1871
Donnerstag den 29. Zrmi
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den übrigen Betrag von 556 Thl. 10 Sgr. von den betheiligte« Grundbesitzer« zur Stadtcasse zurückzuerheben.
800. Die am 15. l. M. stattgehabte Vergebung der zur Vollendung der Drainage im Hollerbornfeld noch erfordert,chen Röhren wrrd den Steigerer« genehmigt.
803. Auf Vortrag des zweite« Bürgermeisters, Herr« Coulm, die Bestellung eines Berttcters des Gemeinderaths m d,e Commission für Abschätzung des Wildschadens, sowre Es Stellvertreters desselben für ein weiteres Jahr betr., wrrd beschlossen, zum Mitglieds dieser Commission den Herrn I. Schmrdt und zu dessen Stellvertreter Herrn G. D. «Schmidt zu ernennen.
804. Der Herr Bürgermeister bittet um Ertherlung eines vierwöchentlichen Urlaubs zum Gebrauche einer Badecur m Karlsbad. Der Urlaub wird vom Gememderathe errheilt.
Wiesbaden, 27. Juni 1871. Für diesen Auszug:
Joost, Bürgermerstereigehülfe.
Auszug aus 6eu Beschlüffe« des GemeLlderachs zu Wieshüdeu.
b Sitzung vom 19. Juur 1871.
“ Oo“ stgenwärtig: Der Gemeinderath mit Ausnahme der Herren öjjj-1 Vorsteher G. D. Schmidt, I. Schmidt
es sich! und Vig elius (Letzterer verreist).
er ett. 174. Aus den Antrag des Herrn Glaser wird beschlossen, ' ßnigliche Polizri-Direction zu ersuche«, daß dem Lumpen- und ’ iochenhändler Lippmann Salomon dahier die Aufbewahrung "T~ » Knochen in der von ihm gepachteten Scheuer des Metzgers ßreibweis in der Metzzerzasse untersagt werde, da durch die giidjd Eammlung von Knochen die enge, dichtbevölkerte Straße daselbst iitttf. ) verpestet werde, daß die Gesundheit der Anwohner ernstlich Mdet sei.
g'26 776. Auf Vortrag des Herrn Bürgermeisters wird beschlosien, Mi K das Rathhaus eine große" deutsche (schwarz-weiß-rothe) und 130. m große preußische Fahne aszuschaffen.
780. Auf Vortrag des Herrn Bürgermeisters, betreffend die — irhebung einer Abgabe von öffentlichen Lustbarkeiten, wird in wereinstimmung mit dem desfallfigen Beschlüsse des Bürger- —- Äschuffes und Gebrauch machend von der im Schlußsätze des . . tzsführungsgesetzes zu dem Bundesgesetze über den Unterstützmrgs- 1 Änsitz vom 6. Juni 1870 den Gemeindebehörden eingcräumten iksugniß beschlossen, für den hiesigen Stadrarmenfonds die Ab- ite von Lustbarkeiten auch für die Folge sorlerhebm zu lassen ai ” zwar in der Weise, daß für Tanzbelustigungen mit Orchester- 7 ujt; Rfik 2 Thaler und für solche mir Klavierbegleitung 20 Sgr.
Hoben werden und hierzu die nach §. 37 des Gemeindegesetzes ____ M 26. Juli 1854 erforderliche höhere Genehmigung zu erwirken.
783. Das Gesuch des Rentners Franz van de Velde von 46 (W S. Gravenhage im Königreich der Niederlande, dermalen dahier, z w* Aufnahme als Bürger in die hiesige Stadtgemeinde, wird z. iSfMdehälrlich der Erwirkung des diesseitigen Staatsbürgerrechtes reitens des Gesuchstellers genehmigt.
__790. _ Auf das Gesuch des Gastwirths Gustav Herbster dahier ® Versetzung der dem „Rheinhotel" in der Rhemftraße gegen- befindlichen Alleebank wird beschlossen, dem Gesuchsteller zu »»ldern, daß die fragliche Bank nach Anweisung der städtischen vmbehörde auf seine Kosten versetzt werde« solle.
799. Auf Vortrag der Zusammenstellung und Verrheilung st durch die Drainage im Hollerbornselde in 1869 und 1870 « jetzt entstandenen Kosten im Betrage von 662 Thl. 26 Sgr. (Pst, rund 663 Thl., wird beschlossen, die von der Gemeinde ---®c 248 l. Meterruthen Hauptgräben zu übernehmenden 106 Thl.
w Sgr. an den vorgelegren Kosten in Abzug zu bringen Md
Wiesbadener Tagblatt
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T L. Schellenberg^he Kof.Buchdracherei.
Gefunden ein Taschenmesser und verschiedene Schlüssel. Wiesbadm, 27. Juni 1871. Königl. Polizei-Drrectron.
Seyfried.
Ediclalladung.
Ueber das Vermögen des Conditors Heinrich Wagner zu Wiesbaden ist der Concursproceß erkaMt worden.
Dingliche und persönliche Ansprüche daran find Dienstag den 11. Juli l. Js. Vormittags um 9 Uhr persönlich oder durch einen gehörig Bevollmächtigten dahier geltend zu machen bet Vermeidung des Rechtsnachtheils des von Rechtswegen eintretenden Ausschlusses von der vorhandenen Vermögensmaffe.
Wiesbaden, den 16. Juni 1871.
440__Königliches Amtsgericht IV.
Bekanntmachung.
Freitag den 30. Juni c. Vormittags 9 Uhr werden die den Peter Schmelzer Eheleuten zu Frauenstein gehörigen, in dafiger GemarkMg belesenen und zu 1730 fl. raxirten Immobilien, bestehend in eisern einstöckigen Wohnhaus nebst Hofraum, belegen tu der Untergasse neben Moritz Simon und Andreas Lasker, sowie einem Garten, drei Aeckern und zwei Weinbergen, i« dem Rathhause zu Frauenstein öffentlich zwangsweise meistbietend versteigert.
Wiesbaden, den 30. Mai 1871.
394____Königliches Amtsgericht V.
Bekanntmachung.
Zufolge entsprechenden Antrags auf Verlegung findet die 3. zwangsweise Verweigerung der Immobilien der Conrad von der Herdt Eheleuten z« Frauenftein, bestehend in 8 Aeckern, einer Wiese Md 4 Weinbergen (im Ganzen taxirt zu 905 fl ),
