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StB. 17,
Tages-Kalender.
$ai®0 Rheinstraße 9, geöffnet von 7 Uhr Morgens
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^^Mo?gens°SV?Uhr Uttb in bett 2111109611 der Wilhelmsallee täglich
$lt «k'd die permanente Ausstellung des Mass. Kunstvereins
stnd täglich mrt Ausnahme des Samstags von Vormittags 11—1 Uhr und von Nachmittags 2-4 Uhr dem Publikum geöffnet?
1,115 SÄ*' Museum ist Sonntags von Vormittags 11-1 Uhr und SÄ03 o01L Uhr, sowie Mittwochs und Freitags Nachmittags von 2—6 Uhr geöffnet.
|l.t'rtt)u.,ns=Wwm ist Montags, Mittwochs und Freitags von 2 bis ?L?r dem Publikum geöffnet. Besonders gewünschte Besichtigung beliebe man Friedrichstraße 1 anzumelden.
jne permanente CurHaur-Kunstaurstellung im Pavillon der neuen Colonnade ist täglich von Morgens s Uhr bis Abends 8 Uhr geöffnet.
N»rreUan-«emätdeau«ftelluna, Maiinstitut v. Merkel-Beine, Wederg. 11.1226 Gruchlsche Mpelle. Zur Besichtigung täglich geöffnet. Sonntags uno an griechischen Festtagen von Morgens 8-10 und Nachmittags von 2 r&m6!8 Ends, an den Wochentagen von Morgens 8—12 Uhr und Nachmittags von 2 Uhr bis Abends.
Heute Donnerstag den 22. Juli.
Zeichnen- und Maischute für Mädchen. Vormittags von 10—12 Uhr: Unterricht Oramenstraße 5, Parterre.
tfiiriiaus ju Wiesbaden. Nachmittags 4 und Abends 8 Uhr: Concett
Fortbildungsschule für Mädchen. Nachmittags von 5—7 Uhr: Unterricht m der Elementar-Mädchenschule, Zimmer No. 10.
Wachttr-Zeichnrnichule. Abends von 8-10 Uhr: Unterricht Oramenstraße 5, eme Stiege hoch. '
MLnnergesang-Nerein. Abends 8*/i Mr: Probe für den 1. und 2 Baß Mannergesangverein „Union“. Abends 9 Uhr: Zusammenkunft im Vereins- wrcue.
Die schwarze Kugel.
Novelle von S. v. d. Horst.
(17. Fortsetzung.)
Da fiel auf den Weg ein Schatten, und im nächsten Augenblick stand Herbert an seiner Seite, offenbar auch mit der Absicht, das kleine Heidehaus zu besuchen, blaß und unruhig, in finsterer' ja feindseliger Haltung. Er sah, daß Otto erschrack.
„Guten Tag/ sagte er spöttisch, .es scheint, als ob Dir mein Anblick höchst fatal sei?«
„Weshalb das?« — Und Otto reichte ihm treuherzig die Hand, welche der Amtsrichter unbeachtet ließ. „Wir haben uns in letzterer Zeit selten gesehen, Herbert!«
Er fühlte im ersten Augenblick beinahe den Wunsch, diesem langjährigen Freunde Alles mitzutheilen, ihm sein ganzes Herz auszuschütten und so wenigstens mit einer treuen Seele das ver- hängnißvolle Geheimniß zu theilen, aber das Aussehen Herbert's schreckte ihn von diesem Gedanken wieder zurück, die Erinnerung an ihre beiderseitige Nebenbuhlerschaft verschloß ihm die Lippen. „Wie könnte es mir jemals unangenehm sein, Dir zu beaeanen. Herbert?« fragte er gutmüthig.
„Wirklich nicht? — Biel Ehre für mich also. Aber Du entschuldigst wohl, ich habe in dem Hause da unten zu thun. Adieu I«
Er wollte weiter gehen, — Otto legte die Hand auf feinen Arm. „Einen Augenblick, Herbert," sagte er mit ernstem Tone, „auch ich war im Begriff, den alten Lenz zu besuchen, ich muß mit ihm und feiner Tochter unter vier Augen sprechen, — komm daher mir zur Liebe ein anderes Mal oder bester noch--«
Er stockte. Herbert wiederholte funkelnden Blickes die letzten Worte. „Besser noch?« —
«Du kämest überhaupt seltener," vollendete Otto. „Gewiß steht Dich der Alte jederzeit gern, und auch Fräulein Ottilie hält Dich für einen sehr angenehmen Gesellschafter, mehr aber als nur dar — Du mußt es je eher desto lieber erfahren, Herbert! — mehr als das kannst Du ihr niemals werden!"
Das Gesicht des jungen Amtsrichters hatte alle Farbe verloren. „Bitte," rief er heiser vor innerer, erstickender Wuth, „bist Du beauftragt, mir das zu sagen, mein Bester?"
„Ja," antwortete ruhig der Andere. „Du solltest Dich nicht so ereifern, Herbert, wir müsten uns offen wie Freunde--"
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Jetzt begann in Otto's Adern das Blut schneller zu stich „Jedenfalls nicht der, dem man ungestraft Beleidigungen s« dürfte!« rief er mit erhobener Stimme.
„Cut also, — dahin wollte ich Dich haben, Betrüger, § einer —«
Der vollwichtige Schlag von Otto's Hand unterbrach angefangenen Satz. „Schäme Dich, elender Verleumder!" rü im sprühenden Zorn.
Bolau unterbrach durch lautes, höhnisches Lachen denH fangenen Satz. „Dein Freund?" rief er, „ich bin es nicht verachte Dich und —"
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und verließ dann das Zimmer. Er sah, daß sie geweint hatte.
Nach einigen gleichgiltigen Worten kam er auf den ©t“ fctneS heutigen Besuches. „Sie haben mir doch gestern Untt gethan, Lenz, ich kenne diesen Otto Feldern länger als Sie' denn nur er ist eS ja, den wir Beide meinen! — Er betrügt und Ihre Enkelin, er denkt nicht an eine offene, ehrliche Werb»' Ich weiß von ihm selbst, daß er im Begriff steht, eine weite R< zu unternehmen, ja sogar, daß er nie im Leben wieder hier? zurückkehren wird. Was sagen Sie jetzt?"
n—uuu VIC diviene h ber Du abendliche Spaziergänge unternimmst, ohne Dich'v R,rr Herrathen entschließen zu können, — verstanden? Aber viellei, ' besitzest Du auch nicht den Muth, dem Alten die Ehre der A wandtschaft anzubieten, Dir sind gewisse, unbequeme Einzelheit srüherer Tage heimlich bekannt, und Du weißt, daß cs doch ffiti als zweifelhaft wäre, ob er den Sohn der--Familie Felde!
in seinem Hause besonders gern sieht, ha, ha, ha!"
Ueber Otto's Gesicht hatte sich dunkle Röthe ergossen, m aber blieb er ruhig, eben weil ihn die Raserei des Anderen w tn Erstaunen setzte als wirklich beleidigte. „Ich verstehe $ nicht, Herbert," sagte er kalt. „Aus Dir spricht die Eifers« das will ich gelten lassen, aber etwas vorsichtiger solltest Du Dl Worte trotzdem wählen, — selbst gegen mich!"
Herbert blieb bei seiner spöttischen Haltung. „Selbst gti Dich! das ist in der That unbezahlbar. Und wer bist Du btt wenn man fragen darf?«
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Der Amtsrichter stand vor ihm, ohne die Hand zu erht „Elender," zischte er, „glaubst Du, daß ich mich auf offener H straße mit Dir prügeln werde wie ein Ackerknecht, der die K als Waffe gebraucht? — Wenn Du noch ein Fünkchen Eh« sitzest, so gib mir für Deine Beleidigung Genugthuung!« ]
Otto nickte. „Wie und wann Du willst," sagte er „Ich überlasse Dir die Wahl."
Das Auge des Anderen funkelte unheimlich, sein heißes 8 umnebelte jeden besonnenen Gedanken, erstickte in diesem Augen! jedes bessere Gefühl. „Gut also," sagte er, „ich wünsche, daß Einer von uns am Leben bleibe, Du oder ich, — aber nicht Bei Und ich möchte ungern den Leuten ein Schauspiel geben, müßi Geträtsch erregen, — nehmen wir daher das amerikanische D Ich denke, weder Du noch ich wollen gern späterhin Gefängi lüft athmen; die Sache geht uns an, sonst Keinen."
Otto sah mit gekreuzten Armen vor sich auf den Boi Jetzt sterben! — Er hatte noch nie daran gedacht, aber bteüe war es so am besten, glättete und schlichtete es am einfach alle diese quälenden Fragen der letzten Zeit.
„Es ist gut so!" sagte er. „Laß das LooS entscheiden.'
Herbert bückte sich und nahm aus dem Kies des Feldwtz zwei Steine, einen weißen und einen schwarzen, dann hielt beide Hände festgeschlossen dem Anderen entgegen. „Jetzt wähl!
„Die Linke!" versetzte auf's Geradewohl der junge GutsbesP
Ein kurzes Lachen trennte Herbert's Lippen, aus seiner off«6 «un Handfläche bot er dem Gegner die schwarze Kugel — —
„Da, nimm, ich kann mich nicht länger aufhalten, — drü im Heidehaus warten der Alte und das Mädchen--"
. Er ging schnellen Schrittes den Abhang hinunter, ohne , em einziges Mal umzusehen. Noch glänzte in allen seinen Zü!
t»er höhnische Triumph, als er die Hütte betrat und wie gewöhn^ :u den Alten bei seiner Arbeit traf, — Ottilie grüßte ihn flü- um b
