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Wiesbadener Tsgblatt.

Gegründet 1852.

Expedition: Langgasse No. 27._____

jYo LG. Mittwoch Sen LG. Januar L87S.

Edictalladung.

Nachdcui über das Vermögen des Kohlenhändlers EmilWillms zu Wiesbaden rechtskräftig der Concurs erkannt worden ist, wird zur Anmeldung sowohl persönlicher als dinglicher Ansprüche Termin auf Samstag den 23. Januar 1875 Morgens 9 Uhr unter dem Rechtsnachtheil des ohne Bekanntmachung eines Präclusiv-Bescheids von Rechtswegen eintretenden Ausschlusses von der vorhandenen VermögcnSmasse anberaumt.

Wiesbaden, den 14. December 1874.

43_______________Königliches Amtsgericht VI.

Bekanntmachung.

Mittwoch den 3. Februar l. Js., des Vormittags um 10 Uhr anfangend, werden die zur Erbauung von Villen mit Parkanlagen bestimmten drei Parzellen im fiskalischen Walddistrict Schlangen- baderwand von zusammen 0,9745 Hector Flächengchalt mit Holzbestand, an dem Badeort Schlangenbad belegen, an Ort und Stelle öffentlich versteigert.

Die Licitations-Brdingungen liegen bei dem Unierzeichneten zur Einsicht bereit.

Forsthaus Chauffeehaus, den 18. Januar 1875.

Der Königliche Oberförster.

321______________________________Hehmach._______

Bekanntmachung.

Für den städtischen Eurfonds lind 15,000 Ma k auf erste Hypotheke gegen doppelt gerichtliche Sicherheit zu 5°/o auszuleihen.

Wiesbaden, den 16. Januar 1875. Der Oberbürgermeister.

Lanz.

Bekanntmachung.

Betr. das Miliiär-Ersatz-Geschäft pro 1875.

Unter Bezugnahme auf die Vorschrifien der §§. 58 und 59 der Miütär-Ersatz-Jnstruciion und der Ausführungs-Verordnung vom 26. März 1868 werden alle dermalen dahier sich aufhaltenden männlichen Personen, welche

a) in dem Zeitraum vom 1. Januar bis 31. December 1855 geboren und Angehörige des oeutschen Reiches sind;

b) dieses Alter bereits überschritten, aber sich noch nicht vor einer Ersatz-Aushebungs^ Behörde zur Musterung gestellt;

c) sich zwar gestellt, über ihr Militär-Berhältniß aber noch keine feste Bestimmung erhalten haben, auch die mit Recmten- Urlaubspaß versehenen Militärpflichtigen,

hiermit ausgefordert, sich zum Zwecke ihrer Aufnahme in die Militär-Stammrolle in d-.n NachmiitagSstunden von 3—6 Uhr in dem Rathhause, Zimmer Nr. 21, dahier zu melden und dabei ihre Geburtsscheine, sowie die etwaigen sonstigen Atteste über ihr Militärverhältniß (Loosungsschein und Gestellungs-Attest) vorzulegen.

Die in hiesiger Stadt Gebornen find zur Vorlage eines Geburts­scheines nicht verpflichtet. ■

Für die dahier heimathberechtigten oder hier gebornen, aber ab­wesenden Militärpflichtigen müssen die Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherren die Anmeldung beivirken.

Die Unterlassung dieser Anmeldung wird mit Geldstrafe bis zu 3q Mark oder entsprechender Gefängnißstrafe geahndet.

Militärpflichtige, welche in Anbetracht häuslicher Verhältnisse Zurückstellung oder Befreiung vom Militärdienste beanspruchen, haben die dcsfallsigen Gesuche bis zum 15. Februar e, dahier vorzulegen.

Nicht rechtzeitig eingereichte Gesuche können keine Berücksichtigung finden. Der Oberbürgermeister.

Wiesbaden, den 16. Januar 1875. Lanz.

Bekanntmachung.

Donnerstag den 21. Januar l. IS. Nachmittags 3 Uhr wollen die Erben der Friedrich Daniel Koch Wittwe von hier das zu dem Nachlaffe derselben gehörige Wohnhaus mit Hinter­gebäuden und 11 Ruthen 73 Schuh oder 2 Nr 93,25 siZ»M. Grundfläche, Nr. 479 des Lagerbuchs, belegen in der Steingaffe Nr. 22 zwischen David Weber und Adam Cramer, in dem Rath- hause dahier abtheilungSholber versteigern laffen.

Wiesbaden, 7. Januar 1875. Der 2te Bürgermeister. §414 Coulin.

Ourhaus zu Wiesbaden.

Mittwoch den 20. Januar Abends 8 Uhr:

■ U a r nevals-Coneert des städtischen Lur-Urchesters unter Leitung des Capeilmeisters Herrn Louis Lüstner.

P R <> <4 1t AMU.

! 1. Narrhalla-Marsch von Zulehner.

■; 2) „Eine Carnevals-Ouverture“ von R. Genee.

ä 3) Sonderbare Variationen über „Die tbdte Lotte“ von Reinhold. ,

4) Auf Verlangen: Gedämpftes Trompeten-Fricassee mit Posaunen-Bellage, aufgetragen von den Herren Kapp, Müller, Jahn, Raidt und Stolz.

5) Grosse Fantasie-Lapalie im ländlerischen Styl, auf der Violine vorgetragen von Herrn Professor'Hegr atezy. (Auf der Durchreise.)

(i) Der grosse Krach! Polka von Oser.

7) Elegie aus „Zehn Mädchen und kein Mann“ von Suppe, auf der Maultrommel vorgetragen von einem bescheidenen Künstler.

8) Der Andreasmarkt zu Wiesbaden oder Matern aller Art. Meteorologische Culturgeschichtsstudie mit Prolog, Epilog und musikalischen (?) characterköpflichen Trio-Beilagen in form­losester Marschform, nach der Natur von Carlchen Miesnick.

Bekanntmachung.

Nach §. 39 des Gesetzes über die Beurkundung des Personen­standes und die Form der Eheschließung vom 9. Mürz 1874 ist jeder Sterbefall spätestens am nächstfolgenden Tage dem Standesbeamten anzuzeigen, und nach §. 43 darf ohne Genehmigung der Ortspolizeibehörde keine Beerdigung vor der Eintragung des Sterbefalles in das Sterberegister stattfinden.

Damit den Anzeigepflichtigen Gelegenheit gegeben werde, auch an Sonn- und Feiertagen ihrer Anzeigepflicht bezüglich der Sterbe- fölle genügen zu können, ist bei dem hiesigen Standesamte die Geschäftsstunde an Sonn- und Feiertagen auf Vormittags vor» 9 bis 10 Uhr festgesetzt worden.

Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß ge­bracht, daß alle am vorhergehenden Tage vorgekommenen und nicht veranzeigten, sowie die in der darauffolgenden Nacht vorgekommenen