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Wiesbadener Tagblatt.
Amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden.
No. 5. Samstag den 6. Januar 1873.
auf Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderachs 732-1 zu Wiesbaden.
räche, I Sitzung vom 87. Dreernber 1871.
iheres' Gegenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der 7200 I Herren Vorsteher Glaser und Beckel.
: mit ’ (Letzterer durch Unwohlsein entschuldigt.)
7307 : 1801. Au dem Gesuche des Wagners Philipp Beck von hier :then. Unt Gestattung der Erbauung eines Hinterhauses in seiner in 7285 per Helenenstraße No. 3 belcgenen Hofraithe soll Willfahrung :ngen unter den von Königlicher Kreisbauinspection vorgeschlagenen päter Bedingungen beantragt werden.
3330 : 1802. Zu dem Gesuche des Steinhauers Carl Roth von hier Bel- nm Gestattung der Errichtung einer Steinhauerwerkstätte, des nem- Grabens zweier Brunnen, der Fabrikation von Feldbacksteinen und der Errichtung einer Arbeilerhütte auf seinem und dem 1981 j Grundstücke des I. Weber im Felddifirikte „Schiersteinerlach" aus soll berichtet werden, daß unter den von Königlicher Kreisbau« inspection vorgeschlagenen Bedingungen und unter der weiteren 2460 ! Bedingung von hier aus gegen die Genehmigung dieses Gesuches nichts einzuwmden sei, daß die Arbeiterhütte vom 1. November bis 1. April nicht bewohnt werden dürfe.
1004 1803. Zu dem Gesuche des Zimmermanns Anton Seib von
8.8“ \ hier um Gestattung der Erbauung eines Landhauses auf seinem "03 am Idsteiner Wege belegenen Bauplatze soll berichtet werden, )ual daß unter den von Königlicher Kreisbauinspection vorgeschlagenen 'e®9 Bedingungen und unter der weiteren Bedingung von hier aus gegen die Genehmigung desselben nichts rinzuwendm sei, daß Gesuchsteller sich dahier zu Protokoll verpflichte, die sich auf sein »444 Bauterrain berechnenden Kosten der Anlage eines Hauptcanales der am Idsteiner Wege der Stadtgemeinde zurückzuvergüten, sobald atlte von den zuständigen Behörden die Anlage eines solchen Kanals >649 verfügt und derselbe von der Stadtgemeinde zur Ausführung jim- gebracht sein wird.
»stall 1804. Zu dem Gesuche des Rentners Jacob Jung von hier ist um Gestattung der Vornahme verschiedener Bauveräuderungen !132 in seinem in der Langgasse No. 39 belcgenen Wohnhause soll iSä» Willfahrung unter den von Königlicher Kreisbauinspection vor- « H geschlagene». Bedingungen beantragt werden
s S 1805 f s 1813. Genehmigung verschiedener Rechnungen.
1 S 1814. Auf Vortrag des Herrn Oberbürgermeisters, die An- seF schaffung von Reguliröfen für die hiesigen Schulhäuser betr., ) st. wird beschlossen, diesen Gegenstand der Baucommission zur Prüfung 710 und Berichterstattung hinzuweisen.
der 1815. Auf die Eingabe verschiedener Hauseigcnthümer der rlbß Häfnergasse, betreffend die Anlage eines Brunnens für warmes 812 Wasser in der Häsnergaffe, wird beschlossen, den Gesuchstellern ines zu erwidern, daß die in dieser Eingabe geäußerten Befürchtungen und unbegründet seien, da der Gemeinderath nicht beabsichtige, einen hen. solchen Brunnen in der Häfnergasse aufstellen zu lassen.
151 1816. Der Entwurf eines Dienstvertrages mit dem zum
lich, Faßeichmeister ernannten Küfer Karl Blum von hier wird iiti). genehmigt.
063 1817. Auf Schreiben des Herrn Branddirektors Scheurer
>om 18. l. Mts., die Wahl eines zweiten Hauptmanns für das 123 Pompier-Corps und eines Spritzenmeisters für die Spritze No. 5
betr., wird beschlossen, die Wahl des Schlossers Georg König j zum zweiten Hauptmann des Pompirr-Corps und des Uhrmachers - Karl Rommershausen zum Spritzenmeister der Spritze No. 5 zu . bestätigen.
> Die Gesuche um Gestattung des Antritts des angeborenen Bürgerrechtes in hiesiger Stadtgemeinde von Seiten:
i 1818. des Steinhauers Philipp Christian Reinhard Stein von hier und
; 1819. des Landwirths Georg Friedrich Daniel Kimmel von hier ■ werden genehmigt.
1834. Nach Kenntnißnahme der eingelausenen Bewerbungen - um die mit dem 1. Januar k. I. bei der Stadtcasse zu besetzenden ' Stellen (zweite Buchhalterstellr und Scribentenstelle) wird be- schloffen, erstere Stelle dem Amtsgerichts-Bureaugehülfen Adolph Rübsamen von hier und die letztere dem Scribenten Karl Loos von Soden, Amts Höchst, dermalen dahier, zu übertragen.
Wiesbaden, 31. December 1871. Für diesen Auszug: ___Joost, Bürgermeistereigehülfe.
Gefunden eine Schürze und ein Paar Handschuhe.
‘ Wiesbaden, 5. Januar 1872. König!. Polizei-Direktion.
| v. c.
_______________________________v. Strauß.______
Die Lieferung von ca. 65 Meter Borhangstoffen, 60 M. Bettleinen, 12 Dtzd. Serviette», 3 Stück Möbeldamast in schwarz, grün und braun, glatt oder gerippt, sowie von 3 Sopha's, 6 nußbaumenen Kleiderschrävken und gußeisernen Gartentische», Bänke« und Stühle« — die Mobilien genau nach vorhandenen Mustern — soll im Submissionswege vergeben werden.
Lieferungslustige werden eingeladen, ihre betreffenden Offerten bis zum 15. Jauuar Nachmittags 2 Uhr einzureichen mit dem Bemerken, daß die Lieferungsbedingungen, sowie die Muster der zu liefernden Mobilien jederzeit dahier eingesehen werden können. 321 Kö«igl. Badevrrwatt««g z« Bad-Weilbach.
Aufforderung.
Mit Beziehung auf die in der Beilage zu No. 1 der diesjährigen Zeitschrift des Vereins Nassauischer Land- und Forst- wirthe erlaffene Einladung des Directoriums dieses Vereins zur 44. Vertheiluug bet Preise aus der Luise«stist«ng werden Diejenigen, welche Ansprüche auf diese Preise erheben wollen und sich in der hiesigen Gemeinde aufhalten, aufgefordert, sich im Laufe dieses Monats bei dem Unterzeichneten zu melden, um die erforderlichen Zeugniffe für sie ausferttgen, oder etwa in Händen habende ältere Zeugniffe erneuern zu können. Es wird hierbei bemerkt, daß die zu vertheilenden Preise ausdrücklich nur für Ackerknechte und Viehmägde bestimmt sind, welche sich in langjährigem treuen Dienste vorzugsweise mit Feldarbeit und Pflege des Viehes beschäftigt habe«. Diejenigen, welche bereits den ersten Preis empfangen haben, können nicht mehr zur Preisbewerbung zugelaffen werden.
Wiesbaden, 5. Januar 1872. Der Bürgermeister n. ________________________________Coulin.____
Bekanntmachung.
Zufolge Auftrags des Königlichen Amtsgerichts dahier werden
