetzt fest, daß Deutschland die belgische Neutralität nicht gebrochen hat, sondern nur, wie es sein gutes Recht war, den belgisch-englischen Operationen zuvorgekommen ist und sich vor einem feindlichen Angriff rechtzeitig die Flanke gedeckt hat.
Unglaublich- englische Erotzsprechereien.
W. T.-B. London, 19. Okt. Der militärische Mitarbeiter der „Times" schreibt in seinem schon erwähnten Aufsätze weiter: Wir haben keine Eile. Wir bedauern natürlich für
die Verbündeten, daß wir noch langsamer als Rußland unser Gewicht in die Wagschale werfen können, und wenn der Feind zufällig Erfolge erringt, umso besser für ihn, dieser Umstand kann aber die ständig wachsende Zahl unserer Soldaten nicht aufhalten. Die Küsten kommen wenig in Betracht, da Deutschland mit Land und Geld zahlen muß. Selbst wenn das Schlimmste cintritt, der letzte Kosak im Ural und der letzte französische Soldat aus Bordeaux vertrieben ist, dann werden wir den Seekrieg beginnen, wie seinerzeit Napoleon, als ganz Europa ihm zu^Füßen lag. Noch sind wir aber nicht so weit, denn wenn Deutschland nicht . sehr viel besser abschneidet wie bisher, werden die Verbündeten das Feld behaupten und fortfahren, einen gleich andauernden Druck zu Land auf Deutschland auZzuüben, wie wir ihn. zur See bereits ausüben.
Eine bemerbensroerte Elfarakterisierung Greqs.
Berlin, 19. Okt. In seinem Montägsartikel sagt Theodor Wolfs im „Berl. Tgbl.": Bei uns ist es vielfach
Brauch, Herrn Greh als einen planvollen und verschlagenen Dösrwicht hinzustellen. Das ist eine große Dummheit, derm die Betonung staatsmänni scher Rücksichtslosigkeit kann sein Ansehen in England nur erhöhen. Das ist außerdem nicht wahr, er ist ein Unter staats mann dritter Klasse, ein kurzsichtiger, genassührter Minister, der von
Jswolski und dem deutschfeindlichen Ricolson zu einer Politik gedrängt worden ist, deren Folgen er noch gar nicht zu begreifen scheint. Wir alle hoffen, daß die englische Weltherrschaft Greys tüchtig erschüttert wird, aber zugleich wird uns auch der Kampf gegen die russische Weltherrschaft zehnfach zur Pflicht.
Gent unter deutscher Verwaltung.
bä. Gent, 17. Okt. Hier herrscht vollkommene Ruhe. Mit Erlaubnis der deutschen Behörden bleibt aus dem Rathaus die belgische Fahne.
Große Anstrengungen der belgischen Regierung zur Ergänzung des belgischen Heeres.
bä. Mailand, 19. Okt. Rach hierher gelangten Meldungen macht die belgische Regierung die größten Ilnstrengungen, die furchtbaren Lücken, die die deutsche Artillerie und der Fall voir Antwerpen in die belgische Armee gerissen haben, wieder aus- zufüllen.
bä. Bordeaux, 19. Okt. Die belgische Gesandtschaft gibt bekannt, daß der Jahrgang 1914 der belgischen Mruz unter die Waffen berufen werde. Die belgischen Untertanen im Alter von 18 bis 80 Jahren dürfen während der Dauer des Kriegs in den Heeresdienst treten. Beide Kategorien, ebenso diejenigen belgischen Soldaten, die von ihren Truppenteilen abgekommen sind, sollen sich in Rouen oder Bordeaux melden, rnn erngereiht zu werden.
Die Säuberung der Schelde voir den belgischen Minen.
bä. Rotterdam, 18. Okt. Die Schiffsverbindung zwischen Rotterdam u.nd Antwerpen ist noch nicht wieder hergestellt. Die Deutschen sind an der Arbeit, um die Schelde von belgischen Minen zu säubern.
Ein russisch-japanisches Bündnis?
Br. Rotterdam, 19. Okt. (Ei^g. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Wie der Berichterstatter der „Times" aus Petersburg meldet, soll der japanische Militärattach6 in Petersburg nach einer Unterredung beim Zaren geäußert haben, dass Japan ernsthaft den Wunsch ausgedrückt habe, das, das jetzige freundschaftliche Verhältnis zwischen Russland und Japan in ein förmliches Bündnis verwandelt werde. Dies würde mit Begeisterung vom japanischen Volke begrüsst werden, da Russlands und Japans Interessen in allen Fragen der Weltpolitik die gleichen seien. Gerade jetzt sei die Gelegenheit zum Abschluss eines Bündnisses äusserst günstig und würde für beide Länder ausserordentlich vorteilhaft sein.
Die Lage in przemysl.
W. T.-B. Wien, 19. Okt. (Nichtamtlich) Der Spezial- borichterstatter des Blattes „Morgen" meldet: Das Kriegs- pressequartier befindet sich in dem befreiten Przemysl. Wtt sind Zeugen des Kampfes, der vor den äußersten Forts im Osten der Festung zwischen der Entsatzarmee und der zurückweicheirden russischen Belagerungsarmee tobt, die ungeheuer stark verschanzt ist. Meiner Ansicht sprechen alle Anzeichen dafür, daß der Kampf für uns einen güiKiMN Fortgang nehmen wird. Przemysl ist in gehobener Stimmung. Gestern ist das erste P o st a u t o m o o i I eingetrosfen und von der Bevölkerung und der Armee jubelnd begrüßt worden. An einzelnen Gegenständen herrscht vorläufig Mangel, doch ist die Wiederkehr normaler Zustände Unmittelbar nach der Eröffnung des Bahnverkehrs zu erwarten. Die sanitären Verhältnisse der Bevölkerung und der Besatzung sind außerordentlich z n f r i e d e n st e l l e n d.
70 000 Manrr russischer Verluste bei przemysl?
Br. Wien, 19. Oft. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Sicherem Vernehmen nach geben die Russen ihre Verluste beim Sturm auf Przemysl, dir sic durch F l at- tcrminen erlitten haben, nicht auf 40 000, sondern auf 70 060 Mann an. Russische Zeitungen in Lemberg brachten diese Nachrichten. In Lemberg selbst haben die Russen weniger Schaden angerichtet, als man ursprünglich annahm. •
Ein russischer Kriegsbericht.
bä. Genf, 19. Oki. Eine Mitteilung des russischen Gene- ralstabs vom 18. Oktvoer besagt, daß die Kämpfe bei Przemysl andauern. Es hätten mehrere Bajonettangriffe stattgefunden. Von den Karpathenpässen würden Verstärkungen der österreichisch-ungarischen Truppen gemeldet. Nach nichtamtlichen Meldungen sollen, lote es weiter in dem russischen Bericht heißt,, alle Versuche des Feindes, die mittlere Weichsel zu überschreiten, bis jetzt ohne Erfolg geblieben fein.
Eins englische Beurteilung der Lage im Gsten.
W. T.-B. London, 19, Okt. (Nichtamtlich) Der militärische Mitarbeiter der „Morningpost" schreibt, es sei klar, daß im Osten die Entwicklung nicht ganz erwartungsgemäß von- staiten gehe. Die Schlacht, die man in der Nähe von Krakau erwartet habe, werde viel weiter östlich geschlagen werden. Die Russen, die zu Beginn des Kriegs die Initiative ergriffen, seien jetzt genötigt gewesen, diesen Vorteil aufzugeLen und dem Gegner den Angriff zu überlassen. Die vorrückenden deutschen Truppen waren deshalb imstande, die W e i ch s e l ohne besonderen Widerstand zu überschreiten. Der MitärMter fährt fort, die Bedeutung Pr z e m Hs l s trete jetzt hervor, as sei LchanerlUch, daß es mißlungen.sei» die. Aestnstg zu nehmen.
