Wiesbadener Tagblall
Amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden.
1873
Montag den 29. Januar
No. 34
Die Bedingungen und Muster liegen in dem Sekretariat der Königlichen Regierung, Abtheilung für Kirchen-, und Schulsachen, zur Einsicht offen. ,, rx .
Angebote sind spätestens bis zum 1. Februar c. versiegelt und mit der Aufschrift „Formular-Lieferung" an deu Boteumerster der unterzeichneten Regierung einzureichen.
Wiesbaden, den 26. Januar 1872.
492 Königlich- Regier»««.
Bekanntmachung.
Die Lieferung von gedruckten Formularim zur AufstellMg einer Schulstatiftik des Regierungsbezirks soll im Submisfions- wege vergeben werden. .
Dieselbe umfaßt 10 verschiedene Formularien, zusammen etwa 25 Ries.
Ausma aus den Beschlüssen des Gemeinderaths zu Wiesbaden.
Gitznng vom 12. Januar 1872.
Gegenwärtig: Der Gememderath vollständig.
54.8 Es wird beschlossen, den Nachtwächtern, so lange dieselben noch nicht mit Uniform versehen werden können, Hüte mit Blechschilden als äußeres Dienstzeichen zu geben.
55 Vorlage der Verhandlungen, das Bauwesen des Badewirths C. F. Ries von hier in der Spiegelgaffe, resp. im Brühbrunnengäßchen betr., wird beschloffen, vorerst den Badewrrth C F. Ries über die Veranlaffung zu dem concesstonSwidrrgen Ausbau seines Badhauses zu vernehmen imb alsdann weiter iU56.^6ert"Stadtbaumeister Fach referirt über städtische Bauten und Anlagen, deren Ausführung in den nächsten fünf Jahren nothwendig oder höchst wünschenswerth sei und legt drer hierüber aufgestellte Uebersichten vor und zwar: .
1) der Bauten, welche für nutzbare Zwecke bestimmt sind, so daß erwartet werden kann, daß die Kapitalanlage durch die Erträgnisse verzinst wird; hierher gehören das Schlachthaus, das Hospital und das Badhaus im Kostenanschläge von zusammen 352,268 Thaler 24 Sgr.,
2) derjenigen Bauten und Anlagen, die auf das ordentliche Budget zu übernehmen wären, welche aber wegen unzureichender Mittel zurückgesetzt werden mußten, im Kostenschlage von zusammen 72,103 Thaler 8 Sgr. 9 Pf. und
3) von Bauten und Anlagen, deren Ausführung besonders im Cnrintereffe geboten oder wünschenswerth ist, tm Kostenanschläge von zusammen 189,658 Thaler 9 Sgr.
Nach eingehender Discusfion beschließt der Gemeinderath:
1) die in diesen Verzeichniffen aufgeführtcn Bauten und Anlagen im Allgemeinen als nothwendig oder wünschenswerth zu erachten, folgende aber zur alsbaldigen Ausführung in Aussicht zu nehmen, nämlich:
a. den Umbau der Wilhelmstraße, welcher womöglich noch in diesem Jahre erfolgen soll,
b. den Ankauf des zur Ringstraße erforderlichen Gnmd- eigenthums von der Emserstraße bis zur Biebricher Chaussee,
C. die Herstellung verschiedener Waldwege und
d. die Erbauung des Hospitals, des Schlachthauses und des Badhauses und
2) diese Verzeichnisse nebst den Kostenanschlägen dem Bürger- ausschusie vorzulegen, damit dieser Keumniß erhalte über die zunächst nothwendigen Bauungen und Anlagen und sich über die ^Aufbringung der erforderliche» Mitte! schlüssig machen könne.
Wiesbaden, 27. Januar 1872. Für diesen Auszug:
Joost, Bürgermeistereigehülfe.
Bekanntmachung.
Montag den 5. Februar l. I., Vormittags 9 Uhr anfangend, wollen die Erben der Frau Conrector Schenkel Wittwe von hier die zu deren Nachlaß gehörigen Mobilien, bestehend rn 2 Kleiderschränken, 1 Weißzeug- u. 1 Bücherschrank, nußbaumenen und tannenen Bettstellen mit Sprungfederrahmen und Matratzen, Bettwerk, Sophas mit Stühlen, Kommoden, Tischen, Spiegeln, Bildern, Vorhängen, einer werthvollen Muschel- und Stem- Sammlung imb sonstigen Haus- und Küchengeräthen, gegen gleich baare Zahlung in dem Hause Geisbergstraße 5 dahier abther- lunqshalber versteigern lasten. _
Wiesbaden, den 27. Januar 1872. Der Bürgermeister ü. 9225 _____________________ Coulin.
Holzversteigerung.
Freitag den 2. Februar l. I. und »öthigenfalls den folgenden Tag, Vormittags 10 Uhr anfangend, «erden in dem Gemeinde- wald zu Neuhof
Distrikt Altefelv 4b:
247 kieferne Stämme von 62,94 Festmeter,
208 Raummeter kiefernes Prügelholz,
1275 Stück kieferne Wellen;
Distrikt Attefeld 2r The«:
70 lärchene Stämme von 42,4 Festmeter, 48 Raummeter kiefernes Prügelholz und | 575 Stück kieferne Wellen
"e Bemerkt wird, daß bei dem Prügelholz 80 Raummeter von 6 Fuß Scheitlänge sich befinden und sämmtliches Holz auf guter Abfahrt, ganz nahe an der von Neuhof nach der Platte führenden ^Neuhosi dm 24. Januar 1872. Der Bürgermeister. 161 Gros.
Mobilien- und Waaren-Verfieigerung.
Freitag den 2. Februar l. Js., Vormittags 9 Uhr anfangend, kommen die zur Concursmaffe der Doris Brandt dahier gehörigen Mobilim uno Maaren, bestehend m einer Standuhr, Koumwde, Tisch, Nähmaschine, Schreibttsch, Glasschränken, Spiegel, Hutstöcken, Kleiberschrank, einer Theke, Stühlm. sobann Febern, Blumm, Perlm, Spitzm, Tüll, Banb, Hauben, Hutm, Kaputzm, Kragm, Garnirungen rc., im Rathhaussaale gegen Baarzahlung
511 Gobel.
Bekanntmachung
Zufolge Auftrags des Königlichen Amtsgerichts dahier soll«
