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Wiesbadener Tagblatt.

(Eingesandt.)

Wenn der bekannte Einsender eine« anderen hiesigen Blatte«, indem er unser Schulconferenz-Referat mit einer vermemtlichfactffcheiBeriätigmig beehrt, wirklich seine« Glaubens ift,. so wallen um 'hm d-nselb n nM b- nehmen, um seinen Seelenfrieden nicht zu stören. Mage er m diesem Glau den sanft schlafen! Mag er für seine Person aus diesem> oderjraem Anlaß gelacht haben - uns sehr gleichgültig; wir haben es geshan, w-lesln der Thal mehr belachens- als beweinenswerth ist, wenn ein. Sch»u!blatt z solchen Mitteln persönlicher Nörgelei greift, wie das belachte urid'.och oben drein bezüglich des wirklichen Sachverhaltes verdreht gefchraubte.

incL der Vorschulen, 17 Schulen unter Ipecieller Aufsicht von Instituten, Kirchen rc., 2 jüdische Schulen und 92 Privatschulen - Mr Knaben sind vorhanden 1133, für Mädchen 1141 und außerdem 4 Sem'schte Classen. - Die 10 Gymnasien mit 140 Llaffen wurden besucht von ^179 Schülern, die 10 Real- und öffentliche höhere Schulen mit 131 Elasten von 5/89 Schülern Die Realschüler überwiegen also nut 610 Schülern, haben dagegen 9 Elasten weniger Die 4 öffentliche» höheren Töchterschulen unterrichteten in 56 Elasten 2647 Schülninnen. - Die (inet, der Msch-n) 94 Privatschulen mit 228 Knaben- und 507 Mädchenclassen wurden von 10,613 Knaben und 16,885 Mädchen besucht. Es fehlt also noch sehr viel daran, daß die Stadt und die Behörden von Berlin den Jugendunterrlcht selbst besorgen. Denn wenn wir auch von den Mädchen gänzlich abseheu, so gehören von den ge- dachten 10,613 Knaben noch circa 7000 den Mittel- und Elementar-Knaben. schulen an. — Summa: 230 Schulen, 1133 Knaben- und 1141 Madchen- Llasien, 4 gemischle^ Clasien; 54,066 Schüler, 49,092 Schülerinnen; über 14 3-rtoUri.7äfi soll die archäologisch- Kunst.G-w-rbe.Aus. stellung im ehemaligen Bundespalais zu Frankfurt a. M.erofftiet wer­den. Anfänglich gedachte man, sich daraus zu beschranken, lediglich die rm Privatbesitz befindlichen dortigen Kunstsammlungen auszustellem Allmählich gewann jedoch da« Unternehmen größere Dimensionen. Namentlich war dieser Erfolg der Initiative des Ehren-Präsidenten, -sr. Königlichen Höhnt be« Fürsten Carl Anton von Hohenzoüer», zu verdanken, welcher nicht allem die Schätze feines Museum« zur Verfügung stellte, sondern auch in eigen­händigen Schreiben di- r-gl-renden Fürsten der süd- mitteldeutschen Staaten zur Ausstellung einlud. Voraussichtlich werden neben den Dom­schätzen von Mainz und Limburg (Eur-Tri-r) auch d'- Museer. von Erbach, Sigmaringen und Cassel vertreten sein. Das AuSstellungS-Comite befindet naden-ÄMagen namemncy an iLoncerriage» zu piwru, « I Ulen^AbtbeiUma mrtrtten sein"' "Namenllnh'werden Aufsehen erregen

ihre beschmutzten und verstaubten Schlep-eu^gm zu wüsten In er T at Tstü n-A the.lung ver^reten^ s-w^^ame^cy ^Emlun/'von Spitzen und Kanten, welch" den geschichtlichen Entwickelungsgang der gesammten Svitzen-Jndustrie vom 16. bis zum 19. Jahrhundert darstellt und ebenso nicht minder die berühmte Stoffsammlung brt Bildhauer« 3- Krauch, Mannheim. Daran reihen sich alsdann die Gooelms, von welchen allen Herr Hermann Munirn von Schwarzenstein 6 Stück im Werthe von 3O,ouu Slarl^geüJf eine8 Stradivarius, ®norneriu8 dAaggini rc.

haben billige Rivalen bekommen. Proseflor Tuz, hat d«i Erfindung M-chh junges Holz auf künstliche Werse zu trocknen, daß es die Klangfäh,gkert de« hundertjährigen Holzes erhält, aus welchem Violinen hergestellt werden, e an Ton denen der alten Meister gleichst-h-m Da auch « garte de« Holzes gelblich-braun wird, so ist es möglich, den Lack so aufzutragen, daß die Copien von Violinen oder Violoncellos von den. Originalen schlecht dinas nicht unterschieden werden können. Wenn sich die Erfindung bewahr, so wird sie für die Tonkunst von besten Folgen fern.

ein höchst unsauberer Anblick! Könnte man nicht von Obrigkelts- | wegen, wie bei jedem gemeingefährlichen Gebühren, ein Verbot gegen das unmanierliche und unfaubere lustverpestende Schleppen der Kleider aus Straßen und Promenadewegen erlaffen, da leider Vernunftsgründe gegen die Macht der Mode gewöhnlich zu schwach find? Am meisten zu verur- theilen sind eben Mütter, welche ihre kleinen Kinder in den von ihren Schleppen aufgewirbelten Staubwolken nach sich ziehen, denn sie legen den Keim zu tödtlichen Krankheiten in ihrer Kinder Brust und werden so an ihren eigenen Kindern zu subtilen Mörderinnen. Der Hund, der hinter dem Wagen seines Herrn mt Staube nachlaufen muß, stirbt an Lungenschwind­sucht. — Bedenkt da«, ihr Mütter! und bewahrt Eure Kinder vor ähnlichem Schicksal durch das kinderleichte Mittel, eine lächerliche und ge- meinschädliche Mode zu verwerfen."

— (Jagderöffnung.) Den vielen Jagdüebhabern dahier und Um­gegend dürfte wohl die Nachricht angenehm sein, daß demnächst die Jagd sowohl im Walde des Mainzer Universitätsfonds, als auch die Feld- und Waldpacht der Gemeinde Budenheim auf weitere 12 Jahre anderweit ver­pachtet werden wird. t _ „ . ,

8. Biebrich, 21. Juli. Die Verloosung der zur Lotterte angekauften Gegenstände der Biebricher Gewerbehalle findet am 2. Au. ust statt.

Sonnenberg, 20. Juli. Am verflossenen Sonntag entstand in einer hiesigen Wirthschaft zwischen Einheimischen und einigen hier wohnenden Fremden „eine größere Keilerei", bei welcher Gläser, Flaschen, Tische und Stühle als Angriffs- und «ertheidigungswaffen benutzt wurden und zwar mit einem solchen Erfolge, daß nicht unbed-utende Verletzungen an ewigen Schädeln und Nasenbeinen vorkamen. Nach der Schlacht bot die Wahlstatt einen kläglichen Anblick dar. Aber die Kämpfenden waren mit diesen Er- folgen noch nicht zufrieden, sondern zogen in geschlossenen (Solennen vor die Wohnung von zugezogenen Fremden, woselbst ein wahrer Heidenlärm gemacht wurde, die Fenster sollten eingeschlagen, das Haus demolirt werden. Erst als die ganze Nachbarschaft gegen die Tumultuanten eine drohende Haltung annahm, verzogen sich dieselben. Dieses Alles ereignete sich nach Witter-__________

Druck und Verlag der L. Schellenberg'schen Hof-Vuchdru-k-rei in Wiesbaden. —

(Berichtigung) In dem Aufsatz über das Ordenswesen im gestrigen Blatt aus der 7. Columne Spalte 1 Z-'l- 12 v°n oben muß heißen: „wurde auch in Preußen" statt „auch wurde in Preußen .---_____

ür di- v-rausgab- verMwortl^: I.

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itessto K’ÄMgs KLBNs

Clarenthal 900 Mark, Jagdrennen, sind die Anmeldungen geschloffen und I als auch mit der Zahl der, W ’ Dovvelte und ist sonach da«

14 und 9 Unterschriften erfolgt, unter denen Graf Fürsten berg, Grüs Kinder Diese

Metternich, Baron Eramm, Lieutenant v. Tepper-LaSk, u. s. w. I Streben nach v^srer Wissenschaft . ^on Schillern vertheilt sich

Von weit und breit werden die Theilnehmer sich zahlreich elnfinden und °Uru gro^ - Dicoben S-dachtt Ges Etzabl.^v^Schfür eine das zusehende Publikum wird gewiß recht genußreiche Tage verleben. Das I aus -30 Schulen und 2-7. S )_ ■ «.„bältnib der Geschlechter be-

Directcrium des Wiesbadener Rennvereins nimmt zederzeit neue Mitglieder I l^ E^ffe betragt demnach . 51066 Männlichen und 49,092 weib-

auf. Der Jahresbeitrag ist 17 Mark, wofür, noch, eine zweite Karte zu der trifft, s° EN »on der Gesamm ahl.^0 mamm-y-n. uu ^74, was Tribüne für ein Familienmitglied ausgehändigt wirb. An den drei Tagen | l'ch-'' E-schlecht«. Letzter s 6 Räbchen überwiegend mit

werden auch Renneu der Landwirthe stattfinden, welche °h»e Einsatz unter zum 32 höheres Töchter-

ÄÄÄfS'S-ÄS1 SSÄ.S KI S Gewinner eine« Preise« ist verpflichtet, sein Pferd, womit er gewonnen, im Stichrennen, welches am dritten Renntage stattfindet, ablaufen zu laßen. Dritter Tag: Stichrennen der Landwirthe. Erster Preis 80 Mark, zweiter Preis 40 Mark.

1 (Gestohlen.) Gestern Morgen in der Zeit zwischen 6 und . Uhr wurde einet Dame aus ihrem Schlafzimmer in dem Hause Langgasse 11 der größte Theil ihrer Garderobe nebst Portemonnaie mit Inhalt entwendet.

? (Lungensäule.) Wie uns mitgethestt wird, ist in Schierstein ine Lungenfäule bei einer Kuh ausgebrochen.

• Die „Leipziger Nachrichten" enthalten folgendes „Eingesandt : „Ein Wort zur Beherzigung an unsere Frauenwelt. Bei unserer weit vorgeschrittenen Cultur und dem tiefen Erkenne» des Nützlichen und Schäd­lichen aus dem Gebiete der Gesundheitspflege, bei diesem hohen Standpunkte, welchen heutzutage der menschliche Geist errungen hat, ist es kaum zu glauben, daß von Seiten der Frauen in einer Weise gesündigt wird, die unserer gegen­wärtigen geistigen Entwickelung und Bildung geradezu Hohn spricht. Es ist kaum zu saffen, wie eine verständige Fiau sich so sehr zur Sklavin der Mode hcrabwürdigen kann, daß sie nicht nur in den Augen eines jeden verständigen Mannes lächerlich erscheint, sondern auch noch ihren Neben­menschen lästig und gesundheitsgesährlich wird. So z. B. in Badeorten, wo jeder Patient Erholung und die hierzu unbedingt nöthige frische, reine und unverdorbene Luft aufsucht, wird ihm dieses Haupterforderniß zu seiner Ge­nesung verdorben durch die Gefallsucht koketter Frauenzimmer, welche mit grenzenloser Prätension ellenlange Schleppen im Staube oder Kothe nach­ziehen und dadurch Staub aufwirbeln und die Luft im höchsten Grade verderben. Welchen Genuß bietet ein staubfreier Garten und welche wider­liche Atmosphäre ist dagegen be« Abends in den Curgärten oder Prome- naden-Anlagen namentlich au Concerttagen zu finden, wo die Frauen glauben.