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I 0 (Achtung!) Am 21. und 23. d. Mts. findet durch . bag hiesige 'Bataillon ein Schießen mit scharfen Patronen, jedoch nur kurze Zeit in M Morgenstunden vom Lichterlhale aus in der Richtung nach den Bergen ßteinhaufen, Rassel und Kellersköpf statt. Die Sicherheitsmaßregeln sind ®tc)tlben wie früher: Postenketten sollen Passanten aus den bedrohten Wcgenden zurückweisen und müssen die Passanten dieser Aufforderung nn- mg-ilich Folge leisten. Etwaige Ansprüche auf Flurentschädigungen müssen llsbald geltend gemacht werden.
fortificatorische Bauten, für Wege re. werden, sobald das Fort vollendet ist, noch bedeutende Aufkäufe an Terrain gemacht (M. N.) ,
* (Ein Unwetter) hat m Cassel erheblichen Schaden angenchtet. Ein schweres Gewitter entlud sich am Samstag Nachmittag gegen 1 Uhr über die Stadt und deren Umgebung, das von wolkenbruchartrgem Regen und starkem Hagelfall begleitet war. In großen Massen fielen die Hagelkörner, meistens viel dicker als Haselnüsse, meder, und bedeckten mehrere Zentimeter hoch den Boden. Der auf dem Felde angerichtete Schaden ist schr beträchtlich.
Knust und Wissenschaft.
* (August Wilhelms) gab am 22. Juni in New-York sein letztes Concert in Amerika und kehrt nach zweijähriger Abwesenheit m Kurzem nach Deutschland zurück. nv „ c
* (Frequenz der deutschen Universitäten.) Auf den 21 deutschen Universitäten (einschließlich der Akademie zu Münster, welche nur eine theologische unb eine philosophische Facnltät hat) stnbiren im gegenwärtigen «Zommersemester 20,988 immatrieulirte Studenten gegen 20,176 im letzten Wintersemester. Davon kommen auf 7 katholisch-theologische Facultäten 638 Stubenten, auf 17 evangelisch-theologische 2315, auf 20 juristische 5201, auf 20 medicinische 4018 unb auf 21 philosophische, einschließlich stattswissenschaftliche, 8816 Studenten. Die größten Gesammt- zahleu sind: in Berlin 3365 (im letzten Winter 3608) und Leipzig 3094 (im Winter 3227). Demnächst folgen: München mit 1868, Breslau mit 1255, Tübingen mit 1223, Halle mit 1129, Bonn mit 1099, Göttingen mit 985, Würzburg mit 870, Heidelberg mit 809, Straßburg mit 781, Königsberg mit 768, Greifswald mit 591, Marburg mit 587, Freiburg mit 528, Jena mit 523, Erlangen mit 464, Gießen mit 374, Kiel mit 301, Münster mit 271, Rostock mit 203. Diese Reihenfolge stimmt keineswegs mit derjenigen des letzten Winters, da einzelne Universitäten, wie Berlm und Leipzig, im Winter, andere, wie Heidelberg, Bonn, Tübingen, vorzugsweise stark im Sommer besucht werden. Eben so wenig stimmt redoch auch die Reihenfolge der Gesammtzahl der Stndirenden mit derjenigen der einzelnen Faenltäten. In der evangelisch-theologischen Faeultat nimmt Söentn erst nach Leipzig, Halle unb Tübingen die vierte Stelle em; in der juristischen kommen zuerst Berlin, Leipzig, München, Heidelberg m der medizinischen Berlin, München, Leipzig, Würzburg; in derphllosophiichen Berlin, Leipzig, München, Halle, Breslau. Außer den immatncutirtcu Studenten hat die Universität Berlin noch 1662 andere Hörer verschiedener Categorien; demnächst folgen Leipzig mit 94, Kiel mit 83 und Freiburg mit 77. Die übrigen haben weit geringere Zahlen.
* (Zu den Münchener Mustervorstellungen.) Em leber der fremden Schauspieler, welche bei den „Mustervorstellungen" auf der Münchener Hofbühne mitwirken, erhält, wie das in Theatergngelegenheiten besonders gut unterrichtete „Berliner Fremdenblatt" mittheilt, pro Spiel- abend ein Honorar von 200 Mark.
Aus dem Weiche.
— (Vom Kaiser.) In den Berichten ans Mainau wird das Befinden des Kaisers als ganz vortrefflich geschildert. Die Cur tu Ems hat außerordentlich auf das Allgemeinbefinden desselben emgewirkt. In Cob- l enz hat die Frische und Rüstigkeit des Monarchen überall Freude bereitet. Die Abreise des Kaisers von Mainau wird am Sonntag Vormittag 11‘A Uhr per Dampfschiff erfolgen unb ist die Ankunft m Lindau gegen 2 Uhr Nachmittags in Aussicht genommen. Von Lindau aus wird die Reise unmittelbar bis Rosenheim fortgesetzt, woselbst Nachtquartier genommen wird. Am 19. im Laufe des Vormittags soll tue Abfahrt von Rosenheim über Kufstein die Giselabahn entlang, von Lend aus zu Wagen nach Gastein erfolgen, woselbst die Ankunft gegen Abend desielben Tages zu erwarten steht. Ueber die Absicht des Kaisers, den österreichischen Kauer in Ischl zu begrüßen, wird mitgetheilt, daß diese Absicht hat aufgegebeu werden müssen, weil Kaiser Franz Joseph in der zweiten Halste des Juli nicht in Ischl anwesend sein wird. Letzterer gab dem Wunsche Ausdruck, Kaiser Wilhelm in Gastein bewillkommnen zu können, was.iedoch dankend mit dem Bemerken abgelehnt wurde, daß« sich Allerhöchstderselbe vorbehalte, auf der Rückreise von Gastein eine Zusammenkunft mit Kaiser Franz Joseph voraussichtlich in Ischl herbeizufuhren. Wie weiter berichtet wird, wird der Kaiser schon Mitte August nach Berlin znruckkehren. Nach Hof- nachrichten ist der Zeitpunkt der Rückkehr des Kaisers nach Berlin auf den 11 oder 12. August festgesetzt. Der Kaiser wird alsdann noch einen mehrwöchigen Aufenthalt auf Schloß Babelsberg nehmen. Um dieselbe Zeit wird auch die Kaiserin zurückerwartet.
— (Regierungs-Wechsel.) Fürst Gunther von Sondershausen, der bereits im 79. Lebensjahre steht und seit Langem an den Augen leidet, hat nach 45jähriger Regierungszeit dem Erbprinzen die Regierung abgegeben. Der Erbprinz Karl Günther ist der am 7. August 1830 geborene älteste Sohn, zweites Kind aus des Fürsten Gunthers Ehe Mit der 1833 verstorbenen Fürstin Marie, des verstorbenen Prinzen Karl von Schwarzburg-Rudolstadt Tochter. Der jetzt also 50jährige Regent des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen ist seit 1869 in kinderloser Ehe vermählt mit der Erbprinzessin Marie, des verstorbenen Prinzen Eduard zu Sachsen-Altenburg Tochter.
- (Reichsgerichts-Entscheidungen.) Nach einem Erkenntnisse des Reichsgerichts vom 29. April 1880 hat die unterlassene Ladung des von einem Angeklagten gewählten Vertheidigers zu der Hauptverhand- lung auf die Revision des Angeklagten die Aufhebung des Urthejls zur
* (Ernennung.) Von Seiner König!. Hoheit dem Landgrafen von tzissm ist Herr Herd- und Ofen-Fabrikant L. Kalkbrenner Hierselbst mm „Hoflieferanten" ernannt worden.
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Locales und Provinzielles.
^„gan-Verein) In der am 16. d. M. stattgefundenen * (Gartenbau Gartenbauvereins wurde von dem Vorsitzenden neralversammlung o rren^ Ministeriums des
rrn ^ metbeUt to"nad) für ausgesetzte Preise, Werthgegenstände, der nern m tgetyelii, ^boten, noch vom Gewinner gefordert werden itlb ta E-i^ bewMgte für die vorn dem in der sächsischen Oberlausitz
sich ngeh^bten^Unglücke'hart betroffenen Gärtner 50 Mark und stellte einen pfll "Volkss^st?ns dem Kellerskopf,) am Sonntag vom l'-UI /®aJLna-snercin" und der hiesigen Seetion des „Taunus-Club m ieT'aniht nS unter der prächtigsten, wenn auch sehr heißen Witterung :anSn Erlauf und war aus der ganzen Umgebung des neu er- ^1 aufs Zahlreichste besucht.
*^er Verband deutscher Architecten- und Jngenieur-
> bäitseine diesjährige Generalversammlung vom 19. bis 23. Sep- . in unserer Stadt ab und verspricht dieselbe eine hochinteressante
$«Htl nLC,rrben Gegenstäube ber Berathung stub unter Anberem: „Die Be- von Räumen in Rücksicht auf bereu Kühlhaltung" (Referenten S Fischer, Hannover, unb Gas-Direetor Winter, Wies- ■A Mer Anfertigung von Bebauungsplänen für Städte" (Referenten Lbaumeister Stübb en, Aachen, und Baurath Professor B aum elfter, förnto Die Vollendung des Kölner Domes und der Munster tu Äraunb Ulm" (Referenten Baumeister Wiethase, Köln, Ober- EMb v Egl e, Stuttgart, und Architecten- und Jngenieur-Verem für bringen). „Die Anlage von Schlachthäusern und die aus ihrer nnbum M ergebenden Erfahrungen" (Referenten Stadtbaumei ter Bochum, Architeet Hecht, Hannover, und Stadtbaumeister
>-emcke Wiesbaden). „Die Herstellung feuersicherer Gebäude" (Referenten r» kÄ* unb'eftimmt) „Die Schifffahrtsverbindung zwischen Rhem und Donau 9 r«»en$aM Math eis, Bayreuth, und Regierungs-und Banrath So ?U n ° Wiesbaden . „Die Methoden der Eissprengnng in Flüssen" (Refe-
Gcntm noch unbestimmt). In der Nähe des Versammlungslocales wird «udi eine Ausstellung von typischen Wohnhausformen der größeren Städte ».nischlands, sowie von Holz-Architeetur-Photographie-Aufnahmen ver- —nftaltet werden. Außerdem soll eine beschränkte Ausstellung von Plänen re. fi Uns dem wsttelrheinischen Gebiete statlfinden. Die Theilnehmer der Ver- v läammlung werden gebeten, sich bei dem Herrn Regierungs- und Banrath ' sUuno hmseM bis längstens den 20. August anzumelden, während dic- -»km ienigen flachgenossen, welche die Ausstellungen beschicken wollen, ersucht -—gerben, sich an den Herrn Architecten Bögler hier zu wenden und die ^Mcichnnngen an denselben bis zum 10. September einzusenden. Den Fest- M Mcilnchmem werden außer den interessanten Seetionssitzungen zahlreiche
Zerstreuungen geboten, unter denen besonders die gemeinschaftlichen Aus- ’ Tiige nach Frankfurt, Biebrich, Mainz, dem Rheingan und dem Niederwald fiele Freunde finden werden.
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illee tz * (Fremden - Verkehr per 18. Juli) laut „Bade - Blatt" W Personen.
" (Hansscandal.) Am Sonntag Abend fcanbalirte Jemand in 11—11 ment Hause in der Nerostraße derart, daß ein Menschenauflauf entstand.
* (Wäschediebstahl.) In der vorigen Woche wurden Nachts ans -1 W1 tm Hase eines Hauses in der Mainzerstraße mehrere Wäschestücke, welche :ag8 S® ""F'sa Bleichen hingelegt waren, entwendet.
..... (Schwerer Diebstahl.) Am letzten Freitag wurde in das 60tt,2 '^afzimmer eines in der Kirchgasse dienenden Mädchens eingebrochen, der ZestchtO " Ewlafzimmer befindliche verschlossene Koffer erbrochen, der Inhalt ^T’nblt, jedoch nur die vorhandene geringe Baarschaft entwendet.
(® r(aPPü) Am Sonntag Vormittag gelang cs dem hiesigen “• °en Bender, an bet Schönen Aussicht einen Tüncher und einen rg.ll 11 '^emer von hier zu ertappen, welche mit Leirnruthen Singvögeln nach- 2° brachte Beide zur Anzeige, ging wieder nach dem Thatorte
8—^21 andwerke' betraf bte beibeit Frevler abermals bet ihrem strafbaren Fort Petersberg bei Erbenheim) beginnt „ l™ V Leben zu entwickeln, indem sich eige Reihe von Wirihschaften ihr- N gruppirt hat, um hier mit den Arbeitern Geschäfte zu
5 rne nUntei^ne^tner treten aber dielen WirthschastSinhabern in so mcerl. abm n^"^er, als sie selbst auf der Baustelle eine Cantine errichtet nber ^4fbrmb rcan den Arbeitern bedangen daß sie nur bei ihnen ihr Geld ” wird sogar erzählt, ^aß jeder Arbeiter entlassen wird,
h^in f aß bie e luutine auf der Baustelle einkehrt. Richtig steht,
tin wieder anfhoren unb sollen an bereu Stelle bemuächst
WelchembasÄV"? $rCÄto/$oIen dM eintreffen Der Platz, auf N Wut, ungeheuere Giöße von 63 Morgen
e das Terrain 41,000 Mark. Für Umwallung und sonstige
