Verlag Langgasse 21
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Samstag
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17 . Oktober 1914.
" englischer Ureuzer in öerrrorölichEN Uordfee in den Grund gebohrt.
Berlin, 17. Oft. Aus London austlid) 4)0,53 m ' Oktober gemeldet: Am tz? Oktober nachmittags wurde der englische s, ^ 3, ^r „H a w k t“ in der nördlichen Nord - (j e durch den Torpedoschnft eines Untersee» Sinken gebracht. Ern Offizier j c , 48 Ma u sind gerettet und in Aberdeen Wc‘ri!* >ef * Mann werden vermißt. Zu
%. i* eit wurde der Kreuzer „Thcfcus" ,griffen, aber ohne Erfolg. Wie uns von ^ eiic mitgcteilt wird, liegt eine 4j., der Nachricht deutscherseits
"ir Vox
Di 10 Sofie
1 »Hawke" ist ein sog. geschützter. Kreuzer von Tonnen. Die deutsche Marine kennt diese Kate- Illcht. An ihre Stelle treten bei uns die sag.
»D^v, - r ' ottiu iizitu uci uu» 4JI0 |uy.
tiiC . 1 Kreuzer. Auch für die Engländer war das Schiss ein großer oder Panzerkreuzer und nur seines
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■f. r§ wegen ist die Bezeichnung und Verwendung eine , ee geworden. Ter gesunkene Kreuzer stammte aus
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Möfst Gyx o ■ - i—.-v.
1891 und hatte eine Bestückung von zwei HÄd^^^uretcr-Geschützen, zehn 15,2-Zentimeter-Ge- IM''-Und.zwölf 7,5-Zentimeter-Geschützen. Also ein« C3e ' die fast dieselbe ist, wie bei der „Aboukir"- S; sm°\^ er ss^ der Kreuzer „Hawkc" indessen durch Mx '/sstichwenstärke und durch die Panzerung (er fix «ediglich ein horizontales Panzerdeck) unterschied. '!>, ../sslchinen der „Hawke" entwickelten eine Stärke > c> 000^ Pferdestärken. Die Geschwindigkeit betrug
!!
k" ^0 Seemeilen. Der angeblich entkommene Kreu-
gehörte derselben Klasse an, ist aber
5 stemer.
tei„ ^ Weitere Einzelheiten.
^ e Drahtmeldung unserer Berliner Schriftleitung.) % ^Berlin, 17. Okt. (Ktr. Bin.) Die britische amt- M^^ung über die abermalige Vernichtung eines K»t „Kreuzers durch deutsche Unterseeboote er- (i u än f ^ Informationen, die wir erhalten, tatsächlich e 1! e n - DaS Gefecht hat sich, wie es in der «üh Depesche heißt, in der nördlichen Nordsee K» K 3 -..wo, vermag wenigstens zurzeit von den deut- Worden nicht mitgeteilt zu werden. In den Rtz feschen aus Rotterdam, die in Berlin ein- Mr behauptet worden, daß der Angriff von on ausgeführt worden sei. Nach unseren H^v-nen scheint es indessen richtig zu sein, daß vrn;! 1! . m efn Unterseeboot war. Nach amt- Ah,nte,lungcn bat der untergegangene Kreuzer eine 7^-7 don 500 Mann gehabt. Weitst die Zahl der ^^/"stuschen Depesche zutrifft, ist also der Kreu ^ besetzt gewesen, als cs nach dem Etat
,0t » soll.
der
^ Aussichten der englischen Zlotte in \ n , schweizerischer Veleuchtung.
lÄÄ 16. Okt. (Nichtamtlich.) Die Zeitung" bespricht in ihrem heutigen irf, n 9Uno Aussichten Englands für eine Nieder- gkn, 0 der deutschen Flotte in sehr pessimisti- Zlusgezeichnete Bedingungen für das ' . Ci>s ^wader, jdie fast undenkbare Erzwingung d'Hi Ij^oes in die Ostsee, die Furcht vor der u n- SlX tf). 7 G « Tüchtigkeit der deuts ch e n m ’ra[ P 1 7 ftö Torpedoboote machen es den englischen i», unmöglicki, die deutsche Flotte zum Kampf ’v'ben Cn ' Die Ausschiffung von L a n d- der deutschen Nordseeküste, die bei der
er-
der deutschen Nordseeküste V't , if er tief e ausgebootet werden müßten,
undurchführbar wie die Besetzung Mithin sind die Aussichten für U ^ fti cr 'ehr, sehr gering. Dazu kommt V' n n °n? r 1 c 9 e n ^ e 1 * der deutschen M a n- *>) ssüd ® e s cd ü h e, die 220 Schuß abgeben können, wNieik, englischen Drahtrohr-Geschütze bereits nach y&e ei ^"^frennungen erleiden, somit ihren Wert W&t, ^ 2.9 eb ü ßter Treffsicherheit völlig englischen Industrie war die Herstellung "e tyg "^g-Geschützen nicht möglich, weil sie außer- ' genügend große Stahiblöcke in der erfor-
Kbenö-Kusgabe.
Nr. 486» * 62. Jahrgang.
ei« leitfiei Bnterfeeliotes!
derlichen Güte herzustellen. Also auch hierin zeigt sich Deutschlands unbedingte Überlegenheit, wo- durch die an sich ungleiche Partie zu seinen Gunsten beeinflußt wird.
Reiche Rrregsbeuts in Srügge und Gstende.
Die Lage auf den Kriegsschauplätzen.
W. T.-B. Großes Hauptquartier, 17. Okt. (Amtlich.) In Brügge und Ostende ist ein reiches Kriegsmaterial erbeutet worden, u. a. eine große Anzahl Jnfanteriegewehre mit Munition und 200 gebrauchsfähige Lokomotiven.
Vom französische» Kriegsschauplatz sind wesentliche Ereignisse nicht zu melden.
Im Gouvernement Suwalki verhielten sich die Russen am gestrigen Tage ruhig. Die Zahl der bei Schirwandt ciugcbrachten Gefangenen erhöht sich auf 4000, ebenso wurden einige Geschütze genommen.
Die Kämpfe bei und südlich von Warschau dauern iort. Oberste Heeresleitung.
satzungsheeres zu grüßen hätten. Das ist natürlich. eine Erfindung. Tatsache ist aber, daß unsere Truppen in Belgien oielsach von der Bevölkerung begrüßt werden, teils wohl aus Angst, meist wohl aber aus Respekt. Namentlich in Antwerpen scheint sich diese Sitte einzubürgern und dort geht vielfach die Bevölkerung so weit, daß sie auf französische Fragen deutsche Antivorten gibt. Es scheint sich also dort ein erfreuliches Verhältnis zwischen unseren Truppen und der Bevölkerung anzuspinnen.
Die Lage in Antwerpen nach englischer Darstellung.
bä. Kopenhagen, 15. Okt. Die „Eveniug News" melden aus Rotterdam: In Lüttich und Verdi er sind normale Zustände eingekehrt, es ist erlaubt, abends Licht zu brennen. Tausende von Füchtlingen lehren nach Antwerpen zurück. Die Geschäfte werden nach und nach geöffnet. Die Deutschen haben noch nicht begonnen, die Äriegsstener eingu- ziehen. Die Stadt muß dagegen das deutsche Heer versorgen. Alle Bäcker, Schlächter und Kolonialwarenhändler, die nicht innerhalb fünf Tage ihr Geschäft ösfnenj, werden streng bestraft. Der argentinische Konsul in Antwerpen wurde während des Bombardements getötet. In Holland befinden sich setzt. 6 0 0 0 0 0 belgische Flüchtlinge.
Eine Niederlage der Verbündeten bei Gent.
— Berlin, 17. Okt. Der Korrespondent der „Daily Mail" gibt zu, baß die Verbündeten östlich Gent eine ziemlich schwere, Niederlage erlitten haben. Schwere deutsche Artillerie hatte sie bei ihrem nächtlichenRückzug aus einer Stellung nach her anderen vertrieben. Eine Brigade, die sich verirrt hatte, weil die Offiziere nicht des Weges kundig waren, hatte beträchtliche Verluste.
Die deutschen Korderungen an Antwerpen.
W.T.-B. Antwerpen. 16. Okt. (Nichtamtlich.) Der «Rotterdaaifche Courant" meldet aus Rosendaal vom 15. Okt.: Die deutsche Militärbehörde forderte, wie verlautet, von der Stadt Antwerpen die volle Unterhaltung der starken Besatzung. Die Verordnung, daß die Türen der bewohnten Hauser auch nachts offengehalten werden müssen, ist zuriick- gczogen worden, jedoch muß auf den Korridoren beständig Licht brennen.
Die deutschsu Truppen und die belgische ZivilheVölfterung.
Lügen der Feinde und angenehme Beobachtungen.
D--. Berlin, 17. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Die feindliche Presse verbreitet die Behauptung, die deutschen Behörden in Belgien hätten ungeordnet, daß die gesamte Bevölkerung Offiziere und Mannschaften des deutschen Be-
Zur Vernichtung des LlohdbampfcrS „Gncisenau".
Vst. T.-B. Bremen» 16. Okt. (Nichtamtlich) Nach einer bei dem Norddeutschen Lloyd von einem nach Antwerpen entsandten Inspektor cingegangenen Depesche wurde der' Reichs- postdampfer „Gneisenau" von den Belgiern oder Engländern unterhalb Antwerpen auf belgischem Gebiet versenkt. Das Schiff liegt bei Ebbe etwa zu ZweiLrUhel unter Wasser, so daß sich vorläufig noch nicht feststellen läßt, inwieweit die Maschinen beschädigt sind. Sänrtliche Boote sind durch kleine Löcher unbrauchbar genracht worden, ebenso die Hospitaleinrichtung. Darnach dürfte der „Gneisenau" vollständig verloren sein.
Ein neues Territorium für Belgien. Der König nach England geflohen.
— Berlin, 17. Okt. In einem Bericht des „Berliner Tageblatts" aus dein Großen Hauptquartier wird gesagt: In der jetzigen Lage ist Belgien nur noch ein geographischer Begriff. England soll aber für Belgien ein neues Territorimn geschaffen und der .belgischen Regierung die Insel Gucrnscy für die Dauer des Krieges abgetreten haben. Der Lkönig selber soll nach London geflohen sein.
England und die belgischen Flüchtlinge.
W. T.-B. London, 16. Okt. (Nichtamtlich) „Daily Chro- nicle" schlägt vor, England solle den Unterhalt für 600 000 bcl-
