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Amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden»
No. »
1873
Samstag den 11. Januar
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Edictalladung.
Uebrr das Vermögen des Johann Dietz zu Wiesbaden ist der Concursproceß erkannt worden.
Dingliche und persönliche Ansprüche daran sind Dienstag den 11. Februar l. I. Vormittags 9 Uhr persönlich oder durch »inen gehörig Bevollmächtigten dahier geltend zu machen bei Vermeidung des Rechtsnachtheils des ohne Belanntmachung eines Präklusivbescheids von Rechtswege» einttetenden Ausschlusses von der vorhandenen Vermögensmasse.
Wiesbaden, den 7. Januar 1873.
37 Königliches Amtsgericht IV.
Auszug aus den Beschlüssen deö Gemeinderachs zu Wiesbaden.
Sitzung vom 30. Deeember 1872.
Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren Nathan und Vigelius (Beide durch Unwohlsein entschuldigt) und Glaser.
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Oa24r82- Ebenso der mit G. I. Zoppi zu Sonnenberg unterm l. M. bezüglich der Wirthjchast in der Burgruine Sonnenberg abgeschlossene Vertrag.
2483. Auf Bericht der städtischen Curverwaltung vom 28. l. z.*1' betreffend die Vollziehung der Subscription bet den hiesigen «nwohmrn wegen des Besuchs des Cursaals, wird beschlossen, ~e Annahme des G. Reincmer von hier zur Vornahme dieser ^ubscnption zu genehmigen.
ss ®aS städtischen Walddistricte „Münzberg" gefällte n x soll, nach Entnahme des verzeichneten Pfarrbesoldungsholzes uns des Holzes für das Leichenhaus und das Versorgungshaus m- ^ute aus diesem Distrikte, versteigert werden. Wiesbaden, de» 3. Januar 1873.
Für diesen Auszug:
Joost, Bürgermeifterei-SecretSr. r
In den unten näher bezeichneten Staatswald-Distriktm der Oderförsterei Chausseehau» kommen die unten genannten Hölzer, jedesmal des Vormittags um 10 Uhr anfangend, an Ort und Stelle zur Versteigerung:
Am Dienstag vrn 21. Januar im Distrikt Rothen- kreuzkopf 3r Theik, am Georgenborner Weldr
100 Stück buchene Stangen I. Klasse (Langwiede),
20 Raummeter buchenes Scheitholz,
390 „ „ Prügelholz,
14 „ birkenes , und
11,600 Stück buchene, meist Pländerwellen;
oqfl. 2475. Auf den Antrag des Hrn. Oberbürgermeisters wird dem Hrn. F. Hcy'l der Titel „Curdirector" statt des bisherigen Titels »Curcommissär" verliehen.
coA 2477. Auf Bericht der städtischen Curverwaltung vom 28. l. tarn ’®'1 betreffend die Berechnung der Curtaxe für diejenigen Frem- — dm, welche nach dem 1. November Curtaxe bezahlt haben, vom
l. Januar 1873 an, wird beschlossen, sich mit dem Vorschläge einverstanden zu erklären, diesen Fremden den Betrag der Cur- . finh taxe auf Verlangen an der nach dem neuen Reglement vom 84M 11 Harmn 1873 zu entrichtenden Taxe in Abzug zu bringen.
” 2478. Auf Bericht der städtischen Curverwaltung vom 26. l. M., betreffend die Heizung und Beleuchtung im Cursaalr, wird beschlossen, der «Curverwaltung sofort das zur Heizung der verschiedenen Oefen im Curhause erforderliche Holz geschnitten zu überliefern und für provisorische AufstRung zweier Oefen im großen Saale bis zur Vollendung der Luftheizuugseinrichtung zu sorgen. Was die Beschaffung des BrennvlS und der Stearinlichter anlangt, so soll die städtische Curverwaltung ermächtigt werden, den Bedarf für die nächsten 8 Tage aus der Hand an« zukaufen. Die Lieferung des ferneren Bedarfs soll auf dem Sublnrssionswege vergeben werden.
2479. Auf Bericht der städtischen Curverwaltung vom 27. l. M., dasBau-Inventar des Cnrhauses betreffend, wird beschlossen, me städtische Curverwaltung zu ermächtigen, der Administrarto» des Curhauses über den Befund des Bau-Inventars die entspre- chcnde Mittheilung zu machen und einen Anspruch auf bauliche Entschädigung an die Spielgesellschaft nicht zu erheben.
2480. Der mit der Spielgesellschaft bezüglich des Restaura- nonsmoöiliars rc. abgeschlossene Vertrag wird genehmigt.
248 L Desgleichen der mit dem Fischer Ehr. Horcher zu Schmftein unterm 20. l. M. abgeschlossene Vertrag wegen Einräumung des Rechts für die Curfremden, im Hafen zu Schierstem Md aus der Stromstrecke von Schierstein bis Walluf zu Mm.
Bekanntmachung.
Postfreipässe betreffend.
Obwohl die Ertheilung von Poyfreipässen zu Privatreisen seit mehr als 20 Jahren grundsätzlich aufgehoben ist, gehen dem General-Postamte immer noch Anträge auf Verab- folgung von Postfreipässen aus den Kreisen des reisende» Publikums zu. ES wird daher erneut darauf aufmerksam gemacht, daß die Ertheilung von Freipässen bei der Postverwaltung zu anderen als postdienftlichrn Reise» grundsätzlich überhaupt nicht mehr stattfindet.
Berlin, den 6. Januar 1873.
____________Kaiserliches General-Postamt.
Abhanden gekommen ein kleiner, weißer Spitzhund mit gestutztem Schwanz und gestutzten Ohren, am linken Ohr ganz kleines, rothes Fleckchen. Um Abgabe an die Köuigl. Polizei« Direktion wird ersucht.
Wiesbaden, 9. Januar 1873. König!. Polizei-Direktion.
I» Vertretung: _____________ ________ Höhn.
Bekanntmachung.
Montag den 10. Februar l. I. Nachmittags 2 Uhr werden in dem Gemeindezimmer zu Frauensteiu die den Hermann Mar- kloff Eheleuten daselbst gehörigen Immobilien, bestehend in einem zweistöckigen Wohnhaus nebst Stall und Hofraum, belegen in der Judengaffe, sowie 14 Aecker, zusammen 2010 ft. taxirr, zum zweitenmal« öffentlich zwangsweise versteigert.
Wiesbaden, den 7. Januar 1873.
37 Königliches Amtsgericht II.
