Wiesbadener TsgblM.
Gegründet 1852.
Expedition: Langgasse No. 27.
M S Mittwoch den
Ausschreiben.
Die Stelle eines Todtengräber«, welche ein Jahreseinkommen von 180 Mark festem Gehalt und 900 bis 1000 Mark an Gebühren gewährt, ist alsbald zu besetzen.
CivilversorgungSberechtigte Militäranwärter wollen ihre Meldungen mit Gesundheitsattest und Zeugnissen innerhalb 6 Wochen hierher einsenden. Der Oberbürgermeister.
Wiesbaden, den 6. Januar 1876.____________Lanz.__________
Curhaus zu Wiesbaden.
Mittwoch den 12. Januar Abends 8 Uhr:
LarneoaK-Loncert des städt. Cnr-Orchesters,
unter Leitung des Capellmeisters Herrn Louis Lüstner.
P II <> G K A M ME.
1. Marrhalla-Mar soh von Zulehner.
2. Carnevals- Ouvertüre über das Mainzer Carnevalslied von F. Hey’l: »Na Josefohe, das därf’s de nit« von Gende.
8. Halsbrecherisches Violln-Solo, bestehend aus Einleitung, einem schmerzvollen Adagio, dann einem (mel)odiösen Rondo und schliesslich einem fürchterlich schweren Finale von Durst, vorgetragen von einem jugendlich strebsamen Künstler, der nur 200 Gulden für seine Leistung verlangt.
4. Katzenmusik-Walzer von Fahrbach.
5. Narren-Parlaments-Marsch von Schug.
6. Hurrah! der Carnevali Humorist. Allerlei von W. Schubert.
7. Der grosse Krach, unmusikalischer Nachruf an Stroussberg ■j und Consorten von O s z e r.
8. Der Andreasmarkt zu Wiesbaden, oder Martern aller Arten, meteorologische Culturgeschichtsstudie mit Prolog, Epilog und musikalischen (?) charakterköpflichen Trio-Beilagen in der am verständlichsten symphonischen Form, nach der Natur von Carlchen Miesnick.
I Städtische Cur-Direction: F, Hey’l.
Notizen.
Heut« Mittwoch den 12. Januar, Vormittags 9 Uhr:
Mtnun zur Geltendmachung von Ansprüchen an die LoncurSmasse des Zimmermeisters Eduard Berges zu Wiesbaden, bei König!. Amts- Seruht VI. (S. Tgbl. 298.)
Vormittags 10 Uhr:
holzversteigerung in dem firkalischen Walddistrikt Dotzhcimerhaag, Schutzbezirk Hahn. Zusammenkunft im Schlage bei dem Holzstoß No. 1. (6. Tgbl. 8.)
«ersmgerung von Mobiliargegenständen aller Art rc., in dem Auctionslokale Friedrichstraße 6, (S. heut. Bl.) ______________________________________
Bei der heutigen Versteigerung Friedrichstraße 6
tommen noch 20 Paar neue lederne Damenstiefel, ly Paar Pantoffel und andere Schuhwaaren zum ^llebot. _________ Ferd. Müller, Auctionator. 522
» der Fischzucht-Anstalt
bei Wiesbaden.
Herrliche Schlittschuhbahn
Mehlt F. Zahn. 7598
, Sorties
str Bälle, eine Parthie unter dem Einkaufspreise, bei
F. Lehmann, Goldgafse, Ecke der Grabenstraße.
18. Januar 1876.
Local-Gewerbe- & Volksbildungs-Verein,
Freitag de« 14. Januar d. Js. Abends präeis 81/» Uhr: Zweiter Vortrag des früheren Landoberschultheißereigehilfen Herrn H. Müller über das Erbrecht, in speo. das Nas- sauissche Privatrecht über eheliche Gütergemeinschaft und Erbfolge; sodann »die Conftatirung der Erb- maffen, Erdauseinandersetzunge» und Erbtheilnn« gen", im Saale des „Deutschen Hofes", wozu die Mitglieder beider Vereine höflichst eingeladen werden. Auch Nichtniitglieder haben freien Eintritt.______________Die Commission. 391
Kriegerverem Germania.
Zu dem am 15. Januar c. im Curhause stattfindenden großen Maskenballe wurden uns Seitens der städtischen Cur-Direction Karten zum ermäßigten Preise zur Verfügung gestellt. Diejenigen unserer Mitglieder, welche fich an diesem Balle betheiligen wollen, werden ersucht, sich längstens bis 14. dS. Mts. Abends bei Herrn August Weygandt, Langgasse 15, zum Einzeichnen in die Liste zu melden.___________________Per Vorstand. 574
Geflügelzucht Verein.
Mittwoch den 26. Januar Abends 81/» Uhr:
General - Versammlung
im Vereinslokale.
Tagesordnung:
1) Berichterstattung über die Thätigkeit deS Vereins im verfloffenen Jahre;
2) R-chnungSablage des CassirerS;
3) Wahl einer RechnungS-Prüfungs-Commisfion;
4) Neuwahl deS Vorstandes;
5) Bestimmung über die Zeit der Ausstellung;
6) Festsetzung des Eintrittsgeldes für dar laufende Jahr;
7) Revision der Statuten.
488_________________________Per Vorstand.
Villa Julius IppeL
Meine Villa, Souuenbergerstratze 39a, beabsichtige ich zu verkaufen oder zu vermiethen; dieselbe enthält 14 bewohnbare Piecen, Küche mit Speisekammern, 3 Erkerausbauten, 3 Closets, 2 Kellerräume, 4 große Mansarden, 1 Thurmzimmer, Alles auf das Eleganteste und Comfortabelste eingerichtet, auf jeder Etage kaltes und heißes, laufendes Waffer, Gasleitung, electrische Schellenzüge, Glasabschlüffe, Porcellan-Oefen durch dos ganze HauS, Rollläden, Vorfenster, bequeme und praktische Badeeinrichtungen; daS dazu gehörige Seitengebäude enthält Waschküche, Holzbehälter, Tauben- und HühnerhauS; der dieses HauS umgebende Garten ist auf das Schönste und Eleganteste angelegt, mit einem Garten-Pavillon, Pyramiden und Spalier, Trauben, Rosen und Ziergesträuchen rc. rc. versehen.
Wiesbaden, 1. Januar 1876.
PS. Alles Nähere ist bei dem Eigenthümer in der Villa selbst, sowie Parkstraße 2 und vom 15. März a. c. an in meinem Hause, Jppel's Privatstraße 3, zu erfahren. 7592
