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Wiesbadener Tagblati.

Amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden.

No. »O«. Samstag dm 3Ö. Deeember 1071.

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Einladung zum Abonnement.

_ Das »Wiesbadener Tagblatt", amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden, erscheint auch ferner täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Festtage.

Steigen der Löhne auf jedem Arbeitsgebiet und die bannt zusammenhängende Erhöhung der Kosten für Satz, Druck, Papier, Kohlen und alle anderen Materialstn, sowie die geschwundene Aussicht auf baldigen Wegfall der Zeitungs-Stempel-Steuer, uns — gleich fast alle» anderen Blättern — den Aborrverueuts'Mreis zu erhöhen und zwar auf 45 kr. viertel­jährlich, hier in Wiesbaden. .

«tuf Wunsch der verehelichen hiesigen Abonnenten wird das Blatt für viertelMrlich 12 kr. in's Haus gebracht.

Die bisherigen Jufertious-Preise bleiben unverändert.

, , Da die in dem ,Wiesbadener Tagblatt" aufgenommenen Anzeigen in eitlen mehr als doppelte« «ttd drei» fache« Leserrreis hiesiger Stadt, als in irgend einem anderen der hi-er erscheinenden Blätter gelangen, so find dusewm von dem größten Erfolg und der besten Wirkung, also auch in jeder Bezieh««« di* billigste«.

„ Bestellungen auf das mit dem 2. Januar k. I. beginnende Quartal beliebe man bei der Expedition, La«g- gaste 87, auswärts bei den zunächst gelegenen Postämtern zu machen.

_ Sehellenberg^che KoMtuchdrackerei,

Wegen des NLeujayrsfestes erscheint die nächste Nummer dieses Blattes Dienstag dm 2. Januar k. I. Anzeigen, welche darin Ausnahme finden sollen, beliebe Mn gefl. im Laufe d-s heutigen Vormittags anfziMbru.

Die Expedition.

Auszug aus den Beschlüssen des Gemeinderaths zu Wiesbaden.

Sitzusg vom 18. Drcsmbsr 1871.

Gegenwärtig: Der Herr Oberoiirgermnster und sämmtliche Gemeindevorsteher.

1764. Zu dem Gesuche des Murers Carl Simon dahier um Gestattung der Errichtung eines Hintergebäudes zu seinem in der verlängerten WEitzftraße erbauten Wohnhause soll unter Bezugnahme auf den Beschluß de» Eememderathes vom 13. e. MtS. berichtet werden, daß sich der Gemeinderalh gegen die von der Königlichen Kreisbamnspectivn vorgeschlaacne Verlegung der Straße in A B des BebäuuMsplanxs nach C D aussprechcn MÜffe, Mil die hgdchr südlich gekgeuen Bauquartiere bis zur Bleichstraße schon eröffnet und vollständig eingetheilt sind.

1765. Zu dem Gesuche des.Stetnhauers Friedrich Dehwald dahier um Ertheilung der ToncWon zur Erbauung eines Wöhn- hanses an dem von der Röderstraße nach der Platterstraße führen­den Fahrwege soll berichtet werden, daß unter den von König- - licher Kreisbauinspkction vorgeschlägrnen imb unter Kn werteren Bedmgunykn gegen die Genehmigung des Gesuchs nichts einzu­wenden sei, daß:

1) das Haus ca '<*, d. h. so weit von der Straße abgerückt werde, daß bei einer gleichen Erbreiterung auf der Südseite die ganze Straßenbreite demnächst 42' betrage, und

2) daß sich Gesuchsteller dahier zu Protokoll verpflichte, die auf seinen Bauplatz bei Eröffnung des betreffenden Bauquartiers fallende» Kosten für Straßen- und Canal-Anlagen zu tragen

1766. Zu d m Gesuche des Bildhauers Franz Pekmecky dahier um Gestattung der Errichtung eines Ateliers auf seinem Grund­stück an der Plarterstraße soll berichtet werden, daß unter den von Königlicher Kreisbamnspeclion vorgeschlagcnen und unter den weiteren Bedingungen ton hier aus gegen die Genehmigung nichts einzuwenden sei, daß das Gebäude parallel mit der Platter-Chaussee gestellt werve Ad Gesuchstever sich dahier zu Protokoll verpflichte, die sich auf sein Bauterrain berechnenden Kosten der Anlage eines Haupr Can:-lS in jener Straße der Stadtgemeinde zurückzuver­güten, fobM vv».cherizuständig«Köehörde die Anlage eines solchen Canals verfügt und derselbe zur Ausführung gebracht sein wird.

1767. Zu dem Gesuche des Gärtners Heinrich Schmers dahier um Ertheilung der Concesfio« zur Erbauung eines Gartenhauses tin seinem an der Platterstraße beleger.en Garten soll berichte werden, dast der Gemeinderath gegen die Genehmigung dieses Gesuchs Nichts ermuwenden habe., wenn-dem Gesuchsteller aufge- geben wird, das Gebäude paraM mit der Platter-Chaussee zu stellen und.wen» sich derselbe Möglich de,r «osten der Can'rl- anlagö im gleicher Weis« wie der Bildhauer Petmecky zu Protokoll verpflichtet.

1769. Ans Vortrag des Herm Oberbürgermeisters, die Verlegung der Stadtkaffe in das Acch'camtsgebäude betreffend, wird beschlossen, Hie Mthorige-Dienstwohnung des Acciseinspectors vom 1. Januar t. Js. an als .Local für die Stadtkasse zu verwenden und den Herrn Stadrbaumeifter zu ersuchen, die erforderlichen Bauveränderungen alsbald vornehme» zu lassen unter der Ermächtigung, die Arbeiten aus der Hand zu vergeben.

1779. Die am 14. December c. stattgehabte Versteigerung von Hauskehricht, Knochen und Glasscherben wird auf den Erlös von 49 Thlr. 18 Sgr. 6 Pfg. genehmigt.

1783. Die am 16. December c. stattgehabte Vergebung der Lieferung des zur Unterhaltung des städtische» Fasseloiehes für das Jahr 1872 erforderlichen Hafers und Streustrohes wird auf die Lrtztgebote des S. I. Mayer dahier genehmigt.

1785. Auf reproducirte Acten, die Reklamation des Kaufmanns Carl Acker von hier, die Adjudikation der consolidirte» Stadt- und Feldgemarkung Wiesbaden betreffend, wird, nachdem Herr