Verlag Langgasse 21
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* a 3* 2. Oktober 1914.
Morgen»Ausgabe.
Nr. 469. o 62 . Iahrgang.
„ Der Krieg.
k? ^'«deraufgenommene Ringen auf m galizifchen Kriegsschauplätze.
bricht 1. Okt. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bln. Der
tatifd: Cr ^ at * tr t,cS "B. T." fuetbet aus dem österrcichisch-un- Ph,?" Kriegsprcssequarticr vom 1. Oktober: Die dritte <t- ! e des Ringens auf galizischem Boden hat begonnen.
un-
4g don ~ u “i B«udt|uteiii «ooen yar vegonn
isch. """" beiden Wochen konnte sich die österreichisch-: Armee unter dem Schutz ihrer starken neuen Positio- b "r S a n - L i n i c in Ruhe verproviantieren, die
^isch.
Hinte
Mannschaften ausgleichen und den ge- (Stfjj. . ’ c ft° nb durch größere Reserven erhöhen. Dank ihrer djjh^ '""0 und Muuitronsvcrausgabung kamen die Russen nicht über die Besetzung der freiwillig über- dih, " Gebietsteile von Galizien und der nördlichen Bnko- dkk kleinere Plänkeleien hinaus, überdies erschwerte 6icte J? C111 0 n 3 e Rege n, der die russischen Zufuhrge- Ichjj^ " Podolicn in Sümpfe verwandelte, die Nach- s°lsrdcs-"^ Verproviantierung der russischen Armee. Jn- ^ Cl?tcn bie russischen Operationen gegen den Auf- 1 der deutschen Truppen zu spät ein und
°Rbk„ "“tiojni Atnpfnt zu ,pat ein und st, dE ^^Eungslos. Es reicht nunmehr die deutsche Armee dk,E,"^"deten österreichisch-ungarischen Armee ihre Hand, stk ^ Vertrauen darauf eine» Monat lang den Stößen ^ Bett f ic konzentrierten weit überlegenen russischen Haupt- ^tcii.r^b"rhaltcn und den geplanten Durchbruch zweimal
I hat.
^ w.,^rlin, 1 . Okt. Vom österreichischen Kriegsschau-. v>lt", » et der Kriegsberichterstatter der „Berliner Morgcn- >n ^»egspressequartier, SO. Sept.: Die seit einigen
r- Neugruppierung unserer Kräfte auf oem sx Kriegsschauplatz war die Einleitung zu neuen \ ' Ec i>en rc2 b en ' b ' e s" allernächster Zeit beginnen der m -1 fölrb deutlicher, daß der Zweck, zu
^Uckzug der österreichischen Truppen von der Urmee-
°°k,c
W ~WH uu «itmces
Ä angeordnet wurde, sich in nützlichster Weise v *' Durch die Wahl der jetzt eingenommenen Stel.
Acht/' Durch die Wahl der jetzt eingenomm I, "'s bie Ausdehnung der Kampffront in ein Ver-
?»mit v starke unserer Kräfte gebracht und die Koopera- i-^U«. ? verbündeten deutschen Armee gesichert. Die Be- «°<ieichn °?"'ussen, sie hätten große Siege erfochten, deg v; l'ch am oesten dadurch, daß ihre Offensive
O' zu °'Vher,gen Schlachten stockte und bis heute noch «e l bedeutenden Angriff zwecks Ausnutzung des SltengeslL" konnien. Geringfügige Widerstände und Sng. erforderten zeit- und kräfteraubende Ent-
"rit Z, f0n - nte bti Vereinigung der deutschen Streit-
bZr » n l r . , ®! n au f bem klalizischen Boden erfolgen. , r Verbündeten gilt als sehr günstig.
it v^X SU- aus ylalizien und der Bukowina.
Kor^.l?' P iL Drghtbericht, Ktr. Bln. Einer ^^"lizien Libenz zufolge beträgt die Gesamtzahl der t ^ kotz" Bukowina geflüchteten Bewohner
^ on <0000 nach Wien kamen.
»n? £,?? französische amtliche Schlachtbericht.
iip' lEig. Drahtbericht) Ktr. Bln. Der
^^^^^^^usgeg^en^^mnzösische^Eiche
durch Feindesland.
i, ..^is Al- Stclzmann.
da?^ wundert sich der Deutsche andauernd SerstdV» ...Belgier die Strecke Aachen-Lüttich nicht Lw f -^rV en -. als zehn Tunnels und
^ b?tte^?Ptsachlich über die Maas, sind hier vorhanden den: Z Zerstorungswerk sehr erleichtert. Mau ließ - . uuZluckten Versuche an einem Tunnel hinter
Herbesthal bewenden und vernichtete dafür ^""i> T^"uuniger Weise auf den Stationen, in den Adoilsl„ 8 ^Phenamtern, auch in den großen Städten ?V.'Urzum Apparate und Einrichtungen, zerschnitt die beä s i? m0e A ble ßar u-cht geeignet waren, den ?V Sin» ®® ere§ aufzuhalten. Ohne über-
'"d l""bEretb° ? Verstand fügten sich die Belgier damit biet" Baren Schade-r zu. Nun hilft man sich so ? taÜOn 3U telephonisch an-
K bis^n Verkehr «tu» >r
requirierte man
telephonisch an- und bei dem an-
F» r sie tange auf offener Strecke liegen
hnl l ,aBen ; Diese Aufenthalte sind beson- , ^ vor den großen Städten Lüttich, Löwen,
8"t°r de?A urrd Brüssel treten unsere Eisenbahn- ^ *"■ . Pfeift °?>.Ht r .Lokcmot,ve Qn der Hand-
^»e^' bie^^t es dreimal, so heißt es die Bremsen stark ^ bess,Luftdruckbremse ist ausgeschaltet. Die Eisen-
V LUs nb,,m r -. ber Front zu liegenden ^hnhof . ^ ^--tsSrere überwachen als Verkehrs- und Tert,trecke. Die weiteren Linien, die
Ächlachtbericht lautet: Auf unserem linken Flügel jm Norden der Somme fährt die Aktion fort, sich mehr und m e h r nach Norden zu entwickeln. Zwischen Oise und Aisne hat der Feind einen heftigen An- gnsf auf Tracy le Mont unternommen im Nordwesten des Waldes von Laiglc. Er wurde unter Verlusten zuruckgeschlagen. Jm Zentrum Ruhe auf der ganzen -z-ront von Reims bis zur Maas. Zwischen Argonncn und Maas leichte Vorstöste seitens der Fran- zoscn. .ent W o e v r e rücken französische Truppen nach heftigen Kämpfen auf mehreren Punkten vor, besonders 'w.^sten von St. M i h i e l. Auf dem rechten fran- zvstichcn Flügel ,n Lothringen und in den Vogesen ljt die Srination unverändert.
Nach in Genf cingetrofftnen Pariser Depeschen wird anerkannt, da,? der rechte deutsche Flügel auch gestern wreder eine ungcschwächte Stoßkraft äetntc tmb nordöstlich von Compiögne sehr kräftig uno zielbewustt dorgcht. Die Franzosen liefen Gefahr, clnen wichtigen Punkt zu derlicrcn, doch erhielte» sie rcchtzeltig Verstärkung. Die Deutschen erneuern ihre Bemühungen nach allen Richtungen auch im Woevre- Geüiet, besonders rn der Umgebung von St. Mihiel wird der Kampf fortgesetzt.
Die fast uneinnehmbare Stellung ber Deutschen.
< 7 v..O 1 Okt. (Eilg. Dmhtbericht) Ktr. Bln.
Der „Sccolo' schildert dre wundervollen Anlagen der "lunchen ^anfgraben. Bewirndernngswürdig sei vom militärischen Standpunkt, das; das. riesenhafte Ameiscn- werk überall, wo sich die Deutschen aufhielten, entstand. Man muß die ausgehöhlten Laufgräben an der Aisne mit eigenen Augen gesehen haben. Sie sind hanptsöch- M’ l'\ r b . r , c 1 ^ e geteilt. Der erste sei nur für die
u a ch t l i ch e n Vorposten bestimmt, 200 Meter entfernt Iw” b L C /. f . a ugräben, die teilweise zemen- ! ". b ^^d.cckt sind. Hinter dieser zweiten Linie be. finden „ch nicht mehr Laufgräben, sondern große Hohlcii, wo Lebensmittel nnd Munition^ wo die Küchen- und Schlafstatten nntergebracht sind. Zn diesen Höhle» stnd ^eldkanonen anfgestellt, während die großen Be lagen,ngskanonen hinter der Truppenlinie ans Zementplattformen stehen. Kurzum" s st S u..nt-rird,fchtz Stadt mit Kreuz- und Quer gangen, die sich auf 1« Kilometer im Tale der M-ll erstreckt und wo sich eine Bevölkerung von tau end L abertairsend Männern so gut verstecken knon dir? m ' b
™ 100 Stifter muLSTfftmZi Är
: “" f ”« WOgtm.cn Uniformen.
über die Wirkung des Feldgra^ <n^dlrst schreibt
Die Belagerung Antwerpens
Ä 4 Mn. «us
be " deutschen, nach
das erste Zehntausend wahrschchnstckt fS' 6 "'* ■!?*'
haben. Sie müssen frrmtr;^ 0r \t etnl,c ^ >Gvn überschritten selten mit dem Gewehr iigdeg^gnd^bg^./biNt da sie nicht auch der Kamerad vom Eisltbnssnl? at * e ! ien muffen, das läftt Auf der Rückreir-, ^ ivnbahnregiment nicht von sich Segneten mir^^ 2e eutL^ B fgischen Kriegsschauplätze bk- die zu-zweien, bteren jä^bi?k» ^were,
die Reise nach dem TvembesiTmS f n ^ mai ^ et gekoppelt, Wagen dahinter beförderten bi- hatten. Zwei
sollen die langen Verwundeten- und «T'f ^ a ^ en btt3U- . ihre belgischen Kollegen haben nicht di??räfl"^k"^ ^^en;
Ehe ich nach Lüttich hineinkam . ..
dige Vergnügen, die letzte fch-cj bo§ merkwur-
Stadt auf dem Bahndamn, . ! T' ^ en6e an m 3 »r läufig, d. h. in 2 bis Z Suruckzulegen. Vor-
Zug dahin. Mit Doppelvossen ' namltch gerade kein nt die Dunkelheit Hinei/ de "' sckw^nem Gewehr ging es nach. Alle paar hundert Metel I^wach glanzenden Schienen gepflanzte Seitengewehr eine- m vbvas auf: das aus- aus dem Dunkel: der Vossen^"^^r»rö» und löste sich etwas
Parole!" War diese aeslnt In "Halt! Werda?
und ab ging's weiter unter verbaltinskolpernd auf Lichtern des Lütticher Bah.ibots Fluchen den fernen
schlechte Beschaffenheit des Obe.blnea^?" über die
sich, jetzt merkte man das m , b . aue§ der Bahn, und wirk- Lärm war groß genug.' um ied?^m Körper. Der
offizrersposten frübzeitia snm Zumal die Unter
offiziersposten frühzeitig zum ättiw' r ' p ' letzteren fanden sich meist in den t? veranlassen; die
Blockhäusern. Phantastisch hob und
vier ein schief gespanntes
Afghanistan gegen Rußland und Britisch-Indien.
K . Konstantinopel, 1 . Okt. (Nichtamtlich.)
«W ht^stges Blatt gibt die Meldung des afghanischen offtzrellen Organs „Aradjnlah Barulafghnn" wieder, nach welchem der Emir von Ilfghanistan eine Streit- machr von 40» 000 regulären Truppen unter dem Ober- bcfchl seines Bruders Naer Ullah Khcn mit dem Aus- gesandt hat, die Stadt Pesohawar, den w«!n ?u besetzen. Eine andere aus
tT ’ m P}r U Z bestehende afghanische Streitmacht unter dem Bcfchl des Thronfolgers Narcc Jere marschiert gegen Rußland.
Die Siegesbeute der Franzosen bei pelagosa.
„. Die „Siegesbeute" der französischen Flotte nach der Be- schreßung des Leuchtturms Pelagosa besteht, wie der „Voss. Ztg. aus Wien gemeldet wird, aus Wäsche und den Unterhosen des Wächters, zwei alten Hennen, 80 jungen Hühnern, ^lvv) Tauben, einer Ziege, einem Kanarienvogel und einem halben Hektoliter Wein. Alles dies ist von den Franzosen mrtge,chleppt worden. — Heller als je wird nach dieser glänzenden Waffentat die französische „Gloire" erstrahlen!
Botha gegen Deutschland!
. . b<l- Rotterdam, 1. Okt. In einer Rede in seinem Wahl- Botha sein Auditorium auf, die Regierung zu unter,tichen. Er sei über die deutschen Pläne in Südafrika unterrichtet worden, wobei sich einem „die Haare straubten" Er führte aus, daß Südafrika mitzureden b5.b^n sollte über die endgültige Regelung der Stellung vor, Südafrika Er betonte, was Belgien'und Frankreich für dio Buren, wahrend des südafrikanischen Krieges getan hätten fT Endliche Stellung annahm, als "?„^b, daß das Blatt sich wendete. Botha versicherte schließ- lich, daß dre Deutschen das Gebiet Südafrikas verletzt hätten Dseß ftr icdoch ohne Bedeutung. Die Hauptsache sei, daß Südafrika rm Kneg sei und seine Pf licht erfüllen müsse.
OLe Stellung öer"pforte/^
o Berlin, 30. September. .
, Die Bühne des weltgeschichtlichen Dramas be- ginnt sich zu erweitern. Wir Hahnen wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß im weiteren Verlause der Ereignisse die Pforte noch eine Rolle zu spielen berufen sein durfte: wir hatten uns mit Andeutun- gen begnügen müssen und auch jetzt ist die Lage noch mcht so b.e,chaffen daß mit größerer Deutlichkeit über das, was sich vorbereitet, gesprochen werden könnte. Aber die Meldungen aus Konstantinopel bedürfen auch keiner werteren Auslegung für den, der zwischen den Ae^en zu lesen versteht. Die Sperrung der Tardanellen- durchfahrt redet bereits klar genug: die Pforte ist emes Angriffs gewärtig und versetzt sich in Ber- teidrgungszuftand. Vor einigenTagen hatte -derKapitän ein-es eng lachen ^orpedoüoots die II nv er s ch ämih cit, von . ment türrrfchen Kreuzer zu verlangen, daß er eine be- trmmte Grenze vor den Dardanellen nicht üiberschreite wrdrigenfalls er in die Schußlinie der englischen /Flotte geraten wurde. Das, ist eigentlich ^on der Kriegszustand. Die Militärische Seite der gespannten Lage mutz hrer uuerortert blerben, dagegen kann über die Ilmrißlinreir der politischen Z u s a m m e n h ä n q e stesprochen^werden, nachdem der D reiverband, insbe-
Darunwr Mo abwärts bis zum "Bahndamm ab.
? b °r Warmen Nacht die dienstfteie Mann- schaft und starrte aufwärts, zu den spärlichen Sternen die durch d,e Spalten des Tuches hereinlugten . '
r -f.r? Dn Schienenpaar zu Schienenpaar suchten wir einen leidlichen Fußpfad, fanden aber keinen. In mehreren Esten! bahnwagen schlief auf Stroh ein Teil des Landsturms. Der übernahm nun die Führung und brachte mich auch heil ^ur
Sri? Ä T &er herkehrte,'i Seit/bedä?
rinffi. U " § 3 “‘ ® ie Fahrtrichtung ist hierzulande
links, so wichen wir rechts aus. Unendlich lange Material- auge und beschuhe, sowie Munitionstransporte poltern über die breiten Bahnkörper in der Richtung nach der Küste 1
etae den gewaltigen Truppenschüben, die
e Woche fast anhielten. Was waren das für frische ®erf>
. . . - - ii «<f »—
i,XXXX"L?r"VLLX i, "°' «”“• •»
Stück Kraft des Körpers und der Seele. Wen? ein solcher Reservistenzug ,n eine deutsche Bahnhofshalle IZZf tl man förmlich zurück vor der Gewalt des Hurra-Rusens diese Schar anstimmte. Die ganze Mut ?e« !
bie gemeinen, treulosen Engländel hatte sich inrnwim «och sehr vertieft, kouzSittriert. Bis »öwen ?? ^
Gluck auf einem offenen Wagen mit^ihnen zu fahre? Ach konnte ihnen noch das Fort Loucin und da? -^ch
dem Waggon aus zeigen, zwei kleine iv r r chdarfort von
mehr Schutthaufen? die ma^nur an der LaeÄ? t\ ÜieU Wen Fahne erkennt, Die Gegend wird flach und nrm^
