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Mittwoch M 2. April

1873.

No. 78.

566.

567.

«erden: 565.

des August Thomä und H. I. Haas dahier um Gestattung der Fabrikation von Feldbacksteinen auf ihrem an der Schwalbacher Chaussee belegenen Grundstücke, des Schreiners Heinrich Heiland von hier um Gestattung der Vornahme verschiedener Bauveränderungen in seiner an der Ecke des Hirschgrabens und der Webergasse be-

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Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderaths zu Wiesbaden.

Sitzung vom 10. März 1873.

Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren , Vorsteher Schmidt (dienstlich verhindert),

Fehr (verreist).

Zn folgenden Gesuchen soll Willfahrung unter den von König­licher Kreisbauinspection vorgeschlagenen Bedingungen beantragt

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Erbauung zweier Wohnhäuser mit Hintergebäuden auf seinen in der verlängerten Bleichstraße belegenen Baustellen soll berichtet werden, der Specialbebauungsplan Mer die in Rede kommenden Quartiere sei zwar von Königlicher Regierung noch nicht genehmigt, wenn aber dennoch die Bauconcession ertheilt werden solle, so müsse be­antragt werden, daß dies nur unter denselben Bedingungen geschehen könne, wie solche s. Z. dem Stadtdiener I. Trapp bei seinem Hause in der Bleichstraße gestellt worden seien. — Gleichzeitig soll um demnächstige Zurückgabe des Gesuches im Originale gebeten werden, damit der Gemeinderath wegen der darin enthaltenen Injurien eine Klage wegen Dienstehrenkränkung gegen den Gesuchsteller erheben könne.

573. Zu dem Gesuche des Gärtners Heinrich Wenzel dahier um Gestattung der Erbauung eines kleinen Landhauses auf seinem am Idsteiner Wege belegenen Grundstücke soll berichtet werden, daß unter den von Königlicher Kreisbauinspection vorgeschlagenen Be­dingungen und unter den. weiteren Bedingungen von hier aus gegen die Genehmigung desselben nichts einzuwenden sei:

1) daß Gesuchsteller die vor die roth punktirte Linie fallende Grundfläche unentgeltlich an die Stadtgemeinde abzutreten habe und diese Linie vom Bezirksgeometer abgesteckt werde;

2) daß Gesuchsteller sich dahier zu Protokoll verpflichte, die sich auf sein Bauterrain berechnenden Kosten der Trottoir- und Cynalanlage der Stadtgemeinde zurückzuvergüten, sobald von >en zuständigen Behörden die Herstellung dieser Anlagen ver­fügt und von der Stadtgemeinde erfolgt sein wird und

3) daß Gesuchsteller darauf aufmerksam gemacht werde, daß er bei der entfernten und hohen Lage seines Bauplatzes aus Straßenbeleuchtung und Wasserleitung nicht rechnen könne.

574. Auf Reproduktion des Gesuches des Maurers Johann Fritz von hier um Gestattung der Errichtung eines Anbaues an sein in der Wellritzstraße No. 15 belegenes Wohnhaus wird beschlossen, die in die Straßenlinie fallende Grundfläche feldgerichtlich taxiren zu lassen uni) mit dem Gesuchsteller und sämmtlichen Hauseigenthümern der von der Wellrihstraße rechts abzweigenden Sackgasse, welche allein ein Interesse an der Erbreiterung dieser Straßenstrecke haben, wegen des Ankaufs jener Parcelle in Verhandlung zu treten.

576. Auf den Antrag des, Hrn. Dr. Schirm wird beschlossen, Königliche Polizei-Direction zu ersuchen, den Bauenden, welche die Straße in einen unwegsamen Zustand versetzen, namentlich im Nerothale, aufgeben zu wollen, solche, während des Bauens wenig- stens für Fußgänger durch Legen von Dielen passirbar zu machen.

577. Auf biejnit Marginalschreiben Königlichen Verwaltungs­amts vom 6. l. M. zum Bericht anher mitgetheilte Beschwerde der Kaufleute Bimler & Jung und Genossen, betreffend die Vergebung der Lieferung von Promenadebänken . Und Stühlen für die städtische Kurverwaltung an I. Zmtgraff und W. Saßmann dahier, wird beschlossen, zu berichten:

1) daß nach xos. 1 der Bedingungen dem Gemeinderath die Wahl unter sämmtlichen Submittmten vorhehalten worden sei, rin zwingender Grund zur Annahme geringerer Waare, weil billiger, daher nicht vorgelegen habe;

"2) daß die Auswahl der eingesandten Musterbänke und Muster­stühle von der durch 2 Mitglieder des Gemeinderaths ver- stärkten Baucommission nach sorgfältiger Prüfung der Modelle

j 1' erfolgt sei;

3) daß der Anstrich der Muster, deren Untersuchung nach Länge

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deS Zimmermeisters K. W. Grün dahier um Gestattung der Anlage eines Zimmerplatzes und der Erbauung einer Zimmerwerkstätte auf seinem im Felddistricte „Auf der

. Sqitt" Äigputi3®tntibftüdc. / W’r» - 568. Auf Reproduction des Gesuchs des Heinrich See dahier und des Zimmermeisters Friedrich Rossel zu Dotzheim um Ge­stattung der Erbauung zweier Wohnhäuser auf ihren an der Adel-- baidstraße und Karlstraße belegenen Bauplätzen, wird beschlossen, zu berichten, daß nach der Zustimmung des Grundbesitzers Johann Seel zur Benutzung seines Grundstücks zum Anfahren der Bau­materialien zwar gebaut werden könne:, allein die Anlage .ort Straßen sei damit nicht gesichert^

■ 569. Mit Rücksicht darauf, daß der Verkauf des dem Central- studienfondS gehörigen, im XXIII. Bauquartier belegenen Platzes, welcher seither zur Erbauung einer Turnhalle für die beide» König­lichen Gymnasien in .Aussicht genommen war, bevorstehen soll, wird beschlossen, dem Director deS Gelehrten-GymnasiumS, Herrn Ober­schulrath Dr. Schwartz, die Mittheilung zu machen, daß der Ge- meinderath den beiden Gymnasien die Mitbenutzung der Turnhalle bet höheren Bürgerschule für das nächste Jahr nicht in Aussicht Mn könm: -—---1 ~"—

570. Auf Reproduction des Gesuchs des Maurers Anton Grün dahier um Gestattung der Erbauung eines Wohnhauses an der Ecke der Adelhaidstraße und Karlstraße, wird beschlossen, nach Lage bet Sache lediglich auf dem Beschlüsse vom 3. l. M. zü beharren, indessen aber die Grundbesitzer dieses Bauquartiers (deS XXIII:) zur Herbeiführung einer Einigung wegen der Eröffnung desselben einzuladen. , , « • :r\'

571. Zu dem Gesuche des Johannes de Laspee zu Geisenheirtt um Gestattung der Erbauung eines Wohnhauses auf dem de LaSP«e- fchen Bauterrain in der Friedrichstraße soll berichtet werden, daß so lange die Stadt noch nicht Eigenthümerin der fiscalischen Grund­stücke neben dem RathhauSgarten sei, von hier aus auch nicht in Verhandlungen mit den de LaSpoe'schen Erben wegen der Durch­führung einer Straße durch ihr Terrain eingetreten werden könne. «Bei einer Straßenbreite von nur 30 Fuß werde die Stadtgemeinde jedoch gezwungen sein, einen anderen Durchgang, etwa nach bet Wilhelmstraße, zu ermöglichen und werde dann die de LaSpee'sche «traße allerdings eiM'Sackgasse bleiben müssen. mmänitL ;f .

572. Zu dem wiederholten an Königliche Regierung gerichteten besuche deS Schreiners Heinrich Schlicht dahier um Gestattung der

Wiesbadener Tagblatt

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