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Verlag Langgasse 21

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lut> 111 den benachbarten Landorten und im Rheingau die betreffenden Tagblatt-Träger.

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FürdieAbend-AuSg. bisisuhr m ....... . „„. ... .. ,, ... m .. . .. , ... .. ... Für die Aufnahme von Anreigen an vorgklchriebknm

^ "k dir Morgen.«!,,,, bi? .^Ubr n-chmitta-i» Berliner Schriftleitmig des Wiesbadener Tagblatts: Berltii-Milmersdorf Gniitzclstr. 66, ücrnspr.: Amt Ilyland 45,0 n. 4.11. Tagen nnd Witzen wird vinr Nmäiir ubernommkn.

^nsiag 6. Oktober 1914.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 465. ♦ 62. Jahrgang.

Der Krieg.

rv Die Lage in Antwerpen.

Itn ^"penhagen, 5. Qkt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. fet: »Times"-Berichterstatter in Antwerpen mcl-

Dic a, an . Ibürt die Nähe des Feindes deutlich genug, feilten'sm. 5 .l'iud den ganzen Tag über von unge-

jtn Ar/, schenmenge an gefüllt, die zu ihrer gewöhn in j|, keine Ruhe mehr finden können. Überall tific» 1 /> ö uptstra ß e n ist der Bürgersteig aufge- ^ilitär'" aus Steinen sind Barrikaden gebaut.

/"kos und Rote Krcuzwagen bringen unaü- leiti, ^ r w u n d e t e von den äußeren Forts. Gleich- Hn r,„ 0tnttlcn iebeit Augenblick Scharen von Flücht-

ml"' '

aus der Umgebung an; die bieten ein Bild

!iih Verzweiflung und Not. Am Hafen rührt ^iin/.^^^ahnliches Leben. Den ganzen Tag hindurch

'an,„ .."'Nantes rteven. ^,cn ganzen -rag yrnourni o " stch Flüchtlinge an, die nach England und , sich einschiffen.

$Itn '"Ecrdam, 5. Qkt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Durain" ^ Mitarbeiter des „Nieutven Rotterdamsche , gefragte an der holländischen Grenze Flücht- TAntwerpen und teilt mit: Am Samstag früh.

v 4-fJvi1 14.(UU 4t. 144 11114. <4111 ^•^4411 IX’lM.y | 4 144/,

xL; n " le Wirkung der deutschen Artillerie erkannte, fett? kurze Zeit der Entmutigung. Man

fech angefangen, Verwundete aus denHospitälern ilfen Ä-^de fortzuschaffcn, auch waren die diploniati- kii!,. "Aretungen benachrichtigt, daß ste nach 2 ti­

li b e ... —n-*. -—_ .

>i«U e ll t>erfiebeln sollen. Aber schon mittags trafen

fetz /^utigende Meldungen ein, die dahin lauten, fe '- e belgische Besatzung mit englischen und fran-

Aische/puppen in Fühlung gekommen sei. Die bel-

Ü5l!?ni> ??köaten waren sehr erfreut und durchzogen ©tragen. - Dasselbe ° i’* 1 ^ die Deutschen von

neuem m Lanoe

Nb der belgisch-holländischen Grenze 'etfchierwn N N/,. erne Abteiluna Belgier vertrisben

... — Abteilung Belgier vertrisben, die sich in

SirH don Toureiibride zurückzogen. Dort haben mm°i?nchen sie nunmehr umzingelt. Das deutsche efeuer setzte den Wald in Brand.

**' bt e

"Times" den Fall Antwerpens vorbereitet und , liz Holland aufznhetzen versucht.

? 5 ^' 4 - Dkt. Die ganze Hoffnungslosigkeit

(Nit, Mandes von Antwerpen kommt deutlich in '/unes"-Artikel zum Ausdruck. „Wenn Ant- afe » /llt", so fragt die „Times", „was bedeutet 'fffeitb? 5 die Beherrschung der Unterscheide durch $Ü[)’ e 'r Denn Antwerpen wird dann ein neues i, ^ h a v e n und das Zentrum des deutscheil

an der Nordsee. Die Vernichtung der taJfetth her Niederlande ist Deutschlands Ziel.

. vi 7 >^?d mit Füßen getreten, wenn Antwerpen

dieser schamlose Raub Deutschlands gelingt."

"chrUte auf dem rechten deutschen Klügel.

fsf/f'. 5. Oft. N/f; Nt A

(Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Die

'.Arras dauern fort mit großer Erfolg- in!?ferst k-^ur die Deutschen. Ebenso eifrig setzt Gene- «-• D;,, /t ck seine Aktion in der Gegend von Rohe

>ttc, Nttttn gestehen ein, JM? wegen ernster

IJv». i^V|ivljv4i di,/ VW|) JUvyUl 441t >444

;i "c 5 [j, Gees äußeren rechten Flügels der allge- ^ ' • rt n vor dem Eintreffen von Verstärkungen

^Hstaminchleler Siinnnungelf.

Von lpcorg Klcibömcr.

--- -- . ,_, _ _ r ___

c/fen ^"Nel im Freudentaumel! Und heute nun tz»! Tag. Eben noch Aieht an meinem Hause

Kousiantinopcl, im September.

£00

noch zieht an meinem Hause

^i^uschei,-'. —st ."v o-“v- -• —. V-—>-

V Wettr" vorüber: ste folgen einem Trommler und

Ith« ifi ^^-QflPvrr 7' . . ^ . ... ..■£! p-V. - cw . j • . rr:

c istund singen dazu türkische Nationallieder, st, ^ der Eln kleiner Zug, denn wir leben im stillen lä/’N!?,, protzen Stadt Drinnen in den Hauptstraßen ’W'. fe ft,/v drüben jenseits des Goldenen HornS in />ose Kundgebungen eindrucksvoller. Da sieht vielen Fahnen oft nichts von den Straßen. Und

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sind ^ q/. den

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fej?’ e ien 9 r t ^ ci ! Völker Freude an Lichtern haben, so wird r?,. Zeißig illuminiert: Die großen statt-

!ki b /N i Qu c e Insten ganze Lichtreihen um die Linien der dtz/s' und der kleine Krämer behängt die Wand <>n x c Nt{tp t , nit Laternen. Am schönsten aber sind wieder

hu-.. 1t. r ry-fnX Snvt

% b ; ?ube 0|-

Nuia Nie der Minarehs glänzen diese drei Abende

Ne« 'üt/onreihen die kleinen Lämpchen, hoch >WkW> ^ ^achihi-- - - - —

am

Nitt" der ^""lihimmel, neben den pechschwarzen Sil- der 'A-n

en. Wer nicht weiß, wie innig in isla-

Nbe firf, e 5 n .Nr Staat mit der Religion verknüpft ist,

'»tz/dieT,., i Wohl Wundern, daß auch diese Staaten des e ’< fe lestlick, firfi ick -

b! ttu fltehnr östlich sich schmücken, weil — die Kapitnla- „ Ht )ouen werden'

Sabihtr i- *

leerpa msonen! Für manchen deutschen Leser viel-

fedt," der (Sinf ^ suc die in der Türkei lebenden Ange- N ficr, iLtztzchte eilt Wort von angenehmstem Klang Salle e§ fIi ” 0en ^ürde: „Du brauchst keine

L:der: „Der Schutzmann hat dir nichts

IL.

bedenklich wäre. — Der Sohn des Ministerpräsidenten Viviani, der als Infanterist mitkämpft, wird vermißt. Vermutlich ist er gefangen.

h<L Rotterdam, 4. Okt. Der Berichterstatter der „Daily Mail" meldete vom 26. September aus Amiens, daß die Deutschen am Tage vorher wieder in P e r o n n e eingezogen seien. Er war am Nachmittag dieses Tages in einem Dorfe in der Nähe. Die Artilleriegeschosse der Deutschen fielen immer dichter auf die Straße uttd auf den Wald. Der Be­richterstatter erklärt, sicher zu sein, daß die Deutschen in Peronne sich nur „vorübergehend" behaupten wollen, aber der Vorfall zeige, wie entschlossen der Geist ihrer Armee sei. Am nächsten Morgen wurde die französische Artillerie einem heftigen konzentrischen Feuer der Deutschen ausgeseht, das' den Franzosen ein Standhalten fast unmöglich machte. Die Franzosen mußten eine Stellung nach der anderen räumen, aber dennoch behaupteten sie sich. Um 4 Uhr wurde das deutsche Feuer schwächer.

Ein englischer Schlachtbcricht.

hd. Rotterdam, 4. Okt. Wie Londoner Blättern gemel» bet wird, fand ein weiterer Angriff in der Ebene der Oise nnd Aisne bei T r a c y I e Mont nördlich des Waldes von L'Aigle statt. Die Bewegungen des linken Flügels der Franzosen nördlich der Somme zielen dahin ab, sich immer mehr und mehr nach Norden auszubreiten. Dagegen ist aus der ganzen Front zwischen Reims und Woevre einigermaßen Ruhe eingetreten. Auf den Höhen des Woevre bei St. Mihiel wird indessen wieder heftig gekämpft. Die Franzosen ver­suchen mit wütenden Vorstößen gegen St. Mihiel zu Raum zu gewinnen.

Die Kopflosigkeit in dev französischen Armee.

(Aus dem Tagebuch eines französischen Truppenarztes.)

W. T.-B. Berlin, 5. Okt. (Nichtamtlich) Aus km in deutsche Hände gefallenen Tagebuch eines französischen Truppenarztes der 4. Kompagnie des 6. PiDNtner-Regiments sind uns nachstehende Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt worden:

Uber den Rückzug der Franzofen bei Pakiseul heißt es: Es gibt keine Ordnung und Disziplin mehr. Die Gene» Dalstabsoffiziere sind vollständig kopflos. Wir haben nichts vorgesehen. Man fühlt den Zusammenbruch. Es ist beinahe ein „Rette sich, wer kann!"

Aus dem Quartier bei Maisoncelles berichtet er: Die Verwundeten sind sämtlich — und das ist das empörendste — von zwei oder drei Kameraden begleichet, die nichts mehr und nichts weniger sind als Drückeberger. Es sind Soldaten aus dem Süden; sie sind umgekehrt, fast ohne zu kämpfen, und sind glücklich, einen Verwundeten zurückbringen zu können, um einen Vortvand für ihr Ausr,eisten zu haben. Nichtsdestoweniger bleiben sie Großmäuler und rühmen sich ihrer schönen Aufführung.

Über die Auflösung jeglicher Manneszucht berichtet fol­gende Stelle: Das Schauspiel in AttiJnh war widerwärtig. Es herrscht die Verrücktheit — und was außerdem das be­schämendste ist — die Plünderung. Soldaten erbrechen die Türen, trinken alle Weine und allen Alkohol, den sie finden, und plündern sogar die I u w eI.ie rkäden. Das sind keine Menschen mehr, das sind wildgewordene Tiere. Ein Infanterist vom 17. Korps, der überM feige floh, ohne zu kämpfen, brüstete sich damit, daß er einen ver­wundeten Deutschen durch Fußtritte getötet habe.

Über die Truppen aus dem Süden schreibt der Arzt: Die Truppen aus dem Süden sind hassenswert, und große

zu sagen!" dann hat man entett Begriff, welchen ange­nehmen Klang das Wort „Kapitulationen" für uns hat!); für die Türken dagegen ein Wort, das ihnen den Zorn ins Blut jagt, ein Wort, das ihnen ihre Minderwertigkeit im Ur­teil der europäischen Mächte ständig vorhält! Die Unter­tanen der Großmächte sind von der Verpflichtung der Steuerzahlung in der Türkei befreit; sie unterstehen nicht der türkischen Gerichtsbarkeit; ihre Grundstücke dürfen von türkischen Beamten nur in Gegenwart eines Konsulats­beamten betreten werden.

Seit langem war die türkische Regierung bemüht, dies« Ausnahmestellung der Fremden aufzuheben. Ein Staat nach dem^ anderen erklärte sich bereit zu Einschränkungen wenigstens, wenn — und dann begann der Handel; denn ohne Gegenleistung tat es kein Staat. Der europäische Krieg drängte solche untergeordneten Fragen zurück, und nun hat die türkische Regierung ohne irgend welche Rücksprache mir den Mächten oie Kapitulationen zum 1. Oktober aufgehoben. Und darum jubelt das- türkische Volk.

Dem schlichten rechtltchen Empfinden muß es als durch­aus berechttgr erscheinen, daß solche Zustände anfhören. Aber es gibt hter doch einen wichtigen Hintergrund, der nicht unbeachtet bleiben sollte: Die Türkei beruft sich darauf, daß derartige Kapltulatloneu in keiiiem anderen Staat, auch ' ©erbten usw. beständen. Alle diese Staaten sind, christliche Staaten. Und wir Fremden sind auch fast alle Christen. Wir leben^ aber in einem mohammedanischen Staat. Die ganze türkische Kultur, also auch das Reckt«- empfinden, die Bildung, die Sitte, alles und alles ist auf islamitischem Grunde aufgcbaut und entspricht doch durchaus nicht unserem Empfinde,i und . unserer Sitte. Islamitisch empfindenden Richtern zu unterstehen? Das heißt doch etwa^' für einen Christen! Davon spricht man natürlich

Kopflosigkeit herrscht unter ihnen. In einem Augeniblick be­hauptet Liner) drei Ulanen gesehen zu haben. Sofort ergreift das ganze Biwak die Flucht, und dabei steht hier fast ein gan­zes Armeekorps. Wirklich, wer nicht solche Tage miterkeibt hat, kann sich keinen Begriff inachen, bis zu welchem Punkt sich Menschen erniedriigen können.

Die Meinung, Verräter für die ftauzösische NilLder- lage verantwortlich zu machen, spricht aus folgenden Zeilen: Während der Nacht hören wir auf allen Seiten Verräter,sig- nale der Spione, die uns umgeben und alle unsere Be­wegungen signalisieren. Der Leutnant Losson mit mvec Patrouille entdeckte einen Deutschen in einem Haus; der Spion trug französische Uniform. Im übrigen sagt man — und selbst seine eigenen Stabsoffiziere —, daß Eydoux an Deutschland verkauft sein müsse, um uns so zu führen, wie ier es tut.

Die gläiizcudcii bcutschen Lcistuilgen.

hd- Kopenhagen, 4. Okt. „Politiken" meldet aus Paris: Nach den Abendblättern vom Freitag scheint die Situation in den letzten Tagen kaum verändert. Die Schlacht auf dem (französischen) linken Flügel entwickelt stch nur lang­sam. Offenbar ist es die Absicht des Generalstabes, die Truppen durch vorsichtiges Vorgehen und Versuche, den Feind zu ermatten, soweit als möglich zu schonen. Die deutschen Truppen sollen nach verschiedenen Mittei­lungen große körperliche Leiden durchmachen, leisten aber nichtsdestoweniger glänzenden Widerstand. Für die Verbündeten gilt es, sich mit Geduld zu wappneu. Es wird lange dauern, ehe ein entscheidendes Resultat vorliegt. Der „Temps" schreibt: Alle Nachrichten von der Front bc»

stätigen, was von uns immer behauptet wurde, daß der Krieg sehr beschwerlich und sehr lange werde» wird. Nachdem wir den hartnäckigen Widerstand gesehen, den die Deutschen zu leisten vermögen, trotzdem sie sich in feindlichem Bereich befinden, können wir uns vorstellen, wie sie imstande sein werden, zu kämpfen, wenn sie erst über die eigeneii Grenzen zurückgeworfen sind.

Die deutschen §lieger über Tompizgne.

Ä Kopenhagen, 5. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bln.) Der „Matin" teilt mit, die deutschen Flieger bombardierten Compibgnc und beschädigten nament­lich den Bahnhof.

Die deutsch-japanischen Uämpfe um Maulschau.

O Rotterdam, 3. Okt. (Eig. Drahtbericht. Ktr. Bin.) Die „Times" melden aus Tientsin: Es geht das Gerücht, daß eine vereinigte Artillerie- b e schieß tut g zur Sec und zu L a rt'd e sehr bald beginne. Tic Japaner landeten Belagerungsgeschütze. Das Artillerieduell um Tsingtau dauert immer noch an. Ein japanischer Minensucher wurde bei Tsingtau in die Luft gesprengt, wobei drei Leute getötet und 13 verwundet wurden. Ei» zweiter M i n e n s u ch c r wurde beschädigt; die Japaner hatten einen Toten und . sechs Verwundete. Die deutschen Kriegsschiffe bei Tsingtau cr- vffneten am Mittwoch ein heftiges Feuer gegen die japanischen Stellungen; zwei japanische Offi­ziere wurden getötet. Deutsche Flugzeuge leisteten bei diesem Angriffe Hilfe.

Iapans Antwort auf chinesische Vorstellungen wegen der Schantungbahn.

W. T.-B. Tokio, 3. Okt. (Nichtamtlich. Reuter) Wi-e aus maßgebendler Quelle verlautet, wind die japani;'che Regie-

rrr " n i[ ii 1 " i m i i n .. . . i n ii ii hm —

nicht. Die Pflichten, die sich aus der Aufhebung der Kapitu­lationen ergeben, werden wenig bedacht, nur das Gefühl der Freude, daß sie jetzt endgültig Herren im Hause sind, erfüllt heute die Türken und läßt sie dies Ereignis so hoch ein­schätzen.

Wenn sie am 1. Oktober die Kapitulationen aufheben, dann müssen an diesem Tage die deutsche, österreichische, italienische, englische, französische und russische Post ihre Räume zuschlietzen. Wie wird wohl die Türkei den Postvcr- kehr nach dem Ausland bewältigen? Lat sie doch in jahrc- langer schwerer Arbeit unter ausländischer. Leitung nur er­reicht, daß sie den verhältnismäßig geringen Teil des. Post­verkehrs, den ihr die fremden Anstalten ließen, einigermaßen befriedigend erledigte. Woher wird sie Einrichtungen und Personal für die neue Arbeii nehmen? Und welche weiteren Verpflichtungen übernimmt sic, wenn sie unsere Steuern cinzieht? Jeder Staat gibt einen ganz erheblichen Teil seiner Einnahmen für Zwecke der öffentlichen Bildung aus. Was wird uns die Türkei bieten? Man kann wohl deutsche Kinder in eine griechische oder' bulgarische Schule schicken, wenn keine andere Bildungsmöglichkeit vorhanden wäre. Der griechische Staat (oder irgend ein anderer), der Steuern von den Fremden erhebt, kann sagen: „Schickt eure Kinder in

unsere Schulen als Entgelt für euere Steuern; jedenfalls stehen sie euch zur Verfügung, und man lehrt hier dasselbe, was in allen europäischen Schiüen gelehrt wird, nur in unserer Sprache!" Aber die türkische Regierung kann doch nicht so sprechen! Sie hat doch nur mohammedanische Schulen, in denen der Geist des Islam lebt! Täte er es nicht, so wäre das ein schlechtes Zeichen für das Land! Wie wird es also mit den Pflichten der Türkei gegeiiübcr der 'Volksbildung der vielen sieuerzahlenden Christen werden? Bislang erhalten die Millionen von Griechen und