Wiesbadener Tagblstt.
Verlag Lmiggaffe 21
fcs-r, „ „Lagblatt-Haus".
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12 Ausgaben.
„Tagblatt.Haus" Nr. 6650-53.
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lnerstag. 1. Oktober 1914.
Morgen - Ausgabe.
Nr. 4Z7. » S 2 . Jahrgang.
Der Krieg.
^ ^^iagige Schlacht zwischen der Gise
. und den Nrgonnen.
z Zuversicht auf den glücklichen Slusgang.
^ ' Berlin, 30. Sept. (Eig. Drahtbericht) Ktr. Bin.
Sitzen Knmpf an der Aisne oder wie er richtiger
Cm ^urde „Zwischen der Oise und den Argonnen w£? nunmehr 25 Tage. Die englischen Bericht- ^rchcrdcr, wohl recht'haben, wenn sic mernen, der dkhi,„ allmählich auf, eine Schlacht zu sein, und - t ü „. eine Belagern na z» werden. Über den ^ arofmt Ringens kann natürlich in diesem
Cjf« t? nicht mehr gesagt werden, als die lakonisch l - " Nachrichten aus dem Großen Han Pt guar-
, " «flirtdjtcn aus dem Großen yanprguar- P*loi.r i r Öffentlichkeit mitzuteilen für gut befinden, i, i - u j. erscheint dagegen die Mutmaßung, daß die ta tti t c * ^ « n fl nunnrehr wirklich nur eineFrage fttort • R e r Tage ist und daß diese Entscheidung nicht ,n^-^^utrnm und nicht im Osten erfochten wer
, '.'»Zentrum und nicht rm 5J|tcn erfochten wrr- wo die Armee von Klnck sich nun schon "fang gegen eine feindliche Übermacht dss.„t gelegentlich auch durch heroisches Vorgehen zur
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U[„ • wehrt, sondern an der französischen Ost- ist außerordentlich bezeichnend, daß von ^ ?^stllerieangriffen ans Verdun und von unserem Hs^chvrnch zwischen Verdun und Tonl die fran-
die Deutschen, nachdem Mccheln von der Bevölkerung geräumt war, ihre schweren Belagcrungskanonen gegen die Mechelner Forts W a cltz en, St. Kathely ne und Wawre ,n Stellung bringen würden. Mit großer Geschicklichkeit hatten die Deutschen ihre Geschütze hinter ihren Vortruppcn hcrbei- geschafst, ohne baß die von Antwerpen auskundschaftcndcn Belgier dies verhindern konnten. Am Tage darauf stellte sich heraus, daß die schweren Kanonen schon in Schuß werte ausgestellt waren, und die Beschießung der genannten Forts begann. Am Montagnachmittag verteidigten sich die Belgier noch an der Brücke über den Dcnderfluß. Auch rn Gent trafen zahlreiche Flüchtlinge ein, die im Ausstellungs- gcbäudc untcrgcbracht werden.
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l(i„ und englischen amtlichen Telegramme bisher
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verraten haben. Selbst im schlimmsten Falle, verbündete« Franzosen und Engländer gegen
"st!
" rechten Flügel Erfolg erzielen sollten, würden
'k —u-- .' .
n v; X'Nolgr in dem Nitgenblick, wo die Entscheidung Linie Verdun-Toul gefallen ist, die Kata-
, irlnre Verdun-Toni gefallen ist, me rrara- " w-i ^ ct französischen Armee nur noch vergrößern, i^/sstr sie sich von Baris entfernt, desto ge- !">s.ä'cher wird ihr Rückmarsch fern.,So schwer
, 'wer wlrd ihr Rückmarsch sein. So schwer f-k'""rn dnZ Warten wird, cs kann nur immer wie-
o-k,. " »as Warten wrrd, cs rann nur immer wir- 'i'stn Erduld gemahnt werden. Di- Zuversicht ans iss. Glücklichen Ansaang d-s wochenlangcn Kampfes »tz^. ^llen maßgebenden Stellen nach wie vor eine
H Die Belcmenmg von Kutwerven.
^ ^ Rotterdam, 80. Sept. lEig. Drahtbericht) Ktr. Bln.
^ ^»11S n i i f cf) c rt Grenze macht sich i-bt die von
'il 1 ' 1 i u n o i i nj u i?» i i u w mwuj» jin» r
l>tjcingeleitete Belagerung von Antwerpen il's ^erkbllr. Bon ffciiftt Städten an der südlichen f
deut
Grenze
Ülü^inj Nordbrabant treffen Tausende belgische histn. iinge ein, die ihr ärmliches HauSgerät auf Karren
^' K erzählen, daß die Deutschen bei ihrem Vor
“Gqw " cr.Tiimni, uusi ».-iv ^viu[u/ui vw
regen Antwerpen die Gegend von Kempen lauf fran-
lr>,7. bn,nvixnes', und den ganzen Norden Belgiens von ii% 7 ’> <- - ---- - “ ' '
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i c " Soldaten säubern. .
«di 'll festen tic bc , ttfrf)c „ Truppen die belgische Feldarmee
Meldungen ans Turahout
^ h etc oeMfwen gruppen mc uvi'jimvi.
?5tt el l c » Richtungen nach dem Antwerpener Fcstungs-
wtj c[ v ‘ Jitiflttinjnt nam vrm Anrmrrpvnvr «-v, mii«»-- H ° r sich ftcr. Die Beschießung von M e ch e l n , wo /«rsrschobrnen Forts der Antwerpener Linien brfin-
e große Berheerungrn an. Man erwartete, daß
Oer ttaperzug des Areuzers „Cmden".
Neue Beute.
W.T.-B. London, SO. Sept. (Nichtamtlich.) Die Admiralität gibt bekannt, daß während der letzten Tage der Kreuzer „Emden" die Dampfer „Tumerico", „K i a g l u d", „R i b e r i a" und „T o y l c" weggenom- mcn und in den Grund gebohrt, ferner rin Kohlcnschiff weggenommen hat. Die Bemannungen der Schiffe wurden auf dem Dampfer „Gyfedalle", der ebenfalls genommen, aber frei gelassen wurde, nach Colombo gebracht, wo sie gestern früh cin- trasen.
Die Gefährdung des englischen Seehandels durch die deutschen NrieFsschiffe.
W- T.-B. Basel, 30. Sept. (Nichtamtlich.) Laut „Nationalzeitung" bringen englische Blätter immer mehr Nachrichten über die Gefährdung des englischen Seehandels durch die deutschen 5triegsschiffe. Die „Daily Post" in Liverpool teilt mit, daß Handels kr eise bei der Regierung vorstellig geworden sind und verlangt haben, die englische Diarine müsse die größten Anstrengungen machen, um die deutschen Kriegsschiffe im Atlantischen Ozean wegzunehmen. In der „Dimes" klagen Kauslente darüber, daß di« 200 gekaperten oder festgelegten und die 180 in neutralen Häfen liegenden deutschen Schiffe fast ausnahmslos englische Ladungen an Bord - hätten, worauf der englische Kaufmann nun vergeblich warte. Rasche Hilfe, sei-, geboten, sei es, daß man die Schiffe mit englischer Besatzung weiterfahren lasse oder sie an Neutrale verkaufe. — Die „Westminster Gazette" weist auf die gewaltigen Schädigungen hin, welche der E i n f u h r h a n d e l mit gefrorenem Rindfleisch durch den Krieg erleide. Eine Schiffahrtslinie werde demgemäß nicht mehr verkehren und dadurch würden wöchentlich sechs Millionen Pfund Fleisch aus Argentinien f o r t f a l l e n. Ähnlich stehe es mit der Einfuhr aus A u st r alten. Das sei bedenklich, da viel Fleisch an die Truppen im Felde abgegeben tverden müsse.
Ein Angriff der Japaner auf Tsingtau.
W. T.-B. Tokio, 30. Sept. (Nichtamtlich. „Reuter".) , Japaner haben am Sonntag die Deutschen fünf s Meilen von Tsingtau entfernt angegriffen.
Oer österreichische Armeebefehl über die Lage.
W.T.-B. Wien, 30. Sept. (Amtlich.) Der Ober- kommandant Erzherzog Friedrich erläßt einen Armeebefehl, in dem cs u. a. heißt: Die Situation ist für uns und für das deutsche Heer g ä n st i g. Die rusii- iche Offensive in Galizien ist im Begriffe, zusammen, zubrcchen.
Gegen Frankreich steht ein neuer großer Sieg bevor. Auf dem Balkankriegsschauplatz kämpfen wir gleichfalls in Feindesland. Innere Unruhen, Aufstände, Elend und Hungersnot bedrohen unsere Feinde im Rücken, während die Monarchie und das verbündete Deutsche Reich einig und in starker Zuversicht dastehen, um diesen uns freventlich ausgezwungenen Krieg bis ans siegreiche Ende durchzukämpfcn.
Die neue österreichisch-deutsche Krönt.
b--. Stockholm, 00. Sevt. (Eig, DrMLcricht) Ktr, Bln. Das „Svendska Dagblaadc-d" schreibt: Die neue österreichisch- deutsche Front wird sicherlich bald so ftabrl sein, daß die rückwärtige Bewegung auf hört. Aus russischer Seite soll man durch Rekognoszierungell zu dem Resultat gekommen sein, daß die Stellung des Gegners zwischen P r z e m h 81 und Krakau so stark ist, daß sie einer förmlichen Belagerung ausgeseht werden muß, besonders nachdem dis Russen der österreichischen Armee, die durch starke deutsche Verstärkungen unterstützt ist, bis auf weiteres unterlegen sind, infolge der starken Abteilungen, die man teils Lurch Polen, teils durch O st g a l i z i e n senden mutzte, um ein Zusammenwirken mit den Truppen in der Bukowina zu erzielen. - Bestätigt sich die Nachricht von den Deiachis,iungen nach Polen hin, so versteht man, daß die Wirkung von General Hindenburgs Operationen jetzt in der Form einer Erleichterung des russischen Drucks auf Österreich zum Ausdruck
kommst.^ Wien, 30. Sept. (Nichtamtlich) Aus dem
heutigen Bericht des stellvertretenden Generalstabschefs Höser wird man in der ganzen M o n a r ch i e mit großer Freude von dem Zusammenwirken der verbündeten deutschen und österreichisch-ungarischen Streitkräfte Kenntnis nehmen. Man kann annehmen, daß die neuen Operationen der verbün« detsn Armeen, die mit so schönem Erfolg beginnen, rmr die Einleitung neuer, großer Kämpfe bedeuten, und wir werden hoffen dürfen, auch neuer, großer Erfolg e.
wie es in NuUnnd jetzt ausfieht.
Von George Cleinow.
Der Moskauer Klembürgcr D. W. Skmotow erhielt drei Monate Gefängnis, weil er in angetmmfe- nein Zustande auf der Strotze gerufen hatte: och
lebe Deutschland!" So berichtet „Rutzkaie Slowo" vom 6. September d. I. Eigentlich sollte das Blatt für die Verbreitllng der Nachricht unterdrückt werden, denn es gibt damit dem Ausland Kunde von
'lPsbriefe ans dem Westen.
iivet - Dinant.
Nt w belgisches Gebiet einspringend, liegt auf einem % Ie <flt in die Maas abfallendem und deren Tal wert-
v 'lhpv^r >r . nn v C - . . V. .„".Km. .
Von unserem Kriegsberichterstatter.
Großes Hauptquartier, 24. September.
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->> ^-rscheuden Fel^kegel die von Vauban, dem beruhm- <7'wngserbaucr Ludwigs XIV.. errichtete, später ent- «itij den Erfordernissen der modernen Belagerungs-
Mtf wn iSrsorderntsten Oer mooetuen
b , rt . Cr verstärkte Festung Givet, die am 8t. August Rsts^ftägiger Beschießung in unsere Hände fiel. Man ■ Ct s Ct Maas, da die Franzosen die alte Brücke ge- 'Vj, daben, auf der sogenannten „Sachsenbrücke", dre Aitel s zahlreichen Zeugnisse dafür ist, mit wie vielseitigen
% sich der Soldat im Felde zu helfen weiß. ES sind "zahl der durch den Krieg ohnehin zu unfreiwilliger MU-??rurteiIten Lastkähne zusammengefahren worden, Ne n t- ' welche gemietet, und belgische, welche requiriert X ^'id. Darüber hat man einen festen Brettersteig ge- Ganze war das Werk weniger Stunden, und die \ „ "’t ^ dennoch die schwerste Belastung, sogar den llber- ^ oerer größtkalibrigen Belagerungsartillerie aus. ^tseingang hat mne Vaubansche Redoute geschützt, es scheint, durch ein einziges Geschoß für ihren 1 r v’.^nc, verdorben ist. Unmittelbar vor dem Stadtr I \ tp. e ’- n deutscher Infanterist beerdigt, vor dessen Holz- I k ^ in" ausgestellt ist. Die Kameraden haben dies I W*. n Blumenbeet verwandelt. Der Ort selbst ist 1 C e ^wadigt, aber in den Straßen herrscht Grabesstille. tilget' 611 Unfa Läden sind geschlossen, nur hin und wieder % einem deutschen Posten, einer Patrouille oder
^wggänger, der so aussieht, als ob er nichts zv!
verlieren hätte und der gleichmütig den deutschen Soldaten
nachblickt. . c ^
Die auf einem schwierigen, steil ansteigenden Wege zu erreichende Zitadelle bietet ein ebenso vollkommenes Bild der Zerstörung, wie Longwy. Die Zugbrücke ist von einer Granate zertrümmert und in den Festungsgraben geworfen worden, so daß von dieser Seite die Deutschen nicht hätten cindringen können, wenn sie hätten stürmen müssen. '■ Aber dafür haben die Granaten an vielen Stellen des Walles und der Umfassungsmmler solche Breschen geschlagen, daß ein Möbelwagen hindurchfahren könnte. Die Kasernen, alte Gebäude aus der Erbauungszeit, sowie die Hauser und die Kirche des in der Zitadelle gelegenen Dorfes sind so vollkommen zerschossen, daß vielfach nicht einmal die Außen» mauern mehr stehen. Von einem Wachthaus hat eine Granate den ganzen Oberstock samt dem Dach abgerissen und eine Strecke fortgetragen, nm dann alles als wüsten Trümmerhaufen zu Boden zu schmettern. Wäre die Festung nur noch wenige Stunden länger beschossen worden, so wäre wahrscheinlich kein Stein auf dem andern geblieben, und die sächsische Besatzung hätte jetzt Sckiwierigkeiten, ein Unterkommen zu finden. Am dritten Tage sah aber der französische Llommandant ein, daß jeder weitere Widerstand nutzlos sein würde, und hißte die weiße Flagge. Schon vorher war er mit der gesamten Besatzung in,eine Kasematte geflüchtet, die vor einigen Jahrzehnten so tief wie ein Bergwerk unter den Felsen gegraben worden war. Sie bot zwar vorläufig eine unmittelbaren Schutz, doch bestand schließlich Gefahr, daß die nächste Granate der Belagerer den Eingangsschachl verschüttete. Damit war das Schicksal von Givet besiegelt. All das erzählten mir zwei französische Ärzte, die mit einigen französischen Sanitätsmannschaften zur Pflege ihrer Verwundeten zurückgeblieben waren. Von ihnen erfuhr ich auch, daß die Franzosen den Angriff der Deutschen stets von der Ostseite her erwartet hatten, nach welcher die Festung besonders stark armiert war. Statt dessen schossen die öster
reichischen Motorbatterien, welche hier die erste Probe ihrer formidablen, später an Maubeuge erprobten Leistungen ab- legten, vom jenseitigen Maasuser aus westlicher Richtung und zwar aus solcher Entfernung, daß die auf den Nahkampf vorzüglich eingerichtete Festung kaum die Hoffnung haben konnte, mit ihren viel schivächeren Geschützen diesem furchtbaren Gegner etwas anzuhaben. Und die deutsch-österre,ch,>> scheu Verbündeten schossen mit vernichtender Sicherheit'. Ein französischer Sanitätssoldat, der den Untergang von Givet, eingeschlossen in den Bauch der Felsenhöhlen, miter. lebt hat, behauptete, daß die Deutschen und Österreicher rm ganzen 105 Granaten abgefeuert hätten, von denen 96 Treffer gewesen seien, während die übrigen genügt haben, um das Glacis zu verwüsten. Von der Wirkung der Treffer kann man sich einen Begriff machen, wenn man sieht, daß an einer Stelle die Belagerten vier Gefallene sowie ein totes Pferd zusammen in der Grube begraben konnten, welche eine klaftertief in die Erde geschlagene Granate aufgerissen hatte.
Die Mannschaftsräume der Kasernen, soweit diese noch in einigen Resten erhalten und von unserer sächsischen Be- satzung noch nicht aufgeräumt sind, bieten dasselbe Bild un- glaublicher Unsauberkeit, das wir bisher in allen von uns eroberten französischen Waffenplähen gefunden haben. Besser sieht es in den von dem Kommandanten bewohnten Räumen aus wo wir aus einem aufgefundenen Aktenstück der „comrmsdon de defense" die Feststellung machten, daß in- folge einer ministeriellen Depesche die Festung Givet bereits am 12. März 1914 nachts um 1 Uhr in Mobilisationszustand versetzt wurde. Das gibt eine interessante Illustration zu der Tatsache, daß gerade um dieselbe Zeit in einer anderen französischen Ostgarnison der viel, bemerkte falsche Alarm entstand, der dann als ein unschuldiges Mißverständnis beschönigt und vertuscht wurde. Die Akten von Givet beweisen ebenso wie diejenigen, welche wir in anderen Festungen und Garnisonen, besonders aber in Brüssel, gefunden haben, daß ssinnhe. Mi über ihre Verschwörung gegen Deutschland
