Wiesbadener Tsgblstt
Expedition: Langgasse No. 27.
M 17. Donnerstag -en 21. Januar 187S
„Ausgefertigt“ und der Name deS einiragenden Beamten. Rechts und links daneben die Worte „Fünf Mark“.
Dieser Schein ist auf beiden Seiten mit einem filbergrauen lieber- druck versehen.
2. Reichs-Kassenscheine zn 20 Mark.
Beschreibung
der nach dem Gesetze vom 30. April 1874 (Reichs-Gesetzblatt Seite 40) auszugebenden
Reichs-Kassenscheine zu 5, 20 und 50 Mark.
A. Allgemeine Kennzeichen.
Die Reichs-Kassenscheine sind auf Hanspapier mit Wafferzeichen gedruckt. Die Schauseite derselben ist in Kupferstichdruck, die Rückseite in Buchdruck ausgeführt.
Die Schauseite enthalt den Text
REICHS-KASSEN-SCHEIN
GESETZ VOM 30. APRIL 1874
FÜNF, ZWANZIG, FÜNFZIG MARK
BERLIN, DEN 11. JULI 1874
REICHS-SCHULDEN-VERWALTÜNG Lowe. Hering, liötger.
das Reichswappen und die Strafandrohung:
„Wer Reichs-Kassenscheine nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachte oder verfälschte Reichs-Kassenscheine wissentlich in Verkehr bringt, wird nach §§. 146 bis 149 des Strafgesetzbuchs vom 15. Mai 1871 bestraft“.
Die Rückseite zeigt auf farbigem Unterdrück die Serie, Folium, Littera und Nummer, sowie die Unterschrift des ausfertigcnden Beamten.
B. Besondere Kennzeichen.
1. Reichs-Kassenscheine zu 5 Mark.
Dieselben sind 8 Centimeter hoch und 12,5 (Zentimeter breit. Als Wasserzeichen erscheint in der Mitte die Kaiserkrone und unter der- selben die Zahl „5".
Die Zeichnung der Schauseite in stahlblauer bis zum tiefften Schwarz abgetönter Farbe enthält in einem Mittelfelde auf guillo- chirtem Grunde den Text und den Reichsadler, unter welchen zwei sitzende Kinder ein Laubgehänge halten. Die in Reliefmanier ausgeführten, mit Rankenverzierungen gefüllten Seitenfelder zeigen auf 2 dunklen guillochirten Schildern die Werthzahl „5*.
Eine Tafel mit der Inschrift „Reichs-Kassenschein“ bildet die obere Seite des Rahmens, testen untere Seite durch den die Strafandrohung enthaltenden Sockel begrenzt wird.
Die Rückseite, in blauer Farbe ausgeführt, stellt eine gemusterte Fläche dar, deren Zeichnung mittelst mechanischer Vorrichtungen hergestellt ist. Dieselbe enthält als Mittelfeld eine guillochirte, mit ber Umschrift „Reichs-Kassenschein“ und der Inschrift „Fünf Mark“ versehene Rosette und zwei Seitenfelder mit der Werthzahl „5", welche in der Zeichnung gleich, in der Ausführung aber da- durch unterschieden sind, daß die in dem einen hell erscheinenden Theile, in dem anderen dunkel hervortreten.
Auf der linken Seite steht über der Zahl „5" Serie und darunter Folium, auf der rechten Seite oben die Littera und unten die Nummer.
Auf der unteren schmalen guillochirten Leiste steht das Wort
Dieselben sind 9 (Zentimeter hoch und 14 (Zentimeter breit. Als Wafferzeichen erscheint in der Mitte die Kaiserkrone und unter derselben die Werthzahl „20".
Die Schauseite ist auf blaßgelbem Unterdrück in grüner Farbe ausgeführt, deren tiefste Stellen fast schwarz erscheinen. Die Zeichnung der Schauseite enthält auf der linken Seite ein dunkles in Reliefmanier ausgeführtes Feld, von welchem ein ovales Schild mit dem Reichsadler, sowie der verzierte Anfangsbuchstabe R sich hell abheben.
Ein Herold hält das von dem Kranze umgebene Schild mit der Werthzahl „20". Früchte und Embleme liegen zu feinen Füßen auf einem Sockel, welcher die Strafandrohung enthält. Zu beiden Seiten des letzteren sind guillochirte Felder mit der Werthbezeichnung „20 Mark“ angebracht.
Der Text füllt die rechte Seite des Scheines, dessen Hintergrund mit einem guillochirten Muster versehen ist, auf welchem Blattranken als Fortsetzung des Anfangsbuchstabens R sich ausbreiten.
In der pantographirtm Randleiste erscheint in vielfacher Wiederholung die Zahl „20".
Die Rückseite zeigt auf blaßgrünem gemusterten Unterdrück eine aus 3 kreisförmigen Figuren gebildete Zeichnung, welche die Werthangabe in Worten und Zahlen, sowie das Wort „Reichs-Kassenschein“ enthält.
In dem mittleren größeren Kreise erscheint, mit dem Ornament verbunden, unter einem Hellen Schilde mit der Bezeichnung „20 Mark 20“ der Reichsadler.
Auf der linken oberen Seite steht Serie und Folium, auf der rechten Littera und Nummer. In der unteren rechten Ecke befindet sich der Name des Ausfertigers.
3. Reichs-Kassenscheine zu 50 Mark.
Dieselben find 10 (Zentimeter hoch und 15 (Zentimeter breit. Das Papier enthält als Wasserzeichen in der Mitte den Reichsadler dunkel in Hellem kreisförmigen Schilde. Rechts und links daneben die Zahl „50".
Die Schauseite zeigt in einem breiten verzierten Rahmen, dessen 4 kreisförmige Eckstücke den Reichsadler enthalten und auf dessen Seitenfeldern die Bezeichnung „50 Mark 50“, in dessen oberen Felde das Wort „Reichs-Kassenschein“ und in dem unteren die Strafandrohung steht, zwei geflügelte Figuren, welche die Kaiserkrone tragen. Den Hintergrund für die letzteren bildet ein teppichartiges Muster, dessen Mitte in einer Rosette besteht, auf welcher die Werthzahl „50" hell und der Text dunkel erscheint.
Der Druck der Schauseite ist in brauner abgetönter Farbe auf blaßgrünem Grunde ausgeführt. Die Rückseite bildet eine gemusterte, in 2 Farben, gelbbraun und grün, ausgeführte Tafel. Dieselbe besteht aus drei Rosetten, von denen die mittelste die große Werthzahl „50" in Zahlen, die beiden anderen „Fünfzig Mark“ in
