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Wiesbadener LaMaA.

da lag und tüftelten ihn empor, da er zuerst fast bewußtlos erschien. Mm8» trat nun schnell aus die Seite, und wurde, nachdem mau sich von der Su|<

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Gustav Werner hierhergeführt zu haben.

(Fortsetzung folgt.)

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lichen Eisenbahnzug über sich hinweggehen zu taffen, istjetztdoch, Apparat registrtrt.............. ,7-7-

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Abgeordnete für das Departement des Flüssigen, wo steckt Ihr? Die^ Herren Musiker sollen zum Sammeln blasen!" '

Augenblicklich erschallte ein bekanntes Hornsignal, und von fern her tönte Antwort, die sich in kurzen Pausen näherkommend wiederholte. Das Feuer flackerte lustig, Berge von Butterbrod standen harrend daneben, und jetzt schien auch die Quelle glücklich gefunden.

Unter den Suchenden waren Gustav und Elisabeth. Vielleicht hatte Papa, der pläneschmiedende Festordner, eine kleine, absichtliche Schmuggelei begangen, als die Papierstreifen für Kundschafter zufällig den Beiden in die Hände geriethen, und außer ihnen nur noch zwei Tertianer im Alter von fünfzehn Jahren, die noch nicht spionirten, courmachten und an der Medisance Geschmack fanden, wohl aber ihre Aufmerksamkeit heimlich den Vogelnestern zuwenden würden, und der Cigarre, die ver- hüllt von Waldeinsamkeit und Stille freventlich geraucht werden sollte.

Paula konnte nichts einwenden; sie schnitt in Gesellschaft verfchiede- ner Altersgenossinnen den Braten und den Käfe in kleine Scheiben, während ihr Herz vor Zorn zum Zerspringen klopfte. Fast alle ihre Schulfreundinnen waren längst verheirathet, mehrere hatten fchon die größeren Kinder mitgebracht, und diese nahmen der ehemaligen Jugend» gefährtin gegenüber jenes patronistrende Wesen an, welches junge Frauen für die alternden Mädchen so unausstehlich macht.

Der kleine Krieg, dem in solchen Fällen Thür und Thor geöffnet ist, entwickelte sich auch hier.

Du, Paula," zischte eine,darf man gratuliren? Gusti kann doch nicht in euer Haus gekommen fein, ohne das Verhältniß mit Dir wieder anknüpfeu zu wollen? Das wäre ja empörend unzart."

Paula bückte sich zu der Brateufchüsfel herab.O, beste Amalie, wie ernst Du das nimmst! Eine Kinderei, an die weder er noch ich mehr denken. Ich bitte Dich, laß das Sita nicht hören."

Aber die theilnehmeude Freundin schüttelte bedenklich den Kopf.

Ja, Sita," raunte sie,gerade Sita; da fülltest Du vorsichtiger sein, meine Gute. Ohne Zweifel ist Gusti Deinetwegen gekommen, jetzt aber findet er das junge Ding anziehender, und dafür darf man ihn eben nicht tadeln. Wir find dreißig, beste Paula, und sie ist siebzehn."

Eine Andere trieb es noch ärger.Paula, wie kurzsichtig Du bist! Dein ehemaliger Liebhaber macht ja Deiner Schwester ganz offenkundig den Hof. Wie kannst Du gestatten, daß er bei Euch wohnt!"

Paula weinte fast.Ihr irrt Euch," antwortete sie,weder das Eine noch das Andere ist richtig. Gusti war nicht mein Anbeter, und ist nicht Derjenige meiner Schwester."

Aber diese Versicherungen nützten ihr nur äußerst wenig, weil alle ihre Jugendgefährtinnen wußten, was sie fo eifrig leugnete. Damals gingen in den Zusammenkünften der jungen Mädchen die Briefe Gusti'S von Hand zu Hand, dessen erinnerten sich -noch sämmtliche anwesende Damen. Sie flüsterten einzeln miteinander, Paula sah eifriges Sprechen, Sächeln und Achfelzucken. Das Alles diente natürlich nur, um ihre Stimmung immer mehr zu verbittern. Sie verwünschte den Gedanken,

trotzdem der erste Versuch durch das Einschreiten der Frau vereitelt wurde, zum Suitrag gebracht worden. Sch. wurde von seinen Bekannten geneckt und er selbst glaubte nicht früher beruhigt zu sein, bis der Streich vollsührt. Nur zwei Bekannte, bei denen er einen Berrath nicht zu fürchten hatte, «. fuhren von seinem Entschluß, und an einem Abend der letzten Woche begai ich das Kleeblatt zu Wagen von Steglitz nach GÜdende, weil man auf btm Bahnkörper der Dresdener Bahn sicher zu sein glaubte. Zwischen Südende und Marienfelde wurde die dunkelste Stelle heranSgesucht, damit der Lm, motivsührer nichts von Sch. entdecke. Mit Spannung erwarteten die Drei den Zug, und etwa um 10 Uhr 80 Minuten legte sich Sch. in dem bereit« beschriebenen, aber noch einmal angeschafflen Kostüme zwischen die Schiene,. Der Zug braust« beran, die Freunde standen sprachlos und stier nach bem schwarzen Körper schauend da. Noch einige Augenblicke, es erfaßte vor Angst der Eine den Andern im Augenblick der höchsten Aufregung der Zn, entschwindet er »ar bereits über Sch. weggegangen. Die beiden Zu­schauer erholten sich bald, sie stürzten auf Sch. los, der noch bewegungslos

(HauswirthschaftlicheS.) Aus dem Gebiete der Kochapparate wird eine Neuerung von allen Hausfrauen mit Freuden begrüßt werden. Diese stellt sich in einer transportablen Maschine höchst einfacher Eonstruction dar, die in der größten und kleinsten Küche leicht mit Bortheil aufzustellen ist Dieser Spar-Kochapparat das dürfte wohl sein rechter Name sein - ist in allen Größen herstellbar; er besteht wesentlich in einem läng­lich viereckigen Kasten aus Eisenblech mit verschiebbaren Rosten und einer entsprechenden Ventilation, und ist bei seiner Einfachheit leicht zu handhaben. Man kann darin bei stets gleichmäßiger Glnthbitze aus's Schnellst« kochen, backen und braten, und was die Feuerung betrifft, so ist dieselbe mit einem eigens präparirten Eoaks innerhalb 24 Stunden mit 5 Pfennig für eine Familie zu bestreiten. Au» der vorstehenden Darstellung ergibt sich bei der Benutzung des Apparats ein zwiefacher Vortheil an Zeit und Geld. Auch die Zweckmäßigkeit des Apparats erscheint zweifellos, denn «S ist offen­bar eine angenehm- Sache, mit so wenig Mühe und Kostenaufwand auch ohne Feuersgesahr sich stets das Waffer heiß und die Speisen Tag und Nacht warm halten zu können. Die Maschine, welche durch die Firma Carl Hinze, Hedemannstraße 11, in Berlin zu beziehen ist, dürste gewiß an« in den hiesigen Handlungen in aller Kürze zu haben fein und bei den erwähnten Bortheilen und einem mäßigen Preise sich bald allgemeinen Ein­gang in unseren Haushaltungen verschaffen.

Die neulich erwähnte unsinnige Wette eines Berliners, einen im Gang befindlichen Eisenbahnzug ^über sich hinweggehen zu lassen, ist^M doch, »ruck »nh f

regung erholt, sehr vergnügt über das Gelnngensein des tollkühnen Streiche«. Der Kaufmann zahlte sofort di« 75 Mark, worauf man zum Standplatz bei Wagens sich begab und dann zur Kneiperei nach Berlin fuhr. In der Nacht kehrte Sch. sehr angeheitert nach Hause zurück und in seiner seligen etimmuitg verrieth er seiner Frau die ganze furchtbare Geschichte. Sie sprach kein Wort, wie sehr ihr Gatte auch die Gefahrlosigkeit seiner unsinnigen Wette zu be­weisen suchte, selbst des Morgens, al» er sie »erließ, war sie schweigsam, und als Sch. Nachmittags nach Hause zurückkehrte, fand er einen Bries öou der Gattin vor, daß sie vorläufig sich zu den Eltern begeben, weil ein Sätet sein« Familie nicht lieben könne, wenn er solche Streiche macht.

(AuSgestopfte Hotelgäste.) Das .Berliner Fremdenblatt' hat die intereffaute Entdeckung gemacht, daß ein Berliner Hotelbesitzer, welch» mit fingirten Fremden in der Fremdenliste des genannten Blattes zu glänzen sucht, um die Oede in seinem Hotel zu bemänteln, in einer augenscheinlichen Verlegenheit um paffende Namen, die Hauptpersonen der krtminalnovelle, welche das Fremdenblatt augenblicklich veröffentlicht, sich auserkoren hat, um den Nimbus seines Hause» zu erhöhen. So fand man unter den .Ange, tommenen Fremden', daß in dem X.-Hotel (bet Name wird verschwiegen) Graf Hotwiel, der Jntriguant der Novelle, Herr v. Dahlen, der Held derselben, abgestiegen sei. Dem Grafen Hotwiel, der uuverheirathet ist, setzte er .Familie' hinzu, ließ ihn aber, wie in dem Roman, au» Glauzheide kommen. Das heißt in der That .Sand in die AugenI'

eine originelle Bitte stellte ein dieser Tage vom Kreisgerichte zu Reichenberg »egen Diebstahls zu zweitägigem Arreste Vernrtheilter. Der- selbe ersuchte, der Gerichtshof möge gestatten, daß er seine zwei Tage Immet bei der Nacht abbüße. Leider stellte sich bei dem herrschendenEtrafvollzugi- Systeme ein derartiger Wunsch als unerfüllbar dar, so großen Beifall dn< selbe auch in den Kreisen der Schicksals-Genossen de» Petenten finden würde. Allgemeine Heiterkeit am grünen Tische war daher die einzige Wirkung, welche der Bittsteller erzielte.

In vielen Wiener Ligueur-Handlungen sieht man seit einigen Tagen eine neue Liqueur-Sorte unter dem Titel empfohlen: .Plewna-Bitier', sehr stärkender Mazen-Liqueur. .

(Eine wunderthätige Eiche.) Etwa 20 Werst von Tula, 2 Werst von der nächsten Dorsktrche entfernt, befindet sich eine Rieseneichi, welcher die Bewohner der ganzen Umgegend eine abergläubische Verehrunz zollen. Der Stamm des Baumes, von drei Männern kaum zu umspannen, ihetlt sich in einer gewissen Höhe, um dann wieder zusammen zu wachse», aus dies« Weis« eine Oeffnung bildend. Diese Oeffnung nun ist am ganze« Baum das Wichtigste, denn jeder Kranke, welcher durch dieselbe binduntz- klettert, wird von seinen Leiden geheilt. Die Oeffnung verwächst nun a«n mit jedem Jahre immer mehr, und gegenwärtig kann ein Erwachsener nur mit Mühe sich durch dieselbe hindurchzwängen. In diesem Jahre versuchte es ein Patient, der etwas corpulenter als gewöhnlich war, sich auf dich Weise Heilung zu verschaffen, blieb aber mitten in der Oeffnung stecken uns konnte weder vorwärts noch rückwärts. Alle seine Anstrengungen wate« vergebens, und er fing an, mit lauter Stimme um Hülse zu rufen. W Geschrei wurde glücklicher Weise von im Walde befindlichen Leuten gehm und er aus seiner unbequemen Sage, wenn auch nicht geheilt, sondern etwa» geschunden, befreit. Jeder Kranke, welcher durch die Oeffnung gekrochen, muh der Eiche etwas opfern. Diese Spenden bestehen nun auS den rr.anW faltigsten Dingen, als Kreuzen, Bändern rc., und werden alle an den>W gehängt. Dadurch bekommt die Eiche ein eigenthürnlicheS Aussehen und«« ihrem Anblick glaubt man unwillkürlich in daS graue heidnische AltetttzM »ersetzt zu sein. , ,;

Eine Kugel auf dem Gebäude der .Western Union Telegrm, Gesellschaft" in New-Jork, welche den Zweck hat, durch ihr Fallen tw die genaue Mittagsstunde, wie sie per Telegraph von der Sternwarte,») Washington aus nach New-Jork übermittelt wird, anzuzeigen, hat am » v. Mts. zum ersten Male ihre Dienste präcis gethan. Sie befindet M1 der Spitze des Thurmes, in einer Höhe von 259 Fuß vom Trottoir, betW aus Kupfer und Drahtgeflecht, wiegt 85 Pfund und fällt um die g«»«" Mittagszeit 80 Fuß herunter. Der Zweck der Einrichtung ist, dem PublilM eine genaue Normalzeit zu geben und ei den Kapitänen der im HW liegenden Fahrzeuge zu ermöglichen, ihre Chronometer auf einfache, keinen Unkosten verknüpfte Weise zu reguliren. Der Fall der KugelS® auf elektrischem Wege durch einen besonderen, sehr sinnreich construnm