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„r°gblat,.Ha»s". XDodbentltd* 12 r^usgcrven. „saaMatt.^us-nr.6650-53.
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„Tagblatt-HauS" Nr. 6650-53.
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«och, 7. Oktober 19!4.
Abend-Ausgabe.
Nr. 468» ♦ 62. Iahrgang.
<krsolareiche§ Vordringen in Russisch-Polen
l W U, * * crc Ausdehnung der Kampffront in gj kfranftreid}. Unveränderte günstige Lage.
Erfolg über die Küsten in Russisch-Polen.
3000 neue Gefangene.
>r ' B ' Großes Hauptquartier, 6. Oft., Ofj, (Amtlich.) Bei dem fortgesetzten Umfassungs- s>H der Franzosen gegen unseren rechten Hecres- ' c diurde die Kampffront bis nördlich A r r a s
Itaf Üeinti * Auch westlich Lille und westlich Lens Hilft Un, " tr c Spitzen auf feindliche Kavallerie. In Gegenangriffen über die Linie Arras- ljrs^E-Rope ist noch keine Entscheidung
h, qluf der Schlachtfront zwischen Oise und a bei Verdun und in E l s a ß - L o t h r i n g en
^, "ß Verhältnisse unverändert. — Auch von ^rpen ist nichts Besonderes zu melden, y dem östlichen Kriegsschauplatz wurde der rnssi- tz^°rmarsch gegen Ostpreußen im Gouvernement b et \. 3UMI Stehen gebracht. Bei Snwalki wird ^ ni > seit gestern erfolgreich angegriffen.
i, Russisch-Polen vertrieben deutsche Truppen am bkM.?der die russische Gardeschützen-Brigade aus der dj Stellung zwischen Opatow und Ostro-
^ud nahmen ihr etwa 3000 Gefangene, \ -' tc G c sch ü tz e und Maschinengewehre ab. W Oktober wurden zweieinhalb russische Kavallerie- und Teile der Hauptreserve von Fwan- JbtÜrf ° bei Radom angegriffen und ans Jwangorod %tuotien.
^ Berliner Prcsscstimmen.
Scti ?”£• Berlin, V. Okt. Zu den Meldungen aus dem . Hauptquartier heißt es im „Bcrl. Tageblatt": Die
Front von der Oise bis nach Verdun und nach jS scheint mit ungehaltenem Atem auf die Entschei- Alklj^ o r d w e st I i ch e n Frankreich zu warten. In ,Alhj aber wird ein Gegner dem anderen Tag und uchsg^ gegenüber liegen, um neue Vorstöße zu er>.
tW 111 * "Kreuzzeitung" liegt für unseren weiteren Fort-
"ski; uuf ^ westlichen Kriegsschauplätze ein be (§ e unwertes Eilige st n n d n i s vor. Der a in t -
jjjto ilhx^r"^sische Bericht vom 5. Oktober, nachmittag! Re„ ('..?ebt hervor, daß der Kampf auf dem linken franzö-
gervor, Lag oer iiampf aus oem tunen ftungu- scheel einen äußerst heftigen Fortgang nimmt. Der ™- J i Bigfjet noch unentschieden, aber an verschie- hätten die Franzosen zurückweichen und en müssen. Dieses in Zusammenhang mit *8- daß weitere Vororte von Paris in Feldstel-
^P>es^Ugewandelt worden seien, sei ein indirekter ^ahO' dafür, daß die. Kraft der französischen Armee zu rWeti beginnt und Die Entscheidung zu unseren
^her rückt.
aus dem Westen.
Aus S „ .. o» „ ... „ r „ .. ._ m „ „ s „ ,,
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^ b den K ä rn p f e n vor Verdun.
_ Flieger im Kampf gegen Artillerie, lttem Kriegsberichterstatter aus dem Westen.
H> Großes Hauptquartier, 30. September.
(Äitt ® e lucf)e der Schlachtfelder an der Ostseite von ^spie,'"sde ich Augenzeuge eines aufregenden Kriegs- % ri^ote« ,U d/n Lüften. Die Ostränder der Hügelkette ltz welche sich wie ein natürlicher Schutzwall vor
C e ”- n , in heißen Kämpfen von uns genommen V ®tbhi n l ere schweren Batterien stehen jetzt dort oben, w U ” i) durch den hohen Wald gut eingedeckt, so- gxMes D ' ugrifs als auch gegen Beobachtung. Ein fran- lA u nh Cr uach dem anderen wird angegriffen und still hj . dix . Uuaufhaltsam zieht sich der Einschließungskreis bie^iv ^urk vom Feinde besetzte Festung enger. Nun Franzosen selbstverständlich ganz genau, daß das ^unjerer schwersten Kaliber für sie das Ende be--
nicht daran denken können, sich gegen diese
ren
-bon '(uden Vulkane mit gleichen Waffen zu weh O 5c ’ e iss U,nevt tn letzter Stunde herangeführtc Marine-, ’^te C ' lBQ? nUr e ’ n Notbehelf —, so tun die Franzosen das ‘bifV^Ibart'^ tI, ” cn bu tun übrig bleibt: Sie machen mit
immer wieder kühne Vorstöße, welche sie an unsere Linien hcranfiihren, versuchen da-
Ein französischer Schlachtbericht.
c: Christiania, 7. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) Aus Bordeaux wird heute mitgeteilt: Die
Schlacht, .die am 4. d. M. nördlich von der Oise fortgesetzt wurde, ist äußerst heftig .gewesen, ohne ein entscheidendes Resultat zu erbringen. Bedeutende Massen deutscher Kavallerie sind zwischen T o u r - coing-Lens vorgedrungen.
Der Kampf vor Antwerpen.
Berlin, 7. Oft. Aus dem belgischen Orte Putte veröffentlicht die „Köln. Zeitung" Mitteilungen, nach welchen am 5. Oktober früh im Ncthegebiet heftig ge- kämpft wurde. Wahrscheinlich seien die Deutschen in nördlicher Richtung vorgerückt. Hier hätten sie bereits die Beschießung in der Richtung ans Antwerpen begonnen. Die Schrapnells hätten große Verheerungen in den Ortschaften drei und vier Kilometer von Antwerpen entfernt angerichtet. — Ein e n g- lisches, zwischen Linth und Lier befindliches Hilfskorps habe eine rückwärtige Bewegung beginnen müssen.
Rach einer Meldung des „Lokal-Anzeigers" ist das ganze belgische Feldheer zwischen Antwerpen, Lier und der Schelde konzentriert. Ein Entsetzungsversuch sei zurückgeschlagen worden.
In der „Vossischen Zeitung" schreibt deren militärischer Mitarbeiter: Haben die Engländer tatsächlich noch in der letzten Zeit Kräfte nach Antwerpen geworfen, so zeigt dieses von einem gänzlichen Verkennen der militärischen Lage. Sic müssen angenommen haben, daß die Schlacht an der Aisnc mit einem Erfolge der französisch-englischen Waffen endigen würde, so daß es wichtig war, daß sich Antwerpen bis zu diesem Zcitpunkr hielt. Andernfalls ist es schwer verständlich, weshalb sie ihre Verstärkungen nicht lieber in die Schlachtfront geworfen haben, um dort die Entscheidung zu beeinflussen. Uns kann cs nur recht sein, wenn sich in Antwerpen recht zahlreiche Engländer befinden und in die bevorstehende Kapitulation eingcschlossen werden.
Die Entsendung des englischen Ministers Churchill nach Antwerpen scheint sich zu beftäti- g e n. Churchill soll der Stadt dre Versicherung gegeben haben, daß die Verbündeten sie auch weiterhin b c s ch ü tz e n werden. Die „Deutsche. Tageszeitung" meint dazu mit Recht: Vielleicht sehen die Äntwcrpcncr bald ein, daß sie klüger getan hätten, sich mehr vor den Verbündeten als bor den Deutschen zu schützen. ,
Der amtliche belgische Bericht.
A Rotterdam, 7. Okt. (Eig. Drähtb-ericht. Ktr. Bin.) Eine ^amtliche belgische Mitteilung gibt bekannt, daß V e r st ä r k n n g e n in Antwerpen eingetroffen seien, die Bevölkerung müsse .aber wissen, daß das Schicksal des Landes und somit Antwerpens in jgdöm Augenblick an der A i s n e entschieden werde. Die Antwerpener Garnison sei stark. In der Kathedrale
bei besonders, unsere verdcrbcnsveienden schweren Mörser still zu legen und verschwinden schleunigst wieder, um alsbald an einer anderen Stelle aufzutauchen und uns zu befeuern. Dabei kommt den Franzosen die genaue Kenntnis des schwierigen, mit dichtem Walde bedeckten Hügelgeländes zugute, dessen Besitz von uns Fuß um Fuß erst erkämpft werden muß, während die Franzosen innerhalb des eingeschlossenen Ringes noch hinlängliche Bewegungsfreiheit haben.
Taucht nun eine dieser überraschend in Tätigkeit tretenden französischen ^ Batterien an einer Stelle auf, wo sio unserer Infanterie, Feldnrtillerie oder vorübergehend sogar einer schweren Belagerungsbattecic lästig werden könnte, so muß ihre Stellung möglichst rasch erkundet werden. Kennt man diese genau, so genügen meist wenige der mit unheilvoller Treffsicherheit von einzelnen unserer schweren Bat- teerien, denen diese Spezialaufgabe zufällt, gegen sie gerichteten Schüße, um die Franzosen zu vertreiben oder außer Gefecht zu setzen. Die Erkundung dieser stets wechselnden feindlichen Stellungen geschieht teils durch vorgeschobene Beobachtungsposten, die auf Bäumen oder an günstigen Aussichtspunkten an den Bergabhängen eine gegen feindliche Beobachtung vollkommen gedeckte Stellung eingenommen haben, teils auch durch unsere Bcobachtungsballons, die ihren Platz sehr schnell zu wechseln imstande sind und dem Feind oft die peinlichste Überraschung bereiten. Ist die Stellung der französischen Batterie erkundet, so wird sie telephonisch der in Betracht kommenden deutschen mitgeteilt, die den betreffenden Geländepunkt sofort unter Feuer nimmt. Der
wurde sine große Betstunde abgehalten. Ferner wird gemeldet, daß die Stadt nach der Zerstörung der Wasserleitung schon seit einer Woche ohne T r i n k w a s s e r sei, wodurch die Gefahr einer Epidemie in den ärmeren Stadtteilen nahegerückt sei. — Am Samstag drang deutsche Kavallerie über Dussel, das zuerst durch Artillerie zerstört Wunde, bis L i n t h vor, aber am Sonntag sahen die Deutschen von weiteren Versuchen ab, die istethe zu forcieren und zerstörten die Forts zwischen Senne und Schelde. Die Deutschen legten in die verzweifelt kämpfenden belgischen Truppen Bresche.
Lin norwegischer Sachverständiger über die unhaltbare Lage.
W. T.-B. Christiania, 7. Okt. (Nichtamtlich.) Unter der Überschrift „Vor dem Fall von Antwerpen" schreibt der militärische Mitarbeiter der Zeitung „Aften- p o st e n": Auf dem Gebiete des Festungskrieges ist
dieser Krieg eine e i n z i g e Reihe von Überraschungen gewesen. Die deutschen Belagerungs- Heere haben sich über die früheren dafür gellenden Grundsätze hinweggesetzt. Die modernen Begriffe über die Schutzmittel gegen die Artillerieseuer sind von den Kanonenschüssen der phänomenalen 42-Zentimeter- Mörser weggesegt worden. Diese neueste Methode, dürch welche die neuesten und stärksten Festungen soM- sagen von den deutschen Belagerungsheeren weg gepflückt werden, kann man mit Ehre als made in Germany bezeichnen.
wieder ein schwerwiegendes englisches Lingeftändnis.
W. T.-B. London, 6. Okt. (Nichtamtlich) Die „TimeL"^ schreibt: Di« deutschen Operationen zu La-nde grenzen cm
Tollkühnheit. Die Deutschen leisten <m-erkennenswc.rteiu Widerstand in ganz N o r d fr a n kreich und beschränken sich aus dein rechten Flügel keineswegs .ans die Abwehr. Sie machen große Anstrengungen, um Ä n t w e r p e n zu nehmen., umd haben.einige Fortschritte gemacht. Sie drangen zugleich von Ostpreußen her in Rußland cm und obwohl ihr Vor- nvarsch nach dem dijemen in alle Winde zerstreut ist, zeugt er von ihrem Mut. Sie rücken jetzt mit großen Massen in einer Front von 100 Meilen in Südpolen gegen die russischen Armeen an der Weichsel vor. N u r e i n e N a t i o n mit fünf Mil.lionen waffengeübter Männer konnte so viele Uri- ternehmungen zu gleicher Zeit versuchen. Die Deutschen weisen im ganzen sehr gute Leistungen auf, und wenn sie nur toüßten, den Krieg anständig zu führen, so wären sie würdige Gegner. .(Notiz des W. T.-B.: Die in den Ausführumgen der „Times" enthaltene Anerkenunug der deutschen Leistungen wiegt um so schwerer, als der Schlußsatz deutlich zeigt, wie widerwillig man sie uns zollt.)
wie es mit der Ausbildung des englischen Ersatzes steht.
W. T.-B. London, 6. Okt. (Nichtamtlich) „Daily Chroniclc" berichtet, daß in A ld c r f h o t rund 136 000 Manu aller Waffengattnugeu ausgebildet würden, die, sobald sie fertig sind, nach der Front abgeschickt werden wurden. Die Ausbildung mache trotz glänzen!>e.r Anstrengungen nicht den ge-
Erfolg jedes Schusses wird sogleich telephonisch, wenn angängig von zwei unabhängigen Beobachtern auf verschiedenen Plätzen, der Batterie gemeldet, ferner bestätigen ihn, wenn möglich, auch noch Lichtsignaldepeschen ganz weit vorgeschobener Beobachter. Es ist also möglich, wenn der erste Schuß zu kurz oder zu weit gegangen ist, schon den zweiten zu verbessern. Mit welcher Sicherheit dies geschieht, erfuhren wir bei einem unserer feuernden schweren Geschütze, welches eine unserer Infanterie und Feldartillerie wirkungsvoll bedrängende französische Batterie mit 16 Schuß vollkommen außer Gefecht setzte.
Mit die wertvollsten Dienste gegenüber dieser eigen- artigen beweglichen Taktik der französischen Feldartillerie leisten unsere Flieger, Sie überbringen mit größter Schnelligkeit Meldungen, auf Grund deren unsere Artillerieoffiziere in der Lage sind, die französische Stellung, die von dem Standort unserer Geschütze aus unsichtbar hinter Hügeln und Wald stehen, mit Hilfe weniger Richtkommandos mit Granat- oder Schrapnellfeuer zuzudecken. Wir Kriegsberichterstatter hatten bei einem Besuche der Schlachtfelder östlich von Verdun Gelegenheit, solch einen kleinen Ausschnitt aus dem großen Entscheidungsringen aus aller Nähe zu beobachten. Wir hatten uns aus dem am Tage zuvor in heißen Kämpfen, deren Spuren man noch auf den Waldwegen sah und von denen zahlreiche frische Gräber zeugten, dem glänzend verschanzten Feinde abgerungenen Ostrande der Cote einer schweren Batterie genähert, welche ein gegnerisches
