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Verlag Langgasse 31

,r w . „Tagblatt-Hans".

ct vOQe geöffnet von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends.

Wöchentlich

für beide ffluänabtn- 70 «Bio. monatlich. M. 2— vierteljährlich durch den Verlag

® rtl 'SotTh 31, Bringerlvh,? M 's — vierteljährlich durch alle deutichen. Poäaailalletn auchchlieultch !»C,- »tjug«. »tftcnunatn nehmen außerdem entgegen: IN Wiesbaden dt- Zweigstell-Bt» ^ 'okvie die Ausgabestellen in allen Teilen der etc!

.Bestellungen nehmen außerdem entgegen: in Wiesbaden di- Zwngstelle Bis '°wre die Ausgabestellen in allen Tellen der stabt: m Biedrim. QQtnQtn tn und in den benachbarten Landorten und im Rhemgau die betrestenden ^agblatt- ^ragl. .

12 Kusgaben.

Fernruf:

..Taablatt-Haus" Nr. 6050-53.

Bon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer Sonntags.

«nzeigin: 30 Pjg. sür alle nach ^iond.rer ®e««,T

in --rzen Zwi'chenräumen entiprechenderNach^

3. Oktober 1914.

SBc rfiitcr Srfirifttcitimg äcggSicgSabenerSfiflttnttg: iScr(in»g ; tlinergbiitf ®nni;e(ftr. 66, »Vtrnfyt.: 9 1mt Ittjtnitb 4-30^401.

Abend - Ausgabe.

?(ür die Ausnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plätzen wird feine Gewabr übernommen.

Nr. 464. * 62. Jahrgang.

geht

u f Erfolgreiche Zortschrilte.

Großes Hauptquartier, 5.

3-) *“ “ ■ ■ “ ' "

€ft.

. - Auf dem westlichen Kriegsschauplatz '“ ct Kampf am rechten Heeresflügel und in den Go llU

erfolgreich vorwärts. c Operationen vor

: UÜV Antwerpen und auf dem

ü a)ett Kriegsschauplatz vollzogen sich plan- ohne Kamps.

ty . Die Lage in Antwerpen äußerst kritisch.

& r -' B - Amsterdam, 5. Oft. «Nichtamtlich) „Telegraf" Antwerpen vom 3. Oktober: Die Lage ist harr tter ^sch. Amtlich wird gemeldet, daß der «Herste Forts- itz. ofrEen ist. Die Stimmung in der Stadt ist sehr ge- Ltne heute erlassene Proklamation ermahnt die Ein- R u h e. Man befürchtet, daß die Wasserzufuhr 'Mtten wird.

a irländische Bsstätiguttg der Erfolgs vor

KntzWerpsn.

». Die eroberten Forts.

«tz,-r Korrespondent des „H ä n d e l s b l a d" bestätigt, ,^s°mte Sektor von Waelhem bis Lier sich rn den. Deutschen befindet. Die Forts sind vollständig ^tri, »^schossen mit Ausnahme von Waelhem. Die er- ?°rtrg-?°^s find durchaus von modernster Konstruktion, )tt jitich , . ^e zum Teil 20 und 30 Jahre alten Forts von Gt w tn “ Namur um ein Bedeutendes. Im Jahre 1903 ^ ^ auf Betreiben Leopolds II. die Anlage des rre- Fortsaürtels nach langem Widerstreben der Kam- »setzt und zwei Jahre später mit dem Bau bc- '":r„ Leopold II. daclste damals daran, Antwerpen zu ■V C Cn England gerichteten Kanone zu machen, das ihm N t es Kongostaats viel zu schaffen machte. Die Deut» k dgi, °°n nun den festesten Teil der Position in Landen, N. "°er den Fortgang der Operation kein Zweifel fern

Tie

42-Zentimeter-Mörser vor Antwerpen.

^ r " B - Christiania, 4. Okt. (Nichtamtlich.) Ein ans

id^ „Umgekehrter Norweger berichtet in der „Annonce 11 m Bergen über den Eindruck, den chm die deutschen

)' ltt1c ^ ?t= .®iörtcr gemacht haben. Er habe in

einer

v> dcr Nahe Antwerpens gewohnt, die von den Deut-

wurde. Unter der deutschen Artillerie, die gege r E ^e t e ” ^ssestellt wurde, befänden sich auf den Höhen ' m ^'Zentimeter-Mörser. Es war verboten, näher als :6j. e C ' n?Tl Kilometer heranzutreten. Die ganze Stad^ mb= n ' iDettn die Mörser ihre mächtigen Geschosse in Ab- den - — — r r . 1 — Es war wie

: halben Stunde abfeuerten.

' rud > eines Vulkans.

. _ . . . . . .

Mitteilung in der heutigen Sonder-Ausgabe über

Sur Belagerung von Antwerpen

Gifen ?ug von Antwerpen ist ein Druckfehler unter

hov s. v- • v ■ • i r • X^v* 1 OVif'r¥nmrrTr*m

o u UJl iUlUyt-L^V-U ‘I*

„ der dahin berichtigt sei, daß der Oberkomman- Belagerungshreres nicht der Feldmarschall von wndern der General v. B e s e l e r ist.

pessimistische Auffassung der Lage Antwerpens in England.

X Kopenhagen, 6. Okt. (Ctg. Drahtbericht . Ktr. Bln.) Die betatsche Gesandtschaft rn Holland erhrett von dem Ministerium des Äußern in Antwerpen die Nachricht, daß die Belgier nach hartnäckigem fünf­tägigem Widerstand vor dem nnwiderstcbüchen An­griff der deutschen Artillerie über den Fluß Ncth zurückgehen mußten. Drc fetzige.Stellung d r Belgier sei sehr stark und man werde nnt allen Kräften Widerstand leisten. Diese Nachrrcht wird hrer dah n anfgefaßt, daß sie die englische Meinung auf den baldigen Fall Antwerpens v o r b e r er t e n solle. Ein Gefecht zwischen einem deutschen und belgischen Flieger.

IV T-B Berlin, 5. Okt. Aus London wirb, dem R S"' zufolge, nach Christiania depeschiert: Ant­

werpens Büoohncr waren gestern Zeugen eines

sifib.tllä ,ra*n mmti«» ; iaien T a n b e nird ernem belgischen Zwei b e cf c r über dem Zentrum der Stadt, woselbst Taube dm Zweidecker verfolgt batte. Dre belgische Maschine war mit einer automatischen P l st o l c, bw Taube nrit einem Maschinen gewe h r ausge­rüstet Die Taube setzte ihre Jagd fort, bis ste in einen Regen von Schrapnells geriet. Sie entkam dann, ohne allzu großen Schaden angerichtet zu haben. -^te«.er spannende Kampf wurde fcht von der ganzen Bavotke- rung, die sich in den Straßen aufhielt, beobachtet.

Ostende in Erwartung des zweiten Zeppelin.

27. Sevt. Als ich in Ostende ankam, so schreibt ein malischer Kriegsberichtechtatter, war alles in größter Aufregung noch wer den Zeppelinbesuch und dre herunter- a-worfencn Bomberr, wovon die letzte bchonders bedeutenden Schaden angericktet haben soll. Es gibt ein schauerliches Ge­fühl. abends in den nichterleuchietm Ssratzen zwischen uner- leuchteten Häusern daherzuwandem m stockdunkler Nacht.

bält sich balt vorsichtig in der Mitte, nur nicht unerwartet auf einen Lateri'.enpiahl zirrecht zu kommen. Eine Gestalt erich'üni mystisch und vechchwrndet ebenso schweigsam wieder, ai!, bört man plötzlich einen dumpfen Stoß an einer Tnr und Sn erlischt das Licht oben hinter einem Fenster oder es er- icheint ein altes Mütterchen mit einer Kerze oder einem Stet in der Hand, das versichert: „sofort, sofort wäre sie rSy ct-r der Polizist kennt keine Gnade, und so wartet Ostende in tiefer Finsternis auf seinen zweiten Zeppelin

Zur Bsschiesjunz Tahitis durch S. m. S. „Scharnhorst" und „ffineifenem .

W. T.-B- Bordeaux, 4. Okt. (Nichtamtlich.) Zu der Meldung des französischen Marineministeriums, daß dre deutschen Kreuzer „Scharnhorst" und Jiteifenau am 22 September bei der Vernichtung des Kanonenboots stelle" auch die offene Stadt Papeete beschossen hatten, wird dem W. T.-B. von unterrichteter Seite mitgeterlt, daß Baveete durchaus nicht als eine offene Stadt gcl^ ten kann, da es ein Fort und drei Batterien mi- 'twa 20 Geschützen verschiedenen Kalibers besitzt.

i^as inr Jahr 1899 vom Stapel gelaufene franzostfcht Karronenboot ..ZÄöe" hatte eine Waffewerdrangung von 647 Tonnen und war mrt zehn Geschützen von ' ' . 10-Zentimeter-Kaliber bewaffnet. Seme Besatzung bestand au§ 98 Mann.) ..."

Die Rüstigkeit des Kreuzers „Leipzig .

IV T.-B. London, 4. Okt. (Nichtamtlich.) Das „Reuter-Bureau" meldet aus Balparat,o: Der deutsche Kreuzer „Leipzig" bohrte das englische Olschrfs Els'inor" am 15. September in den chilenischen Ge- wäffern üi Grund. Die Mannschaft wurde auf den Galapagos gelandet. , . ^

Zu den Rümpfen bei Suwalki.

300» Gefangne, 18 Geschütze erobert!

IV. T.-B. Königsberg, 4. Okt. (Nichtamtlich-) Das stellvertretende Generalkommando , in Königsberg hat von dem Genewlstab die Ermächtigung erhalten über die bereits gemeldeten Kampfe bei Auguftow folgende ergänzende Meldung in dre Presse zu hrm- gen- Die Russen sind in zweitägigen Kämpfen der Suwalki am 1. und 2. Oktober gefchlagen wor° Sie verloren 3 0 0 0 G e f a n g e n e 18 Geschütze, darunter eine schwere Batterie, viele Maschmengewehre, Fahrzeuge und Pferde.

Kritische Lage in Wilna.

M. Krakau, 3. Okt. Die Lage in Wilna ist bereits kritisch geworden. In der Bevölkerung herrscht emc pamkartige Unruhe. Die Banken haben ihre Tätigkeit eingestellt.

Die Rümpfe in Riautschau.

IV T -B. London, 6. Okt. (Nichtamtlich.) Aus Peking wird gemeldet: Die englischen Streitkräfte unter GenerÄ Barnadisbon setzten mrt großer Energie den Angriff auf Krautschail fort. Die deutschen Truppen hwben stch auf Tsingtau selbst zurückgezogen, dessen Forts Tag und Nacht tätig sind. Das Feuer ist besonders gegen dre fapamfche Stellung gerichtet. Deutsche Sleroplane haben wiederholt ver­sucht die japanischen Kriegsschiffe durch Bomben zu zerftoren. Die Engländer und Japaner treffen Vorbereitungen zu einem entscheidenden Vorstoß gegen Tsingtau.

Die Auffassung der allgemeinen Lage in Londoner militärischen Kreisen.

o Mailand. 5. Okt. (Eig. Drahtbericht Ktr. Bln ) Der Londoner Korrespondent des „Giornale d ^talia äußert sich über die Aussichten der Franzosen im Westen sehr pesiimistifch. Man halte in Londoner militärischen Kreisen ^nen großen französischen Erfolg für unwahrscheinlich. Man zweifelt auch daran, daß die Franzosen noch lang ren Widerstand leisten können. Man werft ferner oar- auf hin. daß die d e n t s ch e V e r t e i d i g u n g «s der rufst, icben Grenze und die Schwierigkeiten eines russischen Bor.- mmsches ungeheuer seien. Die,, russische Artillerie ser der deutschen sehr unterlegen. So befurchtet man m Londim, daß russische Angriff wenig Aussicht auf Er- iola biete Mit Sorgen sieht mcnr auch der Haltung der Türkei entgegen. Man fürchtet eine Entscheidung der ! Türkei zugunsten Deutschlands und man ist besorgt wegen

^ckegsbrirse aus dem Osten.

1 Unfa„ Herbstfeldzug. u

\ ’-tein zur Ostarmee entsandten Kriegsberichterstatter.

. Armee-Oberkommando Ost, 29. September.

Tagen bat Dauerregen eingesetzt. Oft- ° H"bst. Des Morgens trommeln die Tropfen von

Des Morgens trommeln ore tropfe. sicher w?bn den ersten Gruß und am Abend rauscht es '* ?ibichmätzigkeit über Straßen und Baume. Stoch

" dw .""lchmahigkeit über Straßen uno xraa.n-. —' ^..w-ndicien Wege den Unterschied zwischen Straße 'i* Brecht, aber ein paar Tage weiter und der ^ Wüsche " ..

Land fast spatiommerlich

„wiche tzerbstfeldzug beginnt.

>( ^oche noch sah das La..„ ,

dll^„„ rote und braune Flecke in den Erchen^

ir 'nt Cn eine hellrote Ranke im wilden Weiir an ver- ^ bors^ auei 'u. Der schüttende Regen wird alles grüne ) 8tö(i+„ 8enu R herbstmüde machen. Die Kartoffeln find • dab-n k- herein oder werden eben hereingebraaft.

01C -»It.-F'ist ckrvr dpn ÄüUNlLN aL^alstN.

»b°V l. ^eil herein oder werden even yererug^,.^.. We £ ® Ie Russen solvieso nicht an den Bäumen gelassen, r Etro, ^ Ünd aus ihre Rationen^ angewiesem War

Etr„ aur ryre maiionuu -- —

lana-i- und Marschieren neben Heldenhaftigkeit der re^^nde Faktor, so tritt jetzt die wollene Socke, de:

äü5( 1 i;i/ 8a 8en, das brave Zugpferd in besonderes Recht. lUikKrr ti, fich unmittelbar. für die kriegerischen Ererg- ' ' u! zu erweisen, hat sich für die zu Hause Geblie-

v r ljUl JlUJ

nid&r erhöht. Da die Feldpost Pakeli

^ unmmmt. muß der Feldpostbrief, der sehr gut ’5n. usw. enthalten kann, ordentlich ansgenützt

Feldpost darüber klar sein, daß das, was bisher Unannehm­lichkeit war, jetzt wichtiger Faktor wird. Es ist sicherlich ein meniq erfreulicher Zustand, wenn die hier tm Osten kämvfende Landwehr teilweise, wie uns Generalleutnant v. d. Goltz erzählte, seit vier Wochen ohne Nachricht von Käme ohne jedes Lebenszeichen ist, aber bisher half,das freundliche Wetter, der selten schöne Spätsommer noer manches Trübe hinweg. Jetzt, wenn tagelang kein trockener Taden am Leibe ist, wenn die Schützengräben voll Wäger sieben wenn im Quartier nin 3 Uhr Dunkelheit einsetzt, niutz ^tofs'und Nachricht von der Heimat da sein, das Herz zu er­wärmen. Es muß mit allen Mitteln dahin gearbeitet wer­den, daß die Feldpost ihre Leistungen steigert!.

Selbst wir Kriegsberichterstatter, die wir doch rn der Nähe des Armee-Oberkommandos sind, haben unter der Un­zulänglichkeit erheblich zu leiden, wie mag es da erst bei den Truvpen in den vorderen Linien aussehen!

Da mit Verlust von Sendungen gerechnet, werden^ mutz., ist es - Pflicht der zu Hause Gebliebenen, möglichst oft zu schreiben. Freilich Postkarteir mit dem prächtigen „Inhalt, herzlichen Gruß, Schnitze", stellen nur eine unnütze Be­tastung der Feldpost dar; wenn Schulhe nur ein kurzes. Lebenszeichen von sich geben will, kann er das in Gestalt von wollenen Strümpfen tun. ... ^ .„. ..

@§ wäre außerdem vielleicht zu erwähnen, ob mcyt oie Zeitungen eine Airzahl voir Freiexemplare,l irgeird welcher-- -ur Verteilung bereiten L-tellen zur Verfügung stellen könnten. Wir Kriegsberichterstatter werden in jedem „Ort. auf der Fahrt, gefragt, cb wir nicht Zeitungen hatten

Meistens haben wir aber selbeHeine oder nur-in Exemplar Ich persönlich wäre gern bereit, ohne an regelmäßig: Verte ^ luncj denken zu wollen, alle an mich gelangenden Zeüungen brüderlich zu teilen und kameradschaftlich weiterzugeben, so- wL es in meinen Kräften steht. Man glaubt, mcht wre dre Truppen sich freuen, wenn sie gerade ihr Heimatblatt^mal wieder zu Gesicht bekommen und allerlei heimatliche Nach- richten, die in dieser Ausführlichkeit dre treueste v>'eder zu Haust nicht schrerbe^ikani^Y°r-n. ^ g,^ wird ertrag.

licher wem man mit den Kameraden darüber sprechen kann K zu Hause nn.i doch alles gut stehe oder daß Müllers Minna kriegsgctraut wäre und daß Kulper^ Pwanz , d s Eiserne" erhalten hätte - er wird besonders erträglicher, wenn man die eben erhaltenen warmen Socren dabei. cm den Füßen hat. Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.

Residenr-Theater.

beit 3 Oktober: Zweiter Vaterländischer

AbeL unter gütiger Mitwirkung des

gesang-Vereins: Zum ersten Male "D°s Ersttnc Kreuz

Lebensbild in einem Aufzug von Ernst Sichert. »Erster Klasse nach der Grenze", zeitgemäße Krregsdichtnngen.

J,t tastenden Versuchen bemühen sich ^ dre deuychen Tlicatcr der Zeit, die wir begeistert und zugcerch erschüttert erleben 'dürfen, gerecht zu werden. Der tiefste Sinn dieser ist beute noch nicht zu deuten; er ruht geheimnisvoll, wie mit Schleiern bedeckt, auf dem Grund des Meeres von