f«t bkidc -Ausgaben i 70 Pfg monatri«. fDl. 2.~ riert-ljälirlich durch ben.Bert« (ittKA 0611 c Bringerlobn Ml 3.- oierteljätjrlid) durch alle dtuvchkn l-osianst-lttn. auSichlikKlich \tT Bezugs-Bestellungen nehmen außerdem entgegen: in Wiesbaden dre Zweigstelle Biv- ^ffteUe, *' i ‘ < "«*-** , * f *” n *" '" '•n™ h*r Stobt; in DrebriL: die dortigen Aus-
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^nnersiag. 1 . Gktober 1914 .
Kbend-Kusgade.
Nr. 438 » * 62 . Jahrgang.
Deitere Fortschritte im Westen
^anzgsifche kingriffe zurückrgefchlagen ff: 5 ort ' ritte an den Kr-fonnen.
Ersten
Amtlich.) Nördlich und südlich von Albert «litt , tbc überlegene feindliche Kräfte wurden * schweren Verlusten für sic zurückge-
beiden Korts vor Antwerpen zerstört.
' 1 "^- Großes Hauptquartier, 30. Sept.,
«II
der
Nii
Selben.
Front der Schlachtlinie ist nichts Neues - An den A r g o n n c n geht unser Angriff !' auch langsam, vorwärts.
den Sperrforts an der Maaslinie keine Vcr-
^ttung. ^ 1
ii aß-Lothringen stieß der Feind gestern
ik^ ."Uttleren Vogesen vor, seine Angriffe wnr- iv Z u r ü ck g e s ch I a g c n. lD Bt Antwerpen wurden zwei der unter Feuer ^irtcitcn Forts zerstört.
m östlichen Kriegsschauplatz ist noch nichts
J Sb
eres
SU melden.
Preßstimmen.
an, 1. Ott. (Ctg. Drahtbcricht) Ktr. Bln. Der Mitarbeiter der ,.23. Z." schließt aus der Tat-' » ni 8ftp VUÖ der Schwerpunkt der Kämpfe in Frankreich %en don ftanzösischer Seite immer mehr nach, dem >e de„Megt wird, daß die Franzosen offenbar fürchten, »rin^ iche Armee werde bei weiterem glücklichen Voc- J b{ t „?ach Süden die französische H a u p t k r a f t, die sich A»it,^vend non Reims und weiter östlich bis in du tr Uer 1 Maasbefestigungen hinein befindet, Non Paris und ^Uch noch von den rückwärtigen Verbindungen em Innern und dem Süden von Frankreich ab- Tatsächlich sind die gestern gemeldeten Kämpfe
Aerl r _ ^ ^
Hc, 'Ife Mitarbeiter der
'»iiV«-
i «l i r. ^wi|uu)uuj |iuu uit ytivt»,»»
^■|eif i rt identisch mit der Schlacht bei Peronne, bon 8en in der französischen Preffe die Rede ist. Die llhi-M und umsichtige deutsche Heeresleitung hat natür-- ,^de 'v 1t erkannt, welche Anstrengungen die Gegner Mg b jfe dem westlichc n Flügel machen, und hat recht- Notwendigen Gegenmaßregeln getroffen, die Haupt-
Mi* in '^"venoigen Gegenmaßregern gerrossen, oie Ml ». der Herav.führung und Bereitstellung der r 1° Öteiöti ’föden bestanden, um den feindlichen Angrif
notwen-
- » H ,u„ uu i, um utll feindlichen Angriffen er-
»ir,’C> £n Zu können, in welchem Maße erfolg- ' Nt h/dt aus der Abwehr der französischen Angriffe bei N. '°rvor.
^ 1 Von Ma'beuge tn Paris endlich bekannt.
Ndej Bonbon, 30. Sept. (Nichtamtlich.) Die „Times" J! Mjt unterm 26. Sept.: Der Fall von Maubeuge
jetzt Q Frankreich allgemein bekannt geworden, obwohl er ^>ir ^ ””stdh noch nicht zugegeben wird.
Reims
von den französischen Truppen geräumt,
N. «, die Forts noch besetzt.
cX^ n ’ l- Okt.
K di/^berrchten aus
(Eig. Drahtbericht) Nach vorliegen- London wird au? Paris mitgeieilt.
!i.° !»e ""anen aus London wrrv aus Paris miigeieur fl'ot Reims nunmehr vollständig von den franzö- iN-r be!„iSeräumt ist, während diese die Festung noch Mul»» halten. Durch die fortdauernde deutsche Be-
ü»hr die Kathedrale noch immer der größten
°"^Sejetzt sein.
Vefchietzung von INechein.
n^elli Berlin, 1. Okt. Von der Beschießung von bNtonx, nach einem Bericht der „Voss. Jtg." der «Nuß; ßi”’ des „Flandre Liberale" eine anschauliche Schil- unerwartet begann am Montagmorgen^die
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die entsetzliche Ver war es unmöglich, zu bleiben. Alles suchte zu fliehen. bfN inV’‘ e ,? e 6 e vielfach durch Trümmerhaufen versperrt, lil Nc-if» s c ” Kellern war man nicht sicher, so gewaltig war bp, ©ebifex fnrchtbaren deutschen Geschosse. Viele öffent- ki, ,!- Verbrannten, auch wurden viele Personen auf
8 #QH W 0 tet 14 Personen liegen unter den Trümmern Nvo nl/vauses begraben. Die Beschießung dauerte am ° a ) an.
T Utecheln fast unversehrt.
bpNtotig h ~^ Brüssel, 30. Sept. (Nichtamtlich.) Bei der Be-
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iJNen Wiecheln, die am 20. September, sofort nach der ^ ’vst fffe^^vung, von mehreren Herren unter Führung ly-Natz xN^stivhe der Kunstdenkmäler beauftragten Ge- nfeep. xn l k e vorgenommcn wurde, konnte festgestellt n „. m die flrrhnrr„„ p nhiprr Man Neil kneöler der Stadt
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t, c u erfffeh die hervorragenden Baudenkmäler ffSUeg i- . "chen Schaden erlitten haben. Nur an wenigen itaNi.fi,, ei,I '8 e Häuser ohne künstlerische Bedeutung durch ^ ittit v ^^stört worden. Das schöne Haus des Großen -w anstoßenden Museum und die Giebelhäuser am
Großen Platz haben nicht gelitten. Die hochemporragendc Kathedrale ist mehrfach von Artilleriegeschosscn getroffen worden. Zwar haben die deutschen Teuppen strikte Befehle erhalten, die Kathedrale zu schonen, doch haben nach der Besetzung der Stadt durch deutsche Truppen heute belgische Schrapnells und Granaten die Kirche im Jlugenblick der Besichtigung durch die Herren der Zivilverwaltung wiederholt beschädigt. Die Bauschäden können ohne große Schwierigkert wieder ausgebessert werden. Die ausnahmslos modernen Glasgemälde sind, wie alle Fenster der Stadt, durch den Luft- druck zersplittert. Die anderen Kirchen von Mecheln sind unversehrt geblieben. Alle inertvollcn Bilder wurden, so wert es sich Nachweisen läßt, vor der Besetzung der Stadt^entfernt. Die schönen alten Häuser am Kanal sind unbeschädigt geblieben. Der deutsche Stadtkommandant hat strengen Schutz aller Kunstdenkmäler angeordnct.
Die Deutschen in Moll.
\V. T-B. Rotterdam, 30. Sept. (Nichtamtlich.) Der „Rotterdamsche Courant" meldet aus Eindhoven vom 29. Sept.: Hier sind 300 Flüchtlinge aus Moll eingetroffen, das Sonntags noch von einer Abteilung belgischer Infanterie besetzt war. Eine starke deutsche Truppenmacht mit Artillerie scheint den Ort besetzt zu haben.
Aalst von den Bewohnern verkästen.
W T-B. Ostende, 30. Sept. (Nichtamtlich.) Reutermeldung. Am Sonntagfrüh ist Aalst (Alost) bon.den Bewohnern verlassen worden.
Belgiens schwierige Finanzlage.
Rotterdam. 30. Sept. Lloyd George sagte in seiner Rede zu Criccieth, daß die belgische Regierung für Munit.ons- kauf wie für militärische und administrative Zwecke k e i n e Geldmittel mehr gehabt habe, weshalb je 10 Millionen Pfund Sterling (200 Millionen Mark) von England und Frankreich ausgebracht worden wären. Belgien müsse wahrscheinlich iioch weiter finanziell unterstützt werden.
ttennzeiäfnende französische 6rmeebef«hle.
Berlin, 20. Scpl. Von einem Festungsingenieur, der im 'Westen Dienst tut, erhält der „Berl. Börsenkurier" folgende Mitteilungen: Einem französischen Gefangenen ist
kürzlich ein Befehl abgenommcn worden mit folgendem rnter eisanten Inhalt:
Befehl vom 9. und 10. September.
Der Kommandeur der 1. Jlrmee, General Dubail, bringt zur Kenntnis, daß sich mehrere Leute selbst Ver w u ii d u n g e n beiocbracht haben und daher mrt dem Tode bestraft worden sind. Dies ist den Truppenteilen bekannt- -rugebeu — Das ■ Kriegsgericht der 2k. Division hat am 7 September t9 Fällewon Verlassen von Posten und Selbst Verstümmelung geahndet, 11 Freiheitsstrafen, 6 Todesstrafen, 2 Verfahren wurden vertagt.
DivistonSbcsehl der 28. Division.
Brfehl: Alle Soldateü, die während eines Gefechts
hinter der Front angetröffen werden, ^sind vor das Kriegsgericht zu stellen. Die. die sich regelmäßig hinter der Front aufhalten, sollen mir einem Ausweis ausgesta.tcr werden, der ihren Auftrag enthält. , . . ,„ nI
Befehl vom 11. September: Zum allerletzten mal wird befohlen, daß Leute hinter der Front einen A u S - weis haben müssen. Ein deutscher Flieger hat eme Bombe abge'worfcn, die eine längs der Straße stehende Kolonne traf und mehrere Menschen und Gespanne außer Gefecht lebte. Das würde nicht vorgekommen sein, wenn die llrmee- beieble befolgt wären. Diese Vorsichtsmaßregeln, die bezwecken, Ansanrmlungen aller Art von Truppen der femd- licken Beobachtung zu entziehen, sind nicht^ nur von den vorderen Truppen, sondern auch von den rückwarngeu zu
^ Wegen Desertion ist ein Soldat zum Tode ver-
Allgemciner Divisionsbefehl.
Die Chargen sollen ihre Abzeichen nicht verderben. Die blauen Streifen, die diese bedecken, sind überall zu entfernen. Die Vergehen, die nach dem Mfl'- tärstrafgesetzbuch mit dem Tode bestraft werden, wllen künftig durch vereinfachtes g e r i ch t l r ch e 8 Ver - sab reu erledigt werden, ohne sich an die Formalitäten des Militärstrasgesetzbuches. zu halten. Das bezieht uch aus folgende Fälle: T. Flucht', Verlassen des Postens, sei es, daß diese mit vorgetäuschtem Grund entschuldigt werden, sei es, daß eine Verwundung vorgetäuscht wird oder nicht, 2 Plünderung, 3- Spionage. ,
Wie reimen sich solche Armeebefehle zum großsprecye- rischen Toii der französischen Presse und jenes offiziellen Bulletin des Slrmses", dessen Vignettenschmuck aus heldenmütig vorstürmenden französischen und aus Hals über Kopf^davonlaufenden deutschen Soldaten besteht?
Die strenge Zensur in Frankreich.
W T-B- Rom, 1. Okt. (Nichtamtlich.) Der Berichterstatter des ,Avanti" in Bordeaux bespricht die Hand
habung der Zeiinngszensur in Frankreich und gibt aus dem „Matin" Beispiele für seine Meinung, daß das ftanzost.che Volk immer mehr in die Hände der Reaktionäre falle und daß schon deshalb die italienischen Soziatijten nicht auf die Seite Frankreichs treten könnten und Italien an der Neutralität unbedingt festhalteu müsse.
Verbot des Organs ClcmcnceauS.
Vf. T-B. Bordeaux, 30. Sept. Millerand hat für acht Tage das Erscheinen des „Homme Libre" verboten da Clemenceau sich geweigert hat, einige Stellen eme,. Artikel» au streichen. Das Gesuch um Suspendierung des Mal es war von dem kommandierenden General des 17. Militärbezirks ausgcgangeu.
Die Neutralität Italiens.
W. T.-B. Berlin, 1. Okt. Die ruhig abwartende Neutralitätspolitik Italiens findet, wie die Blatter fcststellcn, die Zustimmung immer weiterer St r c t f t»
W. T.-B. Rom, 1. Okt. (Nichtamtlich.) Die Ver- sa:ntMiii.g der liberalen Deputierten, die unter dem Vorsitze des Vizepräsidenten der Kammer Drippo tagte, hat folgende Beschlußfassung angenommen: Die liberalen Deputierten erkennen die R-echtnraßigtert der Neutralitätserklärung an, welche die Regierung bei deni Kriegsausbruch abgegebeii hat und versichern von neuem, daß sie volles Vertrauen zur Regierung haben, von der sie annehmen. daß sie der HAen Pflicht und großen Verantwortlichkeit gegeniwer Italiens sich bewußt ist. Sie vertrauen darauf, daß die Regierung mit Vorbedacht und Tatkraft die obersten nationalen Interessen wahrzimehmen wissen wird. Nach Schluß der Versammlung begab sich eine Abordnung zu deni Ministerpräsidenten s a l a n d r a, um ihm die Beschlußfassung zu überreichen.
Eine Äußerung Giolittis.
W- T-B. Zürich, 30. Sept. (Nichtamtlich.) Die „Neue Zürcher Zeitung" gibt einen Artikel aus dem „Corriere Subalpino di Cuneo" ivicder, der G i o l r t t i zugeschrieben wird und der sich mit der italienischen Neutralität besaßt. Nachdem der Verfasser das Anerbieten der Tripelentente, das durch Delcassö und Pichon gemacht wurde, und in dem Italien Trient, Triest und Dalmatien versprochen wird, sowie das Anerbieten Ll n d r a s j y S, das N i z z a, S a v o t, e n. K o r s i k a und 2K a 11 a betrifft, launig zuruck- weist, weil die hochherzigen Geber die Geschenke gar mcht in der Tasche hätten, sagt er u. a.: Italien schwankt nicht wre
Buridans Esel zwischen Heubündeln; es will weder das eme noch das andere. Aber wir werden uns nicht der F a l i ch - heit und des Treubruchs schuldig machen und unsere Freunde hinterrücks anfalien. Nicht einmal Macchiavelli. wäre in der Aufrcchtcrhaltung der Staatsdoktrin zu einem solchen Zynismus heruntergesunkcn. Über alles geht die Würde einer Nation. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern auch bon seiner Würde und Ehre. Wir wissen nicht, ob der Dreibund iioch vorteilhaft ist, dürfen aber den Gewinn nicht vergessen, den er uns in drei Jahrzehnten gebracht hat. Es sind heute Symptome vorhanden, daß das Land ebenso ivenig für einen Krieg gegen wie mit Österreich begeistert ist. Vielleicht wird er gewünscht von den Republikanern und Nationalisten, sicher nicht von allen. Das Land will überhaupt feinen Krie g, e§ braucht den Frieden. Wir haben schon mit dem lybischen Krieg übergenug. Wir wissen nicht, was der Sieg bringen würde, wissen aber gewiß, daß eine Niederlage den Zusammenbruch des Landes zur Folge hätte.
Italienische Kiicgsschiffc auf der Suche nach Minen.
Vf- T-B. Rom 30. Sept. (Nichtamtlich.) Der Marine- minister ha! Befehl erteilt, daß von Tarent zwei Kriegsschifs- anslaufen sollen, die mit mehreren Apparateii zum Aufsucheu der Minen versehen sind.
Die Untätigkeit der englischen Flotte.
Die Gefährlichkeit des „RattenaussrabcnS".
W T-B. London, 30. Sept. (Nichtamtlich.) Der Marinemitarbeiter Archibald Kurd vom „Daily Telegraph" schreibt: „Churchill hat kürzlich gesagt, wenn die deutsche Flotte mcht herauskäme, um zu kämpfen, werde sie wie eine Ratte a n s d e m L o Ä g e g r a b e n werden. Leider wird nun oaS Lock durch Küstengeschütze, Seeminen, Zerstörer und Unterseeboote verteidigt. Die Operation des Ausgrabens wmd da- lwr ir'cbt leicht sein und könnte gegenwärtig tatiachlich Wohl mir unter beträchtlichem Verlust von Schiffen und Menschen unternommen werden. Wir würden dabei viel, Deutsch and ab-r nur wenig riskieren. Churchill hat auch nicht gesagt, wann dieser Versuch gemacht werden soll. Er konnte natürlich die Geheimnisse der Admiralität den Ausländern gegenüber nicht ausplaudern, wenn e§ aber noch lange dauert/dann werden die Deutschen die gegenwärtigen passiven Berten digungsoperattonen mit Unterseebooten fortsetzen, ~arf oas , geduldet werden?"
