Expedition: Langgaffe No. 27.
Wiesbadener Tsgblslt.
Gegründet 1852.
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Bekanntmachung.
Nachdem nunmehr der Herr Reichskanzler in Ausführung des Gesetzes vom 6. März d. I., Maßregeln gegen die Reblauskrankheit b-treffend (Reichsgesetzblalt Seite 175), für die rechtsrheinischen Weinbaugegenven mit Einschluß der Weinbaubezirke am Main und der Weinbaugegenden im Regierungsbezirk Cassel zum Aufsichts- Commiffar den Weingutsbesitzer Herrn Lade in Geisenheim, zum Sachverständigen den Herrn Professor Kirschbaum zu Wiesbaden ernannt hat, wird dies hierdurch zur öffentlichen Kenntniß mit dem Bemerken gebracht, daß diesen Organen des Herrn Reichskanzlers bezüglich des Vorkommens der Reblaus die Beaufsichtigung und Beobachtung der ihnen überwiesenen Gebiete, sowie die Untersuchung der zu ihrer Kenntniß gelangenden Fälle eines muthmaßlichen Auftretens der Reblaus mit der Befuzniß obliegt, diejenigen Grundstücke in den ihnen zugewiesenen Gebieten, auf welchen sich Wein- pfianzungen befinden, auch ohne Einwilligung der Brrfügungsbe- rechtigten — in diesem Falle jedoch unter Mitwirkung der zuständigen Polizeibehörde — zu betreten, die zum Zwecke der ihnen obliegenden Ermittelungen und Untersuchungen erforderliche Entwurzelung von Rebstöcken vorzunehmen und die entwurzelten Rebstöcke, sofern sie mit der Reblaus behaftet find, an Ort und Stelle zu vernichten.
Zugleich ergeht hiermit an das betheiligte Publikum die dringende Aufforderung, im eigenen Interesse den vorbezeichneten Organen des Herrn Reichskanzlers jede zulässige Unterstützung bei Ausführung ihrer Obliegenheiten zu Theil werden zu laffen.
Wiesbaden, den 2. September 1875.
König!. Regierung, Abteilung des Innern.
_______________________v. Wurmb.____________
Gefunden eine Peitsche, ein kleiner Schlüffel, ein Regenschirm und ein weißes Taschentuch (in einem Pferdebahnwagen), ein buntes Taschentuch, eine Damentasche von rothem Juchtenleder.
Wiesbaden, 13. Sept. 1875. Die Königliche Polizei-Direction. ____________________________________t>. Strauß.________
Edictalladung.
Nachdem über das Vermögen des Kaufmanns Philipp Fehr zu Wiesbaden rechtskräftig der Concurs erkannt worden ist, wird zur Anmeldung sowohl persönlicher als dinglicher Ansprüche Termin auf Samstag den 30. October l. I. Vormittags 9 Uhr an Ze- richtsstelle, Zimmer Nr. 25, unter dem Rechtsnachtheil des ohne Bekanntmachung eines Präclufiv-Bescheids von Rechtswegen eintre- tenden Ausschlusses von der vorhandenen Vermögensmasse anberaumt.
Wiesbaden, 7. September 1875. Kgl. Amtsgericht VI.
Königliche Schauspiele.
Anmeldungen zu dem am 5. October c. beginnenden Abonnement werden täglich in den Vormittagsstunden von 10 bis 12 Uhr in dem Theater-Bureau entgegen genommen.
Wiesbaden, den 13. September 18^5.
187°1______Intendantur des Königl. Theaters.
Bekanntmachung.
Auf Ansuchen der Erben des Herrn Obristlieutenants und Kammerherrn Freiherrn Robert von Canstein von Wiesbaden sollm die zu dessen Nachlaß gehörigen Immobilien in hiesiger
1873.
Stadt und Gemarkung Donnerstag de« 30. d. M. Nachmittags 3 Uhr i« dem hiesigen Rathhause adtheilungs- halber versteigert werden.
Die Immobilien bestehen:
1) in der von Canstein'fchen Villa, auch Taunusburg genannt, belegen „Schöne Aussicht Nr. 1" dahier, ein dreistöckiges Herrschaftshaus und Oeconomiegebäude mit Hofraum und einem die Villa umgebenden großen Garten, im Ganzen 57 Ar 9 HH-Mcter ----- 2 Morgen 28 Ruthen 36 Schuh Fläche, zwischen dem Wege zur Schönen Aussicht und dem Palais Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Herzogin Pauline von Nassau, in schönster Lage der Stadt, ganz nahe dem Curhause, dem Kochbrunnen und dem Theater, mit reizendster Aussicht auf die Stadt und ihre Umgebung, und
2) in 29 Ar 87,s Hj-Meter — 1 Morgen 19 Ruthen 51 Schuh Acker „Bierstadteiweg" 6. Gew. in der Nähe der Bierstadter Warte.
Ueber die Villa stehen Situations- und Orientirungspläne un- entgeldlich zur Verfügung und die Versteigerungsbcdingungen können bei der Bürgermeisterei eingesehen und besondere Wünsche der resp. Steigliebhaber in diesen Beziehungen vorgebracht werden.
Jedenfalls findet nur eine einzige Versteigerung statt und fall nach deren Schlutz sogleich derselben die Genehmigung ertheilt oder versagt werden. -
Herr Obergerichtsanwalt Justizrath G. Wilhelmj dahier wird jede gewünschte Auskunft ertheilen.
Wiesbaden, den 14. Sept. 1875. Der 2te Bürgermeister. 19829________________________________Coulin.
Bekanntmachung.
Montag den 20. September d. Js. Morgens 10 Uhr lassen die Erbender Johann Michael Rossel 3r Wittwezu Dotzheim ihre in dem OrtSbering zu Dotzheim belegene Hofraithe nebst 25 Ruthen Hofraum, bestehend in:
a) Einem zweistöckigen Wohnhaus, welches zwei große geräumige Keller, im 1. Stock 4 Zimmer, 2 Küchen, im 2. Stock 6 Zimmer, 1 Küche und im Dachstock 2 Speicher enthält;
b) einer doppelten Scheune mit einem großen Keller;
c) einem Stall für 5 Stück Vieh;
d) einer Holzremise mit großem Heuboden;
e) einem Schweinestall;
f) einem Garten von 25 Ruthen mit verschiedenen Obstbäumen;
g) einem Acker bei der Hofraithe, 82 Ruthen haltend, in dem Rathhause zu Dotzheim öffentlich freiwillig versteigern.
ES wird bemerkt, daß die Immobilien nur eine halbe Stunde von Wiesbaden entfernt liegen und die Hofraithe wegen ihrer schönen Lage als Landhaus benutzt werden kann.
Dotzheim, den 2. September 1875. Der Bürgermeister. 18770____________________________Wintermeyer.
Notiz.
Heute Freitag den 17. September, Vormittags 9 Uhr:
Fortsetzung der Versteigerung von Antiquitäten und Kunstgegenständen rc., in dem Saale zum „Pariser Hof", Spiegelgasse. (S. Tgbl. 215)
V« Parterre-Loge ^Vordersitz) wird abgegeben Rhetnstraße Nr. 7, Parterre. 19695
Freitag -e« 17. September
