Expedition: Lauggasse Ro. 27
1878
Samstag den 22. Mai
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einttetenben Ausschlusses von der vorhandenen Vermögrnsmaffe anberaumt.
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dieser Nothlage die schwer Be- npfangnahme Jeder der Unter»
versteigert werden.
Wiesbaden, den 15. Mai 1875.
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Um vielseitigen Wünschen zu genügen, sind
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Heute Samstag den 22. Mai, Nachmittag« 3 Uhr: .
Versteigerung der diesjährigen Grascrescenz in der fiskalischen Kastamen- plantage im Linden und der angrenzenden Neuwrese, an Ort und Stelle. (S. TM. 116.)________________________________________.
Aufruf.
Am 9. Mai d. I. wurden die Gemeinden Braubach und Dachsenhausen im Rheinkreise von einem schweren UnglUckssalle hermgesucht. ES entlud sich an diesem Tage auf der Höhe von Dachsenhausen ein starkes Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen, da? an Feld und Flur arge Verwüstungen anrichtete und dessen Niederschläge, in dem Dachsenhausener Thal sich sammelnd, beim Abfluß nach Braubach, Alles m,t sich fortrnßend, insbesondere in Braubach selbst großen Schaden an Gebäuden, Vreh :c. verursachte. Mehrere Gebäude sind ganz oder zum Theil emgestürzt, andere nur mit bedeutenden Kosten herstellbar; einzelne Einwohner haben ihren Biehstand, der bei dem jähen Andrang des Wassers nicht zu retten war, aanz oder theilweise verloren, oder es sind ihnen ihre Vorräthe an Lebensmitteln, Hausgeräthe, Maare, die letzte Weincrescenz rc. vernichtet worden. Leider betrifft diese Schädigung zumeist geringer bemittelte Leute und kann denselben auch ans Gemeindemitteln keine Hilfe geleistet werden, da die Gemeinden selbst durch diesen UnglückSfall, durch den die öffentlichen Wege und Brücken gänzlich zerstört wurden, weit über ihre Letstnngsfählgkett
Zur Annahme und Uebermittelung---------- ---- - a _ __
holt bereit. Die Srpedition de« Miesbadener Tagblatts, Langgaffe 27.
Bekanntmachung.
Das diesjährige Departements-Ersatz-Geschaft für den Stadtkreis Wiesbaden findet am 3., 4. und 5. Juni d. I. hier statt. Es werden deßhalb diejenigen Militärpflichtigen, welche bei dem diesjährigen Kreis-Ersatz-Geschäft nicht zurückgestellt worden sind, also:
1) die als brauchbar bezeichneten,
2) die als dauernd unbrauchbar,
3) die zur Ersatz-Reserve I. und II. Klasse designirten Mannschaften hiermit aufgefordert, fich an den obengenannten Tagen Morgens 7 Uhr im hiesigen Rathhaussaale, Marktstratze No. 5, gemäß der jedem Einzelnen noch zugehendcn Vorladung einzufinde«.
In Abwesenheit der Vorgeladenen werden ihre Angehörigen, Meister, Vormünder rc. aufgefordert, dieselben ungesäumt in den Besitz der Vorladung zu setzen, um rechtzeitig erscheinen zu können. Wer'ohne genügende Entschuldigungsgründe fehlt oder zu spät er- scheint, sich in trunkenem Zitstande einfindet, während des Geschäfts ohne Erlaubniß sich entfernt oder entfernt hat, auch bei dem späteren Auftufe fehlt, oder sonst die regelmäßige Abhaltung des Geschäfts stört, verfällt nach §. 176—179 der Miliiär-Ersatz-Jnstruction vom 26. März 1868 und der Polizei-Verordnung vorn 10. December 1872 in eine Strafe bis zu 10 Thalern oder vcrhültnißmäßige haft, hat außerdem vorzugsweise Einstellung, Behandlung als unsicherer Heerespflichtiger, sowie den Verlust des etwaigen Anspruchs aus Befreiung oder Zurückstellung vom Militärdienste aus Recla- mationsgründen zu gewärtigen.
Unter Androhung gleicher Nachtheile werden auch diejenigen Militärpflichtigen, welche bei dem Kreis-Ersah-Gefchäft ohne Entschuldigung gefehlt haben, aufgefordert, sich zu gestellt, ihre Absicht-aber vorher hier anzuzeigen. ReclamationS- anträge werden in der Regel nur dann berücksichtigt, wenn sie der Kreis-Ersatz-Commission zur Begutachtung Vorgelegen haben.
Die Departements-Ersatz-Commisston wird auch keine Reela- mation berücksichtigen, wen« diejenigen Angehörigen nicht erscheinen, deren Arbeitsfähigkeit dabei in Betracht kommt. Von dem Erscheinen dispensirt find jedoch die Personen, welche nach einer amtlich ausgestellten Bescheinigung wegunfertig sind und deren Arbeits- uub AufsichtS- unsähigkeit dargethan wird.
Es wird erwartet, daß sich die Militärpflichtigen sauber gewaschen und mit reinem Hemde der Commission vorstellen, und wird derjenige, welcher unsauber erscheint, mit einer Executivstrafe bis zu drei Thalem oder verhältnißmäßiger Haft belegt.
Wiesbaden, den 12. Mai 1875. Königl. Polizei-Direction. v. Strauß.
Edictalladung.
Nachdem über das Vermögen der Wittwe des HoffriseurS Georg Adam Schröder, Wilhelmine, geb. Joost, in Wiesbaden rechtskräftig der ConcurS erkannt worden ist, wird zur Anmeldung sowohl persönlicher als dinglicher Ansprüche Termin auf Mittwoch den ko. Juni l. I. Morgens 9 Uhr unter dem Rechtsnachtheil deS ohne Bekanntmachung eines Präclusiv-Bescheids von Rechtswegen
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Lenons de langue fran^aise, Litterature et Correspondance.
S’adresser ä Mr- Chabert, grosse Burgstrasse 2a, an 1er- 8793
Ein Stück Bleichwiese im „Nerothal" ist abzugeben. Näh
Feldstraße 7. 10438
Wtsbsdemr TsgblsU.
Gegründet 1852.
Wiesbaden, den 14. Mai 1875.
43______________ KSuigliches Amtsgericht VI.
Zufolge Auftrags des Königl. Amtsgerichts dahier vom 13. Mai werden Samstag den 22. Mai I. I. Nachmittags 3 Uhr in dem hiesigen Rathhause 1 Theke und 3 große Bilder in Goldrahmen ■ ■ ■ Der Gerichis-Executor.
IMetenmüIile.
Btömisch - irische Bäder
Täglich
(von 1—4 Uhr für Damen). 408
Naturheilanstalt Nerothal.
’äßir' wenden uns darum vertrauensvoll an die Liebe und Mildthätigkeit unserer Miibrüder und Bitten dringend, in H-r-- ”*"*"* troffenen durch milde Gaben, zu deren Empfangnahme zeichneten gerne bereit ist, unterstützen zu wollen.
Gott wolle dieser unserer Bitte offene Ohren und Herzen eutgegenserrden! Der Königl. Landrath Fonck zu Rüdesheim. Der Königl. Amtmann Habel zu Braubach. Der evang. Psarrer Wtlhelmt daselbst. Der kathol. Pfarrer Ohler daselbst. Der Bürgermeister Friedrich daselbst. Der evang. Pfarrer Kimmel zu Dachsenhausen. Der Bürgermeister Wagner daselbst.
aur Annabme und Uebermittelung von Gaben erklären wir mtS wieder-
