wöchentlich
Verlag Lcmggasse 21
„TagblUtl-Heus"«
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L>°Ks-P„jj för b^de Ausgaben: 70 Psg. monallich, an. 2— vierteljährlich durch den Verlag
fiffiWIt 21, ohne Briuaerlodn M. 8.- vierteljährlich durch alle deutlchen Posianstalteu, ausichlienl:« v»rÄ"d. — Bezugs-Lcitclliiiigcn nehmen außerdem entgegen: in Wiesbaden die Zweigstelle B,s- ,-bS» tS. sowie die Ausgabestelle» in allen Teilen der «ladt: ,» Biebrich: die dortigen Aus- und in den benachbarten Landortcn und im Rheingau die betrcn-nden Tagblatt-Träger.
12 KuZgaben.
Fernruf:
„Tagblatt.Haus" Nr. 6SS0-S3.
Bon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntags.
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Wrlriofn' so «[.1 für alle auswärtigen Anzeigen: 1 Mt. sur orlliche Retianien: 2 miut alliuoaiiine Reklamen Ganze halbe, drittel und viertel Seiten, durchlausend, nach besonderer Berechnung.
Be! w7ederh°lter Äusnohme unveränderter Anzeigen in kurzen Zwiichenraumen entsprechender Nachlaß.
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Montag, F. Oktober» vormittags.
LonÄsr - Kus gäbe.
7414.
drei weitere Zorts von Antwerpen gefallen
M Vorträgen des Angriffs gegen die ^ere Linie und Stadt Antwerpen
bLVorstehend.
^ Russen bei Augustow geschlagen! 2060 Gefangene.
Großes Hauptquartier, 3. Okt. Auf dem französischen KrregSschau- ittt’J 1 ® heute keine wesentlichen Änderungen ernge- L — Im Angriff auf Antwerpen fielen auch i^vorts Lier, Waelhem, Korringshoycht
i!xi, ^ischenliegeude Rcdouten. In den Zwischen- wurden 3 0 Geschütze erobert. Die in den zch; n Fortgürtel gebrochene Lücke gestattet den An- z>,w. begen die innere Fvrtlinic und die Stadt vor-
^ a? Osten wurden das 3. sibirische und Teile des tz^^^korps, welche sich auf dem linken Flügel der
t t 3 den Njcmen vordringenden russischen Armeen "i- «ach zweitägigem erbittertem Kampfe bei >h^?^üow geschlagen. Es wurden über 2000 unver- IchnsEe Gefangene gemacht sowie eine Anzahl Ge- und Maschinengewehre erbeutet.
Eitle Lüche von 13 Kilometer in öer SefsstignngslnnS!
^^En, 4. Ort. (Eig. Drahtbericht) , Ktr. Mn.
l-tz.
5 deutschen Erfolgen von Antwerpen schreibt das »üb ■?*. : Die drei genommenen -Forts Lier, Warlhem 'lich. °^mgshoycht liegen nebeneinander. Ihre Lrnie dii Südwcst nach Nordost und ist orgamsch durch großen Bahnlinien Antwerpen-Hasselt= ^i-Aachen und Antwerprn-Löwcn-Lüttich ver- iiii^ ; n * Eine Lücke von 13 Kilometer ist geöffnet Übergänge über die Nehte sind in unserer >itk 1 Mögen sie auch zerstört sein, so werden doch ^ Mrdamente der Wiederherstellung Dienste leisten. 5 aX Ut ist das Stadtinnere von Antwerpen nur noch Meter entfernt, die wertvollen Kaianlagen des >!h,^ nur noch 18 Kilometer. Sie liegen also unter jz, «euer imt.«, ©.-lifipr Wird Antwerpen
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,M(J > v HUUJ iü dt- liU i4Vt4-v-v* v w
lh unserer schweren Kaliber. Wird Antwerpen lnnger besinnen, ob es sich zwecklos der Zer- ^ tzreisgcben will oder nicht?
, ,'e Wahrheit über Antwerpen noch verschwiegen'
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Haag, 4 . Olt. Das R e u t e r b » r c a u und die e Presse dürfen noch nicht den Fall der Ant- Jn ihren Leserkreisen werden die
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!%».." Angriffe immer noch mit schweren Verlusten abge
"n^.; »ortZ melden.
:'t C";. 3ua,c.iet'cn wird nur die Verwüstung Liers durch miüinv - Artillerie. — Am Freitag wurde bei der Bcr- '"»cr ^ner Taube, die über Antwerpen erschien, in der Stadt viel Unheil angerichtct. Die auf die Taube Granaten fielen teilweise in die Straßen und " !>_*? mehrere Menschen. Eine Granate durchschlug °>ncs Hauses, ohne zu explodieren. Die Taulw » von dem deutschen O b c r k o m m a n b i e r e n - ^ BelagcrungsheoreS v. Haeseler gezeichnete 'svu in französischer und flämischer ^Sj j,: n ®' worin den Soldaten mitgctcilt wird, daß sie' die n ^vzosen und Engländer betrogen würden Uca m 111 f f c n f i e g e seien eine Erfindung der bcl- !>ß»stk1°Ne. — Die Stadt Lier hat durch die Be-
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gleichnamigen Forts schwer gelitten, be^ . tzysz, Krankenhaus, in dem 150 Verwundete lagen, ,./* "»d mehrere Frauen wurden getötet. Viele 8 j t _v e Soldaten mußten in die Keller flüchten, es reg- ^ Bomben, Die Verwundeten mußten in AntoS
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'tpen gefahren werden
>,Times" über dis Stärke der Anttvcrpenrr v ^ VsrtcidignngSarmce
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nnrk sie auch sind,
__ 4. Okt. (Eig. DrshtbSlicht) Ktr. Mn.
^ schreibt zur Belagerung von Antwerpen: Ant-
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und anocre «cimuisnrigsroar ijltc itjji’' dic in den letzten 6 Wochen errichtet worden sind Natürlich weniger widerstandsfähig gegen die niüch ' vgcrungZxguoncn der Deutschen als die armierter " ^°vpen hat f ü n f A r m e e k o r p S zu seiner Vcr^
>4°.
seine permanenten Festungswerke sondern auch aus Feldbe- andcre Verteidigungsmaß
^ \ J® Wn ß van Dendermonde durch die Velgier- London, 4. Okt. (Nichtamtlich.) Die i " dom 30. Sept. schreibt: Die Belgier
nachmittag gezwungen, die schöne Notre- ..'^irch^ in Dendermonde zu beschießen.
. Ätsche Postwertzeichen für Belgien.
' ^Vrick ^ Berlin, 4. Okt. (Amtlich) Für den Postverkehr nrs lLijerlich deutschen %evxm lgonverneniLntS in
Belgien werden. Freimarken „Deutsches Reich' zu 3, 5, 10 und 20 Ps„ sowie einfache Postkarten zu 5 und 10 Pf. mit dem Überdruck „Belgien" und der Wertangabe 3, 5, 10, 25, sowie 5 und 10 Ct., verwendet werden. Diese Wertzeichen werden in einigen Tagen bei der Kolomalwertzeicyen- stelle des Kriegspostanits Berlin C. 2, Königstratze 61, zum Verkauf gestellt.
Reims schon neun Tage beschossen.
~W. T.-B. London, 3. Okt. (Nichtamtlich) „Dailtz Telegraph" meldet aus P-wiS: Das Bombardement von Reims dauert nun schon neun Tage. Fast alle Einwohner haben die Stadt verlassen. Die letzten Tage mutzten sie in Kellern zubringen.
Die ÄerrLschen RreuZee „ZchEhorst" und „GneisenQU" vov TQhiLi!
bä. Berlin, 4. Okt. Amtlich wird von dem französischen Kriegsministerium mitgeteilt: Die deutschen Kreuzer
„S ch a r nh o r st" und „Gneisen« u" (die man in Tsingtau vermutete) sind am 22. September vor Papeete auf Tahiti erschienen und haben das kleine Kanonenboot „Zelee", welches am 14. September ab gerüstet im Hafen lag, i n G r u n d g e b o h r t. Hierauf beschossen sie die offene Stadt Papeete und fuhren weiter. Man hofft, daß aus beiden Schiffe» sehr bald die K o h l e n ausgohe» werden.
Eine neue Leistung der „Leipzig". ^
W. T.-B. London, 4. Okt. (Nichtamtlich.) Die „Times" meldet aus Lima: Der deutsche Dampfer
„Marie" ist in Callao mit der Bemannung des Dampfers „Baukfield" cingetroffen» der an der Nordseite von Peru durch den deutschen Kreuzer „L e i p z i g" in den Grund gebohrt wurde, baukfield" führte 6000 Tonnen Zucker für Liverpool mit sich. Die Ladung ist 120 000 Pfund wert.
Ein Tslegrmnm des Kaisers an den ÄZnrg von Sachsen.
IO. T.-B. Dresden, 4. Okt. (Nichtamtlich.) Der i .König erhielt am 2. Oktober folgendes Telegramm des Kaisers: „Es gereicht mir zur großen Freude, Dir vom 19. Armeekorps und 12. Rsservekorps das B e st e melden zu können. ^4 habe gestern die dritte Armee besucht und speziell das brave 181. Regiment begrüßt und demselben - meine Anerkennung ausgesprochen, wobei ich meinen dritten Sohn, Deinen Bruder Max sowie Laffert und Kirfchbach in bestem Wohlsein traf. Der Geist der Truppen ist vorzüglich. Mit solcher Armee werden wir^ auch den Nest unserer schweren Ausgabe siegreich erledigen, wozu der Allmächtige uns beistehün wolle. W i I h e l m."
Ein Telegramm des Reichskanzlers an den Rönig von Bayern.
IV. T.-B. Berlin, 4. Okt. (Nichtamtlich.) Anläßlich
Verwundung des Prinzen Franz von Bayern richtete der Reichskanzler an den König von Bayern folgendes Telegramm: „Eurer Majestät bitte ich rmtertänigst meine aufrichtigen Wünsche zur baldigen Genesung des Prinzen Franz ausspvechen zu dürfen. Dem Prinzen ist es vergönnt' gewesen, für eine große Sache zu bluten und der r u h m r e t ch e n Geschichte des Hauses W i t t e l s b a ch ein neues chrenvolles Blatt einzufügen. Deutschland ist stolz auf seine Fürsten.
Reichskanzler v. B e t h m a n n - Ho l l w e g."
Ein Mtimatum des Dreioerhandes an tzie Pforte?
dä. Berlin, 4. Okt. Die „B. N. N." erfahren von ihrem Korrespondenten in Nom, daß England, Frankreich und Rußland durch einen gemeinsamen Schritt ihrer Botschafter von der Pforte die Öffnung der Dardanellen verlangen und um eine bestimmte Antwort unter Stellung einer kurzen Frist ersucht haben. . Das kommt einem Ultimatum gleich.
Französische NesignaLssn.
W. T.-B. Paris, 4., Okt. (Nichtamtlich.) Im „Petit Journal" bespricht Pichon die militärische Lage. Er erklärt, man dürfe sich keinem übertriebenen Optimismus^ hingeben. Wir werden noch lange gegen schwere Hindernisse anstürmen. Berlin wird noch nicht morgen von den stlnsien besetzt und wir werben noch nicht morgen den Festunaskrieg gegen unsere Gegner beendigen, welcher in Gräben versteckt ist, weit- tr^ • “ ’ Artillerie und gewaltige Kampfmittel einsciit, ' Ansturm anszuhaltcu.
Englische Schiffskanonen auf seiten der VerbÄndeLen.
W. T.-B. London, 4. Okt. Der „Manchester Guar- dian" bemerkt beiläufig, daß das Heer der Verbündeten in Nordfrankreich englische Schiffskanonen mit sich führt.
Englische Minen in der Nordsee!
$ London, 4. Okt. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln. Die englische Admiralität teilt mit, daß sie sich gezwungen sehe, in einzelnen Teilen der Nordsee Mrnen zu legen und warnt die neutralen Schiffe vor der Gefahr. . , y „
Der Reinfall der ttoHenifduen KreirmMgen in Krankreich.
W. T.-B. Rom, 4. Okt. (Nichtamtlich.) „Giornale b'Jtalia" druckt einen Teil , eines Briefes an das Florenzer Wochenblatt „Voce" ab, in welchem von der Art und Werse die Siede ist, wie die italienischen Freiwilligen in Frankreich behandelt werden. Diese werden in die Fremdenlegion geschickt und als Kanonenfutter verwendet. Man hat ihnen als Offiziere Korporale gegeben, sie sind vielleicht gute und ehrliche Kerle, aber ihr erstäs Prinzip lautet, daß ihnen außer ihrer Person alles gleichgültig ist. Die materiellen Bedingungen sind einfach fürchterlich, so daß man alle möglichen Seuchen erwarten darf. Drei Leute sind schon an einer verdächtigen Krankheit gestorben. Zehn Tage lang hat man sie in der unglaublichsten Weise behandelt und die kräftig überzeugten Menschen in einen Haufen Mutloser verwandelt. Der Artikel, mit dem „Giornale d'Jtalia" den Abdruck des Briefes einleitet, rät von dem Eintritt in die Fremdenlegion ab und hebt hervor, daß Italien seine Söhne jetzt selbst brauche.
Kbreise des Zaren an den Rriegsschauplatz.
W. T.-B. Petersburg, 4. Okt. (Nichtamüich.) Mobdung der Petersbürger Telegraphen - Agentur. Der Kaiser hat sich zum Kriegsschauplatz begeben.
ZSrbien VSV dsm Zusammenbruch.
w. T.-B. Wien, 4. Okt. (Nichtamtlich.), Die Südslawische Korrespondenz meldet aus Serajewo: Aussagen der intelligenteren Ständen angehörigcu Kriegsgefangenen stimmen darin überein, daß die politische wie militärische Lage Serbiens überaus ernst sei. Nur mit Gewaltmitteln gelinge cs der um den Kronprinzen gescharten Ofsizierspartei, die blindlings allen Befehlen Rußlands gehorche, den allgemeinen Zusammenbruch zu vermeiden. Die völlig erschöpfte^ Bevölkerung des Landes wünsche das Ende deö Krieges herber und würde keinen Moment zögern, sich von Elementen loszusagcn, die man als die Urheber des nnaushaltsamcn Niederbrnchs in Serbien ansehe.
Die Tapferkeit und der Wagemut im gegenwärtigen Kriege.
W. T.-B. Wien, 4. Okt. (Nichtamtlich.) Die „Neue Freie Presse" schreibt: Der jetzige große Krieg ist auch darin ganz anders, als man sich ihn dorgestellt hatte. Daß trotz der ungeheuren Massen die einzelnen mit ihrer Tapferkeit und ihrem Wagemut genau so zu einem Gesamterfolge beitragen können wie in früheren Jahrhunderten. Wir sehen diese Art von H e r o i s ° m u s unserer Armeen in langen Aufzählungen all jener, die sich unter schwersten Verhältnissen als Helden bewiesen Haben, in Not und Tod den Vorgesetzten, Beistand leisteten gegen vielfache Übermacht mrf ihrm Posten ausharrten und durch kühne Vorstöße die Stellung des Feindes erkundeten. Die deutsche Krieg- führung verzichtet trotz der systematischen Gründlichkeit keineswegs darauf, die Verwegenheit eines Leutnants für besondere Leistungen heranzuziehen. Im Gegenteil ging der erste Schachzug der Armee in dem jetzigen Kriege über eine Tat, bei welcher die Eigenschaft des persönlichen Mutes im Sinne vergangener Zeiten im höchsten Maße erfordert wurde. Die Eroberung von Lüttich konnte nur durchgeführt werden durch Soldaten, denen der Krieg mehr ist als bloße Wissenschaft und bloßes Handwerk. Die Einnahme eines Forts von Namur ist bekanntlich durch die Leistung eines jungen Offiziers und seiner großen Geistesgegenwart gelungen. Noch mehr vielleicht war zur See das Element der inneren Begeisterung zu spüren. Der kleine Bäderdampfer, der in der Themsemündung Minen legte, das Unterseeboot, das drei Kreuzer in die Lust sprengte, die kleinen Kreuzer „Emden" und „Karlsruhe", all das sind denkwürdige Bei- spiele der modernen Form von heroi» scheu Leistungen. Die Armee kann sich glücklich
