18741
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261. Auf Vortrag des Oberbürgermeisters, daß wegen eingetre. tener Erhöhung der Accords- und Arbeitslöhne für die Fortschaffung des Hauskehrichts die Erhöhung des Minimalsatz-s des Abonnementspreises, sowie der AbonnementSpreife überhaupt gerechtfertigt er- scheinen dürfte, wird in den Vorstehern Beckel, Schreiner und Gaab eine Commission zur Regelung dieser Angelegenheit, resp. zur Vorlage geeigneter Vorschläge bestellt.
262. Auf Vortrag des Oberbürgermeisters, dre Festsetzung deS Bürgeraufnahme- und Antrittsgeldes für die nächstfolgenden fünf Jahre betreffend, wird beschloflen, daß es bei den bisherigen Beträ- gen auch für die nächsten fünf Jahre sein Bewenden behalten solle, d. h. daß als Antrittsgebühr für den Antritt des angeborenen Bürgerrechtes in hiesiger Stadtgemeinde 10 Gulden, als Aufnahmegeld von solchen Personen, welche aus anderen Gemeinden deS Königreichs Preußen und des deutschen Reiches in die hiesige Stadt- gemeinde als Bürger ausgenommen werden, 60 Gulden und von Ausländern (nicht dem deutschen Reiche Angehörigen) 120 Gulden erhoben werden sollen. Die Erhebung einer Armentaxe von 200 Gulden von Ausländern soll in Wegfall kommen.
263. Die Baucommission erstattet Bericht zu dem Gesuche deS SteinhauerS Philipp Knauer von hier um Gestattung der Er- bauung eines Landhauses an der oberen Frankfurterstraße und wird nach dem Anträge der Commission beschloffen, zu erwidern, daß unter den von Königlicher Kreisdauinspection vorgeschlagenen Be> dingungen und unter den weiteren Bedingungen von hier auS gegen die Genehmigung desselben nichts einzuwenden sei, daß
1) Gesuchsteller sich dahier zu Protocoll verpflichte:
a) den für die Canal- und Trottoiranlage in der Frankfurterstraße auf fein Bauterrain sich zu 270 Thlr. berechnenden Beitrag an die Stadtcaffe zu bezahlen;
b) die für die im Specialbebauungsplane vorgesehene Straße erforderliche Grundfläche auf die Länge seines BauterramS der Stadtgemeinde frei hinzulegen und demgemäß schon jetzt mit der Einfriedigung seines Besitzthums in das roth eingezeichnete Straßenalignement zurückzmücken und
2) Gesuchsteller oder der spätere Besitzer des Hauses einen Anspruch an die Stadtgemeinde auf Herstellung dieser Straße erst dann erheben könne, wenn er seinerseits die Kosten dafür der Stadt disponibel stelle.
Dieser letztere Grundsatz soll in Zukunft gegenüber allen Bau- Unternehmern u-d Hauseigenthümem in Landhausquartieren zur Anwendung kommen. m .
264. Auf Vorlage des Kostenanschlags über die Verlegung des Faulbaches in die Friedrichstraße von der englischen Kirche bis an das Casinogebäude, wird beschloffen, diesen Etat im Kostenbeträge von 9000 Thlr. zur Ausführung zu genehmigen. Die Backsteine und der Binger Kalk sollen für sich im Submissionswege vergeben, rcsp. dem Accordanten der Maurerarbeit von der Stadt geliefert und die Grundarbeit, Sandlieferung und Maurerarbeit zusammen an einen Accordanten im Submissionswege vergeben werden.
265. Die Rechnung von Joseph Haagen m Biebrich über die Ausbaggerung des Cursaalweihers im Betrage von 1627 Thlr. 2 Sgr. soll auf den Ueberschuß des 1873r CurbudgetS übernommen werden. _ . .,
266 Zu dem unterm 14.1. M. zwischen den Eheleuten Heinrich Mayer und Caroline, geborene Faust, den Eheleuten August Berghof und Helene, geborene Faust, sowie dem Wittwer Georg Berghof von
Wiesbadener Tagblatt
Amtliches Organ fite die Stadt Wiesbaden.
indi/ii M" werden.
IlW 257. Das Gesuch der Stadtgcmeinde Biebrich um micthweise bellaffung eines der hiesigen städtischen Leichenwagen für die Zeit n 3 bis 4 Wochen, während welcher der dortige Leichenwagen lobirt werden soll, wird, da die hiesigen Leichenwagen nicht ent« Itlid) find, abgelehnt.
>' 1..... 258. Auf die Eingabe des W. Murray dahier, betreffend die
ie nMamng des von ihm projectirten Kunst- und Leihinstituts (Museum Rech , Kunstgegenstände) hinter der neuen Colonnadc im Anschlüsse ock 1H diese, wird zu erwidern beschlossen, daß der Gemeinderaih beere, diesen Platz nicht in Aussicht stellen zu können, da insofern Bebauung desselben überhaupt von Königlicher Regierung gc« s; ,l!.ftti werde, bereits anderweitig über denselben verfügt sei.
ow,13 259. Das Gesuch des Zimmermeisters Bernhard Jacob von hier, —-Messend die Anlage eines Weges von der oberen Geisbergstraße die Ringstraße, wird der Baucommission zur Prüfung und Riqe ÄMichicrstattung hingewiesen.
Mw fl 260. Auf Schreiben des Vorstandes des Verschönerungsverems siallchnO-r vom 9. l. M., betreffend die Erbauung einer Wirthschcftshalle ZI. Jf1 dem Bürstadter Wartthurm, soll erwidert werden, daß die Frage WMtzlich-des von dem Gemeinderath in Aussiüt gestellten Beitrags w den Kosten der Erbauung jener Wirthschafrshalle bei Aufstellung —städtischen Budgets pro 1875 in weitere Erwägung genommen srden solle.
lä »gewiesen.
lr.5.1SI 256. Die weitere Eingabe des Directors der Nassauischen n Hml ischmi - Actien ° Gesellschaft, betreffend die Herstellung des nach der
12 schzucht-Anstalt führenden Consolidationsweges, soll ad acta ge-
,.L;ua aus dem Sihirrrgs-Protocoll des Gemeinde- rathes zu Wiesbaden vom 16. Februar 1874. eoenwärtiq: Der Gcmeinderath vollständig.
251 Die am 12. l. M. in dem städtlschen Walddistrikie „Kotzing j 2r Theil" ckbgehaltene Hol,Versteigerung wird auf den Ge- Clll®:Mjerlos von 599 Thlr. 28 Sgr. genehmigt.
, 121 252 Die am 9. d. M. stattzehabte Verpachtung mehrerer rn :m W t Gkmarkung Bierstadt belegenen, mit dem Cmhausc an die lli fdbfqemeinbe als Eigenthum übergegangenen Grundstücke wird _-■■■ 81 [j die jährliche Pachtsumme von zusammen 6 Thlr. 15 Sgr. ge- ^*•253.' Auf die mit Marginalschreiben Königl. Verwaltungsamts m 10. l. M. zur Berichterstattung hierher mitgelheilte Verfügung Iniql. Regierung, Adtheilung des Innern, vom 7. l. M. 1. B. r- Hi |5 betreffend die Ablösung der dem Fiscus obliegenden Last der hin. 12! äaßenunterhaltung in hiesiger Stadt, wird beschlossen, diesen r zu m igmstand der früheren desfallsigen Commission zur Prüfung und Zi« mchterstütung hinzuweisen.
- 254. Auf Vortrag des Oberbürgermeisters, betreff nd die Ab-
8 ihentng der Treppe am oberen Theile der neuen Colonnade, die m 1. tkge non Kändeln an beiden Colonnaden und die Asphaltirung 122 j Fußbodens in der alten Colonnade, wird beschlossen, den Stadt- .....12! Meister Hane zu beauftragen, über die beiden ersteren Aroeiten und ü, istenonschläge aufzustellen und vorzulegen und die Asphaltirungs- 16i beiten zur Vergebung alsbald auszuschreiben.
„ a_ :i 255. Das Gesuch der Backsteinlieferanten Levy, Maas & Comp. e. 12 hier, betreffend die Anlage eines Schienenüberganges Über den ta Bleidenstadterweg, wird der Baucommission zur Feststellung i Bedingungen, unter welchen diese Anlage gestattet werden soll,
