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feliatow Mlatt.

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. „TaMatt-Haus". ^VÖMENTLLM viliSOCtüCTJ» „Tagbl-tt-HauS" Nr. 6650-53.

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S °msta§ 5

10. Oktober 1914.

Kbenö-Ausgabe.

Nr. 474. S2. Jahrgang.

Antwerpen unser

?

Der Tag der Entscheidung.

Die Besatzung geflohen.

(Großes Hauptquartier,S. Okt., »lel!^^' (Amtlich.) Heute vormittag sind tu-,' tctc Forts der inucre» Befestiquuqsliuie " Antr

lich - . - wcrpcu gefallen, heute nachmittag

Tie Stadt befindet irr deutschem Besitz.

^^/"andautttlid Besatzung habendeuFestungs h, olch verlassen, nur einzelne Forts sind noch ist ^biude besetzt. Ter Besitz von Antwerpen adurch nicht beeinträchtigt.

^Uch letzten §orts Antwerpens „ in deutschem Besitz.

h U Ha uptqnartier.lv. Okt.,

hk vorm. (Arutlich.) Die ganze Festung ii, ,üt 't{Jcu einschließlich sämtlicher Forts ist

"Uscrem Besitz.

unser! Seit langen Wochen, in denen '■ düdnlh lernten und das Verständnis für die un- schwierige 'Aufgabe, die unserer Tapferen

Kr

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harrt, das Verständnis dafür, ^ daß wir uoch erst im Beginn dieses Welt-

, stehen, allmählich zum Allgenreingut wurde, U, /chlgen Wochen tönen heute zum ersten

^i^der die frohen Siegesklänge der Kirchenglocken

m. die

iaitüe,

flattern die Fahnen festlich in den Mit gutem Grund! Wir haben '&>!(», Q & zu stolzer Freude und Genugtuung. Die b des deutschen Volkes, daß uns noch in dieser |^ti£ etn ganz großer Erfolg beschieden sein Ärf ü ' hat sich auf das glänzendste erfüllt; die Er- der Gegner sind kümmerlich z u s cha n- H L^tvorden. „England wird niemals zugeben, M.h t-werpen in deutsche Hände füllt!", so hat es ° r g e st e r n in der englischen Presse geheißen. siEtz. ^hen, erst genau 10 Wochen nach der Kr-iogs- stAg., auch liier der größten und stärksten Festung Ästchen Festungsdreiecks, über dem stolzen Ant-

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das als

eine der stärksten Festungen der Welt

h i> V6«« galt, D e u tfchland-s siegreiche ^,!j> ^ in Wir werden im Vertrauen auf unsere gc- •»$ und unsere guten Waffen mit Gottes Hilfe

N„?^hr Dinge in diesem Kriege erreichen, die o eff 1 f n ö niemals zugeben" wird, die aber Tev a chcn werden. Trotz England!

der furchtbar e das Königreich

Antwerpens ist nicht nur Ug/^tu,ngs schlag, „der da t !vjp ^ ^ seiner letzten starken Stütze so sehr beraubt, a b^r -s^nmehr wohl erhnartcn dürfen, rrt.it dem Rest .?■ Truppen einschließlich der anscheinend auf

Antwerpen-Gent-Dstende entkommenen bel­achen Besatzung von Antwerpen in einigen .Arg zu werden, sondern der Fall Antwerpens xj r ein fürchterlicher Stoß für E n g- jahrzehntelang mit Belgien und der Be Antwerpens verfolgte Politik an diesem denk- 1 t I 9 - Oktober in '

SU Harpen

f,

errt Nichts zusammengebrochen i war der Brückenkopf des engli-

gegen unsere Flanke oder unseren ibüier.In Antwerpen fühlte sich der verbündete hgL nter _ dem Schutz der englischen Hilfe, -d?at T jedoch als völlig wertlos erwiesen, vlt* dazu geführt, daß von Antwerpen mehr ° t t werden müssen, als sowohl in den ?lb- 5v^!cf,: -"^1 gischen Verteidiger lag, welche Nr»tz"^ung lber Stadt selber als zwecklos -an- Vi.W*? 1 * -ß crn vermieden hätten, als auch, und »scheg tveniger, in den Absichten der angroifenden M Kriegen hat, die Antwerpen selber gern hätten rrnd den nunmehr entflohenen ^nten ausdrücklich vor die ~

iijÄtrtu ? c die Verantwortung übernehme für

Frage

Atadt. Er hat sie übernommen;

. c ^uter englischem Druck. Denn die E n g- ifyjftyen ar ?^' ’ n t>en letzten Tagen die Herren von glUeiien Engländer, haben den nun auch u i g Albert, der die Beschießung Vfi" Nu» > "hrrn wollte, so wunde gestern schon von ^etr, ßridet, davon abgehalten. Englische E rn ,den letzten Tagen in die Stadt gekom­

men waren, waren die Seele des doch zwecklos gewor­denen Widerstandes; englische Lügen waren die Schuld, daß die Bevöllevirng über die äußerste Zr:- svitzung der Lage iin unktarerr gehalten wunde und -bei der dann überstürzten Flucht in schwere Not geriet; en-glischer Zerstörungswille und Kränrerneid ist nicht nur daran schuld, daß die im Hafen liegenden deut­schen Schiffe noch aur letzten Tage irr >diie Lust ge­sprengt worden sind, auf Englands Konto kommt auch der Wert dessen, was tn der prächtigen Stadt von unseren Geschützen hat vernichtet werden müssen. Sie wlnden auch diese Schuld z u zahlen h a b e n, die Engländer. Wir aber freuen uns heute des Falles toir Antwerpen nicht bloß, weil er bedeutet, daß das, Spiel des Königs Albert und der belgischen Regie- run-g nun bald ganz a rr s g e s p i e l t sein wird, son­dern weil die unter -genialer Leitung in nur 12 Tagen, wie -mit der Wirkung einer Präzifionsmasch-ine, mit unvergleichlicher Tapferkeit rrnserer braven Truppen erreichte Eroberung Antwerpens eine unmittelbare rr n- g e h e u r e Niederlage Englands ist, -dem nun vor aller Welt bis in die fernsten Länder- bis in das unter englifchern Joche seufzende Indien, di-e O h n- m a ch t -bezeugt ist, daß cs nicht imstande war, dem belgischen Volk, das sich auf Eirg-lands „weltbeherr- schende" Macht verließ, in wirksanr-er Weise M helfen. Wer sich -auf Englands militärische Macht ver­läßt, der i st verlasse n. Das ist di-e Lehre von Ant­werpen für die ganze Welt. Wir -aber dürfen hoffen, daß der Fall Antwerpens mm auch, da in kürzester Zeit ganz erhebliche deutsche Kräfte frei werden Mr^ Verstärkung des -deutschen rechten Flügels in N o rd f ra n k re ich, auch dort, wo ja di-e Entscheid u n g zu unfcrert Gunsten heran- p eift, nicht ohne Wirkung bleibt und wir bald — in wenigen Tagen schon — neuen Grund haben werden, deutschen Sieges froh zrr sein.

Das Schicksal der Besatzung.

Br. Rotterdam, 10. Okt. (Eiq. Drahtbericht. Ktr. Mn.) Dre belgrsche Besatzung soll in der Richtung noch Ostende abgezogen sein. In der Stadt Ant­werpen kommandierte ein englischer General. Die englische Linie zieht sich von Li er bis T cr- m o n d k.

Hr - Rotterdam, 10. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin., Dre Deutschen haben bei Termonde eine N o t° b r u ck e über die Schelde geschlage n und sind darüber gezogen. Die -deutschen Truppen marschieren jetzt ani dl? Rr ch t um g St. Nicola s. Hierdurch soll der Besatzung von Antwerpen der Weg nach Ostende abgeschnitten sein. Daraufhin haben die Belgier die Drucke b-er Lacken und Ham gesprengt, um deu detstschen Anmarsch nach St. Nicolas zu verhindern.

40- bis 5i) 000 (Sttgliuibcr unter der Besatzung?

Br. Rosendaal, io. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) Man berichtet aus ?lntwerpen. daß das belgische Seer Fürsorge getroffen hat, von den deutschen Belagerunas- truppen n ' ch 1 e i n g e s ch l o s s e n zu werden. Die Bahn- jhfs.se tebrucke-^stende ist noch frei. Hier angekommene

Flüchtlinge erkniren, daß die Besatzung der Forts mit eno- üschen Truppen verstärkt wurde. Man schätzt, daß sich in der Festung Antwerpen 40- bis 50 000 Kann englische Mannschaften befanden. Eine französische Hilfs- trupp e wurde ebenfalls erwartet. Das belgische Heer, bei welchem sich König Albert befinden soll, hat sich bis über die Schelde zuruckgezogen.

Die geschichtlichen Denkmäler der Stadt geschont.

Ein Anerbieten Deutschlands.

T' 7 ' <.’^ r m' C -^ • 10 ’ ^tt. Das bereits am 28. Sept.

für den r^llll der Dejchießunci Antwerpens ergangene A n e r -

^ ^ e f P .11 ^ u n ll ^ P c r Schonung der geschichtlichen

Denkmäler der Stait ist von der belgischen Negierung tt n g en o m m e n worden. Sie hat durch Vermittlung der amerikanijc.)en Ge>andtschgft-in g. Okt., abends,

alfo nat.ezu einen Tag nach Beginn der Beschießung, der deutschen Zivrlverwaltung ein Verzeichnis der in Frage stehenden hauptsächlichsten Denkmäler sowie einen Stadt- p l a n znkonrmen lasten, auf dem diese besonders hervorge­hoben sind. Enie größere Anzahl von Ilbzügen dieses Planes, auf dem auch Krankenhäuser und Wohltätigkeiisanstalten ver­merkt sind, wurde von der Zivilverwaltung umgehend dem Befehlshaber der Belagerungstruppen überbracht, durch den sie noch in der Nacht an die Artilleriestellungen anfgcgeben wurden.

Br. Kopenhagen, 10. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Nach einer ÄNcldung der „Politiken" ist eine Anzahl der deut­

schen 26-Zentimeter-Granaten in der Gegend Ükr Antwcr- pener Kathedrale niedergegangen. Auf allen Gebäuden von künstlerischem oder historischem Wert wurden besondere Flagge» gehisst, wie es heisst, auf Veranlassung der D e it tsch e n.

Die letzten Stunden.

W. T-B. Berlin, 10. Okt. Über die letzten Kämpfe in Antwerpen wird Wahres und Falsches durcheinander ge­mischt. Am 8. Oktober mittags wurden die letzten Ein­wohner von der Polizei ausgetrieben. Die Belgier hatten alle Brücken über die Nethe und die Nuppel in die Luft ge­sprengt. Als die Deutschen am Dienstag L l e r und P u e r s angriffen, konnten die Belgier jedoch nicht verhin­dern, daß deutsche Pioniere über die Iieihe schwammen, so daß der Brückenbau von beiden Seiten rasch in Angriff genommen werden konnte. Ein Berichterstatter in Rotter­dam erzählr, daß ein ganzer Bahnwagcn mit Waisen ankam, kleine Kinder, die meist noch nicht 6 Jahre alt waren und die sich ängstlich und scheu durch die Straßen drängten. Die Züge aus Antwerpen konnten nicht alle Leute fasten, deshalb kamen viele zu F u ß über die Grenze, teils in Wagen, welche, da es an Pferden mangelt, vielfach von Frauen gezogen wurden. Die Raubtiere in dem Zoolo­gischen Garten in Antwerpen waren erschossen worden.

Bon der Beschießung.

W. T.-B. Kopenhagen, 10. Okt. (Nichtamtlich.) Der Korrespondent der „Berlinske Tidende" in Antwerpen gibt eine Schilderung über die Beschießung der Stadt. Sie begann pünktlich um Mitternacht mit großer Hestigkeit. Der B o m b e n r e g e n schien dichter und dichter zu fallen und' erreichte 2 Uhr nachts seinen Höhepunkt. Es war fürchter­lich; die Luft voll springender Bomben, die Sltmosphäre erschüttert von einer verzweifelt heftigenKanonade, die schiver zu schildern ist. Auf der Fahrt nach Holland sah ich Antwerpen in Flammen stehen. Blutroter Schein lag über der Stadt, der die schweben Rauchwolken färbte. Darüber explodierten die Granaten wie tausend Sterne, die Tod und Verheerung auf die letzten Verteidiger des Landes herab- sandten.

Ein englischer Bericht über die Schlacht vor der Stadt.

W. T.-B- London, 10. Okt. Die ständigen Bericht­erstatter der „Times" und des „Daily Telegraph" melden, daß die Deutschen ain Dienstag die Schelde über­schritten haben. Starke Kräfte bewerkstelligten bei S ch o o n a r d s, schwächere ?kbteilungen bei Per m und Wettern den Übergang. Die belgischen Kräfte waren zu schwach, um den Übergang bei Schoonards zu verhindern, ob­wohl die Maschinengewehre den Brückenbauern große Ver­luste beibrachten. Ein heftiges Gefecht entwickelte sich äm Donnerstag, als die Belgier Verstärkungen erhielten. Allein deutsche starke Infanterie faßte ungeachtet der schweren Ver­luste Fuß auf dem anderen Ufer. Dann brachte man Artillerie heran. Die zwei ersten Geschütze wurden von belgischen Geschossen in . der Mitte der Pontons getroffen. Aber eine Batterie erzwang sich schließlich den Übergang uii-li beschoß die belgische Stellung östlich von Berlcere. Die Löwen und sonstigen Raubtiere im Zoologischen Garten wurden getötet, aus Furcht, daß sie während des Bombarde.- ments entschlüpfen.

Mehrere Forts von ben Belgiern selber gesprengt.

Der „Telegraaf" meldet aus Rosendaal: Ich höre soeben von' einem belgischen Sanitätsoffizier, daß die Belgier^ das Fori ?N e r x e. m^ nördlich von dlnitverpen, selbst in die Luft sprengten. — Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" berichtet, daß ein ganzes Bataillon belgischer Soldaten über die Grenze kam und dort von den Holländern interniert wurde, ferner, daß die Engländer das an der Schelde gelegene Fort St. Anna ebenfalls selbst in die Lust gesprengt haben, um es nicht in die Hände der Deutschen kmnmen zu lasten, die daraus auf die längs der holländischen Grenze ab­ziehenden belgischen Truppen feuern könnten.

Zwei Zeppeline über Antwerpen.

IV. T.-B. 5kopenhagen, 10. Okt. (Siichtamtlich.) „Ber­linske Tidende" meldet aus London: Nach INeldungen aus

?lntwerpcn wurden hervorragende Teile der Stadt von zwei Zeppelinen bombardiert.

Die hervorragende Teilnahme einer llstarincdiviston.

Br. Berlin, 10. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) An den Kämpfen zwischen Brüssel und Slntwerpen und um die Festung selbst hat, wie schon vor einiger Zeit angedeutet wurde und nun bestätigt werden kann, auch eine größere Ab­teilung unserer Marine teilgenommen, eine Formation, die sich aus Matrosenartillerie und Seesoldaten zusammensetzte, den Namen „Matrosendivision" führte und unter dem Kommando des Admirals v. Schröder stand. Dis Marinedivision hat an dem erzielten Erfolge hervorragende!» Anteil.

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