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mitgenommen wurde. Von den l. drangen, ging eine durch das Bild, «u» ,, ähnlichen Schicksal war heimgesucht worden.

* (Altmeister La Roche,) der Senior des Wiener Burgtheaters, feiert in diesem Jahre sein siebenzigjähriges Schauspieler-Jubiläum.

* (Ruben's Gemälde „Das Urtheil SalomoniS") soll dem­nächst im „Hotel Drouoi" in Paris zur Versteigerung gelangen. Dieses

Vofficier de l’dtat civil du lieu“ sei sowohl in der französischen Doctrm wie in der Praxis der rheinischen Standesbeamten stets dahin zur An­wendung gekommmen, daß der Tag der Geburt nicht mit berechnet werde.

* (Prüfung für den einjährig-freiwilligen Mrliiar- dienst) Wir machen darauf aufmerksam, daß die Anmeldungen für die diesjAmgen Frühjahrsprüfungen der Aspiranten des einjährig-freiwilligen Militärdienstes, welche im Monat März hier stattfinden, gemäß §. 91 der Ersatz-Ordnung spätestens bis zum 1. Februar bei der königlichen Prufungs- Commision für Einjährig-Freiwillige eingereicht werden müssen. Die näheren Termine für diese Prüfungen werden später bekannt gemacht werden. .

-- (Bürgerschützen-Corps.) Am letzten Sonntag fand rm Römersaal" der alljährliche Ball des Bürgerschützen-Corps bei zahlreicher Zsetheiligung statt. Musik- und Gesanasvorträge waren gediegen und das anwesende Publikum trennte sich, allseitig befriedigt, erst bei Anbruch des ^»'(Wohlthätigkeit.) Der Gesangverein „Frohsinn" zu Bierstadt hat den aus einem Concert am Weihnachtsabend erzielten Ueberschuß von 30 Mark den Bierstadter Gemeindearmen zu Gute kommen lassen.

A Niederwalluf, 12. Jan. (Errettung.) Heute Vormittag B Hierselbst eine Frauensperson aus Wiesbaden in den Rhein, wahr- ch, um sich zu ertränken. Der Schiffer Kirsch von hier rettete die­selbe, aber nur Mit der größten Lebensgefahr. Als er nämlich nach ihr griff, schlang Erstere ihren Arm um seinen Halk, und wären Beide sicher ertrunken, wenn Kirsch nicht den möglichsten Widerstand geleistet und alle Kräfte gebraucht hätte, sich und da? Frauenzimmer aus dem Wafier zu schaffen. Letzteres, welches die That in krankhaftem Zustande versuchte, ist gerettet und nach Wiesbaden gebracht worden.

Öl Kiedrich, 18. Jan. (Gemeinderathswahl.) Bei der hier stattgehabteu Wahl von zwei Gemeindevorstehern I. Abteilung wurden die Herren Bürgermeister a. D. An ton Buschmann und Gememde- rechner a. D. NicolausGundlich.gewählt.

D Hallgarten, 13. Jan. (Diebstahl.) Ein Diebstahl seltenster Art und wie er hier noch nie vorgeksmmen, wurde bei der Gutsbesitzerin Wittwe Engelmann in der verflossenen Nacht hier ausgesührt. Aus einem wohlverschlossenen Stalle und Gehöfte entführten nämlich DrebeS- hände eine Kuh. Die Gendarmerie befindet sich bereits hier, ob aber über den Diebstahl, der nur von einem ganz Localkundigen auSgeführt worden sein kann, etwas herauskommt, ist eine Frage.

* (Communales aus Frankfurt a. M.) Wie aus Berlin mitgetheilt wird, ist Herr Miguel nunmehr zum ersten Bürger-' meist er der Stadt Frankfurt ernannt worden. — In nichtöffentlicher Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde Herr Dr. jmn Heusfen­stamm zu Frankfurt zum zweiten Bürgermeister gewWt.

* (Oberlandesgericht in Frankfurt a. Mi) Em Trödler aus Wiesbaden und dessen Sohn wurden von der ihnen zur Last gelegten Hehlerei freigesprochen. — Die Berufung eines Wagners aus Oestrich, der wegen Diebstahls 3 Monate Gefängnis; erhalten hatte, wurde verworfen.

— (Aus Teplitz) wird unterm 11. d. MtS. das Sinken der Schö­nauer Quellen signalisirt. Durch sorgfältige Beobachtung ist nämlich da? Sinken der Schönauer Neubadcquellen um 7 Cm. per Tag constatirt und die Thatsache erwiesen worden, daß die Schönauer Quellen ebenfalls irri- tirt und im Zusammenhänge mit den Teplitzer Quellen stehen, was unge­achtet der übereinstimmenden Ansicht aller Geologen bezweifelt worden ist, weil ein dortiger Stadtrath ohne jede wissenschaftliche Begründung sich eingebildet hat, die Schönauer Quellen hätten chren Ursprung im Schloß­berg. Diese „Schloßberg-Theorie" ist in Schönau zum Dogma erhoben worden, und als vor einem Monat der dortige „Anzeiger" die Mit­theilung brachte, die Spannung der Steinbadequelle sei geringer geworden und es liege die Vermuthung nahe, daß alle Schönauer Quellen alterirt sind, mußte in der nächsten Nummer auf Verlangen des Bürgermeister­amtes eine beschwichtigende Notiz anfgenommen werden, — welche aller­dings das Sinken nicht verhindert hat. Jetzt, wo aller Zweifel behoben ist, kann nur energisches und sofortiges Handeln den Kurort vor unabseh­barem Schaden bewahren.

Knnft rmd Wissenschaft.

* (Künstler-Verein.) Der auf Samstag den 17. d. Mts. anbe­raumte Vortrag des Herrn Otto Devrient ist verlegt und findet wahrscheinlich erst am 20. ds. statt; indessen ist Bestimmtes noch nicht festgesetzt.

* (Repertoir-Aenderung.) Statt der Oper „Joseph und feine Brüder" kommt heute Abend „Johann von Paris" im Königlichen Theater zur Aufführung, da Herr P e s ch i e r durch den gestern eingetretenen Tod seiner Mutter nicht in der Lage ist, in dem erstgenannten Stücke mit­zuwirken.

* (Die Kaiserin in Gef«h r.) lieber eine noch em letzten Augenblick glücklich abqewendete Gefahr, von welcher die Kaiserin am Sonntag Nachmittag bedroht war, berichtet die „Kreuzzeitung" aus Berlin, wie folgt: „Die Kaiserin ging am Sonntag in der dritten Nachmittagsstnndc tn Begleitung einer Hofdame von der Thiergartenstraße ans die Flora-Allee, Rouffeau-AMcl, in der Richtung nach dem Zsoglischen Garten spazrrcn. Zwei Lakaien folgten unmittelbar; die Equipage fuhr hinterher. Als (zhre Maiestat rn der Friedrich-Wrlhelmstraße am Kreuzungspunkte dieser und der Kaiserin-Angusta- und der Rauchstraße den Fahrdamm überschreiten wollte, kam in schnellster Gangart ein Wagen angefahren, dessen Kutscher ungeachtet der dringenden Handbkwegungen der Lakaien die Pferde zu zügeln sim mcht bemühte. Die Privat-Equipage nahte dem Uebergangspuukte des Fahrdammes so schnell und in so bedrohlicher Weise, daß einer der Lakaien den Pserden tn bie Zügel fiel, um den Wagen aufzuhalten. Der Kutscher versuchte es selbst setzt noch, mit der Peitsche den Königlichen Lakaien zu schlagen und mäßigte sich erst, als ein in der Nähe befindlicher Crimiual- und em schnell hln- zugeholter anderer Schutzmann durch Nachfragen bei den Sn,affen des Wagens dessen Besitzer, einen hiesigen Arzt, erkundeten. — Ihre Maiestat setzte sodann den Spaziergang unbehelligt fort"

* DreuMches Abgeordnetenhaus. (34. Sitzung vom 12 Jam — Schluß.) Abg. v. Stablewski freut sich über die Aus- lass'uuqeu des Finanzministers und Cultusministers, aus deren Worten Gefühle der Humanität hervorleuchteten. Solche Worte seien lange nicht von der Ministerbank gehört worden. Der frühere Cultusminister habe die Gesetze auf's Strengste zur Ausführung gebracht, während der letzlge die mildeste Handhabung in Aussicht stelle. Die Vorlage zeige, das; die Regie­rung zur Einsicht gekommen sei, daß auch „Preußen sem Irland habe Wer von der Indolenz der Oberschlesier sprech^, der kenne bas Volk Nicht, weil er seine Sprache nicht kenne. Ursachen des Nothstandes seien kltmattsche Verhältnisse und die Vertheilung des Grundbesitzes. Die großen Güter- complexe im Besitze des oberschlesischen Adels führten ebenso zum Paupe­rismus, wie dieselben Ursachen in Irland. Die oberschlesüchen Bauern seien schlimmer daran, als die Negersclaven. Wucher und Schankwirthschafteu trügen zum Elende der Bevölkerung bei. Beides werde zumeist von Juden betrieben und die intelligenten Juden müßten sich mit Abscheu von diesem Treiben ihrer Glaubensgenossen abwenden. Der oberschlesische Grundbesitzer thue nichts, um diesen Mißständen zu steuern, unemgedenk des Satzes: .noblesse oblige“. Redner tritt für dm segensreichen Einfluß des katho­lischen Clerus in Oberschlesien ein und bekämpft den Schulunterricht, weil er in deutscher Sprache ertheilt wird. — Abg. v. Meyer (Aruswalde) tritt gegen die Bestimmungen des §. 6 des Entwurfes em, weil tn dem­selben dem Kreis-Ausschnsse eine zu weitgehende Machtvollkommenhett ge­geben würde, besonders durch den PassuS: „Dte KretS-Ausschuffe beschließen selbstständig darüber, ob die Empfänger eintretenden Falles wegen Letstungs- unfähigkeit von der Ersatzpflicht zu entbinden feien". — Abg. vr. Virchow hätte gewünscht, weniger Culturkampf tn dieser Debatte zu sehen. Im Jahre 1851 seien unter den Wuchergesetzen genau dieselben wucherischen Uebelstände dort gewesen. Was der Ftnanzmimster mit seinen Drohungen dagegen bezwecke, sei nicht ersichtlich. Durch den Straf­richter lasse sich der Wucher nicht unterdrücken, sondern durch Hebung der Wohlhabenheit. Die Regierung habe seit 1848 nichts für Oberschlesien qelhan, und die Verhältnisse seien daher noch ganz dieselben. Der Cultur­kampf trage wohl auch Schuld, aber es handle sich nicht nm Sterbe- sacramente, sondern um Lebensmittel. (Heiterkeit.) ES sei keineswegs sicher, daß der Typhus sich einstellm werde. Es sei unnöihig und lästig, daß die Regierung sich die Entscheidung über die Zulassung jedes ein­zelnen Gliedes der krankenpflegenden Orden Vorbehalte. Man solle den Armenverbäuden nicht Alles überlassen, sondern für die Armenpflege eine freiere Einrichtung fSaffen. Die Frauenvereine und das aus Pnvat- perfonen gebildete Nothstands-Comits verdiene Berücksichtigung. Die Bildung der Sammtgemeinden fei zum großen Schaden der Schule abge­lehnt; durch diesen Fehler der Gesetzgebung seien die Großgrundbesitzer sehr bevorzugt, z. B. Fürst v. Pleß, der von allen Schullasten stet sen (Hort! hört!) Die Bevölkerung dort vermehre sich ganz über die Gebühr (Heiterkeit) und habe bei den niedrigen Lohnsätzen keine Existenzmittel. Der Nothstand I fei durch Ueberfchwemmung der Oder herbeigeführt, trotzdem spreche man nur - von Drainagen, nicht von der Regulirung der Oder. Von den drei Bahnen habe der Minister die, welche mitten durch das Nothstandsgebiet gehe, zu­letzt genannt. Der Nothstand sei besonders in Rybnik und Pleß, da müsse die Regierung unmittelbar anfaffen, da heiße e$: hie Rhodus, hic salta! Die Negierung müsse jährlich dem Landtage vorlegen, was sie für die dortige Gegendjjgethan habe, zur Prüfung, ob es ausreichend fet Bei ernstem Zusammenwirken von Regierung und Landtag müsse es gelingen, eine dauernde Besserung der Verhältnisse tn Oberfchlefien herbelzttfuhren. (Beifall.) 5- Cultusminister v. Puttkamer erklärt, daß dieMlttheflungen des Abg. Virchow, daß 328 Schullehrer m Oberschlefien fehlten und deßhalb 28,000 Schulkinder keinen Unterricht genössen, auf unrichtigen Informationen beruhten. Dem allerdings in jenen Gegenden vorhandenen Lehrermangel

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Bild hat merkwürdige Schicksale erlebt. Im Jahre 1832, als es noch im nach Kräften abzuhelfen, fet dte Regierung benmht. Atnanämtntfter Museum zu Antwerpen hing, wurde es bei Belagerung dieser Stadt von Bitte-r verwahrt sich dagegen, als "b die Bahnstrecke Oppesin-Neisfe tm einer Kugel getroffen und mit einem Kostenaufwand von 1200 Frs. reparirt. Interesse einiger Prtvatperfonltchketten yt _bauen beabftd)tigt mare, ferner Später ging eS in den Besitz des Pariser Sammlers Hercule Robert über, dagegen, als ob er bet ®tnbrtngung

dessen Galerie am Quai St. Paul während der Revolution von 1848 stark i Wncherfrage eme Drohung auSMprochen habe. ®r h°ffe, daß die Verhalt- mitgenommen wurde. Von den achtzehn Kugeln, die durch die Mauern i ntffe in Oberschlefien bei der Berathung der Wucherfrage Reichstage drangen, ging eine durch das Bild, das schon in Antwerpen von einem ? nicht unerwähnt blieben. (Beifall.) — Abg. Lowe (Berlin) hebt zunächst ähnlichen Schicksal war heimgefucht worden. i bie Schlagfettigkeit der französischen Regierung gegenüber der unfngen.

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