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Donnerstag den 19 Januar

1871

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Sämmtliche hier practicrrende Herren Aerzte sind ergebmst ersucht, für die Anwendung dieser Maßregel nach Kräften mitzu­wirken.

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Gleichzeitig wird dem Publikum bekannt gegeben, daß die an der Biebricher Chaussee belegenen Baracken fortan zur Aufnahme von Pockenkranken bereit gestellt sind, und wird es sich empfehlen, überall da, wo für ausreichende Pflege und Absperrung Erkrankter nicht hinreichend gesorgt werden kann, und dadurch weitere An­steckung befürchtet werden muß, mit allen Mitteln, nöthigenfalls unter Requisition der Königlichen Polizei-Direktion, dahin zu wirken, daß die Baracken benutzt werden.

Adlerstraße 1, Ellenbogengafse 6, Friedrichstraße 18 und 24

(Hinterhaus), Goldgasse 17, Herrnmühlgasse 3, Kirchgasse 20, 24 und 23, Louisenstraße 23, Metzgergafle 3, 5 und 33,

Der Königliche Oberförster. Heymach.

Die Art und Weise, wie ein großer Theil des hiesigen Publi- imns sich dm an Pocken erkrankten Personen und deren Familien gegenüber verhält, läßt befürchten, daß tzie Verbreitung dieser «rrnkhert eher zunehmen als abnehmen wird.

Um es Jedem möglich zu machen, sich vor der Berührung mit pockenkranken oder solchen Personen zu schützen, welche mit Mrm m mittel- oder unmittelbarem Zusammenhänge stehen, wrrd die Komgltche Polizei-Direktion von heute ab täglich die- Straßen und Häuser bekannt machen, in welchen sich Pockenkranke befinden.'

Bekanntmachung.

wegen Ausreichung der neuen Zinscoupons Serie II. zu der preußischen Staats-Anleihe von 1867 C.

Die Coupons zu den Schuldverschreibungen der Staats-An- leihe v. I. 1867 C. für die vier Jahre vom 1. Januar 1871 bls 31. December 1874 nebst Talons werden vom 9. Januar k. I ab von der Controle der Staatspapiere Hierselbst, Oranien- straße 92 unten rechts. Vormittags von 9—1 Uhr, mit Aus- nähme der Sonn- und Festtagen und der Cafsenrevisionstage, ausgerercht werden.

Dir Coupons können bei der Controle selbst in Empfang qe- nommen oder durch die Rcgierungs-Haupt-Cassen, die Bezirks- Haupt-Cafsen in Hannover, Osnabrück und Lüneburg oder die Lasse in Frankfurt a. M. bezogen werden. Wer das Erstere wünscht, hat die alten Talons mit einem besonderen Verzeichnisse, zu welchem Formulare bei der gedachten Controle und in Ham­burg bei dem Ober-Postamte unentgeldlich zu haben sind, bei der Controle persönlich oder durch einen Beauftragten abzugeben.

Genügt dem Einreicher eine numerirte Marke als Empfangs­bescheinigung, so ist das Verzeichniß nur einfach, dagegen von denen, welche eine Bescheinigung über die Abgabe der Talons zu erhalten wünschen, doppelt vorzulegen. In letzterem Falle er­halten dre Einreicher das eine Exemplar mit einer EmpfangS- bejchemigung versehen sofort zurück. Die Marke oder Empfangs- beschernigung rst ber der Ausreichung der neuen Couponszurückzugeben.

In Schriftwechsel kann die Controle der Staatspapiere sich mrt den innerhalb der Monarchie wohnenden Inhabern der Talons nrcht einlassen.

Wer die Coupons durch eine der oben genannten Provinzial- Casien beziehen will, hat derselben die alte» Talons mit einem doppelten Verzeichnisse einzureichen. Das eine Verzeichniß wird nner Empfangsbescheinigung versehen sogleich zurückgegeben und t|t ber Aushändigung der neuen Coupons wieder abzuliefern Formulare zu diesen Verzeichnissen sind bei den gedachten Pro- vmzral-Cassen und den von den Königlichen Regierungen in den Amtsblättern zu bezeichnenden sonstigen Cassen unentgeldlich zu haben.

Des Einreichcns der Schuldverschreibungen selbst bedarf es zur Erlangung der neuen Coupons nur dann, wenn die alte« Talons abhanden gekommen sind; in diesem Falle sind die be­treffenden Dokumente an die Controle der Staatspapiere oder an eine der genannten Provinzial-Cassen mittelbst besonderer Eingabe ernzurerchen.

Berlin, den 24. December 1870.

Haupi-V-rwaltttng der Staatsschulder».

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Zur Zeit sind in nachbenannten Straßen und Häusern die Pocken ausgebrochen:

Bekanntmachung.

Die Besitzer von Hunden werden wiederholt aufgefordert, die Tazce per 1871 zur Stadtcasse zu bezahlen und die Marken tn ®mt,fan8 zu nehmen.

Wiesbaden, den 17. Januar 1871. Der Bürgermeister.

Lanz.

Dotzheimerstraße 8 unb 25, Faulbrunnenstraße 4, Geisbergstraße 1 (Hinterhaus), Helenenstraße 2 a, Hochstätte 17, 19 und 21, Langgasse 22 (Gartenhaus), Ludwigstraße 9, 11 und 12, Nerostraße 28 (Hinterhaus), ", </ Platterstraße 2,

ditcolausstraße 5, Römerberg 3, 7, 18 und 30,

Röderstraße 18, Webergasse 11,

Schwaldacherstraße 45, Hochstätte 23 ist von Pocken-

Wtlhelmstraße 8, infection frei.

An Erkrankungen sind zur Anmeldung gekommen bis heute 99 Fälle. Es starben von den angemeldeteu Personen . . 19. Gs genasen bis jetzt..........20.

Bleibt Bestand an Krankm . '. 60.

Wiesbaden, den 18. Januar 1871.

Der Kgl. Polizei-Direktor. Der Kgl. Kreis-PhvsikuS. Seyfried.______________Dr. Bickel.

Holzversteigerung.

Montag den 23. Januar l. Js., Vormittags 10 Uhr an- saugend, ! ollen tn dem Staatswalde Distrikt Nonneneichwald, Gemarkung Neudorf, in der Nähe der nach Schlangenbad führenden Chaustee, öffentlich Meistbietend und auf Verlangen gegen Credit b!s zum 1. September l. I. versteigert werden:

88 Stück kieferne Stämme zu 17,77 Festmeter, 450 Stück kieferne Gerüststangen lr Claffe, 312 Raummeter kiefernes Prügelholz (von 6' Scheit- länge zu Pfählholz),

700 Stück kieferne Wellen.

Chausieehaus, den 14. Januar 1871.

Wiesbadener Tagblalt

Amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden.

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