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Wiesbadener Tagblatt.
Gegründet 1852.
1876
Samstag den 11 März
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ExPeditiort: Langgasse No. 27.
Bekanntmachung.
Die Einwohner der hiesigen Siadt werden hiedurch aufmerksam iMt, daß' seitens der Schulverwaltung weder der Besuch von -«wirihschaften, Tanzhäusern oder Schauvorstellungen durch die yllinbet ohne Aufficht ihrer Eltern oder Pflegeeltern, noch die »lMitkung von Schulkindern bei theatralischen Aufführungen, Mstttiter-Productionen, Balleten und dergl. gestattet werden kann. M Gcneral-Reseript der Herzog!. Landes-Reg. vom 19. Febr. *™7, Nr. 5008 und desgl. vom 26. November 1834, Nr. 3139, »S bet Verfügung vom 28. Februar 1841, Nr. 7605.) Den» gWtt Eltern, welche es nicht für unter ihrer Würde halten, ihren Mpstichtigen Kindern die Mitwirkung bei Schauvorsteüungen oder " umhertreiben in Gasthäusem zu erlauben, wird bemerklich ge- M, daß die Lehrer dieser Kinder angewiesen sind, den Schm- sowie die Leistungen derselben auf das Strengste zu über«
Einige in dm hiesigen Kasernements in diesem Jahre zur Aus- iitang genehmigten Maurer- und DielungSarbeiten sollen durch Kiimijfion vergeben werden. Kostenanschlag und Bedingungen find »Glschäftslokal der Garnisow Verwaltung, Rheinstraße 25, zur AW ausgelegt. Zur Eröffnung der eingesandten Offerten im Hin etwa erschienener Submittenten ist Donnerstag den 16. März er. Vormittags 11 Uhr ein Termin im oben «Wen Geschäftsiokale angesetzt. Zu spät eingehende Offerte» Itatn nicht berücksichtigt werden.
WiMdrn, den 7. März 1876.
ff Königliche Garnison-Verwaltung.
Bekanntmachung.
Samstag den 11. März Vormittags 11 Uhr wird das Zerkleinern A 45 Klafter Holz für dir Cmhauslokalitäten in dem Raihhause, Met Nr. 1, öffentlich vergeben. Im Auftrage: «haben, 8. März 1876. Hell, SecretariatS-Alsistent.
Edictalladung.
Wein über das Vermögen des Hotelbesitzers Carl To eile Mischer Hof) zu Wiesbaden rechtskräftig der Concurs erkannt *n ist, wird zur Anmeldung sowohl persönlicher als dinglicher chchche Termin auf Mittwoch den 19. April Vormittags 9 Uhr i Ai-Melle, Zimmer No. 25, unter dem Rechtsnachtheil des Manntmachung eines Präclusiv-Bescheids von Rechtswegen ein« Mtn Ausschluffes von der vorhandenen Vermögensmaffe anbe« pt.
Mhabcti, den 28. Februar 1876.
f ___________Köaigliches Amtsgericht vi«
Edictalladung.
Mban über das Vermögen der Fräulein Nadin v. Fomin r»6aben rechtskräftig der Concurs erkannt worden ist, wird zur itlbung sowohl persönlicher als dinglicher Ansprüche Termin auf Hag den 22. April Vormittags 9 Uhr an Gerichtsstelle Zimmer h 25 unter dem Rechtsnachtheil des ohne Bekanntmachung eines Mfio-Bescheids von Rechtswegen eintretenden AusschluffeS von in »orhandenen Vermögensmaffe anberaumt.
»haben, 2. März 1876. Kgl. Amtsgericht VI«
Bekanntmachung.
Mittwoch den 15. l. Mts. Nachmittags um 2 Uhr wird in der Gemeindestube zu Maffenheim ein 4jähriger gut gemästeter Bulle öffentlich versteigert.
Maffenheim, den 8. März 1876. Der Bürgermeister.
11673_______________________ ________Schneider.
Eichene Stämme - Versteigerung. llä4$ Donnerstag den 16. März er. Vormittags 10 Uhr läßt die Gemeinde Erbach in ihren Wald«Distrikten
wachen, und daß insbesondere bei der Entlastung solcher Kinder nach dem §. 54 der Allgem. Schulordnung der Grad ihrer Reife eingehend geprüft werden wird.
Hinsichtlich solcher Eltern, welche gar ihre Kinder in dem zarten Alter vor Beginn der Schulpflicht dem Mißbrauche bei öffentlichen Produktionen preisgeben, bleibt dem gesunden Sinne aller Derer, die irgend ein Jntereffe oder einen Einfluß bei der Befferung der Kinder« und Jugendpflege haben, angelegentlichst empföhlet,, den Schulverwaltungs-Organen jede vernünftige Mithülfe zur Beseitigung des öffentlichen Unfugs bereitwilligst zu leisten.
Theatralische Productionen unmündiger Kinder an öffentlichen Orten und der Verkaufsdienst derselben an Straßenecken oder in Gasthäusern üben ebensowohl wie öffentliche Tanzstunden-Bälle oder luxuriöse Kinderfeste oder wie der unwürdige FastnachiS-Bettel einen zu tief schädigenden, demoralifirenden Einfluß aus, als daß nicht jeder besonnene Mensch diesem Schwindel entgegen wirken sollte.
Wiesbaden, 9. März 1876. Der Städtische Schulinspector. ___________________________ Dr. Kuhn.________
Curhaus za Wiesbaden.
Samstag den 11. März Abends 8 Uhr:
Zehnte öffentliche Vorlesung
im grossen Saale des Curhauses.
Herr Prof. Dr. Ernst Haeckel aus Jena.
Thema: „Das Leben der Urthlere,“ durch Abbildungen illustrirt.
Eintritts-Preise: Reservirter Platz 2 Mark; nichtreservirter Platz 1 Mark 50 Pfg., Billets für Schüler der hiesigen höheren Lehr- Anstalten und Pensionat« 1 Mark.
Karten-Verkauf auf der städtischen Curcasse im Curhause und an der Abendcasse. „ _. . _ „ ,,
_________Städtische Cur-Direction: F. Hey 1.
Bekanntmachung.
Die beiden Läden No. 36 und 37 in der neuen Colonnade dahier werden hiermit zur öffentlichen Verpachtung ausgeschrieben. Pochtzeit 5 Jahre ab 1. Januar 1876. Pachtlusttge wollen sich schriftlich an die unterzeichnete Verwaltung wenden. Pachtbedingungen liegen auf dem Bureau derselben im Curhause (links dem Portale) zur Einsicht offen und werden nach außerhalb, bei Franco-Einsendung von 60 Reichspfennigen in Briefmarken (für Porto und Copialien), mitgetheilt. Die Läden eignen sich zum Verkaufe von allen Luxusgegenstäuden, Reiseerinueruug-u u. dergl.
Wiesbaden, den 10. März 1876. Städtische Cur-Dtrectwn.
