No. 37
Wiesbadener Tagblatk.
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— (Die Thätigkeit der preußischen Staatsarchrve int Jahre 187 9.) Im Jahre 1879 sind die preußischen Staatsarchive ebenso wie in früheren Jahren in umfassender Weise benutzt worden. Staatsbehörden, Gemeinden, weltliche und geistliche Corporationen und Vereine haben vielfach über die Verhältnisse und Ereignisse der Vergangenheit, welche für die Rechtszustände der Gegenwart noch von praktischer Bedeutung, md, von den Archiven Auskunft erfordert und erhalten. Vor Allem abu haben zahlreiche Privatpersonen, Gelehrt- und Freunde der Geschichte, historischen Studien mannichfachster Art persönlich in den Archiven obgelegen und in denselben die wirksamste Förderung ihrer Arbeiten gefunden, - Im Ganzen sind im Jahre 1879 bei den 15 Staatsarchiven m den Pro-' vinzen 382 amtliche und 1566 außeramtliche Anfragen und Recherchen' beantwortet und erledigt worden. Was die Benutzungen des Geheimen Staatsarchivs in Berlin betrifft, so erreichten die amtlichen die Zahl 146, | während die außeramtlichen sich in der Weise gestalteten, daß 86 verschiedene Personen im Ganzen 1350 Tage persönlich im Archivlocale gearbeitet und daß 116 schriftliche Anfragen durch Uebersenduna von Berichte» oder Akten ihre Erledigung gefunden haben. — Jnsgesammt sind die preußischen Staatsarchive während des Jahres 1879 von 1005 verschiedene» Privatpersonen (gegen 919 im Jahre 1878) benutzt worden.
— (Die Königin Margarita von Italien) ist nach einem Bericht, den das „Nene Wiener Tagblatt" aus Rom bringt, fett dem Neapeler Attentat physisch leidend nnd nunmehr auch'geistig schwer erkrankt. Sie leide an Verfolgungswahn ganz wie die Kaiserin Charlotte von Mexico, Sie ziehe sich furchtsam von den Ihrigen zurück und wähitt ihr Leben v°» ihnen bedroht. Sie hat Momente völliger Geistesstörung. Neulich wollte ft« durchaus in den Senat, um dort eine Rede über die Mahlstener zu halte». Beim Abendeffen spritzte sie den Hofdamen Suppe in's Gesicht und ver- icherte, es sei Weihwasser. Der Zustand flößt den Aerzten schweres Be- oenken ein. , „ .
— (Kaiserin von Rußland.) Das ärztliche Bulletin aus Petersburg, 11. Februar, constatirt eine Besserung in dem Befinde» der Kaiserin. __________
Vermischtes.
— (lieber den Kölner Rosenmontagszug) läßt sich die „Cref. Ztg." aus Köln schreiben: „Punkt IV- Uhr setzte sich der Zug m Bewegung. Er zählte 52 Nummern, soviel tote selten zuvor., Es wirkten 7 Musikcorps, darunter zwei berittene, in dem Zuge mit, jebeg anders costümirt. Auf prächtigen Wagen erschienen die bekannten Figuren: Feldmarschall Tünn, Kölner Bauer und Jungfrau, Prinz Carneval und Prinzessin Venetia u. s. to. Die humoristischen Wagen enthielten titele An- _. spielungen auf städtische Angelegenheiten. Der Wagen des Stadterweiterungs- Bureau, dem Rathhause nachgebildet, barg in sich die „toetfe Setfeijuttft, „ , nämlich vor Allem den Ober-Becker, den Brandeburger-Becker, den ©teuer- , Becker, den Finanz-Becker u. s. to. Mehrere der Hauptbeamten der Stadt tragen nämlich den Namen Becker. In dem Wagen befand sich auch das . „Hunde-Anmeldnngsbaubureau" und das Local für das ^Zuvtelstands- M sKinnpn tritn fnltiptih?. Sinffchrtffeit i ..Unsere Werse Beckemms. r
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bis zum Schinm oes besetz) soll nach einem vom Bundesrathe 3ai)re (bi8 ?um 81- "tärä i886)
"KMun?Mas der L. Schellettberg'sche« Hof-Büchdruckerei in Wiesbaden. -
register". Der Wagen trug folgende Aufschriften: „Unsere weise Beckerzuns hat hier Sitz und Unterkunft", „Geld allein macht nicht glücklich, man mÄ auch welches haben", „Wer steht, sehe zu, daß er nicht falle , »Aller Segen kommt von oben", „Haut ihm Lukas" und „Wir sitzen so fröhlich beisammen" u. s. to. Der Wagen „preisverhohnte Ventilation" enthielt eine Anspielung auf die Verhandlungen des Stadtverordneten-CollMUMs tit der Angelegenheit der Ventilation des großen Gürzemchsaales. Die Geiell-, schäft Venetia brachte auf einem Wagen in großen Säcken die von de« . Stadtverordneten-Collegium für den Festzug ittcht bewilligten 1500 Mack. Ein Sack trug die Aufschrift „Ammenkette". Man sagt, es sei dies eine Anspielung auf die goldene Ämtskette, welche die Stadtverordnetenversammlung dem Chef der Verwaltung angeschafft hat. Das beste SW« gericht, aus großen Hammelskeulen bestehend, sollte eine Anstnelung aus das Schöffengericht, wie vielfach behauptet wurde, sem. Den Schlußwagen bildete das Panoptikum mit seiner Verbrecherkammer. Besonders ft« waren aber dessen Anspielungen nicht. Bei den geringen Mitteln und b« Kürze der Zeit kann man den Festzug als einen immerhin glanzenden nennen. Malerisch war er in jeder Beziehung." .. . . . ...
- (Eine Gefahr für Englands Krone.) Die Komgm von England hatte bei der dieser Tage stattgehabten Eröffnung, des Parlamen» einen Unfall zu beklagen; fast wäre ihr bei Mem Act die Krone vo« Haupte gerissen worden und das mitten in einer feierlichen W und Staatsaciton, mitten, wahrend dem sie umgeben war von den Gros!« des Reiches und der Krone, von den Marschällen und den Kanzlern un° den Lords und PairS. Aber die Sache ist nicht so schlimm, tote sie au den ersten Blick erscheint. Es handelte sich um lerne Verschwörung uu° um keine Revolution und um keine Palast-Revolte, die.,» dem st England ja ohnehin nicht denkbar wäre, sondern ganz einfach, um e Toilettenstörung. Als die Kaiserin sich nämlich auf den Thron nteberlaf^ wollte, verfing sich eines der Bänder, die von ihrer Wlttwenhaube herunm hingen, in den Schnitzereien der Rückenlehne und würde sie uml Haube uu Krone gebracht haben, wenn nicht die Prinzessin Beattice , di: vom « von Wales auf die dem Staatsoberhaupte drohende Gefahr durch ein «W geflüstertes Wort aufmerksam gemacht wurde, das Band mit einer geW(« Handbewegung frei gemacht hatte.......So blieb die Krone ous.^
Haupte ihrer Majestät Victoria, der Komgm von England und Kaiser«
Für die Herausgabe verantwortlich: Louis AMenberg in WMkadew" I
(-Die heutige Rümmer enthält 16 Seiten.)
weiß ich von Nichts; mein Name ist Haase und ich kann meine Aussage S ÄWfttl'Äö^einm EM Stzendm.
in der Wüste
RÄ Ä ?nbttame7 d7seÄe ÄSd^ent Kater erwachte,ball des „Männer-Turnvereins") am batte einen überaus glanzenden Verlauf und kann ^rselbeh^getrost als eine der schönsten Blüthen des diesjährigen Faschings bezeichnet werden. Sämmtliche Räumlichkeiten des „Saalbau Schirmer reühten nicht hin, die muntere Turnerschaar und deren Freunde zu fassen. Ueberraschend groß war die Anzahl der eleganten und ongmellen Masken; das Preisgericht befand sich daher gewissermaßen m Verlegenheit das wiAtirr» SRptt6eiIuna der 6 Preise zu treffen, weshalb denn auch bei NchLeneSMaske7i°s Loos entscheiden'mußte Der Aschermittwoch war schon ein hübsches Stück vorgeschritten, als sich die fröhliche Gesell- schast trmnte. Union".) Das am Fastnacht-Dienstag von dem
GefanÄren Union" imRömerfaal veranstaltete Carneval-Concert hatte fntdi’ zahlreiche Zuhörerschaft angezogen, daß die Raume Ä^arSte W TStben fassen. Auch sehr viele Masken
battm sich elngefunden, welche leider nicht selten die Abwicklung des ConcerieS störten daS unter der bewährten Lettung des Gesangs-Dirigenten ^n m-iimaeuen Verlauf nahm. Lobend erwähnt seien hier nur der große ocn»v ES von Venedia", das Tenor-Solo aus „Troubadour" und ^Dft 'Verlobung ^uach der Maskerade im Römersaal", welche lebhaften (hTifnir frinben- audi rief der Wiener Backer- und, Muller-Polka tm Auditorium große Heiterkeit hervor. Der Ball hielt die Anwesenden bis zur frühen Morgenstunde in heiterster Stimmung beisammen.
zur stuE j sDie Mittheilung eines Abonnenten unseres Blattes, kn6 m einem feiner Kinder — wie ärztlich constatirt — infolge des Um- attMe§ mit einer närrischen Kopfbedeckung nicht unerhebliche KrankhettS- ^vuivtome bervorgetreten feien, veranlaßt nns, die Hüter der Kleinen warnen denselben carnevalistische Abzeichen und Kappen zum Svielen'm77rlassein Die Farben derselben sind meist so, stark ailfgettagen, da^st ie durch An assen losgelöst, sich dem Körper mitthellen, was nament- rw? n.i ftonTren Kindern welche die Gegenstände auch häufig Mit dem Mund beleck-n, d7r Fall ist Daß sich dieselben dadurch einer Gefahr ausfttzen zriaen der Estgangs erwähnte und zahlreiche frühere Falle au^F^e? Mörder Haibach) hat gestern em Gnadengesuch an Seme^Mmestatndm Ka-stiea^^f^"äbri8tieitiinbung zwischen Castel unb Wiim ist seit tzostern ' §)a? KönE Ober-Präsidium, hat die Geneh- her’tion bem Vorstände des Lokal-Getoerbe-Verems m Schwanbei m^bei Gelegenheit der Generalversammlung des Nass. Gewerbe-Vereins l'w ^au e diesesJahres beabsichtigten Verloosnng von Gewerbe- und Kunstaeaenständen unter der Bedingung ertheitt, daß nicht mehr als 90 omÖeTbO $f. ausgegeben werden, deren Vertrieb mif den Umfang asbezirks Wiesbaden beschränkt bleiben muß. Die Verloosnng muft^nte7Äiffsich? des Königl. Amtes Höchst abgehalten werden .
^1111« alt) starb vor etntgen Tagen m Falkenberg bei Kassel Änd el Tannenberg, der seit Jahren einen Gnadengehalt von 180 Mark jährlich aus der Schatulle des Kaisers erhielt.
Kunst und Wissenschaft.
o (Quartett-Soiröe.) In der heute Abend im großen Casinosaale stattfindenden Soiree für Kammermusik kommen zwei Nummern zum welche iebr selten auf den Programmen zu finden find, nämlich
®aS «eeiyovei । > maj.m t>ierauf noch besonders aufmerk am.
<opus vii öKtliche^orlesnug im C»rhause) findet Lamstaa den 14. c. statt und zwar wird der geistvolle Cultur- Histiriker^Pwftffor Wilh. Heinr Riehl aus München über den „Kampf
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Wolt man n ,eimr unserer bedeutendsten Kunstschriftsteller, ist am 6. d. M. in Mentone gestorben Gewände.) Im Her Majesty's
zrbPahe'^London brachte am 7. b. M. die Opern-Gesellschaft des, Herrn C a^R o^s a Wa'gner's „Lohengrin" zum Erstenmale m England in englischer Mundart mit großem Erfolge zur Aufführung.
Aus dem Reiche.
