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2. Oktober 1914.
^"schritte
» bei Noyon. Angriffe aus
üi Unter großen Verlusten zurürk- ^ ^ gewiesen.
^eitextz Erfolge vor Antwerpen.
Großes Hauptquartier, 1. Okt., ^ (Amtlich.) Am 30. September wurde» die ijj* Rohe und Fresnoy, nordwestlich von den Franzosen entrissen. Südöstlich von ^I^iliiel wurden am 1. Oktober Angriffe von ^5 tirückgewiesen. Die Franzosen hatten 'schwere V e r l u st e.
Angriff auf Antwerpen schreitet erfolg- 'ch fort.
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(Ä vstliche n Kriegsschauplatz sind heute
° Veränderungen.
Die Seschiehung von Antwerpen.
^'"sterdam, 2. Okt. (Erg. DrahtLericht) Ktr. «ie a,.k^rrchte aus Antwerpen melden, daß gestern Li sö'chleßung der Forts Wall, ~~
e nt, Wavre und fortgesetzt wurde. Auch sollen .. einen Infanterie« «griff
'e erste Verteidigungslinie von Ant- htr ^/"sucht haben. Die Deutschen haben Geschütze tydjjj Hochebene bei Heyst op Denver aufgestellt und von dort aus Li er. Auch wird eine er- Offensive in der Nähe von Tender- r gemeldet.
Frische deutsche Truppen vor der Front.
Ktr. Bln. d o n tele-
^schc"halync
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Eholm, 2. Okt. (Erg. Drahtbericht) iLSim Dagbladet" wird ans L o n i S Berichte teilen mit, daß orc Licnr-
Markungen zur Front herbeigeholt haben, wes- ^l„"'niiglich gewesen sei, die Truppen zurückzu- "»k ' me sich j„ Ö£J . Knmpslinie befanden, um ihnen "wendige Ruhe zu verschaffen.
n neuerlicher Einbruch der Serben M Ungarn zurückgeftk lagen.
Budapest, 1.
Korrespondenz
Okt. (Nichtamtlich.) Die tzO^'br Korrespondenz" meldet: Unsere Offensive schreitet erfolgreich vorwärts. Ein Versuch ^ ^ven. sie tzurch einen neuerlichen Einbruch über öu stören, endete mit einem vollständigen unsere in der Nähe befindlichen Grenz- n < b ' e serbischen Truppen, die von unter- °s»rt g z Dualität und in minderer Anzahl waren, s dem Lande verjagten.
0 tn , Friedensbemühungen des Papstes.
7°r ^,,°"crda,n. 2. Okt. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln.
' ^s;t sich aus R o m melden, der Papst habe bei »" Staaten Schritte unternommen, um für den t9 ft a l Wirken. Ein Briefwechsel mit Kaiser ° s e p h sog stattgefunden haben.
aus trnn Osten.
V I m deutschen Sn walkt.
zum Ostheer entsandten Kriegsberichterstatter, t Dix z Armee-Oberkommando Ost, 26. September, uj seit ein 11 ^" 1 ^ 6 Offensive gegen die Linie Kowno-Grodno Tagen eingesetzt. Die Gruppierung der ge- ^vsstschen Armeen in dem Raum von Kowno- |S' e e ‘’ftoa dürfte inzwischen erfolgt sein. Ob die ist, - "rnkampf gor drei Wochen überhaupt operations» von dem Munitionsnachschub der Russen ab. „ l° ei:b£n die Depots ziemlich weit rückwärts liegen.
SlN Refr, te russische Armeekorps hat sich wahrscheinlich bei fcS, Das dritte Korps zwischen Grodno und
^>rk, Übergang über den Njemen zu decken. Hier
V. lftrs,^ siärkere Reserven herangezogcn sein. Olita ®orL, bierte ' der Abschnitt Olita-Grodno durch das Jk'Ätf, *. gedeckt werden. Erhebliche russische Kräfte, dks ^ischx,, ^eekorps. das 22. Finnische und Teile des mi * reichlicher Kavallerie stehen bei Grodno; in 3. >:x."Mebauten Festung Ossowjetz (Ossowice) wer- Korvs. das bei Lhk geschlagen wurde, und anzunehmen sein.
s eingeleitete Beschießung von Ossowjetz als bevorstehend gemeldet, die weiteren Einzel-
E°^cherstits
5 ’ ai %- bei
Offensivstotzes sind natürlich noch nicht "chung reist
^ NelrihO"-.. stk daZ Gouvernement Suwalki, das Auf- "'» - „für die deutschen Truppen, seit -über einer
bischer
Verwaltung.
*t ^ e§ ®nfu Ql: Dagen fuhren wir durch die nördlichen ' "»ft ft, 0 svernements nach Wilkowiszky, dem historischen mpoleon die Proklamation an seine Armee er-
Abend-Ausgabe. nr. «so.. sr. iah-«-««.
vor der Entscheidung.
Von General der Infanterie z. D. v. Blume.
Berlin, 30. September.
Der 10. b. M. war her Tag, an welchem unser Westheer, die geschlagene fvanzösisch-englisck)e Hauptmacht in mehr als hundert Kilometer breiter Front zwischen Oise und Maas südwärts verfolgend, an der Marne, in der Höhe von Paris, anlangte und sich dort von weit Merlegenen, aus der feindlichen Hauptstadt hervorbrechenden Kräften auf dem rechten Flügel in Front und Flanke angegriffen sah. Außerstande, diesen Flügel in der von ihm erreichten Stellung rechtzeitig zu unterstützen, entschloß sich die deutsche Heeresleitung, ihn nach kräftigem Widerstande hinter die Aisne zurückzunehmen und auch die übrigen Teile des Heeres dieser Bewegung so weit^ folgen zu lassen, daß sich daraus eine geringe Rechtsrllckwärtsschwenkung bis etwa in die Linie N o y o n ° N e i m s - V e r d u n ergab. In dieser, meh r als 160 Kilometer weiten Frontausdöhnung ringen seitdem, also seit nunmehr fast drei Wochen, die beiderseitigen Heeres- massen in der g e w a l t i g st e n Schlacht, welche die Geschichte kennt, miteinander, das deutsche Westheer mit Ausnahme der noch in Belgien sowie auf dem rechten Maasufer und in den Vogesen befindlichen Teile mit nahezu der gesamten sranzösisch-engli- scheu Streitmacht. Auf beiden Seiten ist bisher mct einer Tapferkeitmnd Ausdauer gekämpft worden, die wir auch bei unseren Gegnern bereitwillig anerkennen. Entsprechend groß sind die Verluste,, bei unseren Gegnern so groß, daß es dort, wie in Frankreich laut geklagt wird, nicht mehr möglich ist, der Masse der Verwundeten die notdürftigste Fürsorge zuzuwenden.
Die französisch-englische Armee begann die Schlacht angriffsweise, erzielte auch hier und da auf der aus- gedehuten Front, besonders auf unserem rechten Flügel, gegen den sie unter dem Bestreben, ihn zu ilmfassen, von Anbeginn ihre .Hanptkräfte verwandte, Einzel- erfolge. Ihre Angrifsskrast erlahmte jedoch alsbald, mehr und mehr gewann der Unternehniungsgeist auf deutscher Seite das Übergewicht. Und wenn in den vergangenen Tage dieser Überlegenheit von der deutschen obersten Heeresleitung noch nicht für ausreichend erachtet worden ist, um zum letzten entscheidenden Schlage auszuholen, so ist augenscheinlich der Zeitpunkt auch hierfür jetzt gekommen. Nach der Bekanntmachung unseres Großen Hauptquartiers vom gestrigen Abend haben aus unserem rechten Heeresslügä in Frankreich gestern bis dahin noch unentschiedene Kämpfe stattge- funden, während in der Front zwischen Oise und Maas im allgemeinen Rllhe herrschte, — Wohl die Ruhe vor dem Gewitter. Wie sicher sich aber die Heeresleitung des Erfolges fühlt, ist darairs erkennbar, daß derselben Bekanntmachung zufolge gestern mich die Belagerungsartillerie gegen einen Teil der Forts von Antwerpen das Feuer eröffnet hat (inzwischen sind be-
betz: in der er den Beginn eines „zweiten polnischen Krieges" ankündigte. Gestern besuchten wir Suwalki, die Gouvernementshauptstadt. Hinweg: Von der Grenze bei Prosten
über Grajewo, Augustowo, Iiückweg: über Mark, Grabowo
nach Lhk.
Den gleichen Eindruck, den ich von der letzten Fahrt nach dem eroberten Gebiet mitbrachte, trug ich auch diesmal nach Hause. Auf der deutschen Seite der Grenze ist planmäßig verwüstet worden, auf der russischen Seite hat man keineiv Stein angerührt. Genau so wie Schirvindt völlig zerstört ist und der nächste russische Ort völlig unberührt blieb, so ist Pxosken eine Trümmerstätte, die (nicht vom Granatfeuer) von Grund aus vernichtet ist, während Grajewo kaum Spuren des Krieges zeigt.
. Wir sind dann Meilen und Meilen durch das Land gefahren, nirgends eine Brandstätte, selbst Augustowo, wo ein Kampf stattfand, hat nicht gelitten. Wenn es noch irgendeines Beweises , bedurft hätte, daß die Verwüstung Ostpreußens nicht die traurige) aber selbstverständliche Folge des Krieges, sondern das Ovfer einer verbrecherischen, völkerrechtswidrigen Kriegsführung durch die Russen sei, so ist dieser Beweis, wie man nicht oft genug wiederholen kann, völlig erbrächt.
Ganze Strecken des Gouvernements Suwalki, das sich hier in seinem südlichen Teil ganz anders zeigt als im Norden, bieten den freundlichen Anblick etwa einer thüringischen Landschaft im Frühherbst. Tannenwälder, die von guter Forstwirtschaft zeugen, nüt einzelnen Felsstückchen, kleine tiefblaue Seen. und gut gepflegte Straßen. Altweibersommer, der die Stoppelfelder wie mit silbernen Netzen überspinnt, flimmert durch die Luft.
In den Ortschaften ist freilich jede, aber jede Erinnerung an deutsche Bilder gelöscht. Die Frauen halten das schwere Kopftuch beiin Gehen über die Straße mit gebogenem Arm über Kinn und Mund, die Ladentür ist Schaufenster, die Straße Versammlungsort. STer Osten ist unver-
kanntlich mehrere Forts bereits vernichtet. Schristl.), während ein Vorstoß belgischer Kräfte gegen die Ein- schließungslinie zurückgewiesen wurde. Bestände irgend ein Zweifel über den Ausgnng der Entscheidung ans unserem rechten Flügel in Frankreich, so würde man den ANigrifs gegen Antwerpen zugunsten weiterer Verstärkung jenes Flügels verschoben haben. ^ Ähnliches gilt von unserem Vorgehen gegen ine Maasforts auf unserem äußersten linken Flügel. Wir hören, daß gestern dort erneute Vorstöße aus Verdun und Toul von der im Angriff gegen die Maasforts stehenden Armee zurückgcschlagen worden sind (das ist auch nach der heutigen neuen Meldung wieder der Fall. Schrift!.), woraus hervorgeht, daß die Unternehnmn- gen zur Erweiterung der durch die Eroberung des Fort du Camp des Romains geöffneten Lücke ununterbrochen sortschreiten.
Um aber die bisherige Entwicklung im-ö den voraussichtlichen Ausgang der großen Schlacht bei Parrs richtig zu beurteilen, darf man nicht übersehen, daß ^ aus fast noch härterer Probe als die Kam pst u ch - t i g k e i t der Truppen ihre W i d e r st a n d s f a h r g- keit gegen Strapazen und Entbehrungen gestellt worden ist. Und obgleich unsere Truppen, die alle mit der Kriegführung in femdlicheui Lande verbundenen Schwierigkeiten zu überwinden hatten, hierunter zweifellos schwerer als die gegnerischen zu leiden geh-abt haben, gehen sie doch moralisch uNld physisch weniger geschwächt als jene aus dieser Prüfung hervor. Zu kaum geringerem Teile als auf den unübertroffenen Heldenmut unserer Truppen gründet sich unsere Siegeszuversicht auch auf ihre überlegene Widerstandskraft gegen Anstrengungen und Entbehrungen._
Das Urteil eines norwegischen hohen Generalstabsoffiziers über die Uriegslage.
W. T.-I3. Christiania, 1. Okt. (Nichtamtlich.) Der militärische Mitarbeiter der „Aftenposten", «in höherer Generalstabsoffizier, schreibt über die Kriegslage, die er als günstig für Deutschland, besonders auch für Österreich-Ungarn bezeichnet. Er schließt die Betrachtung mit folgenden Worten: Wenn gerade jetzt der deutsche Generalstab mittetlt, daß die Beschießung Antwerpens begonnen hat, ein Loch durch die Sperrsortlinie Bevdun-Toul geschlagen wurde und die Narewlinie erschüttert sei, so müssen wir bekennen: Die Verhältnisse wirken überwältigend groß. Ein englisches Eingeständnis der Ohnmacht gegen unsere Unterseeboote.
W. T.-B. Paris, 1. Okt. (Nichtamtlich.) Der „Temps" bringt einen Artikel über die deutschen Unterseeboote aus dem Londoner „Globe". Darin wird dre völlige Ohnmacht der englischen Flotte gegenüber den gänzlich unsichtbaren Unterseebooten betont und gefordert, daß Mittel und Wege gefunden t werden müßten, um sie zu entdecken.
kennbar. Die klugen schwarzen und braunen Augen der jüdischen Bevölkerung sind voll Unterwürfigkeit. An den Kramläden, die meist kaum für 50 Rubel Ware enthalten, steht groß mit Kreide: „Jüdisches Geschäft." Das soll
heißen, ein freundliches Geschäft. »
Die Freundlichkeit ist demnach stark vorhanden, die Geschäftigkeit auch. Ein Pfund russischer Bonbons, das vielleicht den Wert von dreißig, vierzig Kopeken hat, wird mit 1,50 M. verkauft. Ebenso gezuckerte Orangeschalen. „Schmeckt wie Himmel", versicherte mir dafür aber die Verkäuferin.
Suwalki wird etwa 20 000 Einwohner haben (ich habe die genauen Zahlen nicht zur Hand); eine deutsche Stadt von 10 000 Einwohnern macht aber einen viel städtischeren Eindruck. Eine lange breite Marktstratze mit kleinen Läden bildet den Mittelvunkt, dann konunen ausgedehnte Seitenstraßen mit Holzhäuschen, die noch oft an ungepflasterten Wegen liegen.
Zu Friedenszeiten soll die Stadt einen lebhaften Eindruck haben. Es liegen zwei Regimenter dort, die schon für Amüsement sorgen werden. In den Schaukästen der Photographen sieht man dann auch mehr elegante und neckische Figuren, als sie eine kleine deutsche Stadt bieten würde. Selbst jetzt zurzeit der deutschen Besetzung wiegt es mit Trippelschritten über die Hauptstraße. Darin sind uns die Muffen unbedingt über. Kleine, vielleicht zwölfjährige, schwarzlockige Burschen sprechen einen auf der Straße an, um in diesen delikaten Angelegenheiten zu vermitteln. Man merkt, man hat wirklich die Grenze überschritten. . . .
Das Gymnasium ist zum Hospital eingerichtet. An den Wänden hängen noch die instruktiven Bilder aus der Schulzeit; ein Tyroler Dorf mit allem, was dazu gehört, und ein Bild der Stadt Moskau. Über die breiten und saubere« Gänge huschen die jungen Damen von Suwalki. Sie haben erst die Russen gepflegt und pflegen jetzt die Deutschen. Ein
