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Seite 4. Abend-Ausgabe, 1. Blatt.

derte von Menschen tot sein, man hätte viele Köpfe, die vorn Körper losgetrennt waren, über den Eisenbahn­damm rollen sehen. In Wirklichkeit war nur ein Mensch durch Zerdrücken der Brust getötet und fünf Leute verwundet. Alles andere war das Ergebnis der durch den Schreck erregten Phantasie des sonst so ruhigen Mannes. Übrigens können wir diesen Vor­gang in Schlachtberichten häufig finden. Die tatsäch­lichen und sicherlich schon sehr_ großen Schrecken der Schlacht werden in solchen Berichten sehr oft um ein Vielfaches vermehrt. Ebenso werden in Reiseschilde­rungen Jagden auf wilde Tiere in starker Übertreibung geschildert.

Eine nicht geringe Rolle spielen in dem Bericht der belgischen Untersuchungskommission die angeblich _ ge­schändeten Mädchen und Frauen. Wer psychologische gerichtliche Erfahrungen hat, weiß, wie viele solcher Anschuldigungen reine Phantasieprodukte sind, wie oft van einem Mädchen oder einer Frau oder von ihr selbst in langen Phantasien konstruierte sexuelle Vor­gänge plötzlich zu irgend einem ganz unschuldigen Manne in Beziehung gebracht werden, so daß sich dieser schließlich als ein Sittlichkeitsverbrecher rechtfertigen muß. Wenn wir schon in ruhigen Zeiten viele der­artige Fälle kennen, so wird man dem Bericht der bel­gischen Untersuchungskommission gegenüber ganz be­sonders mißtrauisch sein müssen. Besonders sind es erfahrungsmäßig Hysterische, die zu solchen An­schuldigungen neigen. Es wäre nicht uninteressant fest­zustellen, ob die belgische Untersuchungskomniission »n- pürtestsche, d. h. nicht belgische Nervenärzte, als Sach­verständige zugezogen hat. Wenn _ solche Sach­verständige nicht zuge-ogen wurden, hat die Kommission eine schwere Unterlassungssünde begangen; denn gar inanche Hysterische ist geneigt, aus irgend einer harm­losen Berührung e : n schweres Sittlichkeitsverbrechen nt machen. Ist es übrigens ein bloßer Zufall, daß die bekannte Stigmatisierte Louise Lateau eine Belgierin tvar? In Bois-d'Haine bei Charleroi war es, wo 1868 Louise Lateau auftauchte und die ganze Welt in Auf- ''egunn versetzte. Sie blutete und angeblich waren es di? Blutmale von Jesus Christus, die bei ihr ohne künstl'che Mittel mm Vorschein kamen. Es ist nicht aufgeklärt, ob die Blutungen durch Aistosuggestion zu­standekamen, oder ob ein bewußter Schwindel dabei vorlag. Tatsache ist es, daß eine den Regeln der Wissenschaft entsprechende Untersuchung auch da­mals in Belgien nicht zügelassen wurde.

Mitiinter haben die belgischen Berichterstatter eini­ges Mißtrauen gegenüber ihren Ermittelungen. So heißt es an einer Stelle, daß sieben deutsche Soldaten in W. eine Frau getötet haben sollen, nachdem sie sie mißhandelt und geschändet hatten. Es scheint, daß dw Kommission den Angaben über Mißhandlung und Schändung ohne weiteres Glauben schenkt, daß sie aber die Tötung etwas skeptisch auffaßt. Man glaubt also den Zeugen doch nicht alles; cs wäre für die Wahr­heitsforschung notwendig zu wissen,, weshalb hier, plötz­lich die Kommission mißtrauisch wird, einen Teil der Aussagen glaubt, den anderen nicht. ,

Ich deutete schon an, daß man über dre Qualität der Zeugen leider aus dem Bericht -kein genügendes Urteil gewinnt. Ein großer Teil Zeugen ist jedenfalls weiblichen Geschlechts. Ohne diesem irgendwie ncche- trcten zu wollen, weise ich daraus hin, daß gerade die Zuverlässigkeit des Weibes als Zeugin vielfach bestritten wird. Und wenn das Weib noch dazu öon der MasscnPsyche beeinflußt wird, so wird die Zuver­lässigkeit gewiß nicht gewinnen.

Es kommt hinzu, daß bei vielen Zsugena.uss.agen der Wunsch, eine Rolle zu spielen, nicht selten einen Einfluß ausübt. Die von der belgischen Untersuchungs- ko-mmission vernoinmeiien Zeugen und Zeuginnen glaiiben natürlich ihrem Vaterlande zu-nützen, weiiii sie die Deutschen beschuldigen. Mancher glaubt aber auch vielleicht, sich selbst dabei einen Nutzen zu schaffen, und däniit Wird ans deni unparteiischen Zeugen ein interessierter. In der Hoffnung, daß sie von der bel­gischen Regierung oder deren Bundesgenossen ent­schädigt werden, haben sie ein Interesse daran, einen Wirklichen Schaden zu behaupten, und zwar einen un­verschuldeten Schaden.

Manches klingt in dem Berichte an sich schon ganz unwahrscheinlich. Ich' erwähne den Fall eines Mäd­chens, das in den Keller geführt und von den deutschen Soldaten zum Trinken gezwungen wird. Ich erwähne den Fall eines Mannes, der an einem Balken anfge- hängt gefunden wird, der Leib war vollständig ver­kohlt, während. Kopf, Arme und Füße vollständig un­versehrt waren. Es gehören recht viele Bemühungen dazu, d'es fertigrnbringen. Ich erwähne dieZiind- bomben", welche die Deutschen in die Häuser geworfen haben sollen. Es wird behauptet, die Einwohner Löwens könnten unmöglich geschossen haben, weil sie mehrere Tage vorher ihre Waffen abliefern mußten. Wer hat dst Häuser kontrolliert, um festznstellen, daß dort keine Waffen versteckt waren? Wie unzuverlässig der ganze Bericht ist, ergibt sich auch aus der Angabe, daß ' die Stadt Löwen vollständig niedergebrannt sei Ausnahme des Rathauses und des Bahnhofes. Dem stehen ' die Bekundungen von Augenzeugen ent­gegen, die übereinstimmend mitteilen, daß nur be­stimmte Teile - zerstört leien. Es wird in dem Bericht von den trunkenen deutschen Soldaten gesprochen, ob-

M Augenzeuge n erklären, daß die Soldaten 'wl? Flaschen und große Fässer von Branntwein, Likör fm. aus, den Kellern räumten, um Explosionen zu ^büten und auch nicht einen Tropfen davon, sich an- -'aneten, Auch die Belchuldiaung, daß sich die Deut- 'Vn we'cher Kugeln bedient hätten, wird in dem Be- gckit ausgesprochen. Die Kommission behauptet, sie sei ficht ausgesprochen. Die Kommission behauptet, sie sei im Besitz von Erklärungen von Ärzten, die bekräftig­ten, daß sie bei verwundeten Soldaten Wunden gefun­den bätten, die von solchen Projektilen herrühren. Leider sind diesachverständigen" Arzte, die solche Behauptung

Wiesba dener Tagblatt.

aufstellen, nicht genannt worden. Nur wenige und I sehr erfahrene Ärzte dürften in der Lage sein, über ein so schwieriges Problem ein Gutachten zu erstatten. Bevor die Arzte, die solche Behauptungen ausgestellt haben, genannt sind, wird man diese Angaben des Be­richtes nur nach dem alten Wort:Haltet den Dieb"

auffassen dürfen. Nachdem die deutsche Regierung einwandfrei den Gebrauch der Dumdumgeschosse bei unseren Feinden nachgewiesen hat, suchen diese nach altem, aber zum Teil schon verbrauchtem Rezept den Verdacht des Verbrechens von sich abzuwälzen, indem sie ihn auf einen Unschuldigen lenken.

Wer sich auch nur ein wenig mit Aussage­forschungen beschäftigt hat und wer gleichzeitig ein Feind der Lüge und ein Freund der Wahrheit ist, wird cs bedauern müssen, daß die belgische Regie­rung mit solchen Berichten die öffentliche Meinung für sich zu gewinnen sucht. Hoffen wir, daß sich die führen­den Geister Belgiens doch noch zusammenschließen und den sittlichen Willen, der Wahrheit zum Siege zu verhelfen, zeigen und der belgischen Regierung und dem belgischen Volke aufzwingen.

Deutsches Reift

* Hof- und Pcrfonal-Nnchrichtcn. Die Tierärztliche Hoch­schule hat dem scheidenden Oberp.äsidenten Wentzel in An­erkennung seiner hervorragenden Verdienste um die Fördenung der Beterinä -Wissenschaft die Würde eines Dr. med. vet. ehrenhalber verliehen.

* Die Gumbinncr Regierung verlegte ihren Sitz von Königsberg wieder nach Gumbinnen.

Heer uns StoNe.

Pcrsonal-Bcränderungcn. Lücke (Wiesbaden), Vizefeldw. im Ersatz Pion-Regt. N . 25. zum Leut d. R befördert. * Wachend ob f (Wiesbaden). Vizewachtm. beim Res. Drag.» Regt Nr. 4, zum Leut, d N. befördert. * v. Küllme r (Wies­baden). Vizewachtm. des Feld-Act.-Regts. Nr. 76, zum Leutnant der Reserve bcfövvert. * Baldus, Oberleutnant des Larrdw..Pion 2. Aufgebots, (Limburg a. L). zum Hauptm. befördert. * Knauer, Leut. d. R. des Pion.-Bats. Nr. 25 (Moxbu g), zum Oberleut. befördert. * Donque (Wies­baden) .Vizefeldw des Pion.-Bats. Nr, 16, zum Leut. d. R. befördert, * Völker (Mainz), Vizefeldw, im Ersatz-Bat. Pion.-Regts. Skr, 25. zum Leut. d. R. befördert.

post und Eisenbahn.

R. P. A. Der Umfang dcS Feldpostverkehrs. Der Ver­kehr bei den Postfammelstellen, die die in der Heimat nach der Armee aufHelieferien Feldpostbriefe bearbeiten und sie dann bis cm die Etappenstraßen schicken, nimmt dauernd außer­ordentlich zu. Bei der Berliner Postsammelstelle neben ihr sind im Deutschen Reich noch 16 andere tätig werden allein jetzt täglich 1300 große Briefbeutel mit Feldpost- sendungen abgesandt, darunter im Durchschnitt 700 Beutel mit Feldpostkartenbriefen, während der Rest Einschreibbriefe und Goldbriese enthält. Die Postsammelstelle in Berlin be­schäftigt jetzt gegen 1 000 Köpfe Personal. Seit der Mobilmachung, wo die Postsammelstellen im Deutschen Reich in Wirksamkeit traten, ist allein die Berliner Postsammelstelle allwöchentlich um inehr als 100 Köpfe vermehrt worden.

AuSnahmctarif für Eicheln. Wie der Berliner Handels­kammer mitgeteilt wird, tritt mit Gültigkeit von: 28. Septem­ber für die Beförderung vou Eicheln zu Futterzwecken ein Ausnahmetarif für das Gebiet der preußisch-hessischen Staats- bahnen, der Reichsbahnen sowie einiger norddeutscher Pri­vatbahnen in Kraft. Die Sendungen werden nach den Sätzen des Spezialtarifs 3 abgefertigt. Näheres über die Anwen- dungsbodingungen usw. ist im Verkehrsburevu der Berliner Handelskammer, Universitätsstraße 3b, zu erfahren.

Kusranö.

Baittanstaoten.

Die jüngsten Ereignisse i» Albanien. W. T.-B. Rom, 29. Sept. (Nichtamtlich.) Die ZeitungPopolo Romano" sagt: Die Consulta hat keine offizielle Nachricht erhalten, welche die Wahl des Prinzen Burhan-Eddin zum Fürsten von Albanien bestätigte. Die Zeitung stellt entschieden in Abrede, daß man in Italien augenblicklich an eine Expedition nach Albanien denke.

Kur Stadt und Land.

Wiesbadener Nachrichten.

Das Eiserne Nreuz.

Mit dem Eisernen Kreuz wurden ausgezeichnet: der Leut­nant He i n r i ch s h o f e n vom Landwehr-Jnfanterie-Regi- ment 117 in Mainz, zuletzt Adjutant des Reserve-Jnfanterie- Regiments 11.8, der bei Mouzon schwer verwundet wurde und m einem hiesigen Lazarett liegt; der Hauptmann Wolfram L a u t e r b a ch, Sohn der Frau Pastor Dr. Lauterbach in Wiesbaden, der sich am 25. August in dem Gefecht bei Etain besonders hervorgetan hat; der Hauptmann im Marburger Jüg-erbat-cnllon Professor Dr. Ludwig F a b r i c i u s, Sohn des Pfarrers Fabricius in Griesheim a. M.; der Regieruugs- assessör v. Prittwitz und Gaffron am Landratsamt Höchst a. M.; der Leutnant der Reserve, Hilfsrichter Dr. Müh le ns aus Mittelheim; der Major H äffner aus Elt­ville; der Leutnant der Reserve im Jnfan-ter-te-Regiment 28 Lehrer Jos. Sack aus Montabaur der Kompagniefeldwebel im Reserve-Regiment 80 Kaufmann Fritz Tonner von Oberlahnsiem und der Tambour-Gefreite Hör n e von Ostrich.

Pakete für die Zeldtruppen.

. Für den Bereich des 18. Armeekorps ist, wie schon wiederholt mitgeteilt wurde, ein besonderer Paketdienst einge­richtet worden. Die Pakete dürfen einen beliebigen Umfang haben, sie dürfen aber das Höchstgewicht von 5 Kilo­gramm nicht übersteigen. Die Verpackung ist besonders sorgfältig herzustellcu. da die Pakete starken Druck aushalten müssen, ohne dabei Schaden zu leiden. Bor allen Dingen aber muß, wie bei allen Sendungen für das Feld, die Adresse d e u t l ich geschrieben, fest auf dem Paket angebracht, peinlich genau und vollständig ausgeschrieben sein. Also keine Ab­kürzungen fürRegiment",Bataillon" usw. Leicht verderb­liche Waren dürfen nicht heigepackt werden. Pakete für Ein­zel-Empfänger folgender Abteilungen des 18. Armeekorps nnd 18. Reserve-Armeekorps, nämlich:

Der Infanterie- und Landwehr-Regimenter Nr. 80, 81, 87, 88, Ulanen-Regiment 6, der Feldartillerie-Regimenter

Mittwoch, 30. September 1914.

Nr. 466.

Nr. 21 und 63, der Pioniere Nr. 21 und 25,_

Regiment Nr. 27, das Fußartillerie-Regiment Nr. ä, Eisenbahn-Regimenter Nr. 2 und 3, der Landsturm-Eat ^ Hanau, Wetzlar, Oberlahnstein und Frankfurt a. M.;

die Feldpost und die Kraftfahrzeugeabteiluug, werden.--z nommen täglich von 8 bis 12 Uhr sowie von nachmu^W^

5, das FeldarMA Ott

für die dem 18. Armeekorps und Reserve-Armeekorps hörenden selbständigen Maschinengewehrabteilungen, tionskolonnen, Priviantkolonnen, den Brückentratn, dre- v ^ parkabteilung, die Sanitätstruppen, das Feldlazarett, cheinwerferaöteilung, den Feldtelegraph, das Foldte ev

- - ' werden

_,_t nachmittae-^,

bis 7 Uhr in den zum Versand errichteten Baracken ^ Etappenkommandanturen 1 und 2 des 18. Armeekorps,^ Güterbahnhof, Ecke Schweizerstratze und Mörselder in Frankfurt a. M. Diese haben in den letzten acht bereits 14 000 Pakete und 300 Kisten zum Versand gew z Die Abteilung 3 des Roten K r e u z e s, A b t e i l S in Wiesbaden, ist bereit, Pakete, die in der vorgewb ^ nen Weise verpackt und adressiert worden sind, reget ^ nach Bedarf, eventuell täglich, nach der Paketabuahmeite , Frankfurt durch Autos zu befördern. Es wird daher (ft solche Pakete im Schloß, Mittelbau im zweiten Hof, \ nannten Bkagazin, abzuliefern. Irgendwelche Unkosten I unseren Wiesbadener Einwohnern hierdurch nicht entstey

Die Wiesbadener Iugend 1870/71. ^

Als Zwölfjähriger habe ich hier den Krieg, miterlebü hatten eine Jugend wehr gegründet, uns einenGd

und Offiziere gewählt und lernten unter der Leitung verwundeten Unteroffiziers, und mit Lange und Säve ^ gerüstet, draußen am Kugelsang das Waffenhandwerk- eine Siegesnachricht, so schlugen unsere Trommler den ^ ralmarsch in den Straßen, und es hieß:Hurra, die wehr, ein neuer Sieg!" Sowie die Trommeln ersch» ^ strömte aus allen Stadtteilen die Jugendwehr zui<r schloß sich in geordnetem Zug, und wir zogen durch d,e - ö fast die ganze Bürgerschaft folgte uns. War es Abe '^ wurden einige Fackeln beschafft,, und bald bewegte 1s Fackelzug durch die Straßen der Stadt nach dem Schnell war der -Redepult aus dem Rathaus herbeigei . £l , und Oberbürgermeister Lanz sowie viele andere Redner 1

tcn in zündenden Worten den Sieg, und allesJ t V3i' jubelnd in den Hochruf auf König und Truppen ein. JP*

sche Lieder wurden gesungen, die wir unter Leitung, des - ^

ponisten Hemel einstudiert hatten. So haben wir Wiesoa ^ Jungen viele im Augenblick entstandene Siegesfeiern i macht, und auch bei den öffenilichen Siegesfeiern aller ^ eine waren wir stets an der Spitze; aber die ohne fll i i

bereitung entstandenen Feiern, bei denen alles srtzusage dem Stegreif ging, haben uns immer am besten S^k Heute frage ich nun, wo ist bei diesen Gelegenheiten ck ^ deutschland mit seinen Trommeln und Pfeifen, die in de ^ ten Jahren allsonntäglich in Feld und Wald ertönten- ^ ist die männliche Schuljugend? Über das Aushänge ^ Einziehen der Fahnen machte mau sich damals, wo ^ auf Sieg folgte, wenig Sorgen; ich glaube, sie iUtoc ' ^ Ausnahme vielleicht der die öffentlichen Gebäude i<»t»

den, meistens draußen und wurden nur bei gernb 8 Siegen, wie Sedan und ,T,h "

St-

Eichen- und

kränze, an den Häusern und über die Straßen gespan "' gänzt. Für uns Jungen war es eine herrliche S«y^ Siegesnachrichten zuerst zu verkünden.

Wiesbadener Lazarette. ^

Nach der Verwundetenliste derAuskunftsstelle ^

Feld stehende nassauische Soldaten" sind am 29. ScP ^ ü. a. die folgenden Verwundeten in Wiesbadener untergebracht worden: L. Bingen, 1. Ers.-Bat. 80; gji? J.-R. 80; Prassers J.-R. 80; Bücher. J.-R. 80; K. DE $ Sannenberg; Heinr. Dickel aus Wiesbaden; A. ^"6. »->>, Wiesbaden, 4. Rss.-Ers.-Bat. 80; Christ. Fischer aus

I. Ers.-Bat. 87; K. Gestädt aus Schlüchtern;

J. -R. 87; Oberleutnant v. Heeringen; Seng. Hoss R.-R. 80; Kirsch. R.-R. 80; Klein, J.-R. 80; L. Lander- Landw.-Re-gt. 80; K. Lehna nuS Wiesbaden; Theod. Z-xv, aus Wiesbaden. 8. Komp. 80; Mai. J.-R.-88; ,M-eP J.-R. 88; Meffert, J.-R. 60, W. Münk aus Hockchenn. feldwebel Rateuburg, J.-R. 80; Albert Reimer «u baden; Georg Rott aus Wiesbaden; Heinrich Rühl venwiesbach; Steinle, J.-R. 80; Ferd. Schmitt nus ,I. Schmidtmeyer aus Erbenheim; I. Trappel aus Eltvill , Win-gonder aus Würges und L. Zendler, J.-R. 80.

- .

Der Hauptmann um ^ f

Fürs Vaterland gefalle».

pagni-echrf im Füsilier-Regiment v. Gersdorff (Kurhe!!->^ Maximilian Freiherr v. Romberg ist am 23- auf französischer Erde gefallen. . et 1 * 8

ngo>c;a,er (St-oe ge>-uaeic. ei«

Die Deutsche Turnerschaft im Krieg. Mehr

Batevlands v

* .Mft

halbe Million Turner stehen im Dienst des

-Waffen. Seit dem Jahre 1902 stellt die Deutsche, ^

schast, vou der 1913 allein 50 000 Rekruten ins Heer in ihrer alljährlichen Bestandserhebung die Zahl der die jährlich zum Militär einberufen wurden, fest- trä-gt für diese 12 Jahre cttv-a 360 000. Der Dieull ^ Reserve und Landwehr dauert aber 19 Jahre. Bei ^ p per Schätzung kommen für die fehlenden 7 Jahre 200 000 Turner hinzu, so daß es insgesamt dw $ mit 60 000 berechnet etwa 500 000 Turner stuc- aktive Soldaten, Reservisten und Landwehrleute u ^0^ Fahnen stehen. Hierzu kommen noch die zahlreicheu frerwilligen und Qandsturmleute aus den Reihen de . d die mit 100 000 nicht zu hoch veranschlagt sind,, I»

Deutsche Turnerschaft zu dein Volk in Waffen körperlich und geistig durch das Turnen geschulte gestellt hat. *<

Eisenbahner nach dem Kriegsschauplatz. Nlc ^

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-ö- -i- - . . , p gijse!

bahnarbeitern der verschiedensten Dienstzweiye des direktionsbezirks Mainz gebildete Bau - und l olo n n-e von 410 Mann vom Mainzer Hauptva I ' dem westlichen Kriegsschauplatz abgvgangen,

Besitz genommenen feindlichen Bahnstrecken wieder setzen und in Betrieb zu nehmen. Aus dem En«" tionsbezirk Frankfurt a. M. gingen je 10 Lokom 1 $ und Heizer von den Stationen Fulda und Laute- dahin ab.

Ein Stcucrstreit. Der Rentner W. A- ^ von hier klagt lvider den Wiesbadener Magistrat

G e m e in d e e i n k o m m

Heranziehung zu der für die Jahre 1909, 1910 und 1911. sich das A u S l ä n d e r p r i v i l e g iu m -w . ,

Frage kommt ein Steuerbetrag von 8264 M- »7 -8 ^ sind die Parteien darin, daß Securius Ausländer