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Offerte.

Ein routimrter Buchhalter besorgt gegen freie Station Buch- führung und Correspondenz. Offerten unter C. D. 95 en die Expedition d. Bl. erbeten. 3912

NrrsZAg aus iw GiVilftauÄs-Register« der Stadt WieshsÄsA.«

13. Januar.

Geboren: Am 10. Jan., e. unehcl. S. — Am 11.Jan., dem Gast- wirth Philipp Wilhelm Gaul e. S., N. Wilhelm August. — Am 12. Jan., dem Fabrikarbeiter Wilhelm Karst e. T. — Am 8. Jan., e. unehel. T„ N. Auguste Friedlrike Luise. — Am 10. Jan., dem Postschaffner Heinrich Krag e. S. — Am 10. Jan., dem Postschaffner Conrad Hoß e. T., N. Auguste Margarethe. — Am 10. Jan., dem Tünchergehülfen Christian Kern e. T., N. Wilhelmine Marie Franziska. — Am 12. Jan., dem Kauf­mann Louis Franke e. S.

Aufgeboten: Der Arbeiter Stephan Stachorski von Witkowo, Kreises Thorn, wohnh. zu Thorn, früher dahier wohnh., und Magdalene Soponska von Bageslawken, Kreises Thom, wohnh. zu Bageslawken.

Verehelicht: Am 13. Jan., der Kaufmann Wilhelm Kirschhöfer von Niederlahnstein, A. Braubach, wohnh. zn Niederwalluf, A. Eltville, und Wilhelmine Ernestine Kristahn von Groß-Nuhr, Kreises Wehlau, bisher dahier wohnh.

Gestorben: Am 12. Jan., derWildpret-und GeflügelhändlerJohann Häfner, alt 48 I. 1 M. 23 T. — Am 12. Jan., Marie Catharine, geb. Gilbert, Wittwe des Damenschneiders August Lenz, alt 64 I. 6 M. 22 T. — Am 12. Jan., der Kaufmann Franz Carl Trombetta, alt 31 I. 5 M. 25 T. — Am 12. Jan., der netto. Taglöhner Jacob Klamp, alt 69 I. 8 M. 2 T. KSnigUÄes Standesamt.

Die Gouvernante.

Roman von S. Mein ec, Verfasserin von „Im Kloster", „Olga" u. f. w,

Gramd ESotel (SchäfcenhoF-Bider):

Emrich, Kfm.,

Frankfurt.

Roggen,

Boppard.

Meieorsiogijche Beobachtungen der Station Wiesbaden. •

mb auf 0° R. reducirt.

Frankfurt a. M., 13. Januar 1880.

Frankfurt.

Frankfurt.

1880. 13. Januar.

Allgemeine Himmelsansicht . ■

Regenmenge pro D'iu Par. Cb/

*) Die Barometerangaben

Frankfurt. Elberfeld. Frankfurt.

Rörnhild. Köln. Heidelberg.

Frankfurt. Darm stadt. Frankfurt. Frankfurt.

Köln.

Leipzig. Bochum.

Hanau.

Hanau.

Frankfurt.

Dresden. Hannover. Frankfurt.

K-riizäer "Wsldf

Lavater, Fr. m. Tocht., Worms.

Wechsel« Tüjtkse» Amsterdam 168.90 B. 168.55 G. London 20.365 B. 325 G. Paris 80.80 B. 80.65 G. Wien 172.95 B. 172.55 G. Frankfurter Bank-Disconto 4. KeiÄSbanf-DrScoW 4.

Wiese, Kfm., Spitzbarth, Kfm,, Kirch, Kfm., Schwabe, Kfm., Meyer, Fabrikbes., Strunz, Kfm.,

LSLs-r s Ettlinger, 8., Kfm., Schwartz, Kfm., Schwartz, Kfm., Heusser, Kfm., Keller, Kfm., Wickert, Kfm., Lapp, Kfm., Lieber, Kfm., Huber, Kfm., Weydt, Kfm., Schlessinger, Kfm., Schlessinger, Kfm., Ettlinger, G., Kfm.,

Emgeät

Moiel Victoria i Chatelain, Obrist m. Fr. u. Bed., Petersburg. Wilding, Fr. Gräfin m. Bed., Heidelberg.

In Privathänsern: Langgasse 38: v. Dewitz, gen. v. Krebs, Prem.- Lient., Pommern.

Sä ter Sfoas.aealioi's Katz, Kfm., Fulda.

Btiotel Spelmer:

Brindle, Fr. m. Sohn, England.

Coles, FrL, England.

Tamnias-EEotel s

Greb, Kfm., Henning, Kfm., Eckart, Fr. Reg.-Rath m. Tocht. u. Bed., Würzburg.

Barometer*) (Par. Linien). Thermometer (Reaumur) . Dunstfpannung (Par. Liu.) Relative Feuchtigkeit (Proc.)

Windrichtung u. Windstärke

A ig. g e k ® m m ® sa © Frende,

(Wieab. Bade-Blatt vom 14. Januar 1880.)

Sel-«CM«sr.

Holl. Silbergeld' 167Rm. 70 Pf.

Dukaten ... 9 „ 54—59 „

20 Frcs.-Stücke. 16 „ 11-15 „

Sovereigns . . 20 „ 25—30 „

Imperiales . . 16 „ 66—70 „

Dollars in Gold 4 „ 17-20 „

Einhorn:

Goldmann, Kfm., Hamburg.

Herber, Kfm., Schwalbach.

Feldhuber, Catzeneinbogen.

Bfassaater 65®f i

Se. Hoheit Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg- Augustenburg m. Bd.,Prinkenau

6 Uhr Morgens.

2 Uhr Nachw.

10 Uhr Abends.

Tägliches Bütte!

339,65

338,91

338,15

338,90

-4,8

-0,8

—4,6

-3,40

1,20

1,42

1,23

1,28

93,1

75,8

93,9

87,60

N.O.

S.

S.

schwach.

schwach.

schwach.

völl. heiter.

Völl, heiter.

Völl, heiter.

—"

—

—

(10. Fortsetzung.)

Werner eilte hinaus . .. nein, es war Niemand da, er hatte sich getäuscht. Aber Bianca konnte jeden Augenblick eintreten, ahnungslos, wie er selbst, wie allem Anschein nach das ganze Haus. Sie durfte nicht diesen traurigen Anblick haben, er mußte es auf jeden Fall verhindern.

Ehe er daher die Diener rief, eilte er nach Bianca's Zimmer. Auf sein hastiges Klopfen erschien die Kammerfrau an der Thüre und trat hinaus, als sie den jungen Herrn erblickte.

Bianca saß vor dem großen Toilettenspiegel, in einem Morgenkleide von hellblauem, weichem Flanell; ihr reiches Haar war in einen losen Knoten im Nacken geschlungen, die Kammerfrau war gerade beschäftigt gewesen, ihre kunstvolle Hand daran zu legen.

Bianca hatte Werner's Gesicht in dem der Thüre gegenüber­stehenden Spiegel erblickt, als die Kammerfrau dieselbe öffnete, und erhob sich voll Verwunderung über diesen seltsamen Besuch ... da durchzuckte sie eine Ahnung, eine namenlose Angst, sie öffnete hastig die Thüre und fragte, ohne Werner einen guten., Morgen zu bieten:

„Was ist, Werner? Soll ich zum Vater kommen?"

„Nein, Bianca, ich wollte Dich eben bitten lassen, nicht zu ihm zu gehen, er ist . . ."

Bianca's Augen hafteten eine Secunde lang glühend forschend auf seinen verstörten Zügen, dann schob sie ihn, ohne ein Wort zu sprechen, athemlos bei Seite und flog an ihm vorüber, den Corridor entlang, in das Gemach ihres Vaters.

Werner folgte ihr und erbebte unter dem Schrei, der sich Bianca's Lippen entrang, als sie die leblose Gestalt des Freiherrn erblickte. Sie warf sich neben seinem Sessel nieder; fle strich dem geliebten Vater das graue Haar von der kalten Stirne und sah den breiten, blauen Streifen, der sich an der rechten Seite her­unterzog, sie erfaßte seine kalten Hände, ihre Augen irrten angst­voll über die Feder, die Papiere, die brennenden Kerzen hin, und allmälig kam das Berständniß des Geschehenen über sie. Sie preßte ihr Antlitz auf die Hand des Verstorbenen, der Athcm arbeitete sich schwer aus ihrer Brust hervor, aber keine Thräne erleichterte den brennenden Schmerz, ihr ganzes Innere schien erstarrt zu sein; der Uebergang von harmloser Freude zum bittersten Leid war zu schroff, zu herbe, sie konnte ihn nicht fassen. Sie hörte das Ge­räusch von vielen eiligen, aber gedämpften Schritten hinter sich, und zugleich berührte eine Hand ihre Schulter. Es war Werner. Bianca blickte auf, und als sie die ganze Dienerschaft im Vorzimmer und auf dem Corridor versammelt sah, erhob sie sich, beugte sich noch ein Mal über den heiß geliebten Vater, um seine kalte Stirne zu küssen, und reichte dann Werner stumm die Hand.

Er wollte sprechen, aber sie schüttelte abwehrend das Haupt und schritt langsam durch die scheu und ehrerbietig zurückweichen­den Diener hinaus.

Werner folgte ihr, aber sie bat leise, ohne auszublicken:

„Bleibe, Werner, Du bist hier nothwendig, und ich muß allein sein, um das Geschehene zu fassen, zu begreifen, nachdem ich die Tante darauf vorbereitet haben werde . . . oder weiß sie schon, was geschehen?"

„Nein, sie weiß noch nichts. Ich war der Erste, der des Onkels Zimmer betrat, und meine Sorge war, Dir den traurigen Anblick zu ersparen, Dich vorzubereiten."

„Ich danke Dir, Du meinst es gut . . . aber den Kummer (kannst Du mir doch nicht ersparen."

Er erfaßte ihre Hande und sah besorgt in ihr bleiches Gesicht.

„Bianca," sagte er leise, „Du verlierst am meisten durch den frühen Tod meines Onkels, der mich selbst auf das Schmerzlichste berührt... laß mich wenigstens Theil nehmen an Deinem Kummer."

Sie entzog ihm ihre Hände, legte dieselben an die brennende Stirne und strich das Haar von derselben zurück.

„Ich denke, wir haben Alle gleich viel verloren, wenn wir den Verlust auch nicht gleich tief empfinden und überwinden ? werden . . . laß mich jetzt zu Deiner Mutter gehen, dannt sie