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Samstag, 3. Oktober 1914.

«us ü n8 1,011 zuständiger Seite mitgeteilt Warden ist, durch-

* unwahr.

^Sftfdje Maßnahmen für den winterfeldzug.

T.-B.

in ßen

Enstes

Paris, 2. Oft. (Nichtamtlich.) Die Blätter-

einen amtlichen Aufruf des Departements-Hilfs- mii ^ er Bitte um Winterkleidung für die Htt, ten ' ® er Kriegs in rni st er hat einen Befehl er- i«gen welchem alle neu einberufenen, bereits einge- «Uf ^ ^er ins Feld zurückkehrenden Mannschaften sich fcfij;' 1 3 « n e Kosten . nicht nur, wie bereits früher Le­hnt ' nüt Schuhwerk, sondern auch mit wollener lejuj. r * e * & u it g versehen sollen, nämlich: zwei Flanell- dind- ^? e Trikotunterhosen, einer Unterjacke, einer Leib­es,, m 3toei Paar wollenen Socken, einer wollenen Decke und Vt "r wollener Handschuhe. Bei der Ankunft beim Regi- Erhalten die Leute die Kosten vergütet.

^unanzweifelbare Neutralität Italiens.

Bafel, 2. Oft. (Nichtamtlich.) Der soeben von ii>ne ^"'b.uach Rom zurückgekehrte italienische Konsul gibt «lack, ^ V«ücke dahin wieder, daß an eine allgemeine Mobil- ftitn!,V ln Italien nicht zu denken sei. Die Volks- ung st, absolut nicht kriegerisch.' überall seien Frie- b,- 'beiten im Gange, um die zahllosen Eingewanderten zu n. ^"'.gen. Die Ernte sei vortrefflich ausgefallen.

österreichische Bewunderung der deutschen Tatkraft.

teW Wien, 2. Oft. (Nichtamtlich.) DieZeit" be- tzj;' ::"atz Deutschland auf sechs Kriegsschauplätzen ^«rd " ^ übeildies mit unausgesetzter Wachsamkeit seine tfanh» n * e Mützen hat, um gegebenenfalls Vorstöße des »uz-, .. "özuwehren oder eine Blöße, die er sich gibt, rasch Und n V cn - Wenn man überblicke, nach wie vielen Seiten fäfitir gewaltigen Mitteln die deutsche Krieg-

Sei.-, n Q arbeite, erhalte man ein Gesamtbild militärischer

"°ch

S'bt,

1 ^ugen, tote sie eine einzelne Nation überhaupt jemals, seit es eine Staatengeschichte

Dvs "Eracht hat. Von der Vaterlandsliebe, dem dx^^wut und der hingehenden Tapferkeit, die das Gx.-A Bolk in dieser schweren Zeit betätigt, werden spätere 4 «chter mit Bewunderung erzählen.

Mte Zustand der österreichischen Truppen.

Mir V B- Wien, 2. Oft. (Nichtamtlich.) Aus dem Krieas- v,g^"^rtier wird amtlich gemeldet: Der Armee-Oberkom- ziick^ ^Erzherzog Friedrich hat den auf dem gali- Itita Kriegsschauplatz eingetretenen längeren Operations- Kg^?^dazu benutzt, um in Begleitung des Erzherzogs j,:. ö ranz Joseph täglich das eine oder andere Korps iflij 'jjWflen. Gelegentlich der Besichtigungen, die ihn nahezu haben Truppen der Nordarmeen in Berührung gebracht iw gereichte e? dem Erzherzog zur besonderen Freude, einen von Kampfeslust beseelten Geist und trotz !tkil^^-"runbilden die prächtige Haltung der Truppen fest­ig, " kirnen. Die Verpflegung, welcher der Armee-Ober- üb^"dant sein besonderes Augenmerk zuwandtc, hat sich ö!§ reichlich und tadellos erwiesen. Kriegsmaterial t>o-- . , insbesondere Munition, ist in vollem Ausmaße >:«nden.

^ vsterreichisch-ungarische Kngriffskampf in Serbien.

Energische Säuberung Bosniens vom Feinde.

Vit Wien, 2 Oft., vormittags. Amtlich wird be­

test ^8ebcn: Un'erc in Serbien befindlichen Truppen stehen Tagen im Angriffskampf. Bisher schreitet die

E'Sk,

tnit^Cffcnjiöe gcgcn den überall in stark verschanzten und

V ^""^Hindernissen geschützten Stellungen postierten sj^" äwar langsam, aber gnnftig vorwärts. Mit der

W

>iijb !V n 8 der von serbischen und montenegrinischen Truppen ll^«sulärcn beunruhigten Gegenden BoSnienS ist ftn'nbi - ^"sonnen worden. Hierbei wurde gestern ein voll- > serbisches Bataillon umzingelt und entwaffnet und ei^."^8'sangeu abtransvorticrt. Die von den Serben der -Von Bsch"uvtnng über die Vernichtung der 40. Honved

cit.V 8 8efangeu abtransvorticrt. Die von den Serben ver-

" « Bchanp

«««tak ^E neuerlicher Beweis der lebhaften serbischen Sit j;, sw. Diese Division befindet sich, wie die Serben «ich Vtcn tacuacn tn den letzten Tagen wiederholt Gelegenheit °Vo' * tt " c,tcr Bcrfaffung in der Gcfechtsfront und nahm V" bei Bilegrad auch an den Kümpfen der letzten ""hmlichsten Anteil.

P a t i o r e k, Feldzeugmeister. TaS zwecklose serbische Leugnen.

Vt-'Ij Wien, 2. Oft. (Nichtamtlich.) Amtlich wird &et eni-1- en: Das Armee-Oberkommando teilt mit: Trotz ^üchwdenen Erfolge in Serbien versucht die serbische

aus mit Forte aus Hamburg, aber warmes Zeug « gorren sollten für unsere herrliche, unnachahmlich«, sein. Bitte Hamburg und Berlin und ihr QlIe namentlich Hamburgs Söhne sind ja hier Mal der Landwehrdivision ordentlich Strümpfe, und ein paar nette Dinge. Es muß doch eine 7" c sein, der Landwehr etwas schicken zu dürfen. tVtfit i 011,1 üei der Gelegenheit der Feldpost etwas Damps Woran es liegt, weiß ich nicht, aber sie

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Also sorgen Sie für die

i Vd-eh^z verabschiedete sich:. .. . ^

A«n [Wir haben's verdient." Wer die Landwehr ge- ^ ' weiß, daß sie Sorge und Ruhm verdient hat, sie

s Herz hell, diese deutsche Landwehr.

Rolf Brandt, Kriegsberichterstatter.

Nus Kunst und Leben.

j! ! ® tt i8ltdjc Schauspiele. Mit dem 1. Oktober wurden J 1 ) DonV^^uts-Vorstellungen int Hoftheater eröffnet. (V 6 e ? cr ? ta S SingHoffmanns Erzählungen" bei zu- >»V s>i Besetzung der Hauptrollen in Szene. Gestern

s->u äUm ätWuors MusitdramaSiegfrie d". Das Haus he V öanz ansehnlich gefüllt. AlsSiegfried" ent-

-Vsch» Forchhammcr wieder eine großartige

z>s? lef.+ ecbe Das Organ tjii ... _

1 V jl en Takte allen Anforderungen siegreich stand. », der büher gewürdigten Darbietun ^i."Wotan" mit Herrn de Garino.

'Ai

Das Organ hielt fast ohne Trübung bis färf" allen Anforderungen siegreich stand,

der V s«üher gewürdigten Darbietungen war neu be- tzstz tzi^s^"dan" mit Herrn de Garmo. Der Sänger gab Ä>,.«>aho sonst ungewohnter, fast greisenhafter Maske. 6p e Uta a " ei n Ton und Haltung die rechte hoheitliche Ho Feierlichkeit. Die Partie desMime" ist jetzt Vstör .,, a ^ zuerteilt. der sich von Übertreibungen in der "ug möglichst fernzuhalten suchte. So ließ er uns

Wiesdadsner Tngblair»

Presse neuerdings durch Verbreitung von Nachrichten Wer erfundene Siege und Übertreibung von Bandeneinfällen Stimmung zu machen, um den sicher eintretenden und bereits selbst erkannten Zusammenbruch des Widerstandes der serbischen Armee zu verschleiern. Auf alle unwahren Darstellungen der ausländischen Presse über die Lage auf dem Balkan-Kriegsschauplatz sei kurz und bündig erwidert, daß wir nicht nur alle eroberten Stellungen öst­lich der Drina in sicherem Besitz haben, sondern auch ununter­brochen weiter Raum gewinnen.

Eine ernste österreichische Mahnung an die serbischen Horden.

Vom Kommandanten der in Shrmten und in Banat stehen­den Truppen wurde nach einer Budapester Meldung ein Parlamentär nach Belgrad mit der Warnung entsandt, daß bei einer Wiederholung der Beschießung des Roten Kreuzes Belgrad unbarmherzig zusammen geschossen werde.

Die Aufstanbsbcwcgung in Ncuserbicn.

W. T-B. Konstantinopel, 2. Oft. (Nichtamtlich.) Der Ottomanische Lloyd" veröffentlicht die Mitteilungen eines in Dedeagatsch eingetroffenen Muselmanen, nach denen die Muselmanen in Dschakova, Jpek, Prizrend, Uesküb und Katschanik die Waffen gegen die Serben erhoben haben und drei Divisionen gebildet haben sollen. Die Serben hätten den etwa 90 000 Mann (?) starken Albanesen drei Bataillone entgegengesrellt. Diese seien von den Alba­nesen umzingelt und zwei Bataillone aufgerieben worden. Die Albanesenführer seien mit 20 000 Mann gegen Uesküb gezogen und hätten die Stadt zur Übergabe aufgefordert. Die Albanesen von M e n a st i r hätten sich mit den B u l g a r e n verbündet. Bulgarische Banden hätten den Belgischta- paß besetzt, um den Durchmarsch der Epiroten nach Maze­donien zu verhindern. Gelegentlich einer serbenfreundlichen Versammlung in Monastir sei es zu einem Zusammenstoß gekammen, wobei 12 serbische Gendarmen getötet worden sind.

tkämpfe m-t den Montenegrinern.

Aus S e r a j e w o werden unLedeutende Grenzplänkeleien mit montenegrinischen Truppen oder Banden gemeldet, die von den österreichischen Grenztruppen überall abgewiesen wurden. Zwei Banden sind gefangen genommen worden. Sie erzählen von Hungersnot, da die über Antivari gelieserten fran­zösischen Lebensmittel ungenügend sind. Die überlausenden Deserteure mehren sich.

Die deutsche Verwaltung in Ruflisch-Polcn.

Aus Myslowitz wird demB. L.-A." gemeldet: Im be­nachbarten Modrz-jow wurde folgender Maueranschlag an­gebracht:Nachdem Seine Exzellenz der kommandierende

General die Errichtung einer Zivilverwaltung für den Kreis B endzin einschließlich der Stadt So snow ic e ange­ordnet und mich zum Letter derselben bestellt hat, habe ich die Geschäfte der Zivilverwalt«rng am 22. d. M. übernommen. Der Sitz der Zivilverwaltung befindet sich im Kreishaus von Bendzin. Meine Ausgabe ist, für Ruhe und Ordnung zu sorgen, die Wiederaufnahme der friedlichen Berufe zu fördern und insbesondere der Wiederbelebung von Handel, Gewerbe. Industrie und Laibwirtschast die Wege zu ebnen. Ich erwarte von allen Behörden und allen Einwohnern, daß sie mich in diesem Bestreben unterstützen und meinen Anordnungen un­bedingt und unweigerlich Folge leisten. Nur so können die Härten des gegenwärtigen schweren Krieges gemildert werden. Bendzin, 24. Sept. 1914. Der deutsche Kreischef. Wellen- kamp, Königü preußischer Landrat."

Ein russischer Erlaß über Kriegskontervande.

W- T.-B. Christi«nia, 3. Oft. (Nichtamtlich.) Der hie­sige russische Gesandte gibt den Erlaß über die Anwendung der Londoner Deklaration durch Rußland bekannt. Einige Änderungen entsprechen im großen und ganzen dem von England und Frankreich ausgestellten Listen über bedingte und unbedingte Konterbande, mit Ausnahme von Luft­schiffen, die als unbedingte Konterbande gelten.

Dir Prisengerichte in Rußland.

W- T.-B- Berlin, 2. Oft. (Amtlich.) Nach einer amt­lichen Mitteilung der russischen Regierung sind in Rußland Prisengerichtshvse in Kronstadt, Sebastopol und Wladiwostock eingerichtet worden. Von diesen geht die Berufung an den Oberprtsenhof in Petersburg. Die Vorschriften über das Prisengerichtsverfahren sind in der russislhen Seeprisenordnung von 1898 (Sammlung der Rechts­verordnungen Buch 10, Anlage zu Artikel 383) enthalten. Nach Artikel 60 dieser Seeprisenordnung werden als Parteien in den Verfahren die Eigentümer der beschlagnahmten Schisse oder Ladungen zugelassen. Sie können ihre Sache vor den Prisengerichten persönlich führen oder durch Bevollmächtigte vertreten lassen. Erscheinen sie nicht, so wird der Kapitän des beschlagnahmten Schiffes oder sein Bevollmächtigter als Prozehpartei angesehen.

an die Wahrheit dieser grotesken Figur glauben. Die teils komischen, teils häßlichen Äußerlichkeiten die geduckte, ge­drückte Haltung machte dem schlankgewachsenen Sänger einige Mühe mitsamt den darzustellenden Untugenden, Bosheit, Feigheit und Verrat traten genügend hervor. Bet all den ausgetüftelten Nuancen in dem nun einmal geforder­tenGeplärr und Gequiek" blieb doch die Deutlichkeit des Wortes und ein erkennbarer Gesangston hinreichend ge­schützt. Im letzten Akt bot dann Frl. Englerth wahrhaft Glänzendes als die zu neuem Leben erweckteBrünhilde". Sehr schön ^gelang gleich die erste Tag-BegrüßungHeil dir, Sonne!". Hier war alles vermieden, was an ein realistisches Erwachen aus dem Schlaf erinnern konnte. Das Spiel bewegte sich in edelsten Linien. Auch die Siegfried- Begrüßung und die ernste Abwehr und Bitte um Schonung gegenüber dem stürmischen Werben des Helden waren durch großen Stil im Vortrag gekennzeichnet. Und zu ent­husiastischem Schwung steigerte sich dann der Ausdruck in der leidenschaftlichen Schluß- und Liebesszene. Die vortreffliche Künstlerin wurde vom Publikum durch jubelnden Beifall ausgezeichnet, und trotzdem die Opet statt, wie angegeben, gegen 11 Uhr erst gegen y 2 12 Uhr endete, mußte Frl. Eng- lerth mit ihrem Partner Herrn Forchhammer wohl noch ein halb Dutzend Hervorrufen Folge leisten. ---

Kleine Chronik.

Theater und Literatur.Die große, die eiserne Z e i i", eine historische Komödie aus den Freiheitskriegen von Kurt Müller, wird Mitte Oktober im Stadttheater zu Hanau ihre Erstaufführung erleben.

Bildende Kunst und Musik. Der Großherzog von Baden ernannte Hans T h o m a, der gestern seinen 78. Ge­burtstag feierte, zum Wirklichen Geheimen Rat.

Abend-Ausgabe. Erstes Blatt. Seite 3.

Ein neuer Mißbrauch des Roten Kreuzes durch die Ruflen.

Von einem Militärarzt im Osten geht derPost" folgende Mitteilung zu: Unter den zahllosen Trophäen, welche die Armee Itennenkampfs in unseren Händen gelassen hat, befin­det sich ein aus 80 bis 100 Wagen bestehender H i l f § l a z a r e t t z u g auf dem Bahnhof Wirrballen. Nur einige der teils gedeckten, teils ungedeckten Güterwagen weisen Vorrichtunaen auf für Unterbringung von Bänken, alle an­deren der sämtlich mit dem roten Kreuz versehenen Wagen enthielten bis oben hin, I n f a n t e r i e - und Artillerie- munition, in zwei ungedeckten Wagen standen^ sogar ein russisches Feldgeschütz bezw. ein schweres 12 -ZenttmÄer-Ge- schütz. Dies von den Russen angewendete Verfahren wider­spricht direkt dem Artikel 23 des Genfer Abkommens vom 6. Juli 1906, wonach das Wahrzeichen des Roten Kreuzes nnr zum Schutz und zur Bezeichnung von Sanitätsformationen und -anstalten, Personal und Ausrüstung, fovt durch das Genfer Abkommen geschützt sind, gebraucht .werden soll.

Das verheerende Feuer der deutschen Artillerie.

Reuters Bureau schildert in einer Depesche auS Paris folgenden Vorfall:Eine Anzahl englischer Kanoniere verab- schiedete sich mit den Worten:Lebt wohl, Kameraden. ^ von. den übrigen Reservekanonieren, um die Stelle 30 getoiteter und verwundeter Kanoniere einzunehmen. ^8*^ Mrnu^n später waren sie sämtlich kampfunfähig gemacht. Wiederum begaben sich 30 andere mit den nämlichen Abschieos­worten und mit der Zigarette im Munde nach der Schlacht­linie) den fast sicheren Tod vor Augen. Die Granaten oer schweren deutschen Kanonen, die dichten, schwarzen Rauch verbreiten, regneten dicht hinter den Batterien und toteren oder verwundeten sämtliche Kanoniere." Der militärische Sachverständige derTimes" gibt zu, daß die schweren deut­schen Geschütze weiter tragen als die englischen.

Ein Heldenstück deutscher Pioniere.

Französische Blätter berichten ausführlich über ein toll­kühnes Wagestwk eines Dutzend deutscherPioNiere, die in zwei Automobilen hinter die feindlichen 2«nien zu kommen vermochten und im Departement Eure eine Reche von Brücken und Eisenbahnübergängen zu sprengen ver­mochten. Zwar tvurden die tapferen deutschen Piom^e von überlegenen Streitkrästen angegriffen. . In dem sich ent- spinnenden Kampfe wurden sie überwältigt und gefangen ge­nommen. Rur Vieren gelang es, zu enitfliehen. . Tue Auf­regung im Departement Eure und Seine-Jnferieure über die kecke Tat der'deutschen Pioniere ist außerordentlich groß.

Ein ^chWeizerischer Sachverständiger über die Dumdumgeschosse.

DieKöln. Ztg." meldet aus Zürich: In der KanzlÄ der deutschen Gesandtschaft^ in Bern sind gegenwartiig einige Dumdumgeschosse, die bei französischen und eng- lischeu Soldiaten gesunden wurden, ausgestellt. Etmge da­von wurden, dem schweizerischen Bundesrat zur Einsicht übermittelt. Im BernerBund" stellt ein militärischer Sach­verständiger, der die ausgestellten Patronen besichtigte, fest, es handelt sich bei dem vorgewiesenen Geschoß offenbar mn ein t y p i s ch e S Du m d u m g e s ch o tz. Der Weichkern ist <nt -der Spitze bloßgelegt. Beim Aufschlagen auf einen harten Gegen­stand müsse der weiche erhitzte Kern aus der spitzen Öffnung hevaustreten und sich desormieren, was die bekannten Riß­wunden verursacht.

Eine Kriegszentrale des HansabundeS.

W- T.-B. Berlin, 2. Okt. (Nichtamtlich.) Der Hansa­bund berief aus Anregung der Potsdamer Handelskammer zu Freitagabend eine Besprxchung ein. Die von Vertrauens­männern ans aller: Teilen Deutschlands besuchte Versamm­lung beschloß einstimmig, für das Deutsche Reich während rer Dauer des Krieges zu Schutz und Förderung der Interessen von Handel, Gewerbe und Handwerk eine Kriegszentrale des Hansabundes zu bilden. Den Vorsitz übernahm der Präsi­dent des Hansabundes, Geheimrat Rieß er, dre Geschäfts­führung Regierungsrat Professor Dr. Leidig. Dre an­wesenden Vertreter der Hausbesitzer-Organisatio­nen erklärten, in ernstem Zusammenwirken mit der Kriegs- zentrale arbeiten zu wollen. Die Kriegszentrale hat unver­züglich ihre Tätigkeit durch Einsetzung von Ausschüssen aus­genommen. Der Ausschuß zur Bekämpfung der Kred't- n o t begann unter Vorsitz van Professor Krüger (Char­lottenburg) sofort seine Arbeit.

Auszeichnungen und Beförderungen.

W. T.-B. Straßburg i. E., 2. Ott. (Nichtamtlich.) Wegen hervorr«wend tapferen Verhaltens vor dem Feind wurden Oberst Mathis (inzwischen an einer Verwundung ge­storben), Major Consbrnch und Hauptmann Helle, sämtlich vom Infanterie-Regiment Nr. 136, vom Kaiser durch die Verleihung des Eisernen Kreuzes 1. Klasse ausgezeichnet.

Die tzücsorgetätigleit.

Magdeburg, 2. ytt. Der Gesamtvorstand des Preußi­schen Lehr rrVereins hat aus Vereinsmitteln ein­stimmig je 10 000 M. für das Rote Kreuz, die Hinterblicbenen- fürsorge und Ostpreußen, zusammen 80 000 M., bewilligt.

Ein besonderer K-nrinissar für die ostprcußische Fürsorge.

W. T.-B. Berlin, 2. Oft. (Nichtamtlich.) Als Flücht- lingSkominissar für ganz Ostpreußen ist Landeshauptmann v. Berg (Königsberg i. Pr.) als Kommissar des Oberprast- denten v. Batockr bestellt worden. Fortan können an thn un­mittelbar alle Anträge und Nachrichten, welche sich^ auf die Fürsorge für die ostpreußischen Flüchtlinge und insbeson­dere auf Zeit und Art ihrer Heimkehr beziehen, gerickitet werden, so weit es die Flüchtlinge nicht vorziehen, sich dabet der Vermittlung der Landräte oder Bürgermeister ihrer Aufenthaltsorte oder, in Berlin, des Kriegsbureaus des Polizeipräsidiums zu bedienen.

Der Dank drs Grösst,crzcgs von Hoffen an den Kaiser.

Der Großherzog von Hessen hat an den deutschen Kaiser folgendes Telegramm gerichtet:Die meinen Lon- deskindern von ihrem obersten Kriegsherrn gezollte Aufmerk­samkeit durch das mir verliehene Eiserne Kreuz hat mich mit Stolz und Freuoe erfüllt. Von ganzem Herzen danke ich Drr für den neuen Beweis Deiner Liebe zu uns Hessen, die in Treue mithelfen, unserem geliebten Vaterland seine Größe zu erhalten. Ernst Ludwig."

Deutsche Reservisten in englischer Gefangenschaft.

DerBerliner Lot.-Anz." meldet aus ßtotterdam: Nach einer Meldung derTimes" sind in Barcelona 200 mili­tärpflichtige Franzosen aus Mexiko au Bord eines spa­nischen Dampfers eingctroffeu. Englische Kreuzer sollen gegen 160 Deutsche aus Mexiko von Bord des Dampfers ge­holt haben.