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Sekte 4*

Morgen-Ausgabe, 1 Blatt.

dienlich sein. Die dort gesaurmelten Spenden dürften am besten an die hiesige Annahmestelle des „V-aterländischen Frauenvereins", Kirchenstraße 83, abzuführen sein, und zwar am geeignetsten per Bahntransport oder E i l g u t, da die Spenden, wenn sie mit dem Vermerk „Liebesgaben für me ostpreußischen Flüchtlinge" versehen werden, frachtfrei sind." Infolge dieserMitteilung hat sich bereits inWiesba-den ern Komitee gebildet, dem Frau Professor L. Fresenius, -zrau Brofessor O. Dorn, Frau Rentner remer-i n g, Herr Professor T i e d e m a n n und Herr Johannes B i t t r t ch an­gehören. Die Annahmestelle des Komitees befindet sich, wie aus dem Anzeigenteil dieses Blattes hervorgeht, b-en Herrn Bittrich, Sonnenberger Straße 54.

©Cts Eiserne Krcuj.

Von dem 1901 in Biebrich verstorbenen Großherzoglich Luxemburgischen Oüerkammerhcrrn und Präsidenten 6«i- herrn v. H ad ein stehen fünf Söhne im Feld; von denen die beiden ältesten, Heinz, Major und Adjutant beim General­kommando des Gardekorps, und W i l h e l m, Hauptinann tm Garde-Jägerbataillon, das Eiserne Kreuz erhielten. Letzterer liegt verwundet im Kriegslazarett zu Laon. — Dem Leutnant ??rawi Böller bei der Maschinengewehrkompagnne des ^zn- st-nterie-Regiments Nr. 65, Sohn des Sektfabrikanten Johann Voller in Hochheim a. M., wurde ebenfalls das Eiserne Kreuz verliehen.

LiebesgaSerr für nassauischs Regimenter.

Für die im Feld stehenden Angehörigen der in Wiesbaden liegenden 2. Abteilung des FeIdartiller ne 'Regi­ments Nr. 27 sollen ebenfalls Liebesgaben an die Front ge­bracht werden. Frau Major Petzel, Kar, er-^rwdrlch- Ring 24, hat die Sache in die Hand genommen, wie ans einer in- Anzeigenteil dieses Blattes veröffentlichten „Bitte hervor- aeht. Eine Sendung von Liebesgaben — gewünscht werden besonders warmes Unterzeug, Wäsche, Tabak, Schokolade und dergleichen — soll bereits in den ersten Oktobertagen abgehen. Man darf -erwarten. daß die Bitte um Zuwendungen für un­sere 27er in den weitesten Kreisen Wiesbadens Anklang ftn-

Der zurzeit im hiesigen Reservelaza-rett 1 s,^Taunus Hotel") liegende Hauptmann und Kompagmeches ^

2. Nassauischen I n f a n t e r .e - Reg . men t Nr. 88,

Herr v. Sch w eder, bittet um Liebesgaben für sem Regi­ment. Er führt aus: „Anfang nächster Woche geht von M«nz aus ein Lastautomobil mit Liebesgaben, ausschlieglich für das 2. Nassauische Infanterie-Regiment Nr. 88 bestimmt, nach der Front ab. Da die Wiesbadener Bevölkerung, die so Viole Be­ziehungen zum Regiment hat, sich sicherlich S«me an dr^em Liebeswerk Beteiligeit mochte, so wird um freundliche Bethllse herzlichst gebeten. Erwünscht sind besonders: Zigarren,

Zigaretten, Tabak, Tabakspfeifen, wollenes Unterzeug, Kopf- und Ohrschützer. Die braven 88er, welche schon heiße Kampfe bestanden haben und denen noch vieles zur Vollendung des großen Werkes bevorsteht, werden beim Empfang der Liebes­gaben dankbarst der Heimat und ihrer alten Stammg-arnis-on Wiesbaden gedenken." Herr v. Schweder bittet, dm dem. Regi- ment zuaedachten Gegenstände an seme Adresse zu senden. Auf Wunsch sollen die Sachen auf vorherige Benachrichtigung

im Lauf der Woche abgeholt werden. . Kreu-i

Die Abteilung 3 des Kre,.skomllees vom Roten Kreuz Vier die bereits Liebesgaben an die Front geschafft hat, oe rietet darüber- „Das Rote Kreuz Wiesbaden, Abteilung 3, Schloß. Mittelbau, hat durch Vermittlung der Militarbeho^e etwa 170 Zentner Liebesgaben durch die, Eisenbahn nach Sedan geschafft und diese Sendung von eanem Priv at- g u t o und einem kleinen Lastauto begleiten lassen. Wie Herr Ruthe, der Führer dieses Transports, telephonisch aus Trier mitteilte, tft es ihm gelungen, die ganzen Ä-ebe-gaben von Sedan aus unter Benutzung der erwähnten Kraftwagen bis an die Front der kämpfenden Truppen zu schien, und zwar zwei Drittel für unser Armeekorps und am Drittel für eine Division eines anderen Armeekorps. Das Rote Kreuz hat auf diese Weise binnen 5 Tagen unter gescheckter Aus­nutzung gebotener Gelegenheiten eine ganz beträcht liche An- -ahl von "Liebesgaben unseren tapferen Soldaten übermittelt, «n allerkürzester Zeit soll ein zweiter Versuch gemacht wer^> und es -stllrd vor allen Dingen um Überlassung von warmef Wollsachen (Pulswärmer, Leibbinden. Kopff-ch-uher. iooenannte Schläuche, Ohrenklappen, Unterwesten), sodann abm auch um Zigarren und Schokolade gebeten. Von „diesem Leiden Genußmitteln kann nicht genug gegeben werden.

Wiesbadener Brunnen für Rrrsgspatienten

Unseren Soldaten im Feld sowie Kriegspatmnten soll nach dem Beispiel anderer fiskalischer QuellendwektionLn auch

Anwendung des Wiesbadener Kochbrunnens ? n/nla? zuaänalich gemacht werden. Den vmlen, die Anwerwun/des „Natürlichen Wiesbadener Koch-

or,LvdauunaSorqane usw. ein Bedürfnis geworden ist, wird die­ses Naturprodukt in einer Anzahl kleiner handlicher Pa^nMn für je eine Portion bereitwilligst direkt zugestellt. Die Ver­sendung erfolgt nur vom Br unnenkont or m Wiesbaden «18, dem die Adressen der Empfänger auszugeben stnd.

Zür Mieter und Lsausbesitzer.

Amtlich, d. h. von den Zentralinstanzen, wird .m /vlgender Weise zu der Frage Stellung genommen, ob wah­rend des Kriegszustands die Verpflichtung zur Zah luu S der Wobnunasmieten fortbesteht: Die .KriegSzeit befreit

d^n Mieter einer Wohnung nicht von der Verpflichtung zur vünktlichen Zahlung des Mietzinses, und die Nichtzahlung zieht mit gewissen Einschränkungen, die zur Vermeidung von Härten gesoffen sind, auch während des Kriegs rechtlich dm gleichen Folgen nach sich wie in Fviedenszerten, nämlich d e Klage aus Zahlung und aus Räumung und gegebenenfalls dm im Zwangsweg durchgeführte Eximiston. Es wurde mst der AufvechterhaltU'Ng des gesamten Wirtschaftsleben^ unvermn hat sein, auf "einem praktisch so bedeutsamen Gebiet ohne weiteres und ohne gleichzeitige Regelung aller folgen eine Durchbrechung des bestehenden Rechts anzuerkennen, und e muß als gewissenlos bezeichnet werden, wenn in der -wffent- lichkeit rmmer wieder die Behauptung ausgestellt wird, daß me Krieaszeit die Verpflichtung zur Mietszahlung aufschobe. kvruz abgesehen davon, daß damit den wirklichen Interessen bes, einzelnen wenig gedient sein kann, da es sich in diesem «.u i,-iiuraemäß nur um eine Stundung, nicht aber um emen pndaülliaen Erlaß der Zahlung handeln würde, ist es auch obne weiteres offensichtlich, daß die Befreiung.des Mieters die Zahlungsunfähigkeit des Vermieters der Verzug des Ver- in Lf Zahlung der Hypothekenzrnsen wiederum die L^nnfTiBeü des' HypothekenglLiMgers nach sich ziehen ^nn^Md d^soÄ weitgEender WechlÄwwkung das ganze

Wirtschaftsleben beeinflußt werden mutz, letzten Endes wieder zum Schaden des kleinen Mannes, -der an der Auft-echterhal- tung der wirtschaftlichen Ordnung ein starkes Interesse hat. Deutschland fühlt sich stark genug, der schwierigen Verhältnisse, wie sie durch den Krieg geschaffen sind, auch ohne Moratorium, dessen andere Staaten nicht entraten können, Herr zu bleiben; ein Moratorium auf einem wichtigen Teilgebiet ist nicht deni- bar ohne -ein Moratorium weitesten Umfangs. Es ist eut wirtschaftliches Unding, den Satz proklamieren zu wollen: Jedermann kann ruhig wohnen bleiben, auch wenn er seinen Verpflichtungen aus dem Mietsvertrag nicht nacy- kommt. Ein solcher Grundsatz würde nicht zuletzt von Lenen ausgenutzt werden, welche durchaus zahlungsfähig sind, wurde die böswilligen Zahler geradezu züchten und die Gutwilligen

schädigen. j^j. Gutwilligen andererseits, welche Leim

besten Willen nicht od-er nicht in vollem Maß-e. iyteTi Za y lnnaspflichten Nachkommen können, hoben die w 4 r t i ch a T r- Iiche n K r i e g s g e s e tz e des Reichs Vorschriften getroffen, die Härtenauszu schließen geeignet sind. Hierhin g^ hört zunächst das Gesetz, betreffend den Schutz der infolge des Kriegs an Wahrnehmung ihrer Rechte behinderten Personen. Mieter, die selbst am Krieg teilnehmen, können wahrend des Kriegszustands nicht zur Zahlung oder Räumung der Woh­nung verurteilt werden. Ohne Verurteilung des Meters kann natürlich auch seine Familie nicht exmittiert werden, ^st der Mietvertrag sowohl von dem jetzt im Feld stehenden Familienvater wie auch von seiner Ehefrau nntmzeichn-et wor­den, so kann auch die Ehefrau — wemr sie überhaupt zur Räumung der Wohnung gerichtlich verurteilt werden kann, was zweifelhaft ist — jedenfalls nicht zwangsweise mit ihren Kindern aus der Wohnung gewiesen werden.

Auch die nicht im Krieg befindlichen Mieter werden gegen Unbilligkeiten durch die Verordnungen über die gerichtliche Bewilligung von Zahlungsfristen und über dm Folgen der nicht rechtzeitigen Zahlung einer Geldforderung geschützt, wenn ihre Lage es rechtfertigt und dem Vermieter kehrr un- verhältnismäßiger Nachteil daraus entsteht, kann solchen Mietern, falls sie auf Zahlung des Zinses gerichtlich belangt werden, ein Zahlungsausschub bis zu drm MEten bewilligt werden. Wenn sie diese Befristung nicht im Prozeß selbst erreichen, bietet sich ihnen im Voll st r e ck u n g s v e r­fahren zum zweitenmal die Möglichkeit, durch .lusspruch

des Vollstveckuugsrichters für die Dauer von längstens drei Monaten Auffchub zu erhalten. Auch ohne b«!> e,n « Klage des Vermieters -erfolgt, kann der Mieter ben Richter zur An­erkennung seiner Notlage und zur Bewilligung der Frist an- rufen. Jli gleicher Weise kann lder Richter den als Folge der Nichtzahlung eingetretenen RechtSnachteil: die Raunurngs-

Pflicht des Mieters, bedingt oder unbedingt beseitigen. Selbst­verständlich ist es hierbei, -daß der Eintritt der vorstehend skizzierten R-echtswohltaten nicht von selbst erfolgt, sondern von der Initiative der Beteiligten abhängig ist, deren Antrag die VorMss-etzung für den Eintritt bildet.

Aber selbst wenn alle -diese weittragenden Machtbefugnisse der Gerichte nicht zur Beseitigung aller Härten ausMichen sollten, liegt für den nicht zahlungsfähigen Meter noch fern Grund vor, zu verzagen. Denn letzten Endes ist es Pflicht d -e r Gemeind « n, den Bedürftigen Obdach zil verschaffen- Daß die Gemeinden' dieser Pflicht gegenüber denjenigen, dm

sie rechtzeitig in Anspruch nehmen, in befriedigender und weit­herziger Weise Nachkommen, -dafür wird seitens der >luf- sichtsbehörden mit allen Machtmitteln Sorge getra­gen werden.

Tine Vorstandssitzung des Rurvereins.

Der Vorstand des „K u r v e r e i n s" war Samstagabend in dem oberen Saal des „Frankfurter Hofs zur Beratung über einige eilige Vereinsarigelegenheiten versammelt. Der VereinSvorsitzende, Geheimer Sanitätsrvt Dr. E. Pfeifser. leitete die Verhandlungen. Zunächst wurde Kenntnis gegebeii von der St-ellnnMahme des Magistrats -gegenüber den an der vorigen Sitzung gefaßten Beschlüssen. Dre^ N i z z a p l a tz- ch e n auf dem Gelände -der eheinaligen „Rose sind sehr ge sucht. — Weiteren Baumaupflanzungen an ^er Nikolaus^ stratze ist der Magistrat geneigt, sobald ouch.?er Rest des Vorgartengeländes abgetreten fern wird. —■ Bezüglich der An­pflanzung von Bäumen aus dem Bahnhof s P l a tz steht der Magistrat auf dem Standpunkt, daß sich eme solche aus prak­tischen Erwägungen nicht empfehle, ebensowenig dm Fort­setzung der Allee vor dem Karser-Friedrich-Platz -esp. dem Blumengarten. — Während der unter den Platanen an der Theaterkolonnade herführende Weg mit Kleinpflaster versehen ill weilt der Weg an der altenKolonnadenseite sol- ches^icht auf. Das empfinden zahlreiche Personen, welche den Wea um ins Kurhaus zu kommen, benutzen muffen, bei scklechtem Wetter als einen Mißstand, und für das Kurhaus ist es insofern ein Nachteil, als von den Passanten der Schmutz in die Säle hineingetragen wrrd. Beim Magistrat soll etn Antrag auf Pflasterung gestellt werden. ^ .

-sw L> v g i ea - Gruppe, evn Werk eines heimischen Metsters des Bildhauers H offmann, ist, seitdem sie von ihrem letzten Standort auf dem Kranzplatz entfernt worden, aus dem städtischen -Bauhof an der Sch-lachthaussb-atze gelagert worden. Die Statue wurde in den sunfziger Jahren errichtet, -lliinäcklt batte sie ihren Stmrdort durch zwei Jahre u-nmittel-

vereinsvorsta-nd auch jetzt noch für , den geeignefften, und er will lick an maßgebender Stelle dasur verwenden, daß ste dort oder an einem geeigneten Platz in den Kuranlagen wieder aufaestellt^werde. Als den -geeignetsten Standort steht man den Hügel an, auf welchem sich heute das Mustkzelt rn der Kochbrunnenanlage besti^et, doch wird von der Räumung dieser Anhöhe -erst dann die Rede fern können, wenn die Halle

Da eine"Verf^img^de^Gouverneurs von Mainz Aus­ländern aus neutralen Staaten wieder den Aufenthalt m Wiesbaden gestattet hat, hält der „V -e re i n d e r G a st- und Badewirte" es für an der Zeit, eine intensivere Agitation im Interesse der Heranziehung von Fremden zu entfalten, und das um so mehrmals gerade d,e ,setzige Zeit ge­eignet sei, unsere Winterkur aus Kosten der Rwrera mehr in Ausnahme zu bringen. Der Verein hat sich zunächst ,n der Angelegenheit mit dem Magistrat ms Benehmen gesetzt und dort bei Bürgermeister Travers em verständnisvolles Ent­gegenkommen gefunden. Dieser, als Vorsitzender der Kur­deputation, hat die Bewilligung von 6000 M. zu Reklame­zwecken in Aussicht gestellt, sofern -dre direkt mtereff-ierten Kreise ihrerseits ein Drittel dieses Betrags auszübrrngen be­reit seien. In Frage kommen neben dem „Verein der Gast- und Badewirte" welcher seinerseits 1000 M. zur Verfügung stellt, der „Ärztliche V er ei n , der „Kau f man n,i sche Verein" sowie der ^Kur derer n, Der „Verein der

Gastwirte" hat die 1000 M. als erste Rate bewilligt. Weitere etwa nötige Beträge gedenkt er ans dem Weg der-Umlage aus seine Mitglieder aufzubri-ngen. Dre Reklame M m der Art entfaltet werden, -daß größeren Zeitungen, dee auch soM d e Interessen von Wiesbad-en zu vertreten gewillt sind, bezahlte Inserate überan-Uvortet werden. Herr Dr. Gr unhut stellt einige Besprechungen zur Verfügung, m denen ans dre Vm° teile einer Kur in Wiesbaden für verwundete Off,z»ere, ins- besondere für im Feld rheumatisch erkran-kte, hmgewuefwr wird. Schon auS nationalen Erwägungen k-ann werden, daß viele, -die seither an der Mm-era ch«n Wint«' au-senthalt zn nehmen gelvöhnt waren, nunmehr den Winter in Wiesbaden verbringen. Nach langer Be,pr«hung, m der mehrfach auf den nicht allzu günstigen Stand der Kaßenve^ hältniffe des Vereins hingeiviesen wird, welcher es unmöglich macht, zurzeit mehr zu tun, beschließt die »ersammlung^e Beteiligung an dem ReklamLunternehmen mrt 500 M. Sollte sich dieser Betrag aus- den laufenden Em-nahmen^nicht decken lassen, so erhält der Rechner Vollmacht, eines der Wertpapiere, in denen kleine Vermögen des Vereins angelegt sind, zu lom­bardieren. ^ .. ^

Weiter beschäftigte sich die Versammlung mit der srage, ob der Verein, anderen Organisationen am Platz folgend, sem ganzes oder wenigstens einen größeren Test seines Ver­mögens für die Zwecke des Roten Kreuzes oder für andere Kriegszwecke bereitstelleu solle. Die Versammlung war der Ansicht, daß der „Ku-rverein" Sozia-lzwecke verfolg deren Förderung das Wohl der Gemeinschaft bedmg-e, daß der Ver­ein nach dieser Richtung eine ^eparatstellung «nnehme. , ^n

erster Reibe müsse der Verein bemüht sem-, diesen ^semen

eigentlichen Ausgaben gerecht,zu werden, ^mme» hm zeigte man sich nicht abgeneigt, sofern «n dü-cfnis in die Erscheinung trete, auch seinerseits, was man entbehren könne, für Kriegszwecke abzustoßen.

Polizeilicherseits sind, wider jedes Erwarten, mcht nur die U n t e r h a l t u n -g s s p i e l e im Kurhaus verboten, In­dern -es ist auch gegen die beiden direkt beteiligte-stadbffchen Beamten von der Anklagebehörüe mugeschritten w°^ den. Die Versammlung bedauerte beides um so mehr, als c«° derwärts derartige Spiele unbeanstandet geblieben sind, m» als gerade für unsere Winterkurgaste auS den Sprelen stw eine "nur erwünschte Ergänzung des Unterhaltungsprosramm ^ ergibt. Sie beschloß einstimmig, an den Magistrat d°S D suchen zu richten, sich um -die Gestattung der Spiele f*® die Einstellung LeS Strafverfahvens wider die be-st»en B«mit«r zu bemühen, die persönlich nicht im mindesten be, der interessiert gewesen seien, und Li-e auch nicht rm Traum dM^- hätt-en denken können, daß derartige Spiele erner besonderen Erlaubnis bedurft hätten.

— Kriegsgefangen in England. Deutsche, denen,An^ hörigen -in England kriegsgefangen stnd, wird der Bwes emes jungen Wiesbadeners interessieren, der seit der Mobilmachung in England festgchalten wird. Der sunge Mann bellt s-em«r Familie mit: „Es geht mir so weit ganz gut. Wrr genug und kräftig zu essen und schlafen ,-ehr gut :

Strohsäcken. Die englischen Ofßiziere und Mannschaften s sehr nett; sie geben uns Tabak und was wm sonst brauch«^ Die Zeit vertreiben wir uns durch Ringkampse nnt Heizern und Matrosen von den Schffsen .^Königin Luis ^ „Seeland" irnd „Lappland". Auch spielt alle Ta^ i« von -der „Seeland". Der Brief ist -am 15. August geschrieben und gestern ftüh hier angekommrn.

— Liebesgaben. Die Großbäckerei Maldanerstff gestern für sämtliche Verwundeten des L«tz-metts „Westl^ scher Hof" zum Nachmittagskaffee s-e «n Stuck Zwei sch« kuchen! Die Freude der Soldaten

und seltenen Schmaus war natürlich groß. Dre Stiftern ^ Zwetschenkuchens rät ihren leistungsfähigen Kollegen. hin -und tuet desgleichen!"

- Vortrag über die Kriegsfürsorgc. Morgen nmhmntag m 5 Uhr wird Frau DrM eben im Ver-emswkal, OrameMv- ^ ^ über „Die Tätigkeit der Frauen m -der Kr'-eZss ^ sorge" sprecken. Das Referat soll «neu UbeÄlrck über die Pflichten, welche die Kriegslage ftrr die Franen^ sich gebracht hat und über das, w-s 'u Wiesbaden d^h^ Organisation des Roten Kreuzes, dem sich alle hMgen ^ <nn-irmnn-p,n anaeschlossen haben, bisher geleistet worden st

Organi-s-atl-on »es moren - . ft

eiuigungen angeschlossen haben, bisher geleistet worden -.fl noch weiter erstrebt wird. ^

— Kontrollversammlungcn. Es haben W Morgen Mttivoch. den 30. September 1914, 0°«*^ 8 Uhr: Die Unteroffiziere und Mannschaft^ w» gebildeten Landsturms der Garde-Jnsan eme und Infanterie, Garde-Jäger und Prov-.nzial-^agm mid ch ^ (mit Ausnahme der Ökonomiehandwerker, Buchseuma^^,. Krankenträger) der Jahresklaffe 1881 lE'ustellun ^l Nachmittags 3 Uhr: Jahresklaffe 1890

jahr). Leute, die bis zum 1. August 1914 das «. -ebe

vollendet hatten, haben nicht zu erscheinen. Die Ko

Versammlungen finden im Hof des BezirkSkommaa-

Bertramstraße 3, statt. - vor der

_Treue Mieter. Die Möbelwagen stehen bereit

Tür; es wird umgezogeu. Den wenigsten Städtern ll ^ gönnt, ein Menschenalter in einem Hause zu wo^en^ meisten gleichen den Zugvögeln, die von Zent zu Zell w ^ müssen. Es gibt aber auch seßhafte Mieter, und so^n: f.

müssen. Es gibt aver cracg

hafte, wie -aus der folgenden Mitteilung hervorgeht, d }ü uns mit der Bitte vorliegt, sie zur Kenntnis unserer ,

bringen: Am 1. Oktober d. I. find es^40 Jahre^datz,^^

bringen: Am l. wiioo-er u.

frühere König!. Ballettmeisterin Fräulein Annetta ~ owie die Familie des Herrn Rechnuugsrats^^ Kornatzki in dem Hause Stifts raße 20. Ecke KeU ^ wohnen. Fräulein Balbo schemt überhaupt dem bald zu sein, denn der Einsender der vorstehen^n bemerkt im Klammern daß an demselben Tagefll

wohnen. Fraulmu Baivo seyeini mritke-ilU^

Iiolb zu sein, denn der Einsender der dozMen^n -A ^ bemerkt im Klammern, daß "u demselben Tag- » —o-o Marie K l e s s e n aus Marburg 10 ^zahre bei Fra ^

m S ^ n ^ tra |. e ^ at)n . Auf den Linien 2 und 3 siehe

29 September 71/2-Minutenbetrieb enmesuhrt. Icag-

*- Ȋs

La-ndw-irtschastskammer für den Regierungsbeziri Ökonomierat Frühe (Waldmannshau-sen).

.... _ Atiswe

cm e iuk'-Äe:' Micbelsberg Gottesdienst

Hauptsvvagose, Michelsberg, und .ru ^Warlbur-asa ^

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tembör:"" Vorabend zu-m Bersöhnungstag. MEeu.MtteSd-ienst^8 Uhr. -L

baller Straße SI-.^VerUnungStag. Mittwock den - g ^

• Vorabend _ «mit ^Versohnungswg.

Friedrichstraße SS. Erev Jom Kivvur: morgens 5 -