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Verlag Langgasse 21 12 KUZaLlbeN»Tagblatt-Haus" Nr. 6650-53.

Säurt«, t.Tagblatt-Haus". ** Bon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntags.

gköffnet von 8 Udr morgons bis 8 Uhr abend». CSv / ^SCsß%&-* _ ___

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otjne Bringerlohn ffl. 3.- vierteljährlich durch alle d-ui^en Polin,iltnlte», aus,ckl,Mich fj An»Äen M PI« für alle auswärtigen Anzeigen: I Wl für orrliche ReNanie,,: 2 Mk. Kr °>l«7°rl,g-

- Bezugs.«cit-llungen nehmen antzerdem entgegen: in Wiesbaden die Zweigstelle.Bis- ß' Reklamen Ganze halbe drittel und viertel Seiten, durchlauft,id, nach besonderer Berechnung

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di.

Tagblatt-HauS" Nr. 6650-53.

Von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntags.

ReWwn '7a.be « .TSff SitaTSuÄÄ na^^id'erer. Berechnunm

Bei wiederholte/Äufnahme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwitchenraumen entiprechendkr^iachlab^

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Berlin-Wilmersdorf Güntzelstr. 66. Fernspr. : Amt Nhland 450 u. 45t. Tagen und Platze» wird keine Gewahr vernommen.

^nstag 6. Oktober *914.

Abend-Ausgabe.

Nr. 466, . 62. Jahrgang.

Der erste Sturm auf Tsingtau »vier blutigen Verlusten zurückgeschlagen!

6. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.)

Z. am Mittag" meldet über Rotter- »crj.'^ei dem ersten Sturm auf die Jnfan- E^ke von Tsingtau wurde» die vereinigte« d«l, »5 "nd Engländer mit einem Verlust Mann znrückgeschiagen. Die der deutschen Minen, Weschütze ^Maschinengewehre war vernichtend. l>v,,?echte Flügel der Verbündeten wurde österreichischen KreuzerKaiserin dvg^^eth"nd dem deutschen Kanonen-

wirksam beschossen. Die ^5-n Verluste sollen nur geriirg sein, ^""er warten Verstärkungen ans

£r* "b.

rf cf)toffenc Stimmung unter der Besatzung.

Dig Löln, g, Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.)

Zeitung" veröffentlicht bas Schreiben eines lilh^ Opfers aus Tsingtau, wonach alles was I an wehrbarer Mannschaft befindet, dort

tÜLz^Ist ist. Das in Tientsin und Peking »^^tachement rückte bereits am ersten »rcksi^achiungstag ein, und die im chinesischen Reich

wohnenden

L a nd w ch r l e u t e

sind von

dry, Zeiten herbeigeeilt. Die (Stimmung war seit tzhk.Wtreffen der englischen Kriegserklärung tief- N er ruhig und entschlossen. Unsere Truppen »1 an die Zähne q e r ü st c t so schließt dre -- leicht soll es dem Gegner nicht werden, Lu bekommen.

°'üe Genugtuung über die deutsch-österreichische

. n Waffenbrüderschaft.

Werbung unserer Berliner SchriftlLUnng.)

-Berlin, 6. Oft. (Eia. Drahtbericht) Zu

dam

A ''istko n ' ' 6. Oft. (Eig. Drahtberrcht) .

?ftr; bet Tsingtau erfahren wir noch, daß auch m Sj, 1 Ueranitlichen Kreisen mit besonderer SL ltnö Genugtuung das Eingreifen des öster- KriegsschiffesKaiserin Elisabeth" wird, ebenso die Tatsache, daß nun auch im Mte Ct S Osten die treue Waffenbrüderschaft zwischen und Deutschland sich bekundet. Die Verteidigung des kleinen Tsingtau und Rtzv,, ^d'ing aber wird in ganz Deutschland Be- hr '^6 und Dankbarkeit wecken.

Tier mit ihrem Eisenbahn- ^ick^nommen. -§ortgs setzte erfolg-

RämDse auf dem westlichen Mgel in Frankreich.

Trostes Hauptquartier, 6. Oft., 5ltfr Amtlich.) Bor Antwerpen sind die Forts Lz B r o e ch c m zum Schweigen gebracht. ^ Lier und das Eisenbahnsort an - Mecheln-Antwerpe« sind genommen.

il>r k-! dein rechten Flügel in Frankreich wurden erfolgreich fortgesetzt, gewannen die gegen die Weichsel vor-

Zutschen Kräfte Fühlung mit den rnssi-

^ruppen.

. Tjj,, ^cise des Königs aus Antwerpen? sticht b- Oft. TieKöln. Ztg." gibt einen Draht- '* bet der holländischen Grenze wieder. Danach o eist,, "Nlg der Belgier bereits von Jlntwerpcn ab- ^s habe sich nach O st e n d e begeben, um dort ." 1 ü c j v 11 ? Kreuzer nach England überzusetzen, Ä'ch um mit der englischen Regierung zu be- si>>, x 7. eich^eitig wird aus dem Haag gemeldet, iMfet) , 1 i.sei unerwartet auS dem Haag cinge- ' -hont?? die Belgier zu äuperstem Widerstand gegen Aachen

zu

nnznfenern.

ÄrFK König der Belgier als Kricqsprophet.

J TO{_ l «, 6.. Oft o« «I

&>

liktz?.Ä>i

, .... ,Laut derBoss. Ztl." aus,alpinen

.^gehenden Mitteilungen weilte der König Uch?o^."de Juni in dem Saas-Fcer-Gebiet und

^rsaro" -. '7uer : i Cr,^° ^«leiten.

^tbun,

Tour von dem Führer Benedikt Als' der König die Kun>de von

6 des österreichischen Thronfolger er die Worte: In vier

einen Weltkrieg.

Erhielt, äußerte bn wir

Die granzosen treffen Vorbereitungen zu einem Rückzug.

Befestigung aller Städte in der Umgebung von Paris.

W. T.-B. Kopenhagen, 6. Oft. (Nichtamtlich.) Politiken"melden aus' London: Der Gouverneur von Paris hat Joffre vorgeschlagen, alle Städte rn der Umgebung von Paris zu befestigen, die bei dem Bor- rückcn der Deutschen widerstandslos in die Hände der Deutschen gefallen sind. Die Befestigung soll so stark wie möglich gemacht werden, so daß die deutschen Truppen bei einem neuerlichen Vorstoß auf wert stärkere Hindernisse und einen stärkeren Widerstand stoße» als bei dem Vorrücken auf Paris im August und September. Mit Billigung Joffres werden folgende Städte befestigt: Senlis, Gisore,

Marent, Montworench, Beauvais, Chantilly, Melun, Mantos, Mcaux. Die Garnisonen dieser Städte werden aus den Rekrutcn des Jahrganges 1914 sowie aus Divisionen einer Armee bestehen, die lsntcr Paus Leitung in Südsrankreich gesammelt wird, ^n Creusot wird Tag und Nacht an der Herstellmig schwerer Artillerie gearbeitet, die Mrtte Oktober ""die Front geführt' werden soll. (Notiz desWolfs- Bureaus": Aus dieser Meldung geht dsutlich hervor, daß die Franzosen mit einem erfolgreichen Vorgehen der Deutschen rechnen.)

Die französische Auffassung über die Entscheidung.

W. T.-B. Paris, 5. Oft. (Nichtamtlich.) Eine an­scheinend offiziöse Meldung desFigaro" besagt, mim dürfe das Ergebnis der Schlacht erst in vier bis fünf Tagen erwarten. Wenn auch die Deutschen an ver­schiedenen Stellen erschöpft scheinen, so müsse man doch bedenken, daß die französischen Führer die Truppen schonen wollten.

Der französische Tagesbericht.

Gens, 6. Oft. (Eig. Drahtberrcht. Ktr. Bin.) Der anitliche französische Schlachtbericht vom 5. Oktober habt hervor, daß auf dem linken französischen Flügel die Schlacht einen äußerst heftigen Fortgang finde, daß der Kampf jedoch bisher nnentschioden sei. Auf ver­schiedenen Punkten mußten die Franzosen zurück- weichen und Terrain aufgeben.

W. T.-B. Paris, 5. Oft. (Nichtamtlich.) Amtlich wird bekannt gegeben: Seit Sonntagnachmittag ist im Gebiet von Arras der Kampf in vollem Gange, ohne daß bisher eine Entscheidung erreicht wurde. Zwischen dem Oberlauf von Ancre und Somme, zwischen Somme und Oise war der Kampf weniger heftig. Im Gebiet von Soissons rückten wir vor und nahmen dort feind­liche Schüt,engräben ein. Fast auf der ganzen Front dauert die bereits erwähnte Kampfesstillc an. In Woevre machten ioir einige Fortschritte zwischen Aprcmont und der Maas und längs Rupt de Mad.

Neuerliche Verfolgung der Deutschen in Frankreich.

W. T.-B. Paris, 5. Okt. (Nichtamtlich.) Das Ober- kommando hat in Versailles durch Maueranschlag be­kannt gegeben: Jeder Deutsche, welcher hinter

der Front ^in Z i v i I k I e i d u n g angetroffen wird, wird als Spion betrachtet. Wer Zivilklcidktng ge­liefert hat, oder wer diese Tatsache kannte, ohne die Militärbehörde zu benachrichtigen, wird als Helfers­helfer betrachtet. Jeder Deutsche, welcher nicht auf den ersten Anruf steht, wird erschossen. Jede Truppe von mehr als drei bewaffneten Deutschen hinter der Front wird als bei Verübung von Räubereien erachtet und er­schossen. Jede Zivil- oder Militärpcrson, welche des Diebstahls auf den Schlachtfeldern überführt wird, wird vor ein Kriegsgericht gestellt.

Die engti'cke Meinung über die Kriegslage.

W. T. B.London, 5. Okt. (Nichtamtlich.) Der mili­tärische Mitarbeiter derTimes" schreibt in einer Über­sicht über die Lage auf dem Kriegsschauplatz: Selbst

wenn cs den Verbündeten gelingt, die Deutschen zu- rückzntreiben und den Russen auf dem östlichen Kriegs­schauplatz einen entscheidenden Sieg zu gewinnen, sind noch ungeheure Schwierigkeiten zu über­winden, die große Opfer kosten werden. Deutschland steht nach wie vor einig da, seine Hilfsquellen sind reich, seine militärischen Kräfte in der Haupt­

sache u n g e s ch w ä ch t und seine Arsenale und Werf­ten fernerhin imstande, dem Heere und der tzloue große Dienste zu leisten. Außerdem muß man damit rechnen, daß hinter den Stellungen an der Aisne mehrere ähnliche Verteidigungslinien errichtet worden sind und daß der Krieg an der gewaltigen osttiwcn Front mehrere Monate dauern wird.

Ungeheure französische Ofsizierverluste.^

TV. T.-B. Lyon, 5. Okt. (Nichtamtlich.)Progr^s schreibt: Infolge ungeheurer Verluste an Offi­

zieren mußte die französische Heeresleitung die Offi­ziere anweisen, mehr als bisher Deckung zu nehmen und waghalsige ?lngriffe nur im Notfälle zu unter­nehmen.^ ^Elnzösischen Heerführer am rechten Flügel.

Kopenhagen, 6. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Mn.) DerTemps" verosfentlichi eine detaillierte Übersicht über die S ch l a ch t a n d e r M a r n e, die zum Teil mit den eng- lischen Gerüchten üdereinstimmt. Dabei erfährt man zum ersten Male die Namen der beteiligten ftanzösischcn Gene­rale am rechten Flügel. Der dortige Kommandant ist Gene­ral Sarsail. Die Kämpfe bei Verdun und an der Obermaas leitet General Langle, die Kämpfe bei Vetryle General Fra n?oise F röche, die Kämpfe bei S e z a n n e General d' E s P e r y.

Niederlagen der französischen Zlotte vor Tattaro

Berlin, 6 . Okt. Airs Nordalbanien wird neuer­lich die Beschießung von Eattaro durch drei große französische Panzer und vier französische Kreuzer ge­meldet. Die Österreicher erwiderten das Feuer auf das energischste. Durch gut gezielte Schüsse wurden zwei Panzerkreuzer mehrmals g etro ff cn und mußten den Kampfplatz verlassen. Dem größeren der beiden Kreuzer wurden die Schlote glatt wegge- schosscn. Wegen schwerer Maschinenhavarie wurde der kleinere Kreuzer von dem größeren ins Schlepptau genommen und nach dem Kanal von Korsu geleitet.

Die revolutionäre Bewegung im Kaukasus. Die Angriffe der Perser auf die Nuffen.

W- T.-B. Konttantinopel, 5. Okt. WieTaswir-i- Efkiar" meldet, hatten die kaukasischen Behörden gegen d,e Muselmanen in der Umgebung von Batum, Adjora^ und Tschuruksu, die sich, inden, sie sich weigerte n, Militär-, dienste zu tun, erhoben hatten, muselmanische Truppen ent- sandt. die nun mit den Aufständischen gemeinsame Sache machten. Die Behörden mußten Artillerie gegen diese entsenden und konnten so eimgermatzen ernstere Zwischen­fälle verhüten.Taswir-i-Efkiar" erhält aus Wan ein Telegramm, daß die persischen Stämme, die zwischen der türkischen Grenze und dem Urmia-See wohnen, zu den Waffen greifen, um die dort befindlichen russischen Truppen zu verjagen. Die Perser griffen die Ruflen bei Nacht an. töteten mehrere und besetzten die bisher von den Russen innegehaltenen Gebiete.

Der englische Nlinenbrieg.

TV. T.-B. Christian,, i, 6. Ott. (Nichtamtlich.) Amtlich wird bckanntgegcbcn, das, der Kanal seit SamStag zwischen dem 51. und 52. Grad nördlicher Breite durch Minenleguns als gesperrt anzuschcn ist.

Zur behaupteten Ankunft von japanischen Truppen in Dünaburg.

Berlin, 6. Okt. Die Meldung von,der Ankunft der gelben Teufel in Dünabuvg bespricht dieGermanin" folgendermaßen: In den nrafurrschen Seen ist noch viel Platz. DieDeutsche Tageszeitung" meint: Vom

rein technischen Standpunkt «wäre eine solche sapanische Truppensendung nicht unmöglich. Als sehr unwahrscheinlich muß sie aber vom politischen Standpunkte betrachtet werden.

Die Russen an Weichsel und in den Rarpathen geschlagen.

TV. T.-B. Wien, 6. Okt. Amtlich wird verlautbar: Die Operationen in Russisch-Polen und Galizien schrei­ten günstig vorwärts. Schulter an Schnlter kämpfend, warfen deutsche und österreichisch-ungarische Truppe« den Feind von O p a t o w und K l i m o n t o w gegen die Weichsel zurück. In den Karpathen wurden die Russen am Uszakerpaß vollständig geschlagen.

Der stellvertretende Chef des GencralstabS v. H ö f c r, Generalmajor.