- Wiesbadener Tagblatt.
emte Amtliches Organ für die Stadt Wiesbaden.
M 159
Montag den 11. Juli
1N7O.
t durch i'
FeldpolizerUche Bekanntmachung.
Es wird sehr darüber Beschwerde geführt, daß die Felder unb Wiesen von unberufenen Personen, namentlich von schul» pflichtigen Kindern willkürlich ohne Einhaltung der Wege durchstreift werden.
Im Interesse der Ausübung eines wirksamen Feldschutze» kann solches nicht geduldet werden und wird darum das bestehende gesetzliche Verbot bei Vermeidung einer Strafe von 10 Silber« groicken bi« zu 2 Thalern oder verhälmißmäßiger Gefängnißstrafe in Erinnerung gebracht.
Insbesondere ergeht an die für die Straferlegung haftbaren Eltern, Pflegeltern, Dienstherrschaften und Lehrmeister da« Ersuchen, Uedertretungen des Verbots möglichst zu verhindern.
Wiesbaden, 10. Juni 1870. Der Bürgermeister-Adjunkt.
Eoulin.
Feldpolizeiliche Bekanntmachung.
Das Verbot, wonach das Uebernachten im freien Feld« au« Gründen der öffentlichen Sicherheit sowohl, als auch der fördev- licheren Ausübung de« Feldschutzes wegen bei Vermeidung einer Arreststrafe von 3 bis 8 Tagen untersagt ist, werd hiermit in Erinnerung gebracht.
Die Feldschützen sind angewiesen, di« Zuwiderhandelnden sofort der Königl. Polizei-Direktion anzuzeigen resp. zur Bestrafung vorzuführen.
Wiesbaden, den 10. Juni 1870.
Der Bürgermeister-Adjunkt.
Eoulin.
«ff Jagdverpachtung.
Die Jagd der Gemarkung Wiesbaden, circa 7000 Morgen Feld uno 4000 Morgen Wald enthaltend, wird
itärgotte« Mittwoch den 13. Juli c. Vormittags 10 Uhr Rathhause auf die Dauer von drei Jahren öffent-
d Sdwfcte ®et aitt südlichen Abhang« des Taunus belegen« Wald enthält men guten Rolhwildsiand.
jü ^esbaden, den 29. Juni 1870. Der Bürgermeister.
Lan»
Aepfel-, Birn, Nuß-, Zwetschcn- und Kiktcheubäumen meistbietend versteigert. Die Stämme sind sämmtlich im Winrcr gefällt und größtcntheils zu Werkholz geeignet.
—1 Bad Weilbach, den 7. Juli 1870.
821 Königliche Bavr-Verwaltung.
e'it Bekanntmachung.
iroefto Montag den 11. d. MtS. Nachmittag« 5 Uhr wird die zweite Schur de« ewigen Klees von 4 Morgen 78 Ruthen Fläche des neuen TodienhofeS in mehreren Adthetlunzcn an Ort und Stelle versteigert.
r heil!! Wiesbaden, btn 9. Juli 1870. Der Bürgermeister.
13J—-------------------------^'iz.
,netti I Bekanntmachung.
Mittwoch den 13. d. Mts. Vormittags 11 Uhr werden in 5^5-™ hiesigen Rathhaus, Zimmer 21, ca. 6 Ruthen lagerhafte Mauersteine aus dem städtischen Steinbruch an dem Fafanerie- iveg m Parthien öffentlich versteigert.
1- Wiesbaden, den 9. Juli 1870. Der Bürgermeister.
_ ____________________________Lanz._______
- Bekanntmachunq.
^gteasi«. ®®nnfjftog den 14. d. Mts. Vormittags 11 Uhr wird ein ßa Victoria belcgene« städtisches Grundstück, 55 Ruthen - «^huh groß, in dem hiesigen Rathhause öffentlich verpachtet.
Wiesbaden, den 9. Juli 1870. Der Bürgermeister.
n th:Er; Lanz.
Fetdpoiizeltlches Weg-Berbvt.
Der bei der Birk'schen Ziegelei an der Schwalbacher Chauffee in diese cinmündende Feldweg „lieberhoben' wird vielfältig mißbräuchlich und zum Nachtheil der an demselben anliegenden Grundstücke von solchen Flchren benutzt, welche bequemer und zweckmäßiger die Chaussee resp. die Emserstraße einhalren würde«.
Dadurch entstehen bei der nur einspurigen Breit« und der mangelnden erforderlichen Festigkeit des besagten Weg« Beschädigungen der anliegenden Grundstücke, welche soviel al« möglich vermieden werden müssen.
Zufolge feldgerichilichen Beschlusses wird deshalb da« Befahr«» dieses Wegs für alle Fuhren, welche van der Schwalbacher Chaussee resp. der Äarstragc und Emserstraße und dem Walk- mühtweg, sowie au« den Birk'schen und Nocker'schcn Backsteinfabriken Herkommen, bei Vermeidung einer Strafe von 1 hj- 3 Thaler untersagt.
Selbstverständlich ist die Benutzung des Weg« für die Fuhre« aus den Birt'tchen und Nocker'schcn Backsteinfabrikei,, soweit dieselben solche nüthig haben, um auf die Schwalbacher Chaussee zu gelangen, hiervon ausgeschloffen.
Wiesbaden, 24. Juni 1870. Der Bürgermeister-Adjunkt.
__________Coultn_________
Bekanntmachung.
Die dem Leihhause bi« einschließlich 15. Juni d. I. verfallene« Pfänder werden
| Montag den 18. Juli d. II. Morgens 9 Uhr
anfangend und nöthrgeafalls die folgende« Tage in de« Rath-
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Gefunden ei« Paar Strümpfe, eine Parthie Garn, ein d i® Taschentuch und ein Schleier.
—77 Wiesbaden, 8. Juli 1870. Königl. Polizei-Dircction.
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rfi IS Die in dem hiesigen Garnison-Lazareth auszuführendcn Ce- m' yy ntentir« und Maurer Arbeite«, veranschlagt zu 212 Tblr. 26 Szr.
' 9 Psg., sollen im Wege der öffentlichen Submission vergeben
5 j» werden.
1« Zu diesem Behufe haben wir einen Termin auf
IN Donnerstag den 14. Juli e., Vormittags 11 Nhr, tea:r£ - in unserem Geschäftszimmer, Schwalbacherstraße 2, woselbst auch “ *|3j' die Bedingungen und Anschläge eingesehen werden können, an» Mev beraumt.
im Nachqebote bleiben unberücksichtigt.
Wiesbaden, den 6. Juli 1870.
341 König!. Garnison Lazareth-Commisston.
Samstag den 16. Juli Nachmittags 4 Uhr werden in dem
Hofe des Kurhauses zu Bad Weilbach ca. 120 Stämme von
