MeKSadene« Lagvlatt.
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.. . Wenn dieser Versuch gelingt,
kann er für kaufmännische Karavanen von großem Nutzen werden.
O Dotzheim, 31. Dec. (Unfall.) Gestern Abend machte sich e hiesiger Mann mit seinem geladenen Revolver zu schaffen, als derselbe lo ging und den 4jährigen Knaben desselben in den Mund traf und verletzt Vorläufig ist noch mcht abzusehen, ob die Wunde lebensgefährlich ist. Mai bedauert allgemein das unschuldige Opfer dieser gefährlichen Revolver- Manipulation!
? (Befördert) der Kreisrichter Steubing zu Dillenburg zum Kreisgerichtsrath, die Amtsrichter Müsset in Nastätten und Weber in Usingen zu Oberamtsrichtern. jjs
= (Der Frankfurter Viehmarkt am 30. Dec.) brachte BmJ geringerer Zufuhr etwas billigere Preise. Angetrieben waren circa-3M Ochsen, 120 Kühe, 190 Kälber und 400 Hännnel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 70-72 M., 2. Qual. 66-68 M., Kühe 1. Qual. 64 bis 66 M., 2. Qual. 54—60 M., Kälber 1. Qual. 65-67 M., 2. Qual. 60Ä bis 62 M., Hämmel 1. Qual. 62—64 M., 2. Qual. 54—60 M.
Kunst und Wissenschaft.
lmuldireu lassen. Auch diese Ersatzleistung sei verweigert worden, so daß | also jetzt die streitige Frage auf dem Rechtswege ausgetragen werden müsse. Das vom Landcsdirector eingezogene Rechtsgutachten über die Streitfrage, wem die Unterhaltungsverpftichtung obliege, trete in allen Punkten der Auffassung des counnunalständischen Verwaltungs-Ausschusses bei, halte es aber nicht , für räthlich, daß der Communäl-Verband die Klagerolle übernehme, weil aus dem Umstande, daß der commnnalständische Verband ohne absolute Nöthigung Aufwendungen für die Stadtgemeinde Wiesbaden gemacht habe, Einwendungen formeller Natur hergeleitet werden konnten, die den Ausgang zweifelhaft erscheinen lassen mochten. Auf Grund dresens Gutachtens habe der ständische Verwaltungsausschuß in seiner Sltzungvom 17. d. Mts. beschlossen: 1) diejenigen Straßenstrecken in der Stadt Wiesbaden, die in den Ministerialrescripten vom 20. Februar und 19. December 1837 namentlich aufgeführt sind, von dem communal- ständischen Verbände auch ferner unterhalten zu lassen, also die Straßen vom Michelsberg (stumpfes Thor bis an Bertram's Haus und bis zur Pletzmühle), jetzt Frankfurterstraße. Die Unterhaltung dieser Straßenstrecken geschehe aber nicht in Anerkennung eines Rechtsanspruches der Stadt Wiesbaden, sondern nur provisorisch und unter folgenden Einschränkungen: a) Die Trottoire und Banquets der genannten Straßen würden nur so unterhalten, wie es das Bedürfniß des Landstraßenverkehrs erheische, da wo die Stadt diese Trottoirs hat asphaltiren lassen, sei deren Unterhaltung dieser, bezw. den Adjucenten hinzuweisen; b) alle besonderen Reparaturarbeiten m diesen Straßen, welche durch die von der Stadt bei Canal-, Gas-, Wasserleitungs- und ähnlichen Anlagen vorgenommenen Ausgrabungen veranlaßt würden, seien von der Stadt vorzunehmen, in analoger Weffe sei bezüglich der von Privatpersonen veranlaßten Beschädigungen zu verfahren. 2) Auf und an allen übrigen innerhalb des Stadtberings im Chausseezug liegenden Straßenstrecken seien von dato die Unterhaltungsarbeiten irgend welcher Art auf Rechnung des communalstäudischen Verbandes Nicht mehr vorzunehmen. Dahin gehörten namentlich die Emser- stratze, vom Michelsberg bis zum Walkmühlweg, die obere Schwalbacher- Mcaße, Platterstratze bis zur Hochstraße, die Frankfurterstraße, von der Wilhelmstraße bis zur Martinstraße, die Rheinstraße, die Adolfstraße und Adolfsallee bis zur Albrechtstraße. Bekanntlich ist bereits beschlossen, gegen die in dieser Sache ergangene Regierungsverfügung Recurs zu ergreifen, und wird die Stadt, wenn Reparaturen nothwendig, diese jedoch nur unter Protest Herstellen lassen, vorbehältlich des Rückersatzes, und muß demgemäß für das nächstjährige Budget eine gewisse Summe für diesen Behuf in Aussicht genommen werden." Hierbei wird von dem Herrn Stadtvorsteher die Bemerkung gemacht, er stnde in dem fraglichen Rescript des Landesdirectors insofern einen Fehler, als darin dem Gemeinderach quasi der Vorwurf gemacht werde, dieser habe das Anerbieten des communalständischen Verbandes wegen Zahlung einer Abfindungssumme von 120,000 Mark abgelehnt, da ja bekanntlich der Bürgerausschuß gegen diesen Beschluß renitent' gewesen sei. — Ein Herr C. Welsch ans Halle a. d. S. fragt an, unter welchen Concessionen der Weiterbetrieb der Pferdebahn in hiesiger Stadt gestattet werde und sei er eventuell bereit, weitere Vorschläge zu machen. Hierauf soll erwiedert werden, daß der Betrieb nicht eingestellt, sondern fortgesetzt werde. — Nach einem Bericht des Herrn Curdirector Hey'l hat auch die diesjährige Traubencur einen erfreulichen Aufschwung genommen. Diesem Schreiben liegt eine Liste der Traubencurgäste bei und geht diese Mitthcilung Zunächst au die Curcommission zur Kenntnißnahme. — Verschiedene Verträge wegen Verpachtung der Läden in der neuen Colonnade werden genehmigt. — Der gegen die Herren Gebrüder Esch seitens der Stadtgemcinde geführte Prozeß ist auch in dritter Instanz zu Gunsten der Klägerin entschieden worden. — Die Feuerlösch-Commission beantragt die Anschaffung verschiedener
" Feuerlöschgeräthe res' die Vornähme von nothwendigen Reparaturen derselben. Nach einem 'deren Beschluß sollte der Verkauf des großen Zubringers No. 8 davon Gängig gemacht werden. Nunmehr wird davon abgesehen und beschlo schon jetzt dem Anträge stattzugeben. — Das Gesuch des Photograst wrn Fr. Bornträger um Erlaubniß zur Anlage eines russischen Stu_ in seinem Atelier an der neuen Colonnade soll willfährig begutachtet werden. — Desgleichen wird eine von dem Bebauungsplan der Kapellenstraße vorqenommenc kleine Aende- rung nach dem Anträge des Herrn Jngenienr Richter genehmigt und hiermit die öffentliche Sitzung geschlossen.
KB. (Jugendliche Arbeiter.) Wir erinnern wiederholt daran, daß von heute an sämmtliche gewerbliche Arbeiter (Gesellen und Lehrlinge) unter 21 Jahren, und zwar auch diejenigen, welche schon seither in Arbeit gestanden haben, im Besitze eines Arbeitsbuches, Kinder von 12—14 Jahren dagegen einer Arbeitskarte sein müssen. Diese Legitimationen sind bei der Ortspolizeibehörde zu erbitten. Da kurz nach Neujahr Revisionen statt- ftnden werden, auf Zuwiderhandlungen hohe Strafen stehen, so mögen sich die Betheiligten vorsehen.
stp- (Collecte^) Zum Besten des Diakonissenhauses in Treysa hat der Herr Ober-Präsident auch für das Jahr 1879 eine einmalige Sammlung freiwilliger Gaben durch legitimirte Collectanten bei den evangelischen Bewohnern der Provinz Hessen-Nassau genehmigt.
Auszeichnung.) Dem Premier-Lieutenant a. D. von Goeckingk dahier ist von Sr. Majestät dem König die Kammerjunker- Wurde verliehen worden.
* (Ordens-Ver leihung.) Deni Herrn Post-Director Hoffmann ist bei seinem Austritte aus dem Postdienste der Hohenzollern'sche Haus- orden 3. Classe verliehen worden.
Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Buchdrückcrci in Wiesbaden
* (Hand elsregister.) Neu eingetreten die Firmen Julius Z eicr ei—m (Buchhandlung), P. I. Wolff (Weißwaarenhandlung), I. H. Lavan" dowski (Drogueugeschäft), Ludwig Heß (Wollenwaarengeschäft), Wolfgang Büdingen (zum Hotel „Adler"), C. Warlies (Weiß- waarcnhandlung).
? (Local-Gewerbe-Verein.) Samstag den 4. Januar wird Herr Lehrer Schmidt von hier in dem Gewerbe-Verein über „Romanischen Baustyl" einen Vortrag halten.
? (Die Sonntags-Zeichnenschnle) nimmt am 5. d. M. Wieda ihren Anfang nnd an dem darauffolgenden Montag beginnt der Unterricht der sämmtlichen gewerblichen Anstalten.
? (Gewerbliches.) Nächsten Dienstag in 8 Tagen findet in dein Hotel Weins die übliche Besprechung über gewerbliche Erzeugnisse statt, w o d
? (Brand.) Unsere Sylvesterfeier wäre beinahe auf das Bedauerlichst!., gestört worden; denn gestern, um 6V2 Uhr Morgens, brach in der Werk-—-l- stätte des Schreiners W. Koch, Mauergasse 2, ein Brand aus, bet namentlich für Menschenleben die übelsten Folgen hätte haben können,, h wenn nicht durch das zeitige Eingreifen der Feuerwehr glücklicherweise bas"110 Unheil abgewendet worden wäre, sodaß nur der Inhalt der Werkstätte dnNN Zerstörungswuth anheimfiel. Von den zahlreichen Bewohnern dieses Gebäudes, die allerdings durch den ungeheuren Rauch in eine sehr gefährliche Situation geriethen, wurde die Familie des Schuhmachers Philipp ar,Loka Frau und 5 Kinder, fast leblos aus ihrer Wohnung verbracht und ein , n 4. Stock wohnender Schuhmachergeselle hatte die Unvorsichtigkeit begangen L von dort aus auf den Hof zu springen, infolge dessen er sich am Kops e 0 beschädigte. Ganz besonders verdient die von dem Pflichtfeuerwehrma« Herrn Metzger Bernhard Bär (Faulbrunnenstraße 6) hierbei an bei 5- a. Tag gelegte Bravour belobende Erwähnung; derselbe drang ungeachtet ™ ; eines fast unbezwinglichen Rauches in die Philippar'sche Wohnung, um eines der Kinder dieser Familie vor dem Erstickungstode zu retten, aß „Wl er selbst mit diesem bewußtlos zusammensank und demnächst nach seinchErc Wohnung gebracht wurde. Sämmtliche hier in Rede stehende Personen sind, soweit wir erfahren konnten, außer Lebensgefahr. Es muß aber bei diesem Falle wiederholt constatirt werden, daß ein recht-wisst zeitiges Eingreifen von der höchsten Wichtigkeit ist und es sich empfehle» würde, dem Brand-Director durch eine Telegraphen-Einrichtung die Möglichkeit zu gewähren, feine Maßregeln zu nehmen. Ein dahin gehender Vorschlag ist bereits von demselben, jedoch ohne Erfolg, der Gemeindebehörde unterbreitet worden; aber auch das Publikum würde durch ruhige Haltung nicht wenig dazu beitragen, daß größere Gefahr in vielen Fällen abgewendet werde.
? (Besitzwechsel.) Das dem Herrn Metzgermeister Hetzel gehörige Haus Schachtstraße 11 ist für 20,000 Mark an Herrn Nicolaus Müll»: verkauft. V
(Verloosungskalender für Januar.) Am s.- 4pCt. Stadt Raab-Gz. 100 Thlr.-L. v. 1875; Stadt Mailand 45 Fr.-L. v. 1861; 4pCt. Oesterreich. 250 fl.-L. v. 1854; Oesterreich. Kredit 100 fl.-L. v. 1858;- Mailand-Como-Rentenscheine v. 1847 ; 4pCt. Pr.-Pfbr. Meining. Hyp.-B. 100 Thlr.-L.; 4pCt. Stadt Triest 50 fl.-L. v. 1860; 3pCt. Stadt Bordeaux 100 Fr.-L. v. 1863 ; 3pCt. Hamburg. 50 Thlr.-L. v. 1866 ; 5pCt. Donau- Regulir. 100 fl.-L. v. 1870. Am 10. : Stadt Bari 100 Lire-L. v. 1869; Stadt Bari 100 Lire-L. v. 1869. Am 14.s 5pCt. Russische 100 Rub.-L. v. 1864 ; 5pCt. Russische 100 Rub.-L. v. 1864. Am IS.- Salm-Reiffer- scheid 40 fl. 1856; 3pCt. Stadt Gent 100 Fr.-L. v. 1868; 3pCt. Holl. Communalcredit 100 fl.-L. v. 1871. -- Für die Herausgabe verantwortlich: Louis Schclleuberg in Wiesbaden,
(Hierbei 4 Beilagen,)
* (Professor Keil aus Berlin) weilt seit dem 1. Weihnachts- 1 tage besuchsweise hier bei seinen Eltern. '
— (Gerhard Rohlfs) wünscht auf seiner diesmaligen afrikanischen Reise die ersten Versuche zu machen, sich der Wagen zu bedienen. Zwei- 1 räderige, in Malta gefertigte Karren sind von dem Schlosser Eckard aus ’r Apolda derart modificirt worden, daß die Deichsel aus Eisen hergestellt und mit einem Bügel versehen wurde, welcher auf dem Sattel des Kameels / ruht. Die Räder können, falls es nochwendig werden sollte, abgenommen De= werden, so daß bei Terrainhindernissen, z. B. hohen Dünen, steilen Abhängen erfi die Vehikel selbst auf die Kameele geladen werden können. Versuche mit __ diesen Karren haben ergeben, daß ein Kameel circa 4—5 Kameellasteu auf diese Weise mit Leichtigkeit befördern kann. Wenn dieser Versuch gelingt, so
