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daher zu einer Anordnung Seitens Königlicher Regierung keine Veranlasiung gebe.

190. Stadtbaumeister Hane legt die Skizzen für das Klein» kinderfchulaebäude an der verlängerten Schwalbacherstraße vor. Dieselben werden der Baucommission, verstärkt durch die Commission für die Kleinkinderschule, zur Prüfung und Berichterstattung hin- getviesen. Auch soll der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt über dieselbe gehört werden.

191. Weiter legt der Stadtbaumeister Hane die Skizzen für dre Mittelschule in der fortgesetzten Rheinstraße vor. Dieselben werden der Baucommission, verstärkt durch die Vorsteher Gaab und Dr. Schirm, zur Prüfung und Berichterstattung hingewiesen.

192. Zu dem Gesuche des Pferdehändlers Raphael Strauß da­hier um Gestattung der Errichtung eines Anbaues an sein in der Wellritzstrabe No. 15 belegenes Wohnhaus soll Willfahrung unter den von König!. Kreisbauinspection vorgeschlagenen Bedingungen beantragt werden. Auch erklärt sich der Gemeinderath damit ein­verstanden, daß von der Errichtung einer Brandmauer in a d des Situationsplanes abgesehen werden könne, wenn statt des über- hängeuden Giebeldaches in a d ein steinernes Gesims zur An­wendung käme.

193. Auf das Gesuch des Badewirths August Herber und des Metzoers Wilhelm Hees von hier, betr ffend die Herstellung deS städtischen Canals in der Saalgafse, wird zu erwidern beschlossen, daß eine Tieferlegung des fraglichen Canals, nachdem das städtische Budget pro 1874 bereits festgesetzt sei, für dieses Jahr unmöglich in Aussicht genommen werden könne und es den Gesuchstellern überlassen bleiben müsse, durch eine Röhrenleitung in den tiefer liegenden Canal des Römerbades ihr Kellergewäffer abzuleiten.

194. Auf Bericht des Stadtrechners Maurer vom 29. v. Mts., betreffend Ersatz zu den Canalkosten in der Nicolasstraße seitens der Nassauischen Staatsbahn, wird mit Rücksicht darauf, daß da) Gewäffer aus dem Directionsgebäude der Nasiauischen Eisenbahn in einen besonderen, auf dem Grund und Boden dieser Bahn be­findlichen Canal abgeleitet wird, beschlossen, den angeforderten Canal­kostenbeitrag von 207 Thaler 27 Sgr. vorerst abzuschreiben.

195. Auf das Gesuch des I. P. Schlier und Genossen um Herstellung des Trottoirs auf die Länge der fertiggebauten Häuser der fortgesetzten Rheinstraße soll erwidert werden, die Anlage eines asphaltirten Trottoirs solle erfolgen, sobald die Maurerarbeit an dem einen noch im Bau begriffenen Hause vollendet sei und wenn die Gesuchsteller sich dahier zu Protocoll verpflichten, die Mehrkosten des Asphalt-Trottoirs zu tragen.

197. Das wiederholte Gesuch des Kohlenhändlers Franz Braun dahier um pachtweise Uebrrlassung eines Theils des an seinem Kohlenmagazine in der Nicolasstraße vorbeiziehenden städtischen Feld­wegs wird abgelehnt.

200. Bezüglich der bevorstehenden Gemeindesteuerveranlagung wird beschlossen, daß die ledigen Dienstboten und Handwerksgesellen, die einzelnstehenden Taglöhner und Taglöhnerinnen, die Wäscherinnen, Nähmädchen und Büglerinnen, sowie die Schüler und Zöglinge der hiesigen Lehranstalten, sofern dieselben nur 1 Thaler Klasiensteuer zu zahlen haben, wie seither von Gemeindesteuer befreit bleiben sollen.

201. Auf Bericht der städtischen Curverwaltung vom 5. v. Mts., betreffend die Anlegung ihrer entbehrlichen Gelder bei der Sparkasse der Nassauischen Landesbank, wird beschlossen, zu genehmigen, daß die Curverwaltung ihre entbehrlichen Bestände bei der Sparkasse der

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üaenwärtig: Der Gemeinderaih mit Ausnahme des Vorstehers Meckel (dienstlich verhindert).

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187. Das Gesuch des Friedrich Christian Rossel dahier um Messung des seinen Bauplatz in der verlängerten Wellritzstraße J machenden städtischen Bachbettes gegen Austausch eines ent- gggl suchenden Theils seines GrundeigenthumS wird mit Rücksicht darauf, 7-7 dch eine Eintheilung des fraglichen Bauquartiers in Baustellen erst torgntommen und dabei versucht werden soll, das darin befindliche ; fl.,2,1 Mische Grundeigmthum zusammenzulegen, abgelehnt.

188. Auf das Gesuch des Metzgers Georg Weiüig und des : Mjilecfen Emil Schott von hier um Gestattung der Chaussirung

con der Parkstraße nach ihrer Besitzung führenden Weges auf fee Kosten wird zu erwidern beschlossen, daß diese Chaussirung nt-gi ui Mischerseils vorgenommen werden solle, wenn die Gesuchsteller sdjtniW sich zur Uebernahme der Kosten bereit erklärten. Cs solle demgemäß >. pichst ein Kostenanschlag über diese Arbeit ausgestellt werden.

..... 182. Die am 29. v. M. abgehaüene Versteigerung von Zink, Pumpen und Gehölz wird auf den Gesammterlös von hS 15 Thlr. 5 Sgr. genehmigt.

183. Die am 29. v. M. abgehaltene Verstergerung von Ma- iWut wird auf den Erlös von 5 fl. 31 kr. genehmigt.

184. Die am 2. l. M. abgehaltene Versteigerung von ca. 150 Gentner wir ü ][|eD1 Gußeisen und einer alten Pumpe wird bezüglich des Guß- Vji Uj, m auf das Gebot von 1 Thlr. 20 Sgr. pro Gentner und be- uber ml t,er Pumpe auf den Erlös von 3 Thlr. genehmigt.

'185. Die am 2. l. M. abgehaltene Versteigerung von ca. 89 Gentner chisemer Wafferleitungsrohre wird auf das Gebot von 2 Thlr. no ton-r aenehmigt.

186. Di" am 29. v M. in dem städtischen WalödistriktcMünz- n M itrg Abheilung 4 abgehaltene Holzversteigerung wird auf den ' >, kchmmterlüs von 3082 Thlr. 29 Sgr. genehmigt.

<,; aus dem Sitzungs-Protocoll des Gemeiude- ^^ rathcs zu Wiesbaden vom 2. Februar 1874.

Wiesbadener Tagblatt.

Amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden.

~ 189. Die mit Schreiben Königlicher Polizei-Direction vom

- FriW 27. t>. Mts. zur Kenntnißnahme abschriftlich hierher mitgetheilte . &rfügung Königlicher Regieruno, Ablheilung des Innern, vom 6t 61,8 20. 6. Mts. I. B. 273, auf "die Beschwerde des Jacob Rath

M. dahier wegen der für die Eröffnung des sechsten Bauquartiers Msgchelllen Bedingungen gelangt zur Kenntniß des Gemeinderaths.

3n dieser Verfügung heißt es unter Anderem, daß, wenn der .. Hge Gemeinderath es sich seither habe angelegen sein lassen, bei Di'. K« ta neu in Angriff genommenen Bebauung eines Bauquarliers eine hC ä der Bauplätze herbeizusühren, dieses Bestreben mit m Schicht auf den dadurch veranlaßten zweckmäßigen und gefälligeren @ent(irl klniban Anerkennung verdiene. Von dem Umstande, daß die Be- heiligten eine passende Eintheilung der Bauplätze beschlossen, könne Mssm die Ertheilung der polizeilichen Bauerlaubniß nicht abhängig letS iMcht werden, da die Anforderung weder in den geltenden Bau- >au e'tif Wristen, noch aus allgemeinen polizeilichen Rücksichten geboten |ti, ihre Erfüllung auch nicht in der Macht des Einzelnen liege. ' fitekt ^kbrigen müsse bemerkt werden, daß die Grundsätze, welche

10,1 der städtischen Verwaltung bei Heranziehung der Bauenden -- W Ersatz der Kosten für die in Anlaß einer Bebauung erforder- ch gewordenen Straßen- und Canalanlagen beobachtet worden m aus i M, nicht als im öffentlichen Jntereffe unzulässige angesehen werden __ ^Miea, die Beschwerde des Jacob Rath jun. in dieser Beziehung