Einzelbild herunterladen
 

Wiesbadener Lagblatt

Zrs

886

Weg« von II

I samkeit bei Schwächezuständen, mögen dieselben noch so veraltet und W I Folgen der betrübendften Ursachen sein, gerade,» in Erstaunen setzt. Manch« I schon geknickt erscheinende Leben hat durch den Bebrauch dieses köstlichen I Mittels neuen LebeuSmuth geschöpft und die erstorben geglaubte Thatkraf I wiedergewonnen. Wenn eines, so darf dieses segensreiche und wohlthatiz! II Präparat nicht mit den Mitteln verglichen werden, deren marktschreierisch«

I Anpreisungen verlocken und namenloses, uusagbare« Elend im Gesolge hum ; I Es verdient (daß ich Alles in Allem sage) da« Priidicat .Vorzüglich" *" 1 I die allgemeinste Beachtung der Leideudeu.

Professor Dr. Mahler, Berlin.

Inhaber der goldenen Medaille für Wissenschaft und Kunst »c-

Bermischtes.

ffflebenftaac in der Woche vom 7. bi« 18. Oktober.) 7.: SeeWacht von Lepanto 1571. 9.: Stiftung der Universität Tübingen 1477. 10.: Bombardement von Stralsund 1678. 11.: Ulrich Zwmgl, fällt in der Schlacht bei Kappel 1581. 13.: Amerika von Columbus entdeckt 1492.

(Erkrankung in Folg« bei Genusses von Selter» wasser.) Vor einiger Zeit erkrankten in Beritn einige Personen, an. scheinend ohne jede Ursache, da die Veranlassung, auf «eiche die Krankheit allein zuriickgesührt werden konnte, der Genuß von Selterwasser aus, einer Selterbude, doch kaum glaublich erscheinen konnte. Trotzdem ließ auf di. eingegangene Anzeige das dortige Polizei-Präsidium den Selterwaffer- Bebälter m der Bude mit Beschlag belegen und eine Probe des Selter. wasserS untersuchen. Die Untersuchung hat nun einen so bed.utmden Kupfer, gehalt de, Selterwassers ergeben, daß b-erdurch dl- Krankheits-Trschemungen nach dem Genüsse erklärlich geworden sind. Der Kupfer,«halt des Wassers erklärt sich aus folgende Weise: Die Behälter, in welchen die Selterwasser. Fabriken das Wasser an die Detailverkäufer übersenden, bestehen aus Kupfer und sind an der inneren Seit« verzinnt. Durch eine mangelhafte oder schad­haft gewordene Verzinnung wird deßhalb Gelegenheit zum Uebergang von Kupfer in daS Wasser gegeben. Hiernach muß es, wenn sie n cht fahrlässig handeln, Sorge der Fabrikanten in erster Linie sein, die Behälter von Zeit zu Zeit zu revidiren und Schäden »nSbeffrrn zu lassen.

General Totleben, der auf den «riegsschauplatz berufen wurde,

die angelegten Befestigungen zu inspiciren, stammt aus einer deutschen protestantischen Familie. Eduard Joanovic Totlebeu wurde al« der Sohn eines angesihenen Großhändlers in Mietau am 4. Februar 1817 geboren. In seiner Vaterstadt erhielt er di« erst« Erziehung, trat aber schon mit 12 Jahren in die Rigaer Cadettenschule. Im Jahr« 1838 wurde er in die Ingenieurschule und vier Jahre später in das Sappeur-Lehr-Bataillon ausge- nommeu, wo er di« brsonder« Ausmerksamkeit d«s General. Schilder-schuldnn erregt« »>s zum Jahre 1846 befand er sich bei der Leitung der geftunafc bis 1850 drei Jahre lang im Kaukasus und leitete den »au der Kosaken-Stanizeu (Posten). Zu Anfang der fünfziger Jahre befand er sich in Warschau und während deS Krimkrieges ,n Sebastopol, von dessen «ertheidigung sein Ruf herrührt. Seit dem Jahre 1856 befand I rt* als Adlatus bei dem General-Geme-Jnspector und ,-tzigen Arm«. Commandanten Großfürsten Ricolan». Trotz seiner Religion und bürgerlichen I Abkunst ist Totleben in höheren «reisen sehr beliebt, da er russischer gesinnt I .st als der beste Russe. Der Czor wie die Großfürsten nennen ihn immer IMoi baacitnik Sewastopol]» l (Mein «erlheidiger SebastopolS!- und in I allen wichtigen Fragen wird Tvtleben's Roth «rngeholt.

I In «almoral, Braemar und anderwärts in den schottischen Hoch- I landen blühen gegenwärtig Lindenbäume, Fltedersträuche, wilde Rosen und I spanische Wicken. Zu gleicher Zeit nehmen die Bäume bereits ihre herbstliche I Färbung an; dar Haidekraut steht dagegen an geschützten Stelle» noch immer I in voller Blüth«.

I" Zahle«.RLthsel.

amkom Stober, ! mittag« zeichnei haltens zeichnei Gntli

Ei«, bla« 4 Se dazu nedf paffen IMa Wasä -Rach Cylin arabe tisch, rahm, Mato Stüh teppic stündi spiele große Kleid Büge

« Tage bis 5 tober) »sgefe gante < berkai

wuth und Zartheit, die Ergebnisse der Jagd eine gewisse Männlichkeit und Eoergie, der Noblesse indeß keineswegs ermangelnd. Das Gebiet der | Landschaftsmalerei ist durch ein größeres Gemälde von Ecker mann: .Der I Lauter-See bei Mittenwald und die Wettersteingebirge in Oberbayern", ein 1 ebensolches von Gebhardt in München: .Partie auf den Anhöhen bet I Staremberg", und zwei kleinere von K.'Mülluer und Charlemont, ver- I treten. Das Gebhordt'sche Bild zeichnet sich durch seine trefflich« Stimmung 6 aus: rechts zieht ein drohendes Gewitter über'« Land, während die Anhöhe I links noch in stillem Frieden liegt. Das Eckermann'sche ist naturgetreu, I namentlich in der Darstellung des Wetterfieins, unterhalb dessen Spitze die I schweren Wolken dahin,ieben. Der Wald wie die Wolken indeß sind etwas I hart. Die Thiermalerei bietet uns ein kleines Cabinetstück von dem Weister I dieses Facher, Bo l, in München: .Ruhende Küche'. Auch ein Fruchtstuck I ist vorhanden von Fräulein v. Beulwitz; obgleich die Dilettantin nicht zu I verkennen ist, zeugt ei doch von entschiedenem Talent. Bei einem Fruchtstuck ist der ideelle Gehalt wohl am geringsten; um so größere Ansprüche stellt man an die Technik, um täuschende Wahrheit, Schmelz der Farben, Schön­heit der Linien, Zartheit und Sorgfalt in der »ussühruug zu geben. Es ist nach allen diesen Richtungen recht viel Fleiß, namentlich auf die Trauben und Pfirstsche, verwandt, der indeß mit den Farben noch etwas zu frei­gebig umgeht. - Das .Gretchen" von Max übt noch immer große An­ziehungskraft aus; mag man den Borwurf auch graß finden, so ist die Aus- sührung doch genial.

Ans dem Striche.

Der Kaiser wird auf seiner Rückreise von Baden-Baden nach Berlin die Stadt Frankfurt besuchen, dort am 18. d. M. Abends ein- treffen und in den im Postgebäude reservirten Gemächern Wohnung nehmen. Am 20. d. W. Früh beabsichtigt Seine Majestät die Resse nach Berlin

Triberg im badischen Schwarzwald. (Eine kaiserliche Berg- pari hie.) Vom herrlichsten Wetter begünstigt, schreibt ein Korrespondent des »Verl. Tagb», brachte am 30. Mittag« 1 Uhr ein Expreßzug nach kurz vorher ergangener Anzeige Ihre Majestäten den densschen Kaiser, die deut- sche Kaiserin, den kaiserlichen Kronprinzen, den Großherzoq nnb Großherzogin Bon Baden, den Großherzog von Weimar, unseren Erb^roßherzog, Prinzessin Victoria und Prinzen Ludwig mit zahlreichen auSerwählten Gästen zu un«, hie anläßlich de« Geburiksiste« der Kaiserin beschlossen hatten, während der schönen warmen Mittagszeit auf unseren Bergen zu,»bringen. An dem Bahnhof von dem Amtsvorstande, dem Bürgermeister und Stadtrath begrüßt, bestiegen die hohen Herrschaften die für sie bereitgehallene» Wagen und fuhren in da« zwanzig Minuten entfernte Waldstädtchen. Am Eingang «ar ein hoher Triumphbogen errichtet, während in wohlgeluugenem Arrangement lebende Bilder' die Industrie des Schwarzwaldes verfinnlichten. Wett über Tausend in Spalier ausgestellte Sümlkinder brachten fröhliche Hochrufe aus, al« unter Glockengeläut« und den «längen de« 6. badischen Infanterie. Regiment« Nr. 114, dessen Inhaber der deutsche «ronprinz, die hohen Gäste durch die mit Fahnen und ©nirlanben reich geschmückte Hauptstraße zum - -

Marktplätze fuhren. Die Frauen nnb Jungfrauen her Stadt brachten der I z -z g. 2. 10. 5. 6. 6. 7. 8. Eingeborene Süd-Afrikas.

Kaiserin Blumensträuße nnb herzliche Glückwünsche dar, während ein Mit- I -z. 8. 9. GründungSglied einer alten Genossenschaft in der Schwei,,

«lieb be« Stadirathes der hohen Frau ein geschmackvolle« Album, enthaltend I 10. 7. g. 11. 9. 12. 13. 5. 14. Dors in Ff^nkreich, Depart.ment Wortthav.

bie Ansichten der Stadt und die Trachten der Umgegend, al« Geschenk I 2. 15. 5. 16. Verlor vor Kurzem sein geliebtes und melliebendes Haupt.

Überreichte I 13. 17. 8. 18. 5. Eine Kindesmörderin auf den Brettern.

Di« von einer Partei, welcher ein VeritätSeid durch rechts- I 6.8.7.9.18.5.2.8.7.8. Ein Bruderbund von Kaisern und Königen prdfidirt. kräftiges Urtheil auserlegt ist, im Schwurtermine abgegebene Erklärung, daß I 15. 5. 3. 18. 2. 19. Sin Buch der Bücher.

sie »war den Inhalt des Eides, das Beweisthema beschwören könne, aber I 20. 10. 17. 21. 17. 8. 7. 22. Ein Held, der feine Truppen verlor,

nur in der Norm deS Jgnoranzeides, ist nach einem Erkenntniß deS Reichs- I ig. 5. 1. 2. 8. 10. 5. Rationaltanz.

Ober-HandelsgerichtS, III. Senat, vom 10. September 1877, zwar I 2. 7. 21. 7. 8. 12. 5. 18. 12. «ine Veränderung.

in der Regel als eine Eidesverweigerung auszufassen, worauf die in dem I 20. 2. 3. 7. 9. 18. 5. 18. Siegreicher, türkischer Feldherr.

betreffenden Urtheile angegebene Folge ohne Weiteres festzusetzen ist; der I 9. 13. 15. 8. 9. 12. 2. 7. Ein Feld mit Vorliebe von Frauen cultimrt. mit der Eideserhebung befaßte Richter kann jedoch ausnahmsweise, wenn eS I 10. 8. 7. 2. 1. 6. 5. 16. 8. 7. 8. Mittelalterliche Ritter.

ihm durch den Sachverhalt deS concreten Falles geboten erscheint, von dieser I Die Anfangs- und Endbuchstaben von oben nach unten gelesen, bezeichne« Regel abgehen und eine dem Anträge entsprechende Aenderung deS VeritSts- I (inc ,pochemachende Kunstgattung und deren Schöpfer.

«ides in einen Jgnoranzeid vornehmen. I

Bei sämmtlichen Garde Regimentern der Berliner Garnison haben I Auflösung des Scherz-RSthsels in So. 229:

sich am 1. d. M. außerordentlich viel« Rekruten freiwillig zum Eintritt I qn 3^,11 Fällen hält sie am meisten auf den Anstand.

gemeldet und in den meiste» Fällen wegen Biodlosigkeit dringend um Sin- I --------------------------------------:----- .

ftettuna gebeten. So z. ». haben sich beim 2. Garde-Manen-Regiment mehr I », (Erfahrnngsgutachten.) Zu wiederholten Malen und von ben al« 100 bei einer Escadron allein 34 Mann gestellt, von denen nur I verschiedensten Seiten auf die von dem Königl. Preußischen Apotheker Herr« 2 Mann al« zum Militärdienst nicht tauglich, zurückgewiesen wurden. Es I Dr. L. Tiedemann zu Stralsund bargestellten ken-tsao-Präpa- ist diese' Thatsache wieder ein Zeichen der jetzigen ungünstigen Erwerbs- I rate*) aufmerksam gemacht, habe ich gern die Gelegenheit ergriffen, d Verhältnisse 9 I Wirksamkeit derselben bei vielen und mir sehr nahestehenden Personen >«

Das KriegSministerium hat am 29. September Vorschriften erlassen, I beobachten. Wir haben »« hier mit einem «rcanum zuthun, dessen Wm- «elch« dm Schulunterricht der Militärkinder regeln. El werden al« Militär. 1 ------- - ->* ..... "«d die

tinber im Sinne dieser Vorschriften angesehen die ehelichen und die durch nachfolgende Eheschließung mit der Mutter legitimtrteu Kinder und Stief­kinder der Mannschaften, der Unteroffiziere und Gemeinen, der Land- gendarmerie, bet unteren Militärbeamten, ber unteren Eivilbeamten der ^il'-e^jltseubauten für die Kaiser Wilhelm-Universität i» Straßburg sind bereits vor dem Fischerthore in Angriff genommen worden. Trotz der äußersten Schwierigkeiten, welche bei den Fundament- bauten sich als eine Folge der tiefen Lage des Terrains einstellten, sind dieselben schon einen Meter übet das umliegende Terrain in die Hohe 1। .. ..

SLiL E" li2^*«» W ,7' ^2..2^

~fcu(t nub Verlag ber ? Schelleuberg^^öos-Buchbruckerei IN Mesbaben. - Für bie Herausgabe verantwortlich: r«ni« Schellender, i» Wie.ba»«.